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Fernsehbeitrag

  • Maria30
  • 14. Januar 2003 um 22:22
  • Maria30
    8-Zeller
    Beiträge
    110
    • 14. Januar 2003 um 22:22
    • #1

    Dieser Beitrag hätte auch aus Österreich stammen können, aus den Jahren - als hierzulande noch Eizellspende erlaubt war.

    Klar doch - in Brüssel lagern zigtausende Eizellen, Embryonen tiefgefroren und warten auf den lieben Onkel Doktor der sie wieder zum leben erweckt (klingt ja fast wie im Bilderbuch - und die Prinzessin schlief so lange bis der Prinz kam und sie wachküsste). Fakt ist - das etwa jede 2-3 Eizelle das Auftauen überlebt, von diesen - nun nicht mehr zigtausenden eizellen schaffen es vielleicht grade mal 25% bis zur Blastozyste - und davon wiederrum gerade mal die Hälfte zum schlüpfen.

    In Amerika werden eizellen per Post verschickt. - Das soll schockieren? Es gibt für Frauen möglichkeiten sich aus den Beneluxstaaten Samenspenden schicken zu lassen (und zwar aus dem Katalog) mit Gebrauchsanleitung wie man diese handhabt um schwanger zu werden (das ist Fakt - und keine Utopie mehr).

    Embryonenspenden werden von nicht einmal 1% der kinderlosen Paare wirklich benötigt - auf der anderen Seite stehen knapp 99% Kinderlose Paare - denen durch erlaubte Medizinpraktiken im Ausland sofort geholfen werden kann - anstatt ihnen das Matyrium von 3-4 IVF Behandlungen aufzulasten.

    Also hat das Thema irgendwie die Zielgruppe verfehlt - denn Embryonenspende ist nicht gang und gebe im Ausland, - weit wichtiger wären die Möglichkeiten der modernen Reproduktionsmedizin zu fördern. Es gibt eben (oder leider auch) Paare die an Erbkrankheiten leiden (z.b. Bluter) - denen nur mit "Vorbehalt" in Deutschland geholfen werden kann (dafür ist eine weitaus teurere ICSI behandlung erforderlich) - im Ausland ist PID - vorgesehen - wo eine winzige Zelle entfernt wird - um klarzustellen, das der Nachwuchs doch ein Mädchen sein wird - das nicht an dieser schrecklichen Erbkrankheit "Bluter" leiden wird.

    Vor etwa zwei Wochen war ein Spiegel-TV beitrag - wo es wenigstens um möglichkeiten einer weiterführenden Behandlung gegangen ist (leider sind hier nur entschuldigung "leicht psychisch Kranke" Betroffene interviewt worden. Ein Paar aus Schottland das durch die Moderne IVF ihre jung verstorbene Tochter wieder "aufleben" lassen wollte, und die nur deswegen aufgegeben hat - weil ihnen das Geld ausgegangen ist (60.000 € haben sie für die Behandlungen gezahlt - herausgekommen sind leider immer nur männliche Nachkommen - die sie weggeschmissen - sozusagen zur adoption freigegeben haben). Oder Ärzte die die IVF als Geissel der Menschheit verkündet haben, da sie die leidvolle aufgabe hatten - einige mehrlingsgeburten via laufender Kamera im Mutterleib abzutöten.

    Soetwas hat nunmal einen wirklich übelen Nachgeschmack für "nichtbeteiligte" Paare - die sicherlich meinen dass wir - wir die ins Ausland fahren einen "Dachschaden" haben müssen - weil eben immer nur Paare herausgepickt werden - die entweder wirklich unheimlich stolz darauf sind - zuzugeben ein Vermögen für Behandlungen auszugeben - die zwar zum Ziel geführt hätten - aber zum Falschen (nämlich dem - das sie einen gesunden Sohn bekommen hätten - aber ihre verstorbene Tochter in einem neuen weiblichen Nachkommen niemals weiterleben könnte) - oder Frauen - die zwar glücklicherweise Schwanger geworden sind, sich aber absichtlich ihre "zuvielgeratenen" Nachkommen abtöten zu lassen - denn so viele wollten sie ja gar nicht (vom medizinischen ist das unverständlich - ich habe selbst eine Bekannte die 4linge ausgetragen hat. Zwar zu früh auf die Welt gekommen - aber alle 4 haben überlebt). Klar in Amerika ist soetwas gang und gebe - da wird einem Säugling schon eingebläut - das es Zwillingsgeschwister hat - diese sind zwar 8 Jahre älter - aber sein eigener Zwilling (das so ein Kind möglicherweise eine stark Psychische Störung bekommt - bleibt zu erwarten) - oder das die Kinder wie "adoptiert" herumgereicht werden - das ist die Mama - und der Papa - und ich bin die Tante - aber du warst in meinem Bauch - und deshalb bin ich die Leihmama - und wenn du Probleme hast - kannst du jederzeit zu einem von uns kommen (Identitätskrisenkind??).

    Es ist in der modernen Reproduktionsmedizin nicht wirklich alles gold was glänzt - da gibt es jede menge schwarze Schafe von Ärzten, die nur abcashen - die nur Geld machen wollen für den Augenblick - egal ob ihr ruf ruiniert wird oder nicht.

    Wahrscheinlich wird die Eizellspende in Österreich doch nicht so schnell erlaubt werden wird. Viel zu viele "Schandtaten" wurden bekannt (von 60 jährigen Müttern - die ihre ersten Babies austrugen) - von irgendwelchen an den Haaren herbeigezogenen fällen von Ausland - eben von Fällen die man nicht nachvollziehen kann - und deshalb wird es auch nie erlaubt werden in Österreich.

    Wer daran schuld ist - ist zu klären, entweder wirklich die Medien - oder einfach nur die Paare - die sich einmal im Leben in der Öffentlichkeit präsentieren wollten. Sehr her - ich bin 60 und habe mein erstes Baby geboren. Aber das sind eben nicht die einzigen Schicksale auf diesem Planeten, die Menschen werden hellhöriger - und versuchen sich immer mehr hirngespinste anzulegen - und verderben so vielen vielen Paaren eine ihrer letzten verbleibenden Behandlungsmöglichkeiten.

    Maria

    Es geht ja nicht um die Heerscharen von tiefgefrorenen Embryonen - sondern es geht darum - wem sie gehören. Hierzulande werden auch Embryonen tiefgefroren - die auf "bessere Zeiten" hoffen dürfen. Nach einem Jahr werden alle Embryonen zwangsaufgetaut und somit vernichtet. Das sind in Österreich sicherlich zigtausend potentielle Menschen - und "steuerzahler". Das dies ethisch besser ist - als bedürftigen diese Eizellen weiterzugeben - bleibt im Raum stehen -die Ethiker sagen ja - denn - die Medizin hat diese "Menschen" erschaffen - und darf sie auch vernichten, egal - ob nun das Paar das diese gespendet hat schwanger geworden sind - durch einen geglückten versuch - und noch einen kleinen Eskimo wieder zum Leben erwecken wollen. Aber sie haben auch nur die Möglichkeit innerhalb eines Jahres (an dieser Zeitgrenze - also spätestens 3 Monate nach der ersten Geburt (wie immer das auch gehen sollte) - ist absolut nicht mehr zu rütteln) diese "tiefkühlmenschen" wieder zum Leben zu erwecken.


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Maria30 am 2003-01-15 08:49 ]</font>

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde ge&auml;ndert von: Maria30 am 2003-01-15 08:50 ]</font>

  • Maria30
    8-Zeller
    Beiträge
    110
    • 15. Januar 2003 um 09:46
    • #2

    Fernsehbeitrag

    Es gibt eine kleine Zusammenfassung über den gestrigen Bericht.

    http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/0,1872,2029945,FF.html

    Was ein Kinderbild mit dem Bildtext &quot;Leibliche Eltern unbekannt&quot; oder &quot;Frontal21 über Kinderglück aus der Gefriertruhe. (kann man flüssigen Stickstoff in den Gefrierschrank geben??&quot; oder &quot;Deutschen Ärzten ist die neue Methode bisher bei Gefängnisstrafe verboten&quot; (die deutschen Ärzte würden nicht nur Gefängnis ausfassen sondern ihre Konzession als Arzt verlieren) zu tun hat

    Die &quot;Die Kosten der &quot;Embryonen-Adoption&quot;: circa 5000 Euro. &quot; sind wohl ziemlich daneben - in Tschechien kosten diese Behandlungen etwa 2.000 Euro - in den USA ab 25.000 Euro. Einzig und allein in Valencia kostet die Behandlung etwa 5.000 € - aber ist denn Valencia der Mass aller Dinge??

    Das in den USA sogar Embrionen via Post verschickt werden - war dem Reporter viel wichtiger zu vermitteln. Ein Umstand der klarerweise &quot;Menschenundwürdig&quot; wäre - aber wie sollen denn Embrionen reisen?? Das Thema mit dem Storch haben wir wohl schon alle hinter uns gebracht.

    Reisserischer ist Journalismus nicht mehr möglich - tut mir leid. Uns als sozusagen &quot;Kinderschänder&quot; herzustellen, &quot;der arme kleine hat keine leiblichen Eltern mehr&quot; - denn diese bösen Paare wollten unbedingt ein Kind - und haben die liebe Natur überlistet. Es gibt wohl genug fälle auch in Deutschland - wo die Kinder nach der Geburt umgebracht - oder auf eine Parkbank gelegt werden - &quot;Eltern Unbekannt&quot; - hat nichts mit Eizellspende zu tun - sondern mit so manchen Unverantwortungsvollen Menschen - die Kinder wie Ware behandeln - wie ein Spielzeug - das wenn sie sich überfordert fühlen einfach &quot;abgelegt&quot; wird.

  • Ines + Chris
    Blastozyste
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.339
    • 15. Januar 2003 um 15:33
    • #3

    Fernsehbeitrag

    Hallo Maria,

    wir können Deine negative Haltung gegenüber des Berichtes nicht nachvollziehen. In der anschließenden Diskussion wurde der Bericht sehr gelobt, auch in anderen Foren hörte man nur positives von dem Bericht.

    Ines & Chris

  • Astrid + Rolf
    Eizelle
    Beiträge
    1
    • 15. Januar 2003 um 16:16
    • #4

    Fernsehbeitrag

    Auch wir haben gestern abend mit Spannung und entsprechender Erwartungshaltung den Bericht von Herrn Kurz verfolgt. Leider haben die dargebotenen Informationen - in Anbetracht der knappen Sendezeit - nur zum Teil unsere Erwartungen erfüllt. Auch die Angaben zu den Kosten schienen uns weit untertrieben. Doch wir gratulieren dem Autor und den Initiatoren (I&C)! Wir haben schon mehrere Versuche (Insemination, IVF, ICSI, Eizellspende) erfolglos durchgeführt. Der Astrid (44J.)behandelnde Gynäkologe hat ihr erst gestern absolute Empfängnisbereitschaft bestätigt. Wir wollen es noch einmal versuchen, obwohl wir bereits ca. 50TEuro investiert haben und freuen uns auf einen konstuktiven Informationsaustausch. Bislang waren wir mit unserem Problem allein..

  • Maria30
    8-Zeller
    Beiträge
    110
    • 15. Januar 2003 um 16:21
    • #5

    Fernsehbeitrag


    Es schockiert mich nur etwas - das in den Medien Lügen verbreitet werden (was macht denn bitteschön ein Embryo im Eischrank - er hätte dort nicht einmal eine Überlebenschance von einer Minute).

    Das man Embryonen von A nach B Transportiert werden müssen - ist wohl auch klar. Menschenverachtend ist sehr wohl ein Transport via kleinem blauen Brief - natürlich - aber wie sollen denn wirklich die Embryonen transportiert werden.

    Ich arbeite selber in dieser Branche - und diese Branche heisst eben Meinungsbildung. Man soll ohne viel wenn und aber über ein Thema recherchieren - aber das Lügen im Fernsehen ausgestrahlt werden - mit Fotos auf der Homepage veröffentlicht werden (seht her - das ist ein Embryospendenkind (ganz zu schweigen davon - das das Kind vielleicht wiedererkannt wird - ist es doch ein Promi - der jederzeit und überall beobachten werden kann) - das ja keine leiblichen Eltern hat. -


    Was ist leiblich. Leiblich hat wohl etwas mit Leib zu tun, und die Kinder, falls wir soetwas einmal haben werden - wurden in unserem Leib ausgetragen. Also sind wir die leiblichen Eltern - aber nicht die genetischen.

    Eine Lüge - die der ZDF klar ausgestrahlt hat - um zu schockieren - denn leiblich ist allen ein begriff - genetisch ist sehr sehr dehnbar - und niemand kann sich wirklich etwas dabei vorstellen.

    Also hat hier leiblich absolut nichts zu suchen - und ist nur ein sogenanntes Schreckgespenst - jemanden damit zu schockieren (das arme liebe kleine Kind - wird niemals leibliche Eltern haben (also niemals Mami und Papi) - und ist ganz ganz allein auf sich gestellt).

  • Claudia33
    Morula
    Beiträge
    225
    • 15. Januar 2003 um 16:55
    • #6

    Fernsehbeitrag

    Hallo,
    ich habe den Bericht auch gesehen und fand ihn an sich gut gemacht. Nur eben viel zu kurz. Aber für die Sendezeit kann ja auch Herr Kurz wahrscheinlich nichts.

    Hallo Maria,
    warum mußt Du eigendlich immer alles so negativ sehen?

    Claudia

  • AJ
    8-Zeller
    Beiträge
    90
    • 15. Januar 2003 um 17:48
    • #7

    Fernsehbeitrag

    Hallo an alle,
    auch ich habe den Bericht gesehen und hinterher am Chat teilgenommen. Es gab überwiegend positive Meinungen und ich fand den Bericht auch sehr gut. Es hätte wirklich länger sein können. Vielleicht ist Herr Kurz ja bald wieder zu einem Beitrag zu diesem oder einem ähnlichen Thema bereit, denn nur so kann die Öffentlichkeit aufmerksam gemacht werden . Auch andere Paare, die sich bisher noch alleine mit dem Thema fühlten sind nun aufmerksam geworden, können sich jetzt austauschen. Vielleicht kann es ja ein Beitrag zum &quot;Verein Pro Eizellspende&quot; ( oder wie auch immer er heißen wird) geben. Ich finde die Vereinsidee grundsätzlich gut, kann mir die praktische Umsetzung aber nicht so recht vorstellen.

    Nun an Maria30:
    DEINE NEGATIVE EINSTELLUNG GEHT MIR AUF DIE NERVEN !!! Ich bin auch nicht immer gut drauf und enttäuscht, wenn es mal wieder nicht geklappt hat ( und habe wie die meisten von uns auch manchmal familiäre und manchmal berufliche Probleme), aber es gibt auch positive Dinge im Leben.
    Vielleicht versuchst Du es mal mit diesem Motto: DIE SCHÖNSTEN UND BESTEN DINGE DES LEBENS KANN MAN NUR MIT DEM HERZEN SEHEN !!!
    Lasse Dich einfach mal darauf ein.

    AJ

  • Ines + Chris
    Blastozyste
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.339
    • 15. Januar 2003 um 18:44
    • #8

    Fernsehbeitrag

    Hallo,

    nur kurz zur Info, wir sind nicht die Initiatorn dieses Beitrages gewesen, wir haben Herrn Kurz nur mit ein paar Infos geholfen. Wir waren auch nicht in dem Beitrag zu sehen.

    Ines & Chris

  • Friedrich Kurz, ZDF
    Eizelle
    Beiträge
    16
    • 15. Januar 2003 um 22:44
    • #9

    Fernsehbeitrag

    Der Film zur Embryonen-Spende wurde gesendet; wer ihn verpasst hat, hier der
    Download als Text oder auch Videofile:

    http://www.zdf.de/ZDF.de/inhalt/0,1872,2029945,FF.html.

    Wenn's nicht klappt:
    http://www.frontal21.de.

    Nun mein großer Dank an alle,
    die mich hier mit Informationen, Anregungen Motivation und manchmal auch durch vorsorgliches Mißtrauen geholfen haben, die richtigen Inhalte und den richtigen Ton zu finden.

    Ich habe hier unglaublich viel Lebensgestaltungswillen gefunden. Ich kann Euch nur raten, mit derselben Energie, mit der Ihr um eigene Kinder kämpft, auch im politischen und gesellschaftlichen Raum aktiv zu werden. Dieses Thema (und ähnliche Themen) sind ab jetzt auf der Tagesordnung; man wird Euch aufmerksam zuhören, weil es jetzt endlich eine seriöse und begreifbare Alternative zum Realianer- und Antinori-Wirbel gibt.
    Auch der Nationale Ehtik-Rat wird sich in den nächsten Wochen mit dem Thema befassen, mittelfristig auch der Deutsche Bundestag mit einer neuen Enquete-Kommission. Die Chancen für Neubewertungen und Veränderungen sind nicht schlecht; zu welchem Kompromiß es aber kommt, hängt auch von Euren Wortmeldungen ab.
    Ein prominentes Mitglied des Nationalen Ethikrates sagte mir am Telefon wörtlich: &quot;Vor einem halben Jahr war ich auch noch gegen die Embryonenspende. Doch dann haben zwei betoffene Frauen mit mir gesprochen. Ich war so beeindruckt, dass ich seither meine Meinung komplett geändert habe.&quot; Andere dieser Ethik-Promis sagten mir: &quot;Unsere Meinungen sind absolut nicht festgelegt, sie sind komplett im Fluss. Die Embryonenspende haben wir ja noch kaum diskutiert - das müssen wir sofort nachholen.&quot; Also ist auch hier die Chance, sich einzubringen.


    Großen Dank an Ines & Chris, die mir mit dem Eizellspende-Forum ein Brücke zu Euch geschlagen haben. Das Thema ist ja ohne solche Vermittlung kaum recherchierbar. Wir haben miteinander telefoniert, sie haben mir mit Vermittlungen geholfen und Vertrauen geschaffen.

    Wer mir künftig mit Infos oder Themenideen weiterhelfen will oder auch selbst Infos oder Tips über den Umgang mit der Presse sucht, hier meine E-Mail-Adresse:
    Kurz.F@zdf.de.
    Tel. 030-2099-1284

    Bis demnächst...
    Friedrich Kurz

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Friedrich Kurz, ZDF am 2003-01-15 22:44 ]</font>

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde ge&auml;ndert von: Friedrich Kurz, ZDF am 2003-01-15 23:03 ]</font>

  • 8-Zeller
    Beiträge
    88
    • 15. Januar 2003 um 23:57
    • #10

    Fernsehbeitrag

    Ich fand den Beitrag (die Reportage selbst) recht OK (mal von einigen unnötig saloppen Formulierungen einmal abgesehen) und informativ (v.a. auch für jene, die in ähnlicher Lage wie wir sind).
    Was ich nicht ganz verstanden habe (und da gebe ich Maria30 recht) waren die Randbemerkungen: Was hat z.B. die Art der Überstellung (per Post) von Embryonen in den USA mit Reproduktionsmedizin und deren Problemen zu tun? Und v.a. was hatte diese Bemerkung für einen Zweck (Schleichwerbung für die Post? Der Storch kommt per Bahn? ...)

    Aber wie gesagt: Sonst wirklich nicht übel. Ich hoffe, es trägt zu mehr Verständnis bei. Neugierig bin ich auch schon auf das nächste Projekt von Herrn Kurz: Da scheint es um vergebliche Adoptionsbemühungen zu gehen.

    Bussibär

  • Maria30
    8-Zeller
    Beiträge
    110
    • 16. Januar 2003 um 08:23
    • #11

    Fernsehbeitrag

    Hallo Bussibär,

    Man wird nicht Redakteur weil man salopp über etwas berichtet.

    Eine Salopp gewählte Wortauswahl dient nur dem Ziel die Zuhörer zum Denken zu bringen.

    Vor allem auf der Homepage werdn zu diesem Bericht halbwahrheiten veröffentlicht (die Babies werden in Kühschränken gelagert (!!) - eine Idee die jedem Reproduktionsmediziner das Blut in den Adern gefrieren lässt - aber nicht nur gezielt denen - sondern auch der nichtbetroffenen gesamten Menschheit - die meinen - das wir Kinderlose Paare voraussichtlich 200 Embrionen im Kühlschrank haben - und die möglicherweise durchfüttern).

    Wie gesagt ein Medium ist nur so gut - wie die Zuschauer - und wenn wild draufherumdiskutiert auf einem Thema verwirrt - und eigentlich nichts Hand und Fuss hat (sonst müsste dieser Film von einem Reproduktionsmediziner oder einem Ethiker gemacht werden).

    Auf die Reportage - Adoptionen bin ich auch schon gespannt. Ich erinnere aber auch daran - das durch Fernsehbeiträge gewisser deutschn Anstalten - die Auslandsadoption beispielsweise aus Rumänien - verboten wurde. Aus Rumänien ist leider kein Kind mehr zu adoptieren, ein Land - wo es wirklich Menschenundwürdige Unterbringungsmöglichkeiten für Waisenkinder gibt (ein Quotenhoch für die Fernsehanstalt - aber steht es dafür - das nun hunderte Waisenkinder in schimmlig gewordenen Zimmern hausen müssen, ohne Heizung und ohne Sanitäre einrichtungen - das ist nun mal so üblich im ehemaligen Ostblock - da ist es doch besser ein Kind ins Ausland zu geben- und dafür zu kassieren, um den Kindern die im Inland verbleiben zumindestens ein menschenähnliches aufwachsen zu ermöglichen (es gibt dort Kinder die mit 4 Jahren noch nicht sprechen können, die mit 3 Jahren noch nicht gehen können - und die in Gitterbetten dahinvegetieren).

    Wird eben demnächst der Boom Richtung Adoption laufen, es gibt sowieso schon zu wenig Kinder auf dieser Welt - auch schon für die Paare die verzweifelt versuchen zu adoptieren. Es gelten im Ausland nun mal andere Gesetze wie im Inland, die Ukraine lässt nur Kinder ab 5 Jahre für eine Auslandsadoption zu, die lateinamerikansichen Länder sind aufgrund der Lage zu den USA total überlaufen.

    Eine Auslandsadoption ist keine feine Sache, ich erfahr das ja am eigenen Leib. Es wird herumdiskutiert - wie auf dem Teppichbazar, ein älteres Kind - das möglicherweise Krank ist - kann man &quot;früher&quot; haben. Wie auf einem Gebrauchtwagenmarkt - nur das man dort - für Dinge - die nicht so sind wie man will - einen Rabatt bekommt.

    Das dieser Markt nun auch noch in Mitleidenschaft gezogen werden soll - ist mir klarerweise wiederum ein Rätsel. Was bezweckt der ZDF damit. - Kampf an allen Fronten??

  • Claudi@
    Eizelle
    Beiträge
    1
    • 16. Januar 2003 um 18:49
    • #12

    Fernsehbeitrag

    Hallo,

    ich muss sagen, dass ich den Bericht an sich recht gut fand, nur wurde dieser Eindruck leider durch die An- und Abmoderatuin zunichte gemacht. Schade, dass die Autoren da scheinbar keinen Einfluß mehr drauf haben.

    Liebe Grüße, Claudia

  • Nicole
    4-Zeller
    Beiträge
    70
    • 16. Januar 2003 um 19:24
    • #13

    Fernsehbeitrag

    Ich kann Claudia nur zustimmen. Sowohl mein Mann als auch ich haben den Beitrag als weitestgehend positiv empfunden (und wir sind wirklich schon sehr empfindlich wenn über das Thema gesprochen wird). Es ist gut, daß es solche Beiträge gibt, selbst auf die Gefahr hin, daß aus unserer Sicht schlechte dabei sind. Als Beispiel kann ich die Serie &quot;Wunschkinder&quot; im ZDF anführen. Unsere Eltern wissen nur von den ICSI's und hatten keinerlei Vorstellung was das alles mit sich zieht. Wir hatten nach den Sendungen ein langes Gespräch, und sie waren wirklich betroffen, wie einen das ganze emotional und körperlich fertigmachen kann. Diese Art &quot;Aufklärung&quot; und direkt von anderen Betroffenen zu hören, hat sie nachdenklich gemacht und ihr Verständnis verstärkt. Viele wissen doch gar nicht, was medizinisch möglich ist. Man sollte es ihnen immer wieder zeigen. Irgendwann ist dann der erste Schreck vorbei und die Repromedizin wird neu betrachtet. Leider habe ich genauso wie Bussibär im Moment den Eindruck, daß solche Auswüchse von Ärzten und Biologen wie 60-Jährige zu Müttern zu machen und die angeblichen Klonbabys die Meinung in der Bevölkerung nicht positiv stimmen. Aber, mal ehrlich gesagt, auch über sowas muß berichtet werden dürfen. Es sind ja nun mal Tatsachen.
    Liebe Grüße,
    eine immer noch grübelnde Nicole

  • Liane
    8-Zeller
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    114
    • 16. Januar 2003 um 20:58
    • #14

    Fernsehbeitrag

    Hallo,

    aslso ich fand den Beitrag auch weitestgehend in Ordnung, bis auf die schon genannten Schlagwörter (Postversand etc.). Ich finde auch, daß in der Öffentlichkeit mehr Aufklärung über die wirklichen Ursachen und Mittel gegen die Kinderlosigkeit berichtet werden sollte. Vielleicht würde man dann nicht immer als Plage der Nation dargestellt werden, erst letzte Woche habe ich im Radio wieder eine Meinung gehört, daß Kinderlose mehr in die Pflegeversicherung zahlen sollen. Wofür sollen wir denn noch mehr als andere zur Kasse gebeten werden? Wir würden so gerne ein oder zwei Kindern die Chance auf ein besseres Leben geben, aber bei Auslandsadoptionen wird ja auch ordentlich abkassiert (EUR 15.000,-- für ein Kind aus Vietnam????) Da verkaufen die Regierungen ihre Kinder, oder?. Bis vor kurzem habe ich auch noch geglaubt, daß ich meine ICSI Behandlungen machen werde und dann schwanger werde, die Prognosen waren alle soooo gut, und nun ist eine EZ Spende für uns die einzige Möglichkeit zu einer Familie zu kommen. die Wirklichkeit sieht leider immer anders aus und eine wirkliches Urteil kann man sich nur erlauben, wenn man es selber durchgemacht hat. Selbst engste Freunde und Angehörige, die über unsere Situation informiert sind, haben keine Vorstellung was wir durchmachen. Jedesmal wenn wieder mal jemand durch IVF schwanger wird werden wir gefragt, ob uns das nicht wieder ein bißchen Hoffnung gibt. Das ist zwar nicht böse gemeint, aber daran merke ich, daß die wirklich nichts verstanden haben. Grüße - Liane

  • Anonym
    Eizelle
    Beiträge
    2
    • 19. Januar 2003 um 11:21
    • #15

    Fernsehbeitrag

    Hallo an alle,
    auch ich habe den Beitrag mit Spannung verfolgt und fand ihn überwiegend gut.

    Eigentlich melde ich mich aber aus einem anderen Grund; Ich habe als anonyme Person in dem Beitrag mitgewirkt. Bislang bin ich auch anonym geblieben und nicht angesprochen worden, ausser von einer eingeweihten Freundin, welche meinte, mich am Lachen erkannt zu haben.
    Ich möchte Euch hiermit Mut machen an solchen Produktionen mitzuwirken, da wir wirklich etwas zu sagen haben und es anonym funktioniert hat.

    Liebe Grüße,
    Anonym

  • Claudia33
    Morula
    Beiträge
    225
    • 11. März 2014 um 23:57
    • #16

    Antw:Fernsehbeitrag

    -

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