Sehr geehrte Mediziner,
mein Mann (36 J) und ich (39 J) sind mittlerweile verzweifelt, weil wir nun schon zwei fehlgeschlagenen ICSI hinter uns haben.
Kurz zu unserer Geschichte, da ich an leichter Endometriose leide (4 LSK mit Entfernung an der Blase, Eileiter waren aber immer durchgängig), haben wir Ende 2017 durch leichte Hormonstimmulierung und GVKnP eine erfolgreiche, problemlose Schwangerschaft erzielt, woraus unser Kind im Sommer 2018 geboren ist. Aufgrund meiner Endometriose und auch meines Alters, haben wir nicht lange gewartet und sind im Januar 2019 zum Geschwisterprojekt gestartet. Nachdem 6 Zyklen Hormonstimmulierung und Zyklusmonitoring mit GVKnP zu keiner Schwangerschaft führten, haben wir danach 5 IUI gestartet. Jedesmal gab es EZ, aber auch hier hat es zu keiner SS geführt, so dass wir im November 2019 und Januar 2020 jeweils eine ICSI mit dem Antagonisten Protokoll gestartet haben. Jedesmal gab es EZ, die erfolgreich befruchtet wurden und an Tag 3 nach der Punktion wurden in beiden ICSI Zyklen je zwei Embryonen (8 und 10 Zeller) mit A qualität transferiert. Um den Progesteron Wert zu unterstützen, habe ich ab Punktion 3x täglich Duphaston eigenommen. Nun ist es in beiden ICSI Zyklen passiert, das exakt nach 7 Tagen erst eine bräunliche Schmierblutung eintrat und 1-2 Tage später dann leider meine Periode. Ich bin dann auch direkt zum Bluttest und der HCG Wert war kleiner 0,2. Also hatte sich leider in beiden Zyklen nichts eingenistet.
Wir stehen nun vor einem Rätsel, warum es nicht klappt. Alle Werte waren super, GM Schleimhaut gut aufgebaut, keine Entzüdungswerte, keine Myome erkennbar.
Finanziell können wir uns keine 3. ICSI leisten. Wir haben nur noch 2 Embryonen Kryokonserviert, auf die wir nun alles setzten. Wir haben aber sehr große Angst, dass auch die sich nicht festbeißen und möchten und bevor sie transferiert werden, mögliche Untersuchungen vornehmen, um eventuell doch einen Grund zu finden.
Was können Sie mir raten? Kann es tatsächlich an meinem Alter und der EZ Qualität liegen oder besteht die Wahrscheinlichkeit das mit meiner Gebärmutter etwas nicht stimmt? Kann eventuell doch immunologisch etwas vorliegen? Unser Kinderwunschzentrum möchte keine immunologische Untersuchung machen. Sie sagen es sei unnötig, weil wir ja schon ein gemeinsames Kind gezeugt haben. Kann trotzdem ein Immunfaktor vorliegen oder ist es wirklich unmöglich?
Ich freue mich über eine Rückmeldung und bedanke mich recht herzlich im Voraus.
Viele Grüße.