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mein Wunsch nach einer zweiten Schwangerschaft

  • Kikraikra
  • 7. Oktober 2020 um 07:54
  • Kikraikra
    Eizelle
    Beiträge
    5
    • 7. Oktober 2020 um 07:54
    • #1

    Hallo

    Wir haben ein Kind (IVF in 2017)

    Seither einige Versuche für ein Geschwisterkind. Leider fehlgeschlagen. Bin unglaublich glücklich über unser Kind, das wir bereits haben (es ist der wunderbarste Junge der Welt, das nur nebenbei) aber mein Wunsch nach einer zweiten Schwangerschaft und einem zweiten Kind ist sehr groß. Ich habe es in der Vergangenheit sehr schwer gefunden, das, und die Traurigkeit über die Fehlversuche - sozusagen zu "rechtfertigen" - daher habe ich mich auch sehr aus diesem Forum (und auch von Aktion Kinderwunsch z.B.) zurückgezogen.

    Er hat einen verantwortungsvollen Job, der ihn auch ausfüllt. Und ich kann einfach nicht meinen Frieden damit machen, dass er für UNS den Schlussstrich unter die Chance auf ein zweites Kind zieht.

    Ich selber würde im Gegenteil sogar auch alternative Wege wie E Z P o.ä. in Betracht ziehen. Es gabe auch eine Embryonenspende in unserem Bekanntenkreis, was ich mir durchaus auch vorstellen könnte.

    Aber jetzt sind mein Mann und ich an so völlig unterschiedlichen Punkten - bei diesem Thema (und teilweise auch bei anderen).

    Ich habe einerseits große Bedenken, unsere Beziehung, die immerhin ja auch einen wundervollen Sohn hervorgebracht hat, zu gefährden. Andererseits merke ich, dass ich mit der Situation einfach nicht ins Reine komme.

    Gedanken hierzu?

    Ich würde mich freuen und wäre dafür dankbar.

    Lieben Gruß,

    Kikraikra

    Einmal editiert, zuletzt von Kikraikra (10. Oktober 2020 um 07:44)

  • Pitufo
    Eizelle
    Beiträge
    11
    • 10. Oktober 2020 um 07:47
    • #2

    hallo kikraikra!

    mir gehts leider ähnlich, nach 14 hormonbehandlungen & inseminationen fürs 2.kind hat mein mann nen schlussstirch gezogen, auch mit ein paar vorankündigungen....

    ich versuche gerade mir hilfe zu holen (psychologin, homöopathin). aber dass was die sagen, ist bis jetzt in meinem kopf schon klar, aber meiner emotionale ebene nicht..(ich hoffe du weisst was ich meine).

    klar, plan B muss her...job suchen, wieder arbeiten etc...weiss ich alles, schmerzt trotzdem und meine gendaken, dass es vorbei sein soll, kann ich nicht kontrollieren....und gerade sind 13 meiner freundinnen (bekannten) ss...

    leider hab ich keinen tipp. aber eins weiss ich leider: ich muss es alleine schaffen, dass zu verarbeiten und die hoffnung beiseite zu legen, denn da hilft mir kein psychologe (sie kann mich nur unterstützen).

    ich hoffe nur, dass ich bald wieder gut leben kann ohne diese last/trauer zu spüren!

    dir alles gute!

    lg,

    pitufo

  • Kikraikra
    Eizelle
    Beiträge
    5
    • 10. Oktober 2020 um 07:50
    • #3

    Hallo Pitufo

    Ich danke dir sehr für deine Reaktion auf meinen Beitrag!

    Gabi, ich wünsche erstmal einen schönen Urlaub und freue mich, wenn ich danach nochmal von dir höre. Wir hatten ja schon früher Kontakt, daran erinnere ich mich noch gut.

    Du hast einen wertvollen Rat gegeben mit der psychologischen Hilfe, die ich auch bereits in die Wege geleitet habe. Da ich auch in der Vergangenheit positive Erfahrung mit Gesprächspsychotherapie gemacht habe, erhoffe ich mir davon durchaus Hilfe - auch wenn du natürlich komplett recht hast, dass das Verarbeiten/InsReineKommen letztlich etwas ist, dass nur jede(r) für sich alleine erreichen kann.

    LG,

    Kikraikra

  • Chaill
    Eizelle
    Reaktionen
    4
    Beiträge
    6
    • 10. Oktober 2020 um 07:53
    • #4

    Hallo Kikraikra

    Bei mir ist es gerade leider so, dass ich mir durchaus (aufgrund des unglaublich glücklichen Umstandes, dass wir bereits ein Kind bekommen durften) vorstellen kann, eben kein zweites Kind zu kriegen. Nur bin ich eben JETZT noch nicht an dem Punkt und glaube, dass ich es meinem Mann nur schwer "verzeihen" kann, dass er für uns beide den Punkt des Aufhörens festgelegt hat. - Er würde jetzt natürlich so argumentieren, dass ich in dem Falle, dass wir weitermachen, eben diejenige sein würde, die den Punkt des Aufhörens für uns beide festlegt... stimmt ja im Grunde auch. Aber irgendwie kann ich nicht verstehen, dass er es nicht einfach um meinetwillen weiter mitträgt, vermutlich, weil ich den Leidensdruck bei ihm, wenn wir noch eine Weile weiter machen, weniger groß vermute als den bei mir, wenn wir jetzt aufhören müssen.

    Vielleicht ist es also unter dem Strich mehr ein Problem unserer Beziehung zueinander als ein Problem des Abschiedes vom zweiten Kind.

    Tja, Erkenntnis ist noch keine Garantie für "einen Ausweg finden".


    Allen einen lieben Gruß,

    Chaill

  • ChocolateGod
    Eizelle
    Beiträge
    17
    • 10. Oktober 2020 um 07:55
    • #5

    Schau, ich möchte auch noch weitere Kinder haben, aber mein Mann möchte -aus nachvollziehbaren- Gründen nicht.

    Dennoch habe ich den Wunsch und weiß aber: ein weiteres Kind wirds mit meinem Mann nicht geben (sofern er seine Meinung nicht ändert, was aber nicht passieren wird).

    Also: anderer Mann????? Nö.

    Also hat aber ER nur SEINE Entscheidung gefällt: ich mach Dir kein Kind mehr. Punkt.

    Und ich trage die Konsequenz: entweder mit ihm keines oder ein anderer Mann. ICH entscheide dann: kein anderer Mann.

    Also habe ICH entschieden.

    Bei Euch ist es genauso eigentlich. Dann Mann verweigert Dir ja kein 2. Kind oder weitere Versuche, er sagt "nur" ICH mache nicht weiter.

    Du musst eben einfach für Dich entscheiden was Dir wichtiger ist: ein weiteres Kind oder DER Mann, weil womöglich setzt man mit so einem Dauerdruck wirklich die Ehe aufs Spiel.

    Und hinter dieser Entscheidung musst Du dann in aller Konsequenz stehen, auch wenn ab und zu der Wunsch nach Nr. 2 zurückkehren wird, vielleicht auch schmerzlich, ja.

    Aber wie schmerzlich wäre der Verlust deines Mannes, dem Vater deines Sohnes, deines Partners, deines "Lebens" wie Du es hast ??

    Etwas zu verlieren, was man kennt + liebt ist schwerer, als etwas zu vermissen, was man nie hatte.

    LG,

    ChocolateGod

  • Koroschi
    Eizelle
    Reaktionen
    2
    Beiträge
    16
    • 10. Oktober 2020 um 07:58
    • #6

    Hallo!

    Nach langem Lesen in vielen Foren glaube ich, dass ich hier bei Euch richtig bin. Fühle mich auch sehr von meinem Mann "alleingelassen" mit meinem Kinderwunsch nach einem 2. Kind.

    2017 hat es direkt bei der 1. ICSI geklappt - 2017 wurde mein (unser) wunderbarer Sohn geboren. Der Wunsch nach einem 2. Kind war erstmal gar nicht da. Ich war wunderbar erfüllt, meinen Sohn aufwachsen zu sehen. 3 "Eisbären" hatte ich ja noch.... 2019 haben wir dann einen 2. Versuch gestartet. Ich wollte nun doch Gewissheit, ob sich unsere Familie noch vergrößert, oder ob ich mich beruflich usw. jetzt verändern sollte. Leider sind nur 2 Eisbären aufgewacht und es hat nicht geklappt. Nach dem Negativ-Test ist eine Welt für mich zusammengebrochen. Das war kurz vor dem 50. Geburtstag meines Mannes (2 Monate später wurde ich 40). Die KiWu-Praxis hat mir direkt eine weitere Behandlung (last-Minute quasie) angeboten. Ich hatte nicht die Kraft vor weiteren möglichen Enttäuschungen, für meinen Mann war immer klar, dass dies unser letzter Versuch war. Er wollte nicht noch mal von vorne anfangen... Fühlte sich für uns "zu alt", hatte Angst vor einem nicht gesunden Kind. Ich dachte ich komme darüber weg.....

    LG,

    Koroschi

  • Underthebrownfog
    Eizelle
    Beiträge
    13
    • 10. Oktober 2020 um 08:01
    • #7

    Liebes Kikraikra

    Nachts grüble ich immer noch darüber, was wäre, wenn wir weitere Versuche probiert hätten. Ich bin unglücklich, weil mein Sohn keine Geschwister haben wird. Ich quäle mich selbst damit und schaffe es einfach nicht, die Konsequenzen zu akzeptieren.

    Nun sind 2 Bekannte spontan Schwanger geworden, beide werden bei der Geburt 42 Jahre alt sein. Mein Mann findet das für die O.k. Seine Schwester ist letzten November Mutter mit 41 Jahren geworden. Mein Mann fand das Super. Endlich hat der Erstgeborene nach langem Warten noch einen Bruder bekommen. Er hatte ihr sogar abgeraten, während der Schwangerschaft Test´s machen zu lassen, ob das Kind gesund ist. "Das wird schon alles glatt gehen." .......

    LG,

    Underthebrownfog

  • Laboile
    Eizelle
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    1
    Beiträge
    8
    • 11. Oktober 2020 um 08:12
    • #8

    Hi Kikraikra

    Kann dich gut verstehen. Ich bin jetzt hier auch gelandet, da ich jetzt vom Wunsch nach einem 2. Kind endgültig Abschied nehmen muss. Mein Mann hat klar nach unserem ersten Sohn gesagt, dass er keine weitere IVF machen möchte. Damals war es für mich ok, war so froh nach 9 Jahren endlich unser größtes Glück im Arm zu haben. Ich habe 7 Jahre gehofft, das ich doch noch einmal auf natürliche Weise schwanger werde (das wäre für meinen Mann ok), aber es sollte leider nicht sein. Ich werde bald 42, der Zug ist abgefahren. Werde mir jetzt die Pille verschreiben lassen, da ich immer e3ine sehr schmerzhafte, starke und lange Regelblutung habe. Ich würde gerne das kommende Jahr nutzen, den Absprung und Abschied vom weiteren Kinderwunsch zu akzeptieren... vielleicht hilft es mir, mich in diesem Forum auszutauschen. Meine Ärztin in der Kur (habe letzten September eine MuKi-Kur gemacht) riet mir nur, mich über mein gesundes, tolles Kind zu freuen! Toller Tipp.

    Übrigens hat unsere Ehe schon darunter gelitten. Wir reden kaum noch, leben eher wie in einer WG zusammen. Wie lange kann man solche Zustände aushalten........???


    LG,

    Laboile

  • MariescheM
    Eizelle
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    Beiträge
    11
    • 11. Oktober 2020 um 08:15
    • #9

    Hallo Kikraikra,

    du hast natürlich recht - mein Mann hat die Entscheidung nur für sich getroffen, und ich habe noch immer die Wahl, ob ich das akzeptieren kann oder eben nicht. Aber seine Entscheidung setzt irgendwie ja schon voraus, dass ich mich schon arrangieren werde, denn sonst wäre es ja seinerseits eine Entscheidung gegen unsere Ehe, oder? Insofern ist es (für mich) nicht ganz so glasklar, wie du es empfindest.

    Und ich bewundere deine Konsequenz, mit der du hinter deiner Entscheidung stehst. Das hört sich nach großer Stärke an.

    Deine Zeilen berühren mich, denn ein wenig ist es bei uns auch so ... ich kann ganz vieles, was du schreibst, sehr gut nachvollziehen und wünsche dir alles Gute bei dem Versuch, mit dem Wunsch nach einem 2. Kind abzuschließen. Ich kann komplett verstehen, wie schwer es dir fällt.

    LG,

    Mariesche

  • ToppyPoppy
    Eizelle
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    13
    • 11. Oktober 2020 um 08:18
    • #10

    Hi Kikraikra

    Schließlich ist es bei uns Frauen dann irgendwann einfach biologisch "endgültig" - während ein Mann - rein theoretisch - auch mit 60 noch eine neue Frau kennenlernen und noch weitere Kinder haben kann. Vielleicht ist deshalb auch bei den Männern dieses Thema ganz anders besetzt, wenn auch vielleicht nur unbewusst.

    Für mich ist es jedenfalls nicht so eindeutig wie für Mariesche, dass es auf jeden Fall besser ist, das, was man hat, zu halten, wenn es auf Kosten des eigenen Seelenheils geht.

    (An dieser Stelle möchte ich aber auf jeden Fall noch einmal betonen, wie sehr dankbar ich bin über den Sohn, den wir haben - und dass ich mir jederzeit bewusst bin, dass andere Frauen/Paare dieses Glück (noch) nicht erlebt haben. Ich hoffe sehr, ich verletze mit diesem Thread keine Gefühle von ungewollt Kinderlosen! Das nur noch einmal zur Klarstellung.)

    LG,

    ToppyPoppy

  • Epinal
    Eizelle
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    • 11. Oktober 2020 um 08:20
    • #11

    Hallo Kikraikra!

    Nein, böse bin ich ihm nicht, da ich es ja immer wusste. Die IVF war ja nun auch kein Spaziergang, auch für die Männer nicht. Ich war schon froh, dass ich sie nicht noch ein 2. mal machen musste. Von dem Geld mal ganz abgesehen. Wir hatten 2013 das Glück, nur 18 € zuzahlen zu müssen.

    Ich hätte mich über ein 2. Kind gefreut. Aber ganz ehrlich. Eigentlich wollte ich auch immer noch ein Kind auf "natürliche" Weise, weil ich schwer damit umgehen kann, auf natürlichem Weg nicht schwanger zu werden (bin gesund, mein Mann auch, keiner kann mir sagen, woran es liegt).

    So, dir nun alles Gute, ich hoffe, es renkt sich bei euch alles wieder ein. Sei deinem Mann nicht böse. Wäre es gut für deinen Sohn, wenn ihr euch nicht mehr versteht auf Grund der Tatsache dass dein Mann keine weitere Behandlung machen möchte? Ich denke nicht. Auch Einzelkinder haben ein glückliches Leben.

    LG,

    Epinal

  • HauteLeMode
    Eizelle
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    13
    • 11. Oktober 2020 um 08:22
    • #12

    Also wenn die Kinder entscheiden dürften ob sie Einzel- oder Geschwisterkinder sind gäbe es wohl wenig die wirklich damit zufrieden sind. Ich selbst bin Einzelkind und ich leide heute noch darunter, nur können sich das die Kinder nicht aussuchen. Deswegen leide ich jetzt umso mehr darunter nur "ein Kind" zu haben. Da es nicht mein biologisches ist, fehlt mir einfach Zeit, die Schwangerschaft, die ich nicht erleben durfte, das erste Lächeln, die ersten Worte usw. Mein Mann hingegen war ein glückliches Einzelkind, ihm hat nie was gefehlt und tut es heute auch nicht, er sieht die ganze Geschichte lockerer als ich. Wir haben ja eins, auch wenns nicht unseres ist, sie füllt den Platz aus. Für ihn.

    Aber was ich ursprünglich sagen wollte ist, vielleicht will dein Mann auch einfach nicht mehr um dich nicht so sehr zu belasten? Mein Mann sieht jeden Monat aufs Neue die Trauer und kann bei mir damit nicht umgehen. Er kann mir nicht helfen, das einzige was er machen kann ist mir die Hoffnung zu nehmen und mich wieder leben lernen. Ich kann auch nicht gut damit umgehen und die Hoffnung stirbt zuletzt! Ich kann nicht aufgeben, auch wenn ich jeden Monat einige Tage opfere um wieder alles in die Reihe zu bekommen. Zu dem denke ich auch dass selbst Männern es nicht spurlos vorbei geht, sie gehen nur anders damit um. Ist schlußendlich ja auch meistens keine Zeitfrage, sondern mehr ein Geldfrage und auch eine psychische Frage. Ihr wisst doch mit weinenden Frauen können Männer nicht umgehen.

    LG,

    HauteLeMode

  • Schuo-Schuo
    Eizelle
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    2
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    6
    • 12. Oktober 2020 um 07:36
    • #13

    Hallo zusammen,

    auch ich bin genau an dem gleichen Punkt wie ihr alle. Unsere Tochter haben wir nach einigen erfolglosen Versuchen mit einem Tag adoptiert. Eine zweite Adoption hat leider nicht geklappt. Trotzdem ist der Wunsch nach einem weiteren Kind trotz glücklichem Familienleben, super Job, tollem Partner .... nach wie vor da. Auch mein Mann möchte kein zweites Kind mehr. Wir sind beide Anfang 40. Ich glaube, es ist am schlimmsten, dass nochmals für einen entschieden wird und man keinen Einfluss darauf hat. Es macht sich die gleiche Ohnmacht breit wie wenn eine Schwangerschaft nicht eintreten will. Außerdem empfinde ich, dass es ein schleichender, stiller Abschied, ein stilles Trauern ist, der es eher schlimmer macht. Es können nur die empfinden, die in einer ähnlichen Situation sind bzw. waren. Auch wenn es sicherlich viele Dinge im Leben gibt, die wir planen und auf die wir hinarbeiten, aber dann kommt alles doch ganz anders und wir müssen uns damit arrangieren. Aber der "unerfüllte" (1.,2.x-te) Kinderwunsch zählt sicherlich gerade wegen des medizinischen Fortschritts zu den am schwierigsten zu akzeptierenden Schicksalen im Leben einer Frau und einer Beziehung.

    LG,

    Schuo-Schuo

  • HappyBabyBreathing
    2-Zeller
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    2
    Beiträge
    20
    • 12. Oktober 2020 um 07:39
    • #14

    Hallo Kikraikra

    Für mich habe ich jetzt beschlossen, dass ich ein Abschiedstag brauche und eine wie soll ich sagen, Zeremonie, an die ich mich erinnern kann. Ich war gerade in einem Gospelkonzert in einer großen wunderschönen Kirche. Es war gar nicht geplant, aber während des Konzertes habe ich beschlossen, dass das Konzert für meinen Abschied des Kinderwunsches steht und alle Gäste extra gekommen sind, um mit mir zu "trauern" bzw. eigentlich um zu feiern, dass ich mich erfolgreich verabschiedet habe und das Leben nun ohne dieses mittlerweile wirklich lästige und all um fassende teuflische Grüben, Überlegen (was wäre wenn, es wäre so schön....) weitergeht und sich alle mit mir freuen. Zurück bleibt die Dankbarkeit an ein gesundes Kind, die Freude am Leben und der Glaube, dass ich Frieden mit dem Kinderwunsch finde und ich das Leben so hinnehmen kann wie es auf mich zu kommt und natürlich auch ein bisschen Wehmut. Die wird mich immer begleiten, mein ganzes Leben.

    Nun hoffe ich, dass ich damit auch wieder mehr Kontakt zu meinem Mann finden kann, denn in der Tat belastet dieses Thema unsere Beziehung erheblich.

    LG,

    HappyBabyBreathing

  • Mannarini
    Eizelle
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    10
    • 12. Oktober 2020 um 07:42
    • #15

    Liebe Kikraikra,

    dass die Gefühle, die bei so einem Gospelkonzert entstehen, sehr befreiend/erhebend/erfüllend... sein können, kann ich gut nachvollziehen. Auch für mich ist Musik immer eine gute Möglichkeit, in Kontakt mit meinen Gefühlen zu kommen.

    Leider schreibst du nicht, inwiefern das "Thema" die Beziehung zwischen deinem Mann und dir belastet.

    Bei uns ist es eben so, dass mein Mann das "Thema" am liebsten komplett vergessen möchte .. und ich das nicht kann.

    Gerade dein Satz "Aber der "unerfüllte" (1.,2.x-te) Kinderwunsch zählt sicherlich gerade wegen des medizinischen Fortschritts zu den am schwierigsten zu akzeptierenden Schicksalen im Leben einer Frau und einer Beziehung. " trifft sehr gut das, was ich empfinde. Denn ... verflixt nochmal ... es muss doch noch nicht zu Ende sein.... es gibt doch noch Möglichkeiten ... gerade heute war wieder in den Nachrichten die Meldung, dass eine bekannte amerikanische Schauspielerin ein Kind durch Leihmutterschaft ... aber gut, das ist ein anderes Thema.... aber was für mich einfach so schwer / bzw. noch gar nicht zu akzeptieren ist: dass es keine Chance mehr gibt, weil ER dem Ganzen keine Chance mehr gibt ... oh Mann. Es hat für mich wohl noch längst kein Ende.

    LG,

    Mannarini

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