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Geschwister

  • Laboile
  • 23. Juli 2020 um 08:46
  • Laboile
    Eizelle
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    • 23. Juli 2020 um 08:46
    • #1

    Hallo liebes Forum

    Die Trauer, wenn es mit der ss werden nicht eintritt ist natürlich groß und man steckt das nicht einfach so weg. Es hat ja auch mit Lebensplanung und einer Art von Selbstverständlichkeit zu tun. Gerade, wenn um einen herum alle mehrere Kinder haben. Ich denke auch, dass der Wunsch nach einem zweiten Kind genauso stark sein kann wie der Wunsch, überhaupt Mutter zu werden. Trotzdem möchte ich auch nochmal betonen, wie toll es ist, dass Ihr Mütter geworden seid. Aber das wisst ihr ja!!!!

    Bei mir war es ja so, dass ich 1. sehr spät begonnen habe und es sich dann 7 lange Jahre und 4 Fehlgeburten hingezogen hat bis mein ersehntes Baby endlich da war. Ich habe so oft gebetet und mir selbst gesagt, bitte, ich möchte es nur ein einziges Mal erleben. Ich möchte so gerne ein Kind bekommen und es aufwachsen sehen. An Geschwister habe ich nie gedacht und ich habe als ich meine Tochter mit 45 bekommen habe, natürlich nicht gedacht, dass ich es nochmal wollen könnte. Dementsprechend habe ich so ziemlich alles gleich verschenkt oder auf Basaren oder Ebay Kleinanzeigen verkauft. Nur die liebsten Dinge habe ich aufbewahrt: ihren Strampler mit dem sie aus dem Krankenhaus nach Hause kam, ihre ersten Schuhe etc. Aber die haben ja eh fast Museumswert und ich würde das einem Geschwisterchen vielleicht eh nicht anziehen. Ich hatte die schlimmsten Herzschmerzen bevor ich Mutter werden durfte. Die Zeit rannte und es war eigentlich schon klar, dass ich kinderlos bleiben würde. Das war sehr schwer für mich damit umzugehen und ich hoffte bei allen neuen Menschen die ich kennen lernte irgendwie, dass auch sie keine Kinder hatten. Aber die meisten haben nun mal wenigstens eins. Vielleicht geht es euch nach dem 1. Kind so ähnlich wie mir vor dem 1. Kind....

    LG,

    Laboile

  • Spaeti
    Morula
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    135
    • 23. Juli 2020 um 18:53
    • #2

    Hallo Laboile, wünschst du dir noch ein geschwisterkind für deine Tochter? Lg

  • ChocolateGod
    Eizelle
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    • 24. Juli 2020 um 08:11
    • #3

    Hallo Laboile,

    es kam auch bei mir der Wunsch nach einem Geschwisterchen auf. Als ich meine Kleine mit 14 Monaten abgestillt hatte und wieder anfing zu arbeiten, kam der Wunsch auf, das alles nochmal zu erleben. Ich war so glücklich im ersten Jahr und auf allen Fotos lächele ich vor mich hin wie eine Beseelte. Und dann kamen die ganzen Gedanken, dass es ja für Kinder auch besser ist, mit anderen Kindern aufzuwachsen und dass es besser wäre, wenn sie nicht alleine wären, wenn mein Mann und ich nicht mehr da sind. Und seitdem rattern die Gedanken in meinem Kopf auf der Suche nach einer Entscheidung ob ich es nochmal versuche.

    Ich habe mich viel mit anderen über das Thema Geschwister unterhalten. Im Netz findet man ja auch Artikel aus verschiedenen Zeitungen die sich mit dem Thema beschäftigen wie wichtig Geschwister sind. Das Fazit aus allem was ich gelesen habe ist: Einzelkinder sind keinesfalls unglücklicher (auch nicht als Erwachsene). Ganz im Gegenteil, oft hat es sie sehr stark gemacht, so sehr geliebt worden zu sein und diese Liebe mit keinem teilen zu müssen.

    LG,

    ChocolateGod

  • MariescheM
    Eizelle
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    • 24. Juli 2020 um 08:14
    • #4

    Hallo Laboile

    In der Gesellschaft ist es nach wie vor so, dass man oft bemitleidet wird, wenn man nur ein Kind hat, aber auch das sind nach den Artikeln die ich gelesen habe eher Vorurteile, da es damals sehr untypisch war keine Geschwister zu haben. D.h. man war entweder Waise oder unehelich oder es gab ähnlich "schlimme Schicksale". Einzelkinder suchen sich ihre sozialen Netzwerke und haben oft sehr stabile Freundschaften. Es gibt also viele Vorteile, ein Einzelkind zu sein.

    Ich habe mich in letzter Zeit auch oft mit Freunden unterhalten. Manche von ihnen haben nicht einmal Kontakt zu ihren Geschwistern oder zumindest kein inniges Verhältnis. Ich selbst habe eine Schwester die nicht ganz zwei Jahre älter ist als ich. Wir sind uns sehr nahe, haben aber auch schon immer so eine schlimme Rivalität zwischen uns. Es gab eine Zeit da hatten wir 3 Jahre lang keinen Kontakt (wegen eines Mannes, wie dumm). In dieser Zeit ist mein Vater sehr krank geworden und ist nach wenigen Wochen verstorben und das hat dann meine Schwester und mich wieder näher zusammen rücken lassen. Aber ich muss auch sagen, dass es mir ohne meine Schwester damals auch gut ging und ich mich freier gefühlt habe.

    LG,

    Mariesche

  • Epinal
    Eizelle
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    • 24. Juli 2020 um 08:18
    • #5

    Hallo Laboile

    Was ich nur sagen will ist, dass ich wirklich nicht mehr denke, dass man ganz unglücklich ist ohne Geschwister. Egal wie, wenn man Geschwister hat ist gut und wenn nicht ist das vielleicht auch gut. Ok, meine Tochter ist noch so klein, ich weiß nicht wie ich reagieren würde, wenn sie selbst sich ein Geschwisterchen wünschen würde. Das würde mir schon einen Stich versetzen.

    Aber in meinem Versuch zu entscheiden, ob es nicht total irrwitzig ist, noch einen Versuch zu starten, bin ich derzeit eher soweit, dass ich es meiner Tochter gar nicht antun will, ihr einen Teil meiner Aufmerksamkeit zu entziehen. Das alles fühlt sich wahrscheinlich anders an, wenn Kinder größer sind. Bis meine Tochter aber größer ist, bin ich auf jeden Fall selbst für Plan B zu alt und deshalb muss ich es jetzt entscheiden und das fällt mir so schwer. In meinem Leben und in unserem Haus und auch von meinem Nervenkostüm etc. war eigentlich kein zweites Kind vorgesehen.

    LG,

    Epinal

  • HappyBabyBreathing
    2-Zeller
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    20
    • 24. Juli 2020 um 08:20
    • #6

    Hallo

    Ihr merkt schon ich drehe mich auch im Kreis und das Thema beschäftigt mich maßlos. Mein Mann tickt da so ähnlich wie eure Männer. Keine große Lust auf weitere nervliche Belastung durch Medis, WS und Co. Auch eine weitere Geburt muss er nicht miterleben (unsere war relativ dramatisch für ihn, da Notkaiserschnitt nach 20 Std. Wehen). Wenn so ein zweites Kind auf einmal da wäre, wäre es gut, wenn nicht dann ist er mit unserer Maus auch happy. Sie ist eh das tollste Kind der Welt und besser geht es nicht sagt er.

    Meine notwendige Entscheidung ist sehr akut. Ich bin ja seit einem Jahr am hin und her überlegen. Aber nun habe ich selbst alles schon in die Wege geleitet und befinde mich quasi im Transferzyklus. Ich nehme Estrifam zur Unterdrückung des ES und Utrogest ab 4 Tage vor Transfer und der könnte schon so um den 10. Mai sein. Ich bereite mich aber eher freudlos darauf vor, weil ich denke, dass ich es am Ende nicht durch ziehen werde. Und wenn nicht jetzt, dann gibt es auch kein später. Ich wäre ja so schon gerade 48 bei der Geburt falls es klappen würde. Mir sitzen dieser Zwang und die Zeit stärker denn je im Nacken. Dabei habe ich ja noch so ein kleines Kind das nicht durchschläft und mich körperlich ganz schön anstrengt.

    LG,

    HappyBabyBreathing

  • ToppyPoppy
    Eizelle
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    • 24. Juli 2020 um 08:23
    • #7

    Liebe Laboile

    Wenn ich mich nachts aus dem Bett hieve um nach ihr zu sehen wenn sie weint, denke ich immer, dass es auf keinen Fall geht mit einem Säugling. Ich bin eher ein schlanker bewegungsfreudiger Typ und ich habe die Schwangerschaft mit 44 damals total genossen und mich sehr wohl gefühlt. Das kann ich mir nun einfach nicht nochmal vorstellen.

    Tut mir leid, dass ich nun so ausufere hier. Aber es tut einfach gut, all die Gedanken mal aufzuschreiben. Ich wäre so gerne zufrieden und würde so gerne abschließen und mich auf meine Maus konzentrieren. Wenn ihr über Erlebnisse schreibt wie erstes Fahrradfahren oder dieses schöne Mutter-Kind Seilspringen-Erlebnis dann finde ich es auch toll, einfach nur ein Kind zu haben und es voll und ganz zu unterstützen und zu genießen. Schade, dass es nicht einfach so passiert, dass noch ein zweites kommt. Dann wäre es auch gut. Einfach so, ohne dass man sich so viele Gedanken machen müsste. Oder in meinem Fall, wenn es den Fluch und den Segen der EMS nicht geben würde. Aber dann würde ich wohl immer noch hoffen, dass ein Wunder passiert und ich einfach so schwanger werde was ja utopisch ist.

    LG,

    ToppyPoppy

  • HauteLeMode
    Eizelle
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    • 25. Juli 2020 um 08:04
    • #8

    Liebe Laboile,

    den Schalter gibt es nicht, dass weißt Du ja selbst - es ist ein langer Prozess, der Kraft kostet.

    Alles, was Du geschrieben hast, hört sich eher wie ein "Nein" für ein 2. Kind an - ich glaube auch nicht, dass ich mit 44 die Kraft gehabt hätte so oft nachts aufzustehen. Für mich war das schon mit 39 so, dass ich dachte ich durchlebe "Guantanamo", weil ich alle 2-3 Stunden und später dann oft alle 3-4 Stunden nachts auf den Beinen war und nur mit einem Fläschen Milch konnte die Kleine wieder einschlafen und dass ging 3 Jahre so. Wir haben Sie auch noch bis weit über das 3. Lebensalter bei uns im Schlafzimmer schlafen lassen, weil ich einfach nicht die Kraft gehabt habe, so oft nachts auch noch ins Kinderzimmer nebenan zu laufen. Mir hat es schon gereicht, die Fläschen im Halbschlaf fertig zu machen, ihr zu geben und zu warten bis sie diese ausgetrunken hat, damit ich wieder unter die Bettdecke kriechen könnte.


    Ich wünsche euch und mir viel Lebensfreude und die Kraft abzuschließen. Gibt es nicht einen Schalter? (Ich glaube diese Frage habe ich hier an anderer Stelle schon mal gelesen).

    LG,

    HauteLeMode

  • Koroschi
    Eizelle
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    16
    • 25. Juli 2020 um 08:06
    • #9

    Bei mir kommt es so an, dass Dich eher dein Alter drängt, weil sich diese Entscheidung es nochmal zu versuchen nicht nach hinten verschieben lässt. Du führst viele gute Argumente an, die für Dich eigentlich für ein Einzelkind sprechen und Du scheinst auch mit einem Einzelkind gut leben zu können. Und wie Du schon geschrieben hast, Du hattest recht damit, dass dieses es hat doch beim 1. Mal so schnell geklappt, ein Teil des Problems und des Festhalten an der Kiwu war. Es war einfach nicht vorstellbar, dass es nicht nochmal geklappt hat, weil ich es für möglich und ebenso leicht wiederholbar betrachtet habe und nicht unter das war ein Lottotreffer verbucht hatte. Dieser Umstand macht den Abschied dann auch ungeheuerlich schwer.

    Ich frage mich, wie ich es durchgehalten habe und ich muss sagen, dass ich zwar insgesamt jetzt weniger Schlaf brauche als früher, aber dieses Durchschlafenkönnen gerade zwischen 2 und 4 Uhr nachts, wo man in der Regel eine Tiefschlafphase hat, einfach toll ist.

    Jetzt steht sie am WE schon auf, macht ihre CD an oder bastelt und weckt und dann um 7 Uhr……

    LG,

    Koroschi

  • LonnyMonny
    Eizelle
    Beiträge
    14
    • 25. Juli 2020 um 08:09
    • #10

    Liebe Laboile

    Bei Dir war es von Anfang an ein steiniger Weg. Und wenn ich ganz ehrlich bin, wenn ich 45 wäre und mit EZP ein Kind nach so langem Kampf bekommen hätte, dann hätte ich rational kein 2. haben wollen und mich ganz diesem Glückstreffer gewidmet. Und man muss auch ganz ehrlich zu sich sein - 1 Kind und 4 Erwachsenenhände sind doch etwas anderes als 2 Kinder-emotional, organisatorisch und auch finanziell.

    Brauchst Du das 2. Kind zum Glücklichsein? Bei mir kommt es eher so an, als würdest Du die Frage mit "Nein" beantworten. Du hast Dir schon so viele Artikel durchgelesen, die Dir bestätigen sollen und wohl auch haben, dass Einzelkinder nicht unglücklicher sind als welche mit Geschwistern und Du führst auch persönliche Argumente wie Streitigkeiten, Kontaktverlust über einen längeren Zeitraum aus persönlichen Erfahrungen an - also auch wieder Argumente, warum bei Geschwistern nicht alles eitler Sonnenschein ist.

    LG,

    LonnyMonny

  • Underthebrownfog
    Eizelle
    Beiträge
    13
    • 25. Juli 2020 um 08:12
    • #11

    Hallo Laboile

    Auch ich und meine Schwester sind so unterschiedlich - sowohl vom Aussehen als auch von unserem Charakter und ich sage immer - würde ich einer Frau vom Typ her wie meine Schwester auf einer Party treffen - ich käme nicht ins Gespräch mit ihr. Erst seit sie selbst eine Tochter hat, stehen wir uns wieder etwas näher. Vorher war sie die einzige Tante mütterlicherseits für meine Tochter und sie hat mit ihr nichts anfangen können und sich nicht viel für sie interessiert. Das war auch verletzend gewesen.

    Dein Kopf hat Dir schon viele Argumente für dein Einzelkind gegeben und wenn die Zeit nicht so drängen würde, dann wäre das auch kein so großes Thema für Dich. Vielleicht hilft es Dir ja auch, wenn Du dir das Recht eingestehst, auch kurz bevor Du nach Prag gehst, Dir ein "Nein" für einen 2. Versuch, zugestehst. Wenn Du einfach merkst, dass dein Bauch bei dieser Frage auch rebelliert, dann ist es doch in Ordnung, dass Du ein Einzelkind hast.

    LG,

    Undertehebrownfog

  • Maramarella
    Eizelle
    Beiträge
    8
    • 25. Juli 2020 um 08:16
    • #12

    Hi Laboile,

    ich sage mir auch - bei allem Jugendwahn in der Gesellschaft den wir haben und sicherlich halten uns unsere Kinder fit, weil wir halt noch mit Ihnen Fangen spielen und Verstecken als wären wir 25-jährige Hühner, wir sind wirklich nicht mehr die Jüngsten

    Mir wurde das so richtig bewusst als ich im letzten Jahr auf eine Gleitsichtbrille umsteigen musste und ich innerhalb eines halben Jahres mehrere Blusen weggeben musste, die ich mir doch vor Kurzem gekauft hatte, weil ich plötzlich runder/dicker trotz gleichen Gewichts auf der Waage geworden war. Übrigens habe ich heute gelesen, dass das damit zusammenhängt, dass man irgendein Enzym oder so ähnlich, weniger produziert das für den Körperfettabbau zuständig ist, und das wiederum hängt mit dem Östrogenhaushalt zusammen, der sich eben bei über 40 jährigen ändert.

    LG,

    Maramarella

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