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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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Beiträge von

  • Abschied von Bussibär

    • 2. Dezember 2004 um 17:32

    Abschied von Bussibär

    Hallo Doro66,
    das tut mir wirklich weh, wie das Jugendamt so mit Euch umgeht. In welchem Bundesland seid ihr denn? Vielleicht redest Du auch einmal mit Family4you-das ist eine private Agentur, die vielleicht helfen kann. In Deutschland-soviel ich weiß-können die privaten Agenturen ja sogar schon Heimstudien etc. machen. Vielleicht geht was - ich würd's Euch on Herzen wünschen.
    Und wenn nicht, wer weiß, vielleicht klappt's mit der EZS (wär' ja auch nicht das schlechteste - oder?) 38 ist ja überhaupt kein Alter. Ich denke, daß ich Euch da auch ein paar Tipps geben kann (zumindest, wie man's nicht macht ;-))
    Wenn Du möchtest kannst Du mir auch eine PN schreiben mit Deinen Fragen oder wir könnten auf diesem Kanal unsere eMail-Adressen austauschen - wie wär's? SChickst Du mir Deine, schick' ich Dir meine.

    Liebe Grüße
    Bussibär

  • Abschied von Bussibär

    • 28. Mai 2004 um 15:50

    Xena

    Hallo Xena,

    Die beiden waren 9 und 22 Monate alt, als wir sie zum ersten mal sahen und mit Ihnen spielen durften. Leider hat sich dann der Rest der Adoption etwas hingezogen (wegen der Urlaubszeit), sodaß wir dann noch 3 Monate (!) warten mussten, bis wir sie schließlich daheim hatten. Normalerweise sollte das nur mehr 6 Wochen dauern - bei uns warens letztlich 13. (deshalb schrieb ich: immer dran bleiben und evt. auch etwas Druck machen)
    Wie auch immer: Wir durften sie dazwischen besuchen so oft wir wollten und das haben wir letztlich auch gemacht.
    Die beiden sind Halbgeschwister (gleiche Mutter).

    Schöne Pfingsten auch Euch
    Bussibär

  • Abschied von Bussibär

    • 25. Mai 2004 um 15:11

    @ XENA

    Liebe Xena (die Königin der Amazonen - finde ich süß, zumal auch unser Chinchillaweibchen so heißt, nachdem wir gesehen haben wie sie mit ihrem kastrierten Männchen so umgeht....)

    Vorab einmal: wir sind aus Österreich (Wien) und dort ist es doch etwas einfacher - wie auch immer:
    Wo fängt man an: Ich würde das Jugendamt empfehlen, auch für Info über eventuell bestehende Vereine, die Auslandsadoptionen begleiten, oder ob es in Deiner Nähe eine Elternrunde von Adoptivkindern gibt, die sich regelmäßig treffen.
    Konkret möchte ich zwar keine Empfehlungen abgeben, aber Beispiele für grundsätzlich seriöse agierende Agenturen, an die man sich wenden kann, wären "Global Adoption Germany - Help for Kids e.V." in Deutschland oder DATZ in den U.S.A..
    Wichtig ist in jedem Falle eine gründliche Vorarbeit und genau zu wissen, was man will resp. kann (welche Kosten entstehen, wo liegen die eigenen Belastungsgrenzen, Kindesalter - das hat nichts mit wählerisch sein zu tun aber tatsache ist halt dass eine neue Sprache erlernt werden muss und dass familiäre Bande zu knüpfen sind und und und, ....) und das auch entsprechend deutlich zu kommunizieren resp. später dann, wenn die Sache läuft auch immer wieder sich bei der Agentur in Erinnerung zu rufen und etwas Druck zu machen... Kurz gesagt: in jeder Hinsicht immer aktiv dran bleiben und die Initiative nicht aus der Hand zu geben.

    Viel Glück für Euch und Euer Vorhaben!

    Bussibär

  • Abschied von Bussibär

    • 1. Februar 2004 um 20:50

    Kleinbussibären

    Also zunächst herzlichen Dank für die Glückwünsche!
    Ja, wir haben zwei kleine Sunshines daheim. Ein Mädel und einen Buben, Geschwister, 13 und 26 Monate alt, beide blond, wunderhübsch (ich frage mich jeden Tag - Hand auf's Herz - ob wir jemals sowas hübsches zusammengebracht hätten), lebhaft, liebeshungrig, anhänglich, gefräßig, lustig und ..... anstrengend.
    Zwei auf einmal, ja da ist schon einiges los an Action daheim. Im Moment denke ich, daß mein Part (Arbeiten gehen, um die Familie zu erhalten) der weit einfachere ist, als das, was Frau Bussibär so alles daheim durchmacht, aber auf der anderen Seite erwarte ich jeden Tag ungeduldig den Moment, an dem ich nach Hause komme, um unsere beiden Kleinen in die Arme zu nehmen und zu drücken. Die Begrüßung daheim ist einfach zu schön, um wahr zu sein (Hände in die Höhe und auf Papa zulaufen, dabei immerwährend Papa, Papa schreiend.....).
    Die Kleinbussibärin flirtet, als gäbe es kein Morgen (vor allem mit meinem Schwiegervater, der nach zwei männlichen Enkerl zuvor nun wohl die "Abwechslung" genießt), ob daheim, im Supermarkt (ein großer blonder Bodybuilder mit Bürstenhaarschnitt und Lederjacke: Schnuller weg, anrempeln - nimm mich, drück' mich und genieß' mich!) oder am Kinderspielplatz (Rothaariger mit Brille - da fliegt mir glatt der Nuckel weg!). Und der Kleinbussibär sammelt alles, was nach Auto aussieht, liebt sein Tretauto und klettert behende wie ein Äffchen auf den diversen Klettergerüsten herum (daheim sind es halt Sesseln, Tische, ...) - ein wahnsinnig neugieriger Kerl (Frau Bussibär verflucht den Tag, an dem ich ihm beigebracht habe Drehverschlüsse, Türschnallen etc. aufzumachen, aber der Kleine schein technisch recht begabt und interessiert: Alles, was er nicht versteht wird sofort in die Bestandteile zerlegt!

    Wir sind überglücklich und jeden Tag todmüde - wahrscheinlich bewirkt der zweifellos tiefere Schlaf jetzt auch, daß sich Frau Bussibär schon länger nicht mehr an Herrn Bussibärs Schnarchen gestoßen hat!

    Ich wünsche Euch ebensoviel Glück, wie wir es jetzo tagtäglich daheim erleben, es muss halt nicht immer IVF oder Eizellspende sein. Es gibt auch andere Wege dahin.

    Dank an Euch alle nochmals für die Glückwünsche
    Bussibär
    ;D

  • Abschied von Bussibär

    • 31. Januar 2004 um 21:52

    Hallo Dorothe

    Nun, unser "Dreh" war der, daß nicht wir ihn geschafft haben, sondern eher er uns. Will sagen: was uns hauptsächlich geschafft hat war der ganze Irrsinn der Repro-Medizin, und nachdem wir den Gedanken der Adoption zugelassen hatten, war die Gewissheit Kinder haben zu können ohne weiter machen zu müssen, eine echte Befreiung. 8)
    Das ganze geht uns somit nicht wirklich ab, vielmehr sind wir froh es hinter uns zu haben. Die gesamten emotionellen Belastungen der Behandlungen waren im Nachhinein betrachtet schlimmer als die Belastung durch den unerfüllten Kinderwunsch selbst und ich bin überzeugt, dass dies häfig der Fall ist.
    Ich habe sehr viel über Kinderwunschbehandlungen gelesen und auch mit Psychologen darüber geredet. Tatsache ist (und das lässt sich auch hier im Forum beobachten), dass diese Behandlungen ein großes Suchtpotential in sich bergen. Wie anders wäre es sonst möglich, daß Frauen bis zu 13(!) ICSIS über sich ergehen lassen, wo doch klar ist, daß das Potential derartiger Behandlungen (bei optimalen Versuchen) nach 4-5 Behandlungen ausgeschöpft ist? Die Ärzte selbst haben hier auch gewisse Mitschuld, dass es soweit kommt. Ich habe z.B. Dr. Netzbandt die Frage gestellt, wann man eigentlich sinvoller weise mit Behandlungen Schluss machen sollte. Nicht überraschend war, daß er diese Frage elegant nicht beantwortet hat. Ich bin der Überzeugung, dass selbige dies stillschweigend ausnutzen, um noch etwas mehr daran zu verdienen. Jüngstes Beispiel: Dr. Zech. Der weiß genau, wo Bartel den Most holt. Wenn nicht in Italien, dann eben in der Tschechei. Aus Nächstenliebe? Na -wer's glaubt wird seelig! :evil:
    Es ist auch ein Irrtum zu glauben, ein Adoptivkind wäre fremder als ein leibliches. Jedes Kind ist ein sehr individueller eigener Mensch, den man erst kennen lernen muss. Man vergisst dies über all den Behandlungen nur allzuleicht und es mag sein, dass dies auch der Grund dafür ist, dass viele derartige Kinder mit einer riesen Vorgabe auf die Welt kommen, die dann drückend wird, wenn es später mal nicht so läuft, wie man sich dies als Eltern vorstellt.

    Wie auch immer: Das ganze liegt hinter uns und ich habe keine Lust mehr mich da nochmals reinzusteigern und zu ärgern, denn unser Sonnenschein leuchtet seit Kurzem bei uns zu Hause :D : Zwei kleine süße hungrige "G'schrappen", die jeden Tag eine Riesenkomödie abziehen und mir täglich zeigen, was ich an Blödsinn so alles ausgelassen habe (muss mal die Bussibär-Mama fragen, ob ich als Baby-Bussibär auch so findig war).

    Wie immer gilt natürlich eines: Vater werden ist nicht schwer (auch wenn wir's etwas schwerer hatten, als dies normal der Fall ist), Vater sein dagegen sehr. Und so widmen wir uns jetzt denen, die uns keine Zeit mehr lassen über etwas anderes nachzudenken, als sie: unsere Bussibärlis.
    Einzig unangenehm: Das ganze wirkt im Moment sehr prohibitiv auf unser Liebesleben :roll: . Jüngeste Begebenheit (Bussibär ganz privat): Mama Bussibär liegt erschöpft neben Papa Bussibär im Bett. Sie zu Ihm: "Ich will Sex!", Er zu Ihr: "Kurzen Moment, Liebling" (Bussibär dreht das Licht ab und zupft seinen Polster zurecht).......
    Und weiter sind wir nicht gekommen, denn Mama Bussibär war schon eingeschlafen. :nein:
    Also Einschlafprobleme haben wir sicher keine mehr und so kommen wir auch nicht mehr dazu, Gedanken über weitere Bussibren zu wälzen - zumidest im Moment.

    Also, das wär's in aller Kürze. Jetzt muss ich aber Schluss machen - Herrgott bin ich wieder müde! :wink:

    LG Bussibär

  • ...die hoffnung stirbt zuletzt....

    • 6. Oktober 2003 um 13:57

    ad manda

    Hi nochmals,
    ein Beispiel dafür wären die Missionarinnen der Nächstenliebe (Mutter Theresa's Orden). Ich weiß aber, daß es mehrere solche gibt. Daneben auch konfessionell orientierte, nicht gewinnorientiert arbeitende Vereine, etc.
    Woher man eine Übersicht bekommt - am besten bei Eurer lokalen Adoptionsstelle (Jeder Verein, der das macht braucht eine Art Zulassung und wird behördlich registriert. Ich denke, beim Jugendamt sollten die wissen, was es alles gibt resp. zumindest wissen, wo man diese Infos bekommt.) Du bist jedoch nicht an Vereine oder Gesellschaften Deines Haimatlandes gebunden, Du kannst Dich auch z.B. einer amerikanischen Agentur bedienen oder einer österreichischen (Hilfe gibt's da z.B. bei family4you)
    Und schließlich: auch auf eigene Faust kann man's versuchen (auch schon gesehen: aus Russland - ohne Sprachkenntnisse) - ist aber zeiaufwändig.

    Wie auch immer: Wege gibt's hunderte und davon sind viele korrekt und möglich. Wende Dich an die öffentlichen Stellen, lies nach in einschlägigen Diskussionforen am Netz, wenn es Treffen von Adoptiveltern in Deiner Umgebung gibt, versuch' mal daran teilzunehmen - get involved!
    Überall dort ist man sicher gern bereit Euch zu helfen - auch wir haben diesbezüglich eigentlich ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Das war so eine angenehme Abwechslung von der ganzen Medizin - ich kann's gar nicht sagen!

    Hoffe, daß es Euch ebenso positiv ergeht...
    Bussibär

  • ...die hoffnung stirbt zuletzt....

    • 3. Oktober 2003 um 12:41

    ad manda

    Hi manda,

    ...nur wegen der Preise für Auslandsadoption:
    Es ist klar, daß da einiges an Geld draufgeht (wofür eigentlich nicht?). Insbesondere, da Beglaubigungskosten, Reisekosten (Flüge, Visa, ...), Kosten für Übersetzungen, etc. anfallen. In der Regel wird man aber auch - so man sich einer Agentur bedient - wirklich gut versorgt (mit Infos) und gemanagt (Hotels, Termine, Amtswege, ...).
    Je nachdem, wieviel man selbst in die Hand nimmt gibt es dann auch die entsprechenden Kosten. Ich persönlich würde die konfessionellen Agenturen bevorzugen - es gibt davon einige in Deutschland (von Klöstern o.ä. ausgehend), die über diese Schiene versuchen, Kindern in anderen Ländern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Selbige sind preislich auch bei weitem nicht mehr "horrend".
    Bezüglich Kinderhandel hilft ein kurzer Blick in die Liste jener Staaten, die bereits das Haager Abkommen ratifiziert haben. Ein Teil dieses Abkommens beschäftigt sich damit, Mechanismen zu institutionalisieren, die Kinderhandel verhindern sollen (obgleich auch ohne Haager Abkommen einige Länder noch strengere Auflagen implementiert haben, dies zu verhindern). Aber grundsätzlich gebe ich Dir hier schon recht: Nur eine wirklich gute Kostentransparenz bei dem, was man bezahlt hilft, auch das besser zu sehen, was eine Agentur tut (gleiche Transparenz würde man sich ja auch bei diversen Ärzten wünschen ;-)) und das schafft natürlich auch Vertrauen. In diesem Sinne ist es schon richtig, mit Geld sparsam umzugehen und nicht jemanden zu markieren, der nur darauf wartet geschröpft zu werden.

    In diesem Sinne
    Alles Gute für Euch!

    Bussibär

  • Abschied von Bussibär

    • 2. Oktober 2003 um 16:01

    Liebe Forumsteilnehmer,

    auch meine Frau und ich verabschieden uns hiermit von den zahlreichen Behandlungen und - zumindest temporär - von diesem Forum, aus dem wir viele Tipps, ebenso aber Mitgefühl eine ganze Zeit lang mitgenommen haben.
    Wie aus meinem letzten Beitrag ersichtlich ist, streben wir nun mit Adoption neuen Ufern zu und wollen damit auch hier ein Zeichen setzen dafür, daß
    .) Ein Abschied von Behandlungen kein Abschied vom Kinderwunsch ist und
    .) keiner derer, die medizinisch "das Handtuch werfen" alleine ist.

    Nochmals Danke an all die, mit denen ich kommunizieren durfte, viel Glück und Kraft sowie einen guten Blick für's Wesentliche wünsche ich Euch allen.

    Lasst Euch medizinisch nicht "verheizen" - es gibt auch ein Leben danach, oftmals hat man nur vergessen, dass auch das wunderschön sein kann und Zukunftsperspektiven bietet.

    Grüße an alle
    Euer
    BUSSIBÄR

    P.S.: Für all diejenigen, die das Bedürfnis haben mit mir über Adoption und KiWu-Behandlungsabschied zu kommunizieren, bleibe ich weiterhin präsent, indem ich Private Nachrichten gerne beantworte.

  • ...die hoffnung stirbt zuletzt....

    • 2. Oktober 2003 um 15:46

    Abschied vom KiWu

    Hi Puuhla,

    nun, Du hast wirklich wirklich recht, was das angeht.
    Vielfach ist es einfach ein Verdrängen, das da greift, jedoch auch z.T. von den Ärzten unterstützt wird.

    Will sagen: Wenn man einmal so weit gegangen ist, daß man bei EZS angekommen ist, dann hat man oft eine Odyssee von mehreren Jahren Behandlung incl. Eingriffe, IVF's, etc. hinter sich und denkt sich: bis hierher sind wir gegangen, warum nicht noch einen Schritt weiter und noch einen, ....

    Man überlegt einfach zu wenig und läßt sich von der Dynamik der Situation selbst immer weitertragen. Der Punkt jedoch ist, daß die Ärzte selbst offenbar nicht wissen, wann sie einem Patienten empfehlen sollten keine weiteren Behandlungsschritte mehr zu unternehmen. Es scheint als wüssten Sie immer warum der letzte Versuch nicht geklappt hat und der nächste klappen müsste, obwohl er das dann auch nicht tut.

    Geht es also um's Aufhören, hat man keine Unterstützung, sondern ist auf sich selbst angewiesen. Natürlich sind die Ärzte auch aus finanziellen Gründen nicht daran interessiert derartige Empfehlungen auszusprechen.
    Auf diese Art gibt es z.B. Patientinnen, die mehr als 10 ICSIs hinter sich bringen (einige wenige schaffen's sogar), jedoch in der Regel ist es vergebene Liebesmüh', denn das Potential derartiger Behandlungen ist üblicherweise nach 4-5 Versuchen ausgeschöpft. Alles was danach kommt sind statistische Ausreisser.

    Abschied zu nehmen heißt vor allem: stark sein zu müssen, weil man - so scheints - allein ist: kein Arzt empfiehlt es und die Patienten verdrängen es. Keiner spricht offen darüber.

    Nur eines: Abschied nehmen bedeutet hier für mich: Abschied nehmen von den Behandlungen - nicht vom Kinderwunsch!! Das ist einfach nicht dasselbe. Es gibt auch die Möglichkeit einer Adoption - das darf nicht vergessen werden. Die Frage ist einfach: Ist es der Kinderwunsch, der mich treibt, oder der Wunsch nach einem leiblichen Kind (da wir bei EZ-Spende sind vermeide ich das Wort "genetisch eigenen").

    Meine Frau und ich haben festgestellt (nachdem wir etwas Abstand gewonnen hatten), daß uns der Wunsch nach einem Kind generell bewegt, uns jedoch die Behandlungen mehr belasten, als das dienlich wäre und sind so zu dem Schluss gekommen, daß wir mit Adoption besser dran wären. Wir haben uns auch sofort daran gemacht, dies zu verwirklichen.

    Ich kann gar nicht sagen, was für eine Befreiung das für uns war, zu diesem Entschluss gekommen zu sein, denn im Bewusstsein dieser neuen Möglichkeit, die wir zuvor durch die diversen Behandlungen schon völlig verdrängt hatten, erschienen uns die Mühen, die wir zuvor auf uns genommen hatten wiederum völlig absurd. Wir hatten plötzlich wieder einen vollkommen klaren Blick, Hoffnung und ein Ziel.

    Es ist nicht so, daß ich hier "Werbung" für Adoption machen sollte, aber es ist einfach so, daß dies eine oft verdrängte Möglichkeit ist und tw. auch mit Ammenmärchen abgetan wird (Schwierigkeiten es dem Kind zu sagen, oder daß adoptierte Kinder irgendwie anders wären als andere Kinder, ...). Ich fühle mich verpflichtet, diese Möglichkeit mehr ins Bewusstsein zu rücken, denn sie ist absolut realisierbar.

    Wohl wissend, dass es u.U. keine Möglichkeit gibt, lokal ein zu adoptierendes Kind zugesprochen zu bekommen, sollte auch Auslandsadoption in Betracht gezogen werden. Sicherlich: das kostet Geld, jedoch sicher nicht mehr, als die meisten derer, die hier schreiben, bereits für die KiWu-Behandlung ausgegeben haben.

    So gesehen: Kopf hoch, ein Abschied kann auch ein neuer Anfang sein!

    meint Euer
    Bussibär

  • Erst noch ICSI oder gleich Eizellspende?

    • 6. August 2003 um 15:53

    Erst noch ICSI oder gleich Eizellspende?

    Hi Tapabo and welcome to the club!

    Nun, ich weiß nicht wirklich viel über "Spermienmotivation", aber Sache ist, daß doch (meines Wissens nach) die äußere Schicht der Eizellen (zona pellucida) mit zunehmendem Alter dicker werden kann und nicht mehr so leicht zu durchdringen ist. Dann macht ICSI sicher Sinn. Da sich das Problem beim Embryo fortsetzen kann, wendet mann in derartigen Fällen oft auch assisted Hatching an (Embryonen-Schlüpfhilfe), was soviel bedeutet, wie (entweder mechanisch oder mit Laser) ein Loch in die zona pellucida zu machen.

    Das einzige, was mich bei Dir stutzig macht ist, daß sich drei befruchtete Eizellen überhaupt nicht weiter geteilt haben??? Keine Ahnung, was das soll, aber: Du könntest beim Arzt nachfragen (das muß er wissen), ob Deine Eizellen irgendwie "defekt" ausgesehen haben bei der Punktion (dunkler Zelleib, granuliert, auffallend unförmig, ...).
    Sollte das Problem wirklich eizellseitig sein, so kann das mehrere Ursachen haben (ungeschickte Stimulation - versuch ein anderes StimuProtokoll; grenzwertige Schilddrüsen-Unterfunktion; ...).

    Ich kann Dir keine direkten Tipps geben, was weiter zu tun ist und letztlich hängt dies wahrscheinlich ja auch von anderen Dingen ab, von denen ich nichts weiß, nur: EZ-Spende funktioniert üblicherweise problemlos mit großer Wahrscheinlichkeit (soferne nicht andere Probleme da sind, wie Immunologische Probleme, Uterus-Fehlbildungen, etc..) wenngleich sie teuer ist, jedoch mit EZ-Spende bist du unabhängiger vom Alter und von der Zeit her unterwegs, als wenn Du's noch mit eigenen EZ versuchen willst (was allerdings eine Klärung der Situation voraussetzt). Wegen EZ-Spende brauchst Du Dir also wegen des Alters keinen Druck zu machen, wenngleich Du damit von vornherein möglicherweise längerdauernde Abklärungen eizellseitig vermeiden kannst und (sollte es tatsächlich ein derartiges Problem sein) wahrscheinlich rascher zum Erfolg kommst als mit eigenen Eizellen.

  • Immunologische Untersuchungen

    • 24. Juli 2003 um 16:28

    Immunologische Untersuchungen

    Daß er jetzt auch in London eine Zweigstelle hat, wußte ich nicht. Gewebeproben "overnight" nach Chicago zu schicken ist in der Tat nicht gut möglich gewesen. Bezüglich der Kompetenz von Dr. Beer auf dem Sektor Immunologie/Infertilität kann ich Mara nur zustimmen.

    ad Ines & Chris: Ach, ihr beiden! Wenn ich Euch irgendwas raten oder empfehlen könnte, ich würd's so gern' tun, aber wie ihr wisst, sind wir selbst in einer ähnlichen Situation, vielleicht mit dem Unterschied, daß wir weniger Versuche, aber mehr Untersuchungen hinter uns haben.
    Wir fühlen mit Euch - habt Mut!

    Bussibär

  • Immunologische Untersuchungen

    • 24. Juli 2003 um 13:00

    Immunologische Untersuchungen

    Hi Frowlein,

    nun, die Kieler machen sowas (allgemein gesprochen), genauer: die Uniklinik Kiel (http://www.uni-kiel.de/immunologie/ex…rtilitaet_.html). Dort pilgern sogar die Ösisi hin, obwohl das auch in Wien angeboten wird.
    Die Kosten für das Gesamtprogramm kenne ich in Kiel leider nicht, aber für Wien hätte ich gemeint: einige wenige Tausend Euro (2-3), was allerdings (hoffentlich) die Krankenversicherung bezahlt (In Wien wurde uns zunächst gesagt: nur bei habituellen Aborten und abgelehnt. Eine Nachfrage beim Institut ergab dann, daß diese Auskunft falsch war und wir nur mit einer neuen Überweisung kommen mußten - die Bewilligung wurde schließlich vom Institut selbst mit dem Versicherungsträger ausverhandelt). Ganz wichtig ist da, daß man einen gewieften Arzt seines Vertrauens irgendwo sitzen hat, der gutes Consulting machen kann, oder irgendeinen anderen Support leistet, wenn's um die Begründungen und Überweisungen geht.....

    Bussibär


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde ge&auml;ndert von: bussibär am 2003-07-24 13:06 ]</font>

  • Sagt man's später dem Kind?

    • 3. Juli 2003 um 01:49

    Sagt man's später dem Kind?

    Hallo zusammen!
    frowlein: Herrgott nochmal, bist Du aber beschlagen mit Wissen. Das ist ja wirklich großartig! Meine tiefe Hochachtung. Wenn ich im Moment nicht dermaßen von der Rolle wäre wegen meinem momentanen Streß, könnte ich mir gut vorstellen, daß es wahnsinnig interessant wäre, alles rund um EZ-Spende (juristisch, medizinisch, etc) mal mit Dir zu erörtern (Chat oder so...)

    Ein tief beeindruckter
    Bussibär

  • Sagt man's später dem Kind?

    • 2. Juli 2003 um 09:16

    Sagt man's später dem Kind?

    Jetzt muß auch ich einmal meinen Senf dazugeben, denn das Thema gehört wirklich zu den brisantesten Fragestellungen überhaupt im Kontext der Repro-Medizin.

    1.) Daß ein Mensch das Recht hat, über seinen Ursprung Bescheid zu wissen mag aus moralisch-sittlicher Perspektive so sein, juristisch betrachtet ist dem jedoch nicht so (laut einem EuGH-Urteil, das sich u.a. mit der Frage beschäftigte, ob die anonyme Geburt in Österreich aus selbigem Grund überhaupt zugelassen bleiben darf).

    2.) Trotzdem halte ich es mittlerweile für illusorisch, eine dauerhafte Nicht-Informations-Politik in diesem Punkt dem Kind gegenüber zu betreiben. Ich weiß, wie wichtig die Blutgruppe, als Indikator für etwaige genetische Abstammung ist und deshalb schauen auch alle Ärzte darauf, daß es da keine Probleme gibt, damit den Eltern überlassen bleibt, bezüglich der hier gestellten Frage die Entscheidung zu treffen. Trotzdem (gut gemeint) ist das nur eben ein Erbmerkmal von weiß Gott wieviel noch.....

    Gerade in Zeiten wie diesen, wo der genetische Fingerabdruck ebenso Allgemeingut zu werden beginnt wie z.B. die Sozialversicherungsnummer, wird sich vermutlich in absehbarer Zeit ohnehin nichts mehr diesbezüglich verheimlichen lassen (faktisch) und dann stünde man irgendwie nicht wirklich gut da, soferne man sich im Sinne des Nicht-Sagens verhalten hätte. Wir klammern uns alle an die Blutgruppe, weil die als genetischer Indikator so offensichtlich ist, nicht wissen (wollend), daß es tausende Erbmerkmale gibt, die angesichts zunehmend einfacher werdender Feststellbarkeit hinsichtlich der Indikatorfunktion als gleichrangig anzusehen sind - hier vertuschen zu wollen wird nicht funktionieren. Das ist Illusion.

    Auf der anderen Seite denke ich auch, daß angesichts der immer häufiger angewendeten, ausgefeilteren, etc. Methoden der Repro-Medizin, die auch immer mehr Allgemeingut werden, die Bedeutung der genetischen Elternschaft zunehmend unwichtig werden wird.

    Also: Aus rein moralischer Sicht und weil eine Nicht-Informations-Politik dem Kind gegenüber faktisch die nächsten 10 Jahre sowieso nicht überstehen würde, denke ich, man sollte darauf gut vorbereitet sein, seinem Kind reinen Wein einzuschenken. Das heißt natürlich auch, das in homöopathischen, verträglichen Dosen zu tun.

    Ich persönlich halte sehr viel von dem weiter oben erwähnten Ansatz mit dem Tagebuch. Das erscheint mir fair in jeder Hinsicht und auch psychisch entsprechend sanft zu sein.....- meine Hochachtung!

    Bussibär

  • Diagnostik - wie weit möglich?

    • 28. Juni 2003 um 17:22

    Sehr geehrter Herr Dr. Netzbandt!

    Da es nun glücklicherweise gelungen ist, Sie für dieses Forum zu gewinnen hätte auch ich eine Frage an Sie, bezüglich unseres Falls. Da ich glaube, daß die dahinterliegende Problematik eigentlich eine sehr allgemeine ist (eh schon alles gemacht und trotzdem will's einfach nicht klappen) poste ich für alle lesbar in diesem Forum:
    Nach einer chirurgischen uterus-bicollis-Korrektur und mehreren fehlgeschlagenen IVFs (als Ursache gaben die Ärzte eine in allen Fällen absolut schlechte EZ + Embryonenqualität an - nie erreichte ein Embryo das Blastozystenstadium) landeten wir bei der Eizellenspende (meine Frau hat einen regelmäßigen, wenngleich etwas verlängerten Zyklus). Die Ursache für die schlechte EZ-Qualität wurde leider nie gefunden - auch eine Chromosomenanalyse blieb ohne Ergebnis.
    Nachdem ein erster EZS-Versuch negativ war, ließen wir weitere Untersuchungen vornehmen: Bei einer Uterushysteroskopie wurden noch 2-3 kleinere Adhäsionen beseitigt und bei einer späteren Kontrollhysteroskopie mit Gewebeentnahme des Endometriums (Mitte 2. Zyklushälfte) wurde festgestellt, daß 1.) keinerlei Vernarbungen mehr existierten und alles völlig normal aussieht (1 homogen mit Endometrium ausgekleidete Höhle) und 2.) das Endometrium auch in einnistungsfähigem Zustand war.
    Ein Doppler-US und 3D-US ergab weiters, daß auch die Durchblutung normal war ebenso wie das generelle Aussehen.
    Immunologischer Befund, Untersuchung auf Faktor 5 - Blutgerinnung blieb ebenfalls ohne Ergebnis. Einzig eine grenzwertige Schilddrüsenunterfunktion konnte gefunden werden (seither eingestellt auf 1 Euthyrox 75ug pro Tag mit gutem Ergebnis). Bei einem Zuckerbelastungstest zeigten sich ebenfalls normale Ergebnisse, außer einem etwas erhöhten Insulinausstoß nach Einnahme der Zuckerlösung, welcher aber nicht so hoch war, als daß man uns eine diesbezügliche Therapie empfohlen hätte.
    Alles in allem also - scheint es - nicht so schlimm, jedoch (wie ich eingangs bereits bemerkt habe) laufen wir dem Erfolg bei der EZS immer noch hinterher: 3 weitere Versuche (1 mal frisch, 2 mal gefroren) blieben ohne positives Ergebnis. Das einzige, was für mich bei den Behandlungen auffällig war, war daß etwa ab der 3. Woche Östrogeneinnahme das bereits aufgebaute Endometrium wieder &quot;abgebaut&quot; wurde (jedoch ohne erkennbare Blutung) und in der Höhe um 3-5 mm zurückging. Dies geschah bei einer EZS-Behandlung, bei der allerdings trotzdem transferiert wurde und im zuge einer weiteren Vorbereitung für eine EZS, die dann abgebrochen wurde.
    Wohl nicht ganz unbegründet - so denke ich - sind wir der Auffassung, daß es da noch eine unsichtbare, &quot;nicht-diagnostizierbare&quot; jedoch entscheidende Schranke gibt, die uns aufhält und haben deswegen weitere Versuche erst einmal auf Eis gelegt.

    Meine Frage lautet nun: Gibt es noch irgendwelche Untersuchungen oder Behandlungen, die relevante Ergebnisse bringen könnten und vor allem (da ich denke, daß wir nicht die einzigen in dieser Situation sind): Wie häufig ist das, daß es ohne erkennbare Ursache trotzdem einfach nicht klappen will resp. welche nicht diagnostizierten oder nicht diagnostizierbaren Ursachen könnten in derartigen Fällen dermaßen entscheidend sein.

    Die Frage liegt mir auch deshalb am Herzen, da in ähnlich gelagerten Fällen eigentlich kein Arzt dazu rät es einfach bleiben zu lassen, sondern - möglicherweise tatsächlich chancenlos - immer wieder versucht wird irgendwie weiterzumachen und immer mit irgendwelchen Erklärungen versucht wird deutlich zu machen, daß der nächste Versuch ein sinnvoller ist. In dem Zusammenhang müßte man doch eigentlich auch die Frage zulassen, selbst angesichts der unzähligen Behandlungsmöglichkeiten, die die Reproduktionsmedizin bietet: Wann müßte man dem Patienten raten, angesichts fehlender oder zu geringer Erwartungen mit derartigen Behandlungen aufzuhören?

    In hoffnungsvoller Erwartung Ihrer geschätzten Antwort
    Bussibär


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Bussibär am 2003-06-28 17:30 ]</font>

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  • Blastos vs. Blastos - Was ist der Unterschied?

    • 13. Juni 2003 um 15:22

    Blastos vs. Blastos - Was ist der Unterschied?

    Hi Elisa,
    zunächst vielen Dank für Dein Posting.
    Ja, die Frage - so einfach sie ist - ist doch irgendwie kompliziert zu beantworten.
    Sache ist ja tatsächlich, daß eben Blastozysten guter Qualität auch im ehemaligen Ostblock geboten werden und bezüglich der GMS scheint die Höhe der einzige Qualitätsfaktor zu sein, der aber auch leicht ermittelbar ist und trotzdem, so kommt mir vor, sind die Erfolge unter den genannten Voraussetzungen in Valencia und vielleicht auch in Meran besser als z.B. in der Tschechei. Da fragt sich der Logiker natürlich: Warum - gibt es da noch weitere Faktoren (die nur mir nicht bekannt sind) oder war's das schon? Insbesondere, wenn Netzbandt und auch andere den Embryo für hauptverantwortlich halten für Erfolg oder Mißerfolg. Deshalb denke ich, daß es außer Embryonenqualität und GMS-Höhe noch etwas gibt (mal von den diagnostitzierbaren Dingen, wie Immunologie, Gerinnungsprobleme, etc. abgesehen).
    Die Frage kam eigentlich aus unserer Situation:
    Die Gebärmutter meiner Frau ist bestimmt das bestuntersuchte Teil der ganzen Familie. 2 Operationen, 2 Kontrollhysteroskopien, Endometriumsbiopsie, sogar Doppler-US und 3D-US, nie Probleme mit der GMS-Höhe (außer es dauert zu lange, dann sackt die irgendwie in sich zusammen; wird also plötzlich niedriger) und trotzdem ging einfach nix: 1 mal frisch und 2 mal gefroren (zugegeben, das war nicht so optimal) aber immer negatives Resultat beim SS-Test. Es erscheint unwahrscheinlich - trotz allem - daß da nie ein Embryo daruntergewesen sein sollte, der sich nicht hätte einnisten können oder sollen (noch dazu wo Gerinnung, Immunologie, etc. abgeklärt war). Deshalb wollte ich mal eine Möglichkeit schaffen, einmal einen perfekten Spender-Zyklus mit optimalen Embryonen zu haben (was bisher an den Terminansprüchen meiner Frau scheiterte) und im Zuge dessen gleich auch die &quot;unbekannten Faktoren&quot; en-passant mitnehmen, jedoch - und damit komme ich zu Deiner Frage - sieht es bei uns dzt. nicht nach einem weiteren Versuch aus, sondern eher nach Adoption. Wir sollten damit beginnen, solange wir können. Betreffend EZS steht irgendwie alles in den Sternen.
    Liebe Grüße
    Bussibär


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde ge&auml;ndert von: Bussibär am 2003-06-13 15:24 ]</font>

  • marti

    • 9. Juni 2003 um 16:36

    marti

    ...bin schon gespannt, wie eine Drahtseilbahn!
    Macht Ihr eigentlich den Versuch bis zu Blastozysten zu kultivieren?

    Bussibär

  • marti

    • 3. Juni 2003 um 01:18

    marti

    Hi Martina,
    viel Glück für Eure Behandlung in Prag. Ich hoffe, Du hältst mich auf dem laufenden, wie es Euch ergangen ist.
    Bussibär

  • Kosten Meran / Bregenz

    • 31. Mai 2003 um 00:44

    Kosten Meran / Bregenz

    Hi zusammen,

    nun Gabispende, zumal Du über mein Posting noch lächeln kannst (wenngleich etwas müde), scheint ja alles in Ordnung zu sein - bis auf die Bemerkung, daß Du Probleme damit hast als geldgeil hingestellt zu werden. Ehrlich eines: Ich halte es für durchaus legitim &quot;geldgierig&quot; zu sein, schließlich übe ich z.B. meinen Beruf ja auch nicht aus reiner Nächstenliebe aus. Auf der anderen Seite würde ich meinen, daß Du Dich sicher gefrozzelt fühlen würdest, würde ich Dich hier als die große Wohltäterin der Menschheit hinstellen - das trifft wohl eher auf die spanischen Studentinnen zu, die es auch für 500 Euro machen. Da Dir dabei das Lachen eher vergehen würde, bleibe ich lieber bei Variante 1.
    Sache ist ja auch, daß es bei den Zech'schen Entschädigungen keines wirklichen Idealismus bedarf als Spenderin in Erscheinung zu treten. Genau das ist der Grund, warum besagtes Institut kaum Wartezeiten hat, weil es eben ständig über genügend Spenderinnen verfügt.
    Das gegenseitige &quot;Zerfleischen&quot; der Forumsmitglieder hier deutest Du aber falsch. Der Kernpunkt des Interesses hier im Forum an Meran ist der, ob (oder was) vor dem Hintergrund der sehr sehr hohen Preise dort etwas geboten wird, das diesen Preis erklärt oder rechtfertigt. Den meisten (und ich zähle mich hier dazu) erscheint der Preis stark übertrieben und alles, was man von dort hört - die Spenderinnen-Entschädigung, die fehlende preisliche Transparenz, und ganz besonders Deine Postings - deutet stark darauf hin, daß man dort vor allem bemüht ist (unter Wahrung eines guten Behandlungsstandards), ein noch besseres Geschäft daraus zu machen.
    Das ist insoferne ernüchternd, als das Bestreben, aus der Not von anderen ein gutes Geschäft zu machen, allgemein gesprochen als unmoralisch angesehen wird - und es (nicht mit Maß betrieben) wohl auch ist.
    Wenn also jemand (oder eine Institution) dergleichen tut (oder in diesem Ruf steht), wen würde es wundern, wenn etwaige Erfolge nur halbherzig und unehrlich gefeiert würden? Insoferne hat Zoe absolut recht und auch Ivy's Reaktion ist mehr als nur verständlich, doch das richtet sich sicher nicht persönlich gegen die, die sich bei Zech's Institut für eine Eizellspende entschieden haben - alle guten Wünsche und ehrliche Bewunderung meinerseits begleiten sie, denn das erfordert Mut und Hoffnung in jeder Hinsicht (und hier sicher auch finanziell).
    Sehr wohl aber richtet sich dieser Unmut gegen diejenigen, die davon übermäßig profitieren. Die Ärzte sind das meist nur in 2. Linie, denn von irgendetwas muß ein Arzt ja schließlich auch leben und ob des Berufsethos nimmt man ihm in der Regel auch ab, vor allem helfen zu wollen - es sei denn, er versteht sich eher als Manager denn als Arzt.
    Hier konkret jedoch richtet sich eine gute Portion des Unmuts gegen die Spenderinnen resp. deren Bezahlung.
    Selbst damit hätte ich noch kein Problem, nur: Die Unverfrorenheit, mit der Du, Gabispende, für dieses &quot;Geschäftstreiben&quot; Werbung machst (und das ausgerechnet hier), um es dann auch noch als praktizierte Nächstenliebe verstanden wissen zu wollen, kennt nur eine treffende Bezeichnung: Chuzpe!

    Dein letzter Beitrag war genauso vielsagend über Dich, wie die zuvor - jedoch mit einer Ausnahme: Einer schmerzhaften Selbsterkenntnis, die zugegeben den Nagel auf den Kopf trifft: Zuvor hätte ich Dich noch als einfach &quot;geldgierig&quot; eingestuft, aber das von Dir verwendete &quot;geldgeil&quot; trifft es wesentlich präziser.

    Bussibär


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde ge&auml;ndert von: Bussibär am 2003-05-31 00:46 ]</font>

  • Kosten Meran / Bregenz

    • 30. Mai 2003 um 10:49

    Kosten Meran / Bregenz

    Bezüglich der Kosten (oder deren Aufschlüsselung):
    Laut Dr. Netzbandt kostete eine EZS (bei meiner letzten Nachfrage) 3800 Euro + sämtliche Auslagen für die Spenderin (auch Hormone etc.)
    Wenn also in Meran eine EZS insgesamt 10800 Euro kostet, so ist die Differenz, die sämtliche Auslagen der Spenderin und deren Entschädigung deckt exakt gleich der Differenz von 7 000 Euro (das ist schlüssig). Ob die Spenderin das bar auf die Kralle bekommt, weiß ich nicht (wer weiß das?). Jedenfalls müssen von diesem Geld noch die Hormone f. Downregulierung und Stimulation + evt. die Anreise der Spenderin + Hotel + ??? bezahlt werden.
    Ich gehe davon aus, daß dies im Maximalfall 3 000 - 4 000 Euro verschlingt. Im Idealfall macht es wahrscheinlich 1 500 - 2 000 Euro aus. Heißt also, daß für die Spenderin zw. 3 000 und 5 000 Euro bleiben.
    Von Gabispende glaube ich, wird man dazu meiner Einschätzung nach keine informative Auskunft erwarten können (außer wir bezahlen dafür).


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde ge&auml;ndert von: Bussibär am 2003-05-30 10:53 ]</font>

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