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  3. Friedrich Kurz, ZDF

Beiträge von Friedrich Kurz, ZDF

  • Hat jemand Erfahrung mit Embryospende?

    • Friedrich Kurz, ZDF
    • 29. Januar 2003 um 21:26

    Hat jemand Erfahrung mit Embryospende?

    Zu Valencia:
    Aufgrund zahlreicher, ähnlicher Anfragen nach meinem kürzlichen ZDF-Film in Frontal21 möchte ich daran erinnern, dass der Link zur Klinik-Adresse in Valenica in unserer Homepage (http://www.frontal21.de, siehe Archiv, Sendung am 14. Januar 2003) enthalten ist. Also http://www.ivi.es.
    Als deutschsprechende Klinik-Mitarbeiterin half mir sehr engagiert Marianne@ivi.es.

  • Fernsehbeitrag

    • Friedrich Kurz, ZDF
    • 15. Januar 2003 um 22:44

    Fernsehbeitrag

    Der Film zur Embryonen-Spende wurde gesendet; wer ihn verpasst hat, hier der
    Download als Text oder auch Videofile:

    http://www.zdf.de/ZDF.de/inhalt/0,1872,2029945,FF.html.

    Wenn's nicht klappt:
    http://www.frontal21.de.

    Nun mein großer Dank an alle,
    die mich hier mit Informationen, Anregungen Motivation und manchmal auch durch vorsorgliches Mißtrauen geholfen haben, die richtigen Inhalte und den richtigen Ton zu finden.

    Ich habe hier unglaublich viel Lebensgestaltungswillen gefunden. Ich kann Euch nur raten, mit derselben Energie, mit der Ihr um eigene Kinder kämpft, auch im politischen und gesellschaftlichen Raum aktiv zu werden. Dieses Thema (und ähnliche Themen) sind ab jetzt auf der Tagesordnung; man wird Euch aufmerksam zuhören, weil es jetzt endlich eine seriöse und begreifbare Alternative zum Realianer- und Antinori-Wirbel gibt.
    Auch der Nationale Ehtik-Rat wird sich in den nächsten Wochen mit dem Thema befassen, mittelfristig auch der Deutsche Bundestag mit einer neuen Enquete-Kommission. Die Chancen für Neubewertungen und Veränderungen sind nicht schlecht; zu welchem Kompromiß es aber kommt, hängt auch von Euren Wortmeldungen ab.
    Ein prominentes Mitglied des Nationalen Ethikrates sagte mir am Telefon wörtlich: "Vor einem halben Jahr war ich auch noch gegen die Embryonenspende. Doch dann haben zwei betoffene Frauen mit mir gesprochen. Ich war so beeindruckt, dass ich seither meine Meinung komplett geändert habe." Andere dieser Ethik-Promis sagten mir: "Unsere Meinungen sind absolut nicht festgelegt, sie sind komplett im Fluss. Die Embryonenspende haben wir ja noch kaum diskutiert - das müssen wir sofort nachholen." Also ist auch hier die Chance, sich einzubringen.


    Großen Dank an Ines & Chris, die mir mit dem Eizellspende-Forum ein Brücke zu Euch geschlagen haben. Das Thema ist ja ohne solche Vermittlung kaum recherchierbar. Wir haben miteinander telefoniert, sie haben mir mit Vermittlungen geholfen und Vertrauen geschaffen.

    Wer mir künftig mit Infos oder Themenideen weiterhelfen will oder auch selbst Infos oder Tips über den Umgang mit der Presse sucht, hier meine E-Mail-Adresse:
    Kurz.F@zdf.de.
    Tel. 030-2099-1284

    Bis demnächst...
    Friedrich Kurz

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Friedrich Kurz, ZDF am 2003-01-15 22:44 ]</font>

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde ge&auml;ndert von: Friedrich Kurz, ZDF am 2003-01-15 23:03 ]</font>

  • Fernsehbeitrag ZDF, Frontal

    • Friedrich Kurz, ZDF
    • 14. Januar 2003 um 03:07

    Fernsehbeitrag ZDF, Frontal

    Mißtrauen wegen des neutralen Untertitels der Ankündigung ist unnötig.
    Es wird ein Beitrag, der sehr in Ordnung sein wird und der mehr um Verständnis wirbt als alle bisherige Berichterstattung, vor allem aus der eindrucksvollen Sicht der Betroffenen.

    Sendetermin ist Dienstag um 21 Uhr.

    Vorab vielen Dank an alle, die mir (anonym!) geholfen haben. Ich informiere noch ausführlicher, sobald ich fertig bin, doch jetzt ich muß noch die Nacht über texten.

    Nach der Frontal-Sendung lade ich Euch alle zum Chat ein (http://www.frontal21.de), ein Experte wird sich Euren Fragen stellen, und ich auch Eurer (hoffentlich wohlmeinenden) Kritik.

    Danke, Gruß

    Friedrich Kurz, ZDF

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde ge&auml;ndert von: Friedrich Kurz, ZDF am 2003-01-14 03:09 ]</font>

  • Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    • Friedrich Kurz, ZDF
    • 18. Dezember 2002 um 02:42

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Meine Festnetz-Nummer im ZDF-Büro ist 030-2099-1284. Weil ich dort die Feiertage nicht immer erreichbar bin, empfehle ich mein Handy (ich rufe aus Kostengründen zurück): 0171-580 3935, Anruf jederzeit, SMS genügt.
    Friedrich Kurz, ZDF

  • Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    • Friedrich Kurz, ZDF
    • 13. Dezember 2002 um 16:24

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Liebe Sternschnuppe,

    &quot;Vorzeitige Wechseljahre&quot;: Das war für mich bisher nur ein Wort. Jetzt habe ich mehr erfahren, von einer Frau aus diesem Forum, die mir dazu ein tolles, berührendes Interview gegeben hat. Sie half mit, dass das Tabu &quot;Infertilität&quot; künftig der Öffentlichkeit bewußter wird. Deren Anteilnahme aber ist zwingende Voraussetzung, wenn sich das gesellschaftliche Klima zur Eizell- und Embryonenspende wandeln soll. Politische Entscheidungen fallen ja nicht nur &quot;logisch&quot;, sondern auch aufgrund von Moral und Gefühl.

    Insofern, liebe Sternschnuppe, ist &quot;Ihre&quot; Geschichte bereits berücksichtigt - auch wenn Sie aus persönlichen Gründen nicht mitmachen wollen.

    Trotzdem vielen Dank für Ihre Zeilen.
    Friedrich Kurz, ZDF

  • Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    • Friedrich Kurz, ZDF
    • 11. Dezember 2002 um 11:29

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Hallo, Maria,
    Ich schreibe es - vor allem Dir - bereits zum 10. oder zum 20. Mal: Keine(r) wird durch Interviews bloßgestellt, jede(r) wird anonymisiert. Ist's nun genug?
    Friedrich Kurz, ZDF


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde ge&auml;ndert von: Friedrich Kurz, ZDF am 2002-12-11 11:30 ]</font>

  • Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    • Friedrich Kurz, ZDF
    • 11. Dezember 2002 um 03:12

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Zur Diskussion hier einige Antworten:

    1. Es ist richtig: Das Thema &quot;Eizell/Embryonen-Spende&quot; mag zwar anfangs unwissende Leute erschrecken. Es hat jedoch einen positiven Kerngehalt: Kinderwunsch Elternliebe, Beseitigung von Unfruchtbarkeit, wir brauchen mehr Kinder, Adoption &quot;verwaister&quot; Embryonen. Daher wird es den moralischen Meinungswettstreit in unserer Gesellschaft rasch gewinnen. Es kommt jetzt darauf an, das Positive, das Wünschenswerte daran zu zeigen - bei jeder neuen Gelegenheit, bei jedem journalistischen &quot;Aufhänger&quot;.

    Es wird ablaufen wie bei der Einführung der &quot;Pille&quot;, die 1966 fast einen moralischen Volksaufstand provozierte, die aber schon zwei Jahre später absolut akzeptiert war. Das hat eine öffentliche Meinungsbildung erreicht, der sich die damaligen &quot;Aufklärer&quot; engagiert gestellt haben.

    2. Bei meinen jetzigen Recherchen quer durch die deutschen Parteien habe ich eine ganz erstaunliche Zurückhaltung selbst bei bekannten Skeptikern festgestellt. Anders ausgedrückt: im Zweiergespräch war es fast schon eine vorsichtige, prüfende Zustimmung der führenden Experten. Ich hatte ihnen von den Schicksalen und Gefühlen unfruchtbarer Frauen erzählt, von ihren verzweifelten, kostenaufwendigen Reisen quer druch Europa - sie waren wirklich alle tief beeindruckt. Man will das Thema nun in der neuen Enquete-Kommission zur Gen-Medizin diskutieren, die gerade ausgekungelt wird - und dort werden bestimmte, harte Fundis nicht mehr vertreten sein. Ich glaube nach eingehenden Gesprächen quer durch alle Parteien, das es unter bestimmten Auflagen (keine versteigerungsähnliche Kommerzialisierung der Spende!) noch in dieser Legislaturperiode zu einer &quot;Wende&quot;, zur Freigabe von Eizell- und Embryonen-Spende kommen könnte. Der Bundestag plant nämlich ein neues Fortpflanzungsmedizingesetz. Die breite, politische Diskussion dazu sollte aber von Euch &quot;Betroffenen&quot; dominiert werden - und nicht von Anti-Antinori-Populisten.

    Das Interesse für gute Medien-Beiträge wäre vorhanden. Dann füllen sich die Zeitungsarchive allmählich auch mit Eurer Meinung. Das ist sehr wichtig: Denn wer von meinen Kollegen künftig neu ins Thema einsteigt, wird sich oft erst mal im Archiv orientieren. Findet er dort bereits eine faszinierende, weil menschliche Themen-Auswahl, dann wird auch dieser Reporter vermutlich in dieser &quot;neuen&quot; Themenrichtung weiterstricken, statt das olle Klonschaf &quot;Dolly&quot; nochmal zu frisieren. Klingt banal, ist aber Fakt.


    3. Sensationsmache? Doch bitte nicht beim braven ZDF. Vergleicht uns doch mal mit den Privatsendern. Und schon gar nicht werden wir von unserem Chefredakteur angestiftet, der uns alle Freiheit läst, sofern die Berichterstattung wahr und halbwegs interessant ist. Damit hat auch das Zitat zu tun: &quot;Ein Kind um jeden Preis?&quot;. Das würde ich tolerieren - wenn es mit Fragezeichen versehen ist und wenn es dann durch Antwort seriös aufgelöst wird. Diese Frage weckt nämlich genau das Interesse jener Menschen, die dieses Vorurteil ohnehin schon haben. Das kann man dann gezielt widerlegen - z. B. mit Hilfe jener Kinderwunsch-Themen, die ich oben stichwortartig aufgezählt habe.

    Was Journalisten bisher fehlt, sind vorbereitete Themenschwerpunkte, informative Story-Aufhänger, und vor allem engagierte Interview-Partner - das sind die Betroffenen.

    Wer immer dabei mithilft, verdient Dank und Respekt.
    Von mir kriegt er ihn persönlich.

    Friedrich Kurz, ZDF


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde ge&auml;ndert von: Friedrich Kurz, ZDF am 2002-12-11 03:24 ]</font>

  • Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    • Friedrich Kurz, ZDF
    • 9. Dezember 2002 um 12:03

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Maria,
    Deine obigen Unterstellungen sind alle falsch.
    Friedrich Kurz, ZDF

  • Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    • Friedrich Kurz, ZDF
    • 6. Dezember 2002 um 18:39

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Die konservative Gesetzesintiative in Italien ist ein gutes Beispiel dafür, was politisch passiert, wenn man die öffentliche Themensetzung nur &quot;Klon-Kriegern&quot; wie Doktor Antinori überlässt. Dann assoziiert die Öffentlichkeit mit Eizell- und Embryonenspende nur &quot;Frankenstein & Klonschaf Dolly&quot; - weil sie eben nie anders informiert wurde.

    Da man die Antinori-Berichterstattung aber nicht unterdrücken kann (und darf!), bleibt für ernsthaftes Engagement nur ein einziges, demokratisches Gegenmittel: Man muß in den Medien das eigene Problem, den eigenen Lösungsansatz dagegenhalten - und zwar (auch mit Journalistenhilfe) so eindrucksvoll wie möglich. Nur dann bleibt im Bewußtsein der Öffentlichkeit hängen, um was es geht: Um kinderliebe Ehepaare, die Eltern von glücklichen Kindern werden wollen. Die dabei nicht nur medizinische Hilfe, sondern auch politische und gesetzliche Begleitung brauchen, damit die erweiterte IVF gesellschaftlich allgemein akzeptiert wird.

    Sich vor der Öffentlichkeit bloß zu verstecken - wie es &quot;Maria&quot; und &quot;Ivy&quot; indirekt empfehlen - führt nur zur Monopolisierung der veröffentlichten Meinung durch &quot;Antinori&quot;, durch ihn ausgelöste Ängste. Seriöse IVF-Kliniken brauchen öffentliche und auch staatliche Zustimmung. In Heimlichkeit können sie nicht existieren, auch nicht im Ausland.

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde ge&auml;ndert von: Friedrich Kurz, ZDF am 2002-12-06 18:46 ]</font>

  • Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    • Friedrich Kurz, ZDF
    • 28. November 2002 um 15:07

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Liebes &quot;Katzenkind&quot; aus Österreich,
    Liebe Claire aus der Schweiz,

    Ich danke für die Informationbereitschaft und auch für das Angebot, mit mir mal zu telefonieren. Auch wenn Ihr nicht aus Deutschland seid, die Probleme sind aufgrund der Gesetzesidentität die selben. Da ich bei der Anonymisierung ohnehin nicht mitteilen möchte, woher die Interviewpartner kommen, bin ich möglicherweise bei bestimmten Sachverhalts-Schilderungen auch auf Euch angewiesen. Vor allem auch von Frauen, die &quot;vor der Entscheidung&quot; stehen

    Ich bitte vorsorglich um einen (vertraulichen) Anruf unter meinen Nummern 030 - 2099 - 1284 oder 0171 - 580 3935. Danke im voraus!

  • Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    • Friedrich Kurz, ZDF
    • 28. November 2002 um 00:46

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Liebe Maria,
    Hier einige Fakten: Es gab damals nach ´meinem Frontal-Film zur Eizell-Spende in Meran (laut Prof. Zech) ein kurzes, stirnrunzelndes Prüfungsverfahren der Südtiroler Gesundheitsadministration, ob das dort damals unbekannte Eizellspende-Verfahren überhaupt zulässig sei. Ein lokaler Chefarzt (o.ä) hatte sich kritisch zu Wort gemeldet, aus welchen Gründen auch immer. Die Behörde hat jedoch damals laut Zech auf administrative Verbote verzichtet, weil ein Verbot der Eizellspende gegen die aktuelle italienische Gesetzeslage verstoßen würde. Die wird - mangels spezieller Gesetze - durch interne Ärzterichtlinien definiert wird. Zech hatte zudem damals wohl auch noch nicht mit dem Routinebetrieb begonnen.
    In Italien gab es jedoch damals bereits mindestens ein Dutzend ähnliche Kliniken (siehe Internet). Die Meraner Klinik von Zech und seinem italienischen Partner-Arzt war demnach rechtlich nichts Außergewöhnliches. Aufgrund ihrer Südtiroler Lage, der deutsch sprechenden Ärzte und des ansprechenden Ambientes war sie schon damals besonders für Deutsche attraktiv. Deshalb habe ich mir sie für meine damalige Berichterstattung ausgewählt.

    --------------------------------------
    Ich widerspreche hiermit Deiner Befürchtung, dass selbst schon eine verantwortungsvolle Berichterstattung schaden könne. Die Berichterstattung und auch die daraus resultierende Gesetzgebung dominieren derzeit fast ausschließlich jene, die einer anderen Meinung als Ihr sind. Diese Meinung wird sich auf lange Zeit in unverrückbaren Verbotsgesetzen festsetzen, wenn niemand von den Befürwortern von einer &quot;Lebens-Spende&quot; bereit ist, für seine andere, noch immer tabuisierte Meinung auch zu werben. Spätestens mit dem neuen Gentechnik-Gesetz in der jetzigen Legislaturperiode wird das Thema ohnehin bundesweit auf die Tagesordnung kommen. Darauf sollte die öffentliche Meinung vorbereitet werden - und zwar nicht nur überwiegend von einer Seite, während die bisherige Minderheit mutlos schweigt und sich nur in internen Foren beklagt. Unser Parlament wird auf jeden Fall entscheiden - und sich dabei auch sehr nach der öffentlichen Meinung richten.

    Es ist absolut nicht mein Job als ZDF-Redakteur hier einseitig für eine bestimmte Meinung Stimmung zu machen. Doch es ist mein Job, Diskussionen zu gesellschaftlichen Themen zu transportieren, die uns wichtig sind und über die demnächst auch im Bundestag im Rahmen einer sehr ernsthaften Güterabwägung geurteilt und abgestimmt wird. Bei dieser demokratischen Entscheidung sollten auch den leisen Stimmen eine Plattform finden - und die biete ich Euch an.

  • Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    • Friedrich Kurz, ZDF
    • 27. November 2002 um 22:28

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Hallo, Ivy,
    Du hast das Thema &quot;Honorar für Interviews&quot; angesprochen. Das ZDF ist aber kein Profit-Sender, der mit reißerischen Berichten Geld macht und dafür knallige Honorare bezahlen kann wie die Privatsender, deren reißerische Berichterstattung Ihr zugleich beklagt. LDas ZDF ist ein defizitärer öffentlichrechtlicher Apparat und darf im Nachrichtenbereich &quot;eigentlich&quot; nur Aufwandsentschädigung bezahlen. Die wird natürlich erstattet, auch der &quot;Arbeitsausfall&quot; - darüber können wir ja flexibel, jedoch realistisch reden. Ich möchte das hier nur deswegen nicht öffentlich breittreten, damit nicht noch ein falscher Ton entsteht.

    Doch wir liefern mit den so produzierten Interviews immerhin ordentliche Berichte ab - ohne gekaufte Falsch-Sensationen. Darauf bist auch gerade Du in Deiner Situation angewiesen.

    Ich selbst hocke wahrscheinlich als wieder bis nach Mitternacht im Büro - ohne als Angestellter Überstundengeld oder Freizeit zu kassieren - weil mich Euer Thema anrührt. ich freue mich über jeden, der ähnlich tickt. Ich habe einen gerade ausreichenden Etat, um alle berechtigten Aufwands-Bedürfnisse von Interviewpartnern korrekt abzurechnen. Doch möglichst spektakuläre Interview gegen Geld zu (ver)kaufen halte ich gerade bei diesem sensiblen Thema für unangemessen. Ich kaufe grundsätzlich keine Meinungsäußerungen, weil dies meine Glaubwürdigkeit sofort gefährden würde - gerade auch durch öffentliche Andeutungen, wie sie aus Deinem Brief indirekt ervorgehen (&quot;wer macht denn heute noch was umsonst&quot;). Meine Redaktion begreift sich als Informationsagentur auf Gegenseitigkeit und nicht als käufliche Sensationsbude, die man nebenbei abzocken kann.
    Bitte gib mir recht und nimm Deinen Aufruf, mich abzukassieren, zurück!

    Grrr...uss, Friedrich Kurz, ZDF

  • Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    • Friedrich Kurz, ZDF
    • 27. November 2002 um 18:49

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Liebe Maria,
    Du irrst in einem Punkt: In meinem Film kamen die unnötigen und politisch schädlichen Versuche des Prof. Antinori nicht vor. Mein Film hat auch kein Verbot ausgelöst. Prof. Zech ist heute noch hoch zufrieden über den damaligen Film, der wohl als einziger auf spektakuläre und umstrittene Figuren wie Prof. Antinori und Gen-Schaf Dolly verzichtet hat. Ich habe damals betroffene Frauen sprechen lassen - und deren Ausweg einer Eizellspende gezeigt. Die kommt nur jenen merkwürdig vor, die über Methode und Ergebnisse nichts wissen, die betroffene Frauen nie erlebt oder gehört haben, die einfach irgendwelche wohlfeile Propagandathesen nachplappern. &quot;Das war ja tatsächlich doch sehr überzeugend!&quot; sagte mein Chefredakteur danach über den damaligen Film.

    Hätte man meinen Film auch damals schon in Italien gesendet, wo jetzt (ein Jahr später) Berlusconi versucht, das Rad wieder zurückzudrehen - vielleicht wäre die Eizellspende dort schon viel mehr akzeptiert. Der Beweis, das die Methode menschlich ist und neues Leben schafft, muß öffentlich (im TV) vorgeführt, erlebt und damit mitempfunden werden!!!

    Ich glaube noch an die Macht rationaler Diskussionen plus emotionaler Erlebnisse, sonst könnte ich in meinem Job sofort aufhören. Gegen emotionale Vorurteile (&quot;niemand hat ein Recht auf ein Kind&quot;) helfen nur möglichst eindrucksvolle Schilderungen sympathischer Eltern, die entweder aus Kinderliebe trotzdem Nachwuchs auf diesem Wege wünschen, oder von solchen Eltern, die bereits ein Kind per Embryonenspende erfolgreich bekommen haben. Ein Kind, das sie genauso lieben, das selbstverständlich genauso gesund ist wie andere Babys auch.

    Man muß jedoch auch die Kritik ernst nehmen. Man sollte sich mit ihr - vor allem aus der Sicht der Betroffenen - auseinandersetzen und sie - emotional eingängig - widerlegen.

    Ohne diese informatorische Basis-Arbeit wird jede gesellschaftliche Laien-Diskussion über ein derart emotionales Thema aus dem Ruder laufen. Leider haben wir nicht automatisch das Recht auf kluge Gesetzgeber und gute, menschliche Gesetze.

    Wir leben in einer Gesellschaft, in der Unfruchtbarkeit trotz ihrer weiten Verbreitung ein Tabu ist - als ob es sie kaum gäbe. Man muß sich leider die gesellschaftliche Situation, die man für sich persönlich wünscht, immer wieder mühsam erarbeiten und erkämpfen mit Argumenten - auch in Fernsehsendungen wie der meinen (ZDF, Frontal21). Wer schweigt, wird verschwiegen -und letztlich zu seinen Ungunsten von Anderen manipuliert.

    Ich mühe mich ja hier in meiner journalistischen Position ähnlich ab, aus der selben Motivationslage heraus. Doch ohne Mithilfe des Publikums - hier vor allem von betroffenen unfruchtbaren Frauen - wird wieder eine Chance vertan, eigene Bedürfnisse zu artikulieren gegen ein Tabu, das für die Betroffenen unmenschlich ist.

    Wir haben zehntausende &quot;verwaister&quot; Embryonen in Europa. Zehntausende von Eltern warten - meist vergeblich auf ein Adoptivkind warten. Ich persönlich kann bei einer Güterabwägung nichts Schlechtes daran finden, dies zusammen zu bringen. Man sollte menschliches Leben auch als existierenden Embryo nicht massenhaft vernichten, nur weil ein Gesetz es befahl.

    Dies ist meine Ausgangsposition für den geplanten Film. Es ist eine im Kollegenkreise noch seltene Position. Doch ohne Eure Mithilfe wird der Film nicht so wirksam, wie er mit Eurer mutigen Hilfe als (anonymisierte) Interviewpartner sein könnte.

    Herzliche Grüße, in der Hoffnung, dass Ihr nicht nur von Ferne zuseht...

    Friedrich Kurz, ZDF,
    Tel. 0171-5803935 (jederzeit, auch nachts!) oder 030-2099-1284.

  • Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    • Friedrich Kurz, ZDF
    • 27. November 2002 um 13:53

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Liebe &quot;Maria30&quot;,

    Im Gegensatz zu Deiner Vermutung möchte ich das Thema nicht &quot;reisserisch&quot; aufbauen, wie Du mir grundlos unterstellst, sondern seriös und umfassend berichten. so ähnlich wie in meinem (positiven) Film-Beitrag über Eizell-Spende, der von allen Beteiligten und Zuschauern als äußerst informativ und zustimmend aufgenommen wurde. Es war der erste Beitrag überhaupt, der sich mit dem Thema in dieser Weise befasste; er ist über unser Archiv http://www.frontal21.de abrufbar (genaue URL siehe oben). Statt mich einfach mal so auf Verdacht zu verdächtigen, wäre mir - und Dir und allen anderen - mehr gedient, wenn Du dich bereits erklären würdest, mir (anonym!) Deinen/Euren Leidensweg zu erzählen, damit die Zuschauer auch mal mitempfinden können, worum es überhaupt geht. Wenn &quot;Ihr&quot; die publizistische Bühne nur den Klon-Showmakern überlasst, braucht Ihr Euch nicht wundern, wenn nur das in den Medien auftaucht. Ich halte Deine Kritik dann für ernsthaft, wenn Du mich wenigstens mal anrufst, und Dich erkundigst, was ich mir wie überhaupt vorstelle, um einen solchen Film zu machen.
    Beim Eizellen-Film haben ein Dutzend Frauen höchst erfolgreich mitgemacht und mitgearbeitet und sich sogar offen befragen lassen, statt sich zu verstecken (was ich persönlich sehr gut verstehe - daher die Anonymisierung). Beim jetzigen Filmthema warte ich noch auf diese Bereitschaft, wenigstens mit mir zu reden.

    Hier noch mal meine Telefonnummer: 030-2099-1284 oder 0171-580 3935.

    Trotz Deiner Verdächtigung herzliche Grüße, Friedrich Kurz, ZDF, Redaktion &quot;Frontal21&quot;

    P.S.: Wir sind schließlich eines der angesehensten TV-Magazine, oder etwa nicht?

  • Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    • Friedrich Kurz, ZDF
    • 26. November 2002 um 19:46

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Liebe Ivy,

    Von früheren Recherchen ist mir der Leidenweg vieler Frauen ähnlich bekannt, wie du ihn beschrieben hast. Doch ich will mit meinem - seriösen - ZDF-Filmprojekt mit dazu beitragen, dass bei uns nicht erlaubte IVF-Behandlungen (auch Eizellspende und komplette IVF-Embryonen-Adoption) endlich einmal in allen Facetten diskutiert werden. Es werden Gesetze über neuartige, &quot;fremde&quot; Methoden erlassen, über deren Nutzen (oder auch Schaden) selbst die viele Abgeordneten nur vom Hörensagen Bescheid wissen.
    Nochmals: Ich bitte alle, die ein bißchen Mut haben, dringend & herzlichst sich bei mir telefonisch zu melden (0171 - 580 3935, ich rufe zurück). Ich würde gerne mit euch darüber diskutieren, ob nicht der Eine oder der Andere zu einem - strikt anonymen - Interview bereit wäre, und unter welchem Umständen jemand eine Embryonen-Spende/Adoption für gerechtfertigt hält oder nicht.
    Bitte meldet Euch wenigstens versuchsweise!
    Gruß, Friedrich Kurz, ZDF

  • Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    • Friedrich Kurz, ZDF
    • 25. November 2002 um 21:24

    Hallo,
    ich bin ZDF-Redakteur und habe kürzlich den(positiven) Film zur Eizell-Spende in unserem politischen Hintergrund-Magazin &quot;Frontal21&quot; gemacht, abrufbar unter http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/0,1872,1016975,00.html).
    Ich bitte Euch erneut um Hilfe: Jetzt arbeite ich an einem Film zur Embryonen-Adoption(durch die Spende überzähliger IVF-Embryonen bei Blastozysten-Kultur). Dafür suche ich wieder Interviewpartner, die mir (ggf. auch absolut anonym!) ihre Motive erzählen, warum sie eventuell jetzt eine Embryonenadoption im Ausland erwägen.
    Mir geht es um authentische Aussagen von Paaren, für die eine Eizell-Spende nicht mehr in Frage kommt, die eine (deutsche) Adoption nicht mehr abwarten wollen oder können - und für die sich daher nur noch eine Embryonen-Adoption (wie in Belgien oder Spanien) anbietet.

    Konkret: Ich suche deutsche Paare, die mir im Interview möglichst authentisch erklären, warum sie dies wünschen. Und die ggf. auch der Kritik einzelner deutscher Politiker an Embryonen-Adoptionen widersprechen wollen.
    Im Gegenzug kann ich mit meinem bisherigen Recherchewissen weiterhelfen; inzwischen kenne ich mich im Thema ziemlich gut aus.

    Bitte, meldet Euch, auch wenn Ihr noch unsicher seid, ob Ihr mir mit Euren Informationen überhaupt helfen könnt! Ich würde das gerne telefonisch diskutieren.
    Vielen Dank im voraus; ich bin sehr auf solche Anrufe angewiesen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Friedrich Kurz, ZDF, Red. &quot;Frontal21&quot;.

    Meine Telefonnummer ist 030-2099-1284 oder 0171-580 3935 (jederzeit, auch nach Mitternacht willkommen). Ich rufe dann sofort zurück.

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