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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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  3. Allgemeine Informationen

Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

  • peg
  • 15. Juli 2007 um 11:12
  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 7. September 2007 um 09:49
    • #21

    Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    [quote author=peg link=topic=3965.msg38066#msg38066 date=1189110229]
    Josi: ich wollte nur vermeiden, daß ihr Euch jetzt evtl wegen 2 sicher nicht ganz geschickt gewählten Formulierungen die Köpfe einhaut und damit die interessante Diskussion abwürgt. Aber ok, ich halt mich raus :).
    [/quote]


    Peg, weiß ich doch, daß du es nur gut gemeint hast ;-).

    Ich will hier an dieser Stelle auch gar nicht diskutieren.
    Ich wollte mich nur gegen die ausgeteilten Beleidigungen verwahren und auf den doch sehr guten Umgangston hier im Forum hinweisen. Schreiben kann hier jeder was er möchte, solange er es in einigermaßen höflicher Form tut.

  • Tumba1976
    Eizelle
    Beiträge
    4
    • 7. September 2007 um 12:30
    • #22

    Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    Ich habe die Angriffe von Josi jetzt dem Moderator gemeldet.
    Ich bin nicht länger bereit, mich derart unqualifiziert beleidigen zu lassen.
    Ich bin Ärztin, hatte gestern einen anstrengenden Nachtdienst und muss mich ebenfalls um mein Kind kümmern - allerdings mein eigenes, auch wenn es bereits 10 Jahre alt ist. Die albernen Spitzen von Josi laufen also ins Leere. Außerdem: wenn man wirklich keine Zeit hat und souverän und unbeteiligt ist, regt man sich nicht so in irgendeiner Internet-Plattform auf... was sollen also solche Kommentare?! Die Antwort lautet: Sie sollen einfach nur die Stimmung vergiften! Ich selbst bin Jg. 67, und Tumba war mein Retriever, den ich mit zehn Jahren bekommen habe, und die EZSP ist für mich einfach eine Möglichkeit, über die ich mich informieren wollte, falls es mit meinem neuen Partner nicht mehr auf natürlichem Weg und/oder KWB klappt.
    Es ist ja wohl keine Leistung, hier seit Jahren registriert zu sein, auch als "Neue" bin ich sehr wohl in der Lage mir meine eigenen Gedanken zu machen.
    Die Heftigkeit der Reaktion zeigt mir, dass das Thema EZSP doch wohl eher ein absolutes Tabu ist. Sonst müsste ja wohl über diese Möglichkeit auch nicht gelogen werden, über eine Spenderniere lügt ja schließlich auch niemand. Die genetische Herkunft ist nun mal sehr wichtig, und wäre ich das Kind einer EZSP, ich würde es wissen wollen. Soll sich doch mal jede vorstellen, wie sie selbst sich fühlen würde, wenn ihre eigene Mutter sie belogen hätte....

    Mir reicht es. Die übertriebenen emotionalen Reaktionen von einer Josi und ihre Giftpfeile schrecken mich total ab. Wenn die EZSP so heftige Wunden hervorruft, dass man noch nicht mal etwas Kritisches über die Aufklärung des Kindes (wohl gemerkt: über die Aufklärung und nicht über die Möglichkeit an sich!) schreiben kann, über Lüge und Wahrheit (denn Kindern wird ja wohl als Wert die Wahrheit und nicht die Lüge beigebracht!), dann können ist das nicht mein Diskussionsforum.

    Aber das ist ja wohl auch das Ziel von Josi oder wer immer dahinter steckt: Alle kritischen Stimmen aus dem Forum vertreiben, damit man seine Ruhe hat.

    Na ja, denn man noch ein erfolgreiches Leben!

    Liebe Grüße von Ursula

  • peg
    Morula
    Beiträge
    289
    • 7. September 2007 um 12:55
    • #23

    Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    Uah, ich habs befürchtet...

    Ok, ich halt mich komplett raus. Aber ich finde,d aß es ein emotional heftiges Thema ist. Das sollten ALLE Schreiber berücksichtigen und daher Formulierungen, die von der "Gegenseite" als wertend aufgefaßt werden könnten, vermeiden.

    Um nochmal auf Thema zu kommen (und ich hoffe, daß Tumba trotzdem noch mitschreibt):
    Ja, es ist möglich, daß SP eher akzeptiert wird, weil der genetische Vater oftmals "eh nicht so ganz klar ist".
    Mir ist noch eine Möglichkeit eingefallen: Evtl hat es auch damit was zu tun, daß DI in Deutschland legal ist, während EZS verboten ist????
    Nun ja, es ist auch verboten, bei Rot über eine Ampel zu fahren. Das hab ich auch schon mal gemacht (es war eigentlich noch orange :D).

    Was mich noch interessieren würde: diejenigen, die schon Eltern sind: wart ihr von Anfang an der Meinung, daß ihr das Kind aufklärt bzw nicht aufklärt? Oder hattet ihr anfangs eine andere Meinung dazu und die hat sich im Laufe der Zeit geändert?

  • Pippi06
    2-Zeller
    Beiträge
    44
    • 7. September 2007 um 13:00
    • #24

    Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    Hallo Ursula,

    ich fände es sehr schade, wenn die Diskussion wieder einschlafen würde.

    Ich möchte zunächst um Verständnis für viele Forumsteilnehmerinnen bitten. Die Aufklärung des Kindes ist ein sehr, sehr schwieriges Thema und viele haben einen langen Kinderwunschweg hinter sich. Der Wunsch ein Kind zu haben ist bei vielen Frauen nach Jahren der Enttäuschung größer als sich das manch einer vorstellen kann. Der Gedanke das Kind über die Eizellspende aufzuklären gerät vermutlich bei vielen zunächst in den Hintergrund.

    Wir haben uns 2006 gegen eines EZSP entschieden weil wir nicht wussten wie wir mit dem Thema der Aufklärung umgehen sollten, wenn das Kind geboren ist. Wer sich mit Adoption beschäftigt hat und der Wurzelsuche adoptierter Kinder weiß, dass die Aufklärung des Kindes eine Lawine lostreten kann. Gleichwohl kann es natürlich auch gut gehen. Andererseits haben wir uns die Frage gestellt, wie wir uns fühlen werden, wenn wir es dem Kind verschweigen. Was wenn z.B. durch Unfall oder schwere Krankheit die Wahrheit ans Licht kommt?

    Wir haben keine Lösung gefunden und uns deshalb gegen eine EZSP entschieden.

    Ich hoffe, dass sich noch mehr Frauen an dieser Diskussion beteiligen, insbesondere diejenigen, die immer noch mitlesen obwohl sie sich gegen eine Spende entschieden haben.


    Ich würde mich freuen.

    Grüße Pippi06

  • romy
    Blastozyste
    Beiträge
    995
    • 7. September 2007 um 14:50
    • #25

    Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    Ach je,

    mal wieder ein thread entgleist - das ist ja lange nicht passiert!

    Klar ist das ein sperriges Thema. Und es wird vollends undiskutierbar, wenn man schwarz/weiß denkt. Hier gibt es nur Grautöne. Hier kommt man nicht mit weißer Weste raus. Sagen oder Verschweigen - beides hat Vor- und Nachteile, beides birgt Risiken, mit beidem muss man einen adäquaten "inneren Umgang" finden.

    Ich bin der Meinung, dass es keine allgemeine Empfehlung dafür geben kann; das hängt sehr von der eigenen Persönlichkeit ab und natürlich vor allem von der des Kindes. Ich bin sicher, es gibt Eltern und Kinder, die mit einer solchen Eröffnung prima umgehen können. Und es gibt solche, für die eine Welt zusammen bräche.

    Ich habe mich auch nach langem Nachdenken für das "Schweigen und alleine-Tragen" als a) die meiner Meinung nach moralisch höher stehende und b) die meinem Kind besser zuträgliche Umgehensweise entschieden. Ich war ursprünglich anderer Meinung. Spätestens mit der Geburt war ich mir aber sicher, dass ich es nicht sagen werde.

    Insofern würde ich die Frage gerne anders stellen: Wer sollte es sagen; wer sollte schweigen?
    Sagen sollte es meiner Meinung nach jeder, der unter Lügen sehr leidet. Wer das nicht innerlich verpackt kriegt, auf eine gute Art (doch, das geht), der schadet mit dem Schweigen. Ich habe schon einmal vermutet, dass die Seitensprung-Frage ein ganz guter Indikator ist. Auch hier wäre ich nämlich der Meinung, dass man dies nicht unter allen Umständen wissen bzw. sagen sollte.

    Tumba, deine Beiträge wirken auch auf mich moralinsauer und ein bisschen zu selbstgerecht. Dir geht es um die Wahrheit, um moralische Werte, dir geht es auch um deine eigene weiße Weste - aber Gedanken, wie es deinem Kind damit wohl gehen wird, den vermisse ich bei dir.

    Peg, deine Beiträge möchte ich loben, ich finde das prima von dir.

    Eine gute Diskussion zu diesem Thema kann nur zustande kommen, wenn wir uns alle zugute halten, dass wir aus ehrenwerten Motiven handeln. Dass es mehrere richtige Möglichkeiten gibt. Dass jede Variante Vor- und Nachteile hat und Schuld aufwirft. Und das niemand von uns freiwillig hier ist.

    Gruß Romy

  • coral
    Morula
    Beiträge
    207
    • 7. September 2007 um 18:25
    • #26

    Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    @ Tumba 1976 wg.: "Ich bin Ärztin, hatte gestern einen anstrengenden Nachtdienst und muss mich ebenfalls um mein Kind kümmern - allerdings mein eigenes,"

    Deine Wortwahl ist doch recht unsensibel und auch problematisch, wenn du wirklich diesen Weg gehen solltest ....

    Coral

    5 neg. ICSI u. 2 neg. Kryo
    EZS im Institut Marques (IM): positiv:
    ein supersüßes kerngesundes Baby :)

  • Ines + Chris
    Blastozyste
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.339
    • 8. September 2007 um 21:27
    • #27

    Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    Da wir eine Meldung über einen Beitrag erhalten haben, möchten wir Euch doch bitten, auch bei einer solch heiklen Diskussion einen kühlen Kopf zu bewahren.
    Wir wissen dies aus eigener Erfahrung, dass das nicht immer leicht und einfach ist.
    Allerdings haben wir hier doch immer wieder die Erfahrung gemacht, dass sich die Gemüter beruhigt haben und eine normale Diskussion weitergeführt wurde.

    Sagen oder nicht sagen, dass muss jedes Paar für sich entscheiden und vor allem auch verantworten. Wir sollten und dürfen da den Paaren keine Vorwürfe machen, egal für welche Position sie sich entschieden haben.

    Das solche Diskussionen aber auch immer einen Sinn haben, konnten wir aus den letzten "Problemdiskussionen" ziehen.

    Also bitte nicht die Diskussion abflachen lassen sondern so, wie sonst auch immer ruhig weiterdiskutieren.

    Ines & Chris

    PS: Persönliche Beleidigungen haben hier nichts zu suchen, also bitte unterlassen ansonsten müssen wir dann wohl doch einschreiten.

  • barbie
    4-Zeller
    Beiträge
    83
    • 8. September 2007 um 23:34
    • #28

    Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    :tach:,ich bin´s die barbie.Wir würden es unserem Kind sagen,wie es entstanden ist,bevor sowas wie schon gesagt worden ist durch Kranheit z.B.heraus kommen würde(Schlimmstensfalls Kranheit).Aber wir denken sowieso,sagen wir mal so in10-15 Jahren wird dieEzp auch in Deutschland ganz normal sein wie eine Organspende,im moment ist es ja noch recht tabu aber es wird mit Sicherheit auch in Deutschland ganz normal sein,u. wenn es nicht in Deutschland erlaubt wird dann fahren wir halt weiter ins Ausland.Es würden ja bestimmt jetzt schon mehr ins Ausland zur Ezp fahren,aber viele wissen garnicht das es sowas gibt.Aber es stimmt es ist ein heickles Thema,da kann man lange drüber reden.Ich wünsche für Euch Alle hier im Forum die richtige Endscheidung .Gruss barbie :bindafür: :wink: :blume: :blume: :blume:

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 9. September 2007 um 10:23
    • #29

    Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    [quote author=Ines + Chris link=topic=3965.msg38145#msg38145 date=1189279657]

    Ines & Chris

    PS: Persönliche Beleidigungen haben hier nichts zu suchen, also bitte unterlassen ansonsten müssen wir dann wohl doch einschreiten.
    [/quote]


    Ines und Chris, danke für euer Statement und die klaren Worte :gut:


    Euch liebe Grüße

    Josi

  • Calimero
    4-Zeller
    Beiträge
    65
    • 9. September 2007 um 13:37
    • #30

    Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    Hallo,
    heißes Thema! Machen wir uns alle bestimmt viele Gedanken drüber.
    Kläre ich mein Kind auf? Wann kläre ich es auf?
    Mit 4 wenn es vom Verstand her gerade mal ansatzweise begreifen kann um was es geht?
    Erzähle ich ihm dann,du bist zwar in meinem Bauch gewachsen aber das Ei aus dem du entstanden bist ist von jemand anderem hineingepflanzt worden?Dann geht es in den Kindergarten und erzählt seinen Freunden und der Erzieherin das Ei aus dem ich gewachsen bin war nicht von meiner Mama.
    Was löst das aus? Kläre ich den Kindergarten vorher schon darüber auf? Heißt es dann bei der geringsten Problematik(z.b. Entwicklungsverzögerung) ach ja das ist ja ein EZP-Kind.
    Kläre ich es mit 6auf,wenn das Kind dann zwar verständiger ist,aber dann mit ganz anderen neuen Lebensumständen beschäftigt ist( Einschulung).
    Es wird über sein neu erworbenes Wissen sprechen und es seinen Mitschülern erzählen,ich denke wir wissen alle wie grausam ehrlich Kinder sein können und gebe ich mein Kind dann den Angriffen anderer preis,das ist ja gar nicht deine richtige Mutter!
    Sage ich es ihm kurz vor der Pubertät,wo es ohnehin mit der Persöhnlichkeitsfindung beschäftigt ist?
    Muß ich mir dann in der eh schwierigen Zeit der Pubertät in der man oft verschiedener Meinung sein wird anhören,du hast mir gar nichts zu sagen, du bist ja nicht meine richtige Mutter und das nachdem man sich dieses Kind über alles gewünscht hat und alles dafür getan hat das es wächst und gedeiht und glücklich ist.
    Oder später ,wo es einem dann vorwerfen kann,warum hast du mir nie etwas davon gesagt,warum jetzt.
    Stürze ich es dann in eine Identitätskrise in der es eh keine Möglichkeit hat seinen Ursprung herrauszufinden,weil die Spende( zum Schutz der Spenderin) anonym bleibt.

    Was tun? Das muß jeder für sich entscheiden?

    Es Grüßt Calimero

    <a href="http://lilypie.com"><img src="http://bd.lilypie.com/tEevp2.png" alt="Lilypie Ich erwarte ein Baby Ticker" border="0" /></a>

  • peg
    Morula
    Beiträge
    289
    • 9. September 2007 um 19:09
    • #31

    Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    Calimera: soweit ich es durchblicke, scheint es am besten zu sein, Kinder mit solchen Sachen in dem Alter zu konfrontieren, in dem sie ohnehin beginnen zu fragen, woher die Babys kommen. Also so mit 3 oder 4 Jahren.
    Man braucht ja auch keinen Staatsakt aus dieser Aufklärung zu machen. Das wäre auf jeden Fall verkehrt.
    Bei DI gibt es sogar Beratungsseminare zur Aufklärung des Kindes. Und Bücher. Sogar ein Bilderbuch, in dem die Entstehung per DI in kindlicher Weise erklärt ist
    (Übringes denke ich inzwischen, daß genau das der Punkt ist, weshalb es bei DI mehr Aufklärer gibt als bei EZS: es gibt sehr vel mehr Infos für die Eltern, es gibt diese Seminare und auch Literatur).

    Ähnlich könnte das bei EZS aussehen: wenn das Kind beginnt sich für die Entstehung von Babys zu interessieren, dann kann man ihm erzählen: wenn Mama und Papa sich ganz lieb haben, dann trifft eine Samenzelle von Papa auf eine Eizelle von Mama und daraus wächst im Bauch von Mama ein Baby. Aber manchmal funktioniert das nicht. So war das auch bei uns: Obwohl wir uns so lieb hatten und uns dich so sehr gewünscht haben, hat das nicht geklappt. Aber dann sagte ein Doktor, daß er helfen kann. Er nahm den Samen von Papa und eine Eizelle (hier kann man zunächst auch noch übergehen,d aß es eine fremde EZ war, einfach nur eine EZ). Die setze er in Mamas Bauch und daraus bist du gewachsen.

    Wenn das Kind nun davon was im KIGA erzählt, denken alle, daß es eine IFV oder ICSI war. Na und?!

    Sicher wird man die Geschichte mehrfach erzählen. Kommt auf das Kind an. Manche interesssieren sich gar nicht so sehr dafür. Da sollte man es dem Kind auch nicht aufzwingen. Aber wenn es immer weiter nachfragt, kann man evtl irgendwann noch dazu einfügen, daß Mama keine EZ hatte. Aber daß der Doktor eine nette Frau kannte, die helfen wollte. Und daß der Doktor dann dieser Frau eine EZ entnommen, mit Papas Samen zusammengebracht und in Mamas Bauch gesetzt hat.

    So ungefähr stelle ich mir das vor. Wenn man das selbstbewußt und so nebenbei erzählt, dann gehe ich mal davon aus, daß auch das Kind dieser EZS nicht en übergroß Maß an Bedutung beimessen wird.

    Auf jeden Fall deutlich weniger Bedeutung als Geheimnisse haben.

  • romy
    Blastozyste
    Beiträge
    995
    • 9. September 2007 um 19:53
    • #32

    Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    Es ist auf jeden Fall ein großes Risiko in vieler Hinsicht. Und man kann den Satz, der alles verändert, ja nicht mehr zurücknehmen.

    Ich hab selber viel Zeit und viele Tränen gebraucht, um mich der EZS anzunähern; ich würde nie erwarten, dass eine normale Frau, die nicht unter ungewollter Kinderlosigkeit gelitten hat, diesen Schritt verstehen kann. Noch viel weniger würde ich dies von einem blutjungen Menschen erwarten.

    Gruß Romy

  • peg
    Morula
    Beiträge
    289
    • 9. September 2007 um 20:51
    • #33

    Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    Wenn er nicht hineinwächst in diese Situation, sondern erst mit 20 zufällig davon erfahrt, dann sicher nicht. So ist es bei den beiden Damen mit den Samsnspende-HPs passiert.

    Ein Kind mit 3 kann doch gar nicht beurteilen, ob das "normale" ist oder nicht. Für das ist das normal, was ihm Mama und Papa als normal erklären. Wenn ide natürlich ein großes Primborium drum machen und evtl sogar dabei heulen, dann ist es was Schlimmes. Aber wenn man dem Kind erzählt, wie man sich angestrengt hat, um es endlich zu bekommen. Und wie leib man es hatte und daß alle helfen wollten. Dann ist das für das Kind doch nichts Schlimmes.
    Vorsichtig muß man sicher damit sein, was das Kind bei anderen Leuten erzählen könnte. Deshalb sollte man einige Details evtl zurückbehalten bis es etwas größer ist.

  • romy
    Blastozyste
    Beiträge
    995
    • 10. September 2007 um 13:39
    • #34

    Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    Ja, deswegen scheint mir auch, das es sehr stark von der eigenen Haltung dazu abhängt, ob man es besser sagt oder verschweigt. Für wen EZS "ganz natürlich" ist und wer es auch so bringen kann, der hat sicher gute Chancen, das in gute Bahnen zu lenken. Insofern denke ich auch, zu dir passt das, Peg. Mach es so und berichte uns bitte.

    Ich könnte das jedoch nicht, das weiß ich. Und ich würde es auch selbst nicht wissen wollen, wenn ich ein EZS-Kind wäre. Insofern muss meine Entscheidung anders ausfallen.

    Aber miteinander reden kann man eben nur, wenn allen klar ist, dass es vielleicht auch noch andere Einstellungen außer der eigenen gibt, die ebenfalls gültig und durchdacht sind und Respekt verdienen. Wenn Schweigen automatisch als "Verlogenheit" gewertet wird, dann wird jede Diskussion unmöglich, Tumba.

    Gruß Romy

  • peg
    Morula
    Beiträge
    289
    • 10. September 2007 um 17:29
    • #35

    Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    Ja, das ist klar, romy. Jeder muss das für sich entscheiden. Logisch, daß man auch die Meinung des anderen respektieren muss.

  • Claudia33
    Morula
    Beiträge
    225
    • 2. Oktober 2007 um 23:53
    • #36

    Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    Hallo Zusammen,

    nachdem sich ja die Gemüter hier wieder beruhigt haben, möchte ich auch was dazu sagen. Wir haben einen sehr langen Weg der Kinderwunschbehandlungen hinter uns (10 Jahre) und es hat bei uns auch mehrere Jahre gedauert, bis wir uns für eine EZSP entschieden haben. Ohne dieses Forum wären wir übrigens sicher diesen Weg nie gegangen (Danke noch mal an Ines und Chris!). Und es war uns eigendlich immer klar, wir wollen auf jeden Fall das Kind aufklären. Ich bin ein sehr ehrlicher Mensch, und kann mich auch nicht gut verstellen, Lügen sieht man mir an. Deshalb würde die Wahrheit vermutlich ohnehin irgendwann ans Tageslicht geraten.

    ABER: Nun ist unser Sohn auf der Welt, seine Schwester kommt im Januar- und plötzlich bin ich mir nicht so sicher, ob Aufklärung wirklich der richtige Weg ist.
    Einfach deshalb, weil ja keine Chance besteht, die Spenderinnen kennenzulernen. Und unsere Kinder sind ja dann auch nur Halbgeschwister (zwei Spenderinnen). Ob das nicht alles viel zu viel zu verkraften ist. Das die Kinder durch künstliche Befruchtung in Prag entstanden sind, weiß bei uns jeder, das akzeptiert auch jeder. Das es EZSP war, wissen nur wenige meiner engsten Freundinnen. Die haben alle selbst Kinder (aber nicht durch EZSP), und würden nicht aufklären.
    Mal sehen, was die Zukunft bringt, ob EZSP in Deutschland mal legalisiert wird- vielleicht erleichtert auch das die Entscheidung, was wir tun sollen. Momentan bin ich jedenfalls total verunsichert, was richtig ist. War mal selbst in psychologischer Behandlung- der Psychologe (gleichzeitig auch Gynäkologe) hat mir damals von der Aufklärung abgeraten, weil er meinte, die Gefahr sei zu groß, das das Kind mich dann in der Pubertät als Mutter ablehnen würde.

    Sorry, mein Beitrag ist sicher ein bißchen durcheinander, und auch sehr lang. Aber so sieht es halt momentan in meinem Kopf aus.....

    Hat eigendlich inzwischen mal irgendwer herausgefunden, ob es Aufklärungsbücher (kindgerecht) zu der Thematik irgendwo gibt. Ich habe mal bei Amazon in den USA gesucht, aber auch da bin ich nicht fündig geworden, oder aber mein Englisch war zu schlecht.
    LG Claudia

  • coral
    Morula
    Beiträge
    207
    • 3. Oktober 2007 um 09:57
    • #37

    Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    Hallo Claudia,

    ich hatte auch schon mal im Netz recherchiert und bin auf diese Seite gestoßen:
    http://www.donor-conception-network.org/telltalkpubs.htm. Ich habe die Broschüren selbst noch nicht gelesen. Wir sind noch nicht so weit, wollen aber auch eher recht früh aufklären. Ich möchte einem Menschen der mir vertraut, nichts wesentliches verschweigen. Für mich waren insofern bedeutend die Empfindungen der Donor-Kinder (die links finden sich hier im Thema). Mit den Umständen ihrer Entstehung konnten sie vielleicht noch umgehen, der Vertrauensverlust und das "sich die ganze Zeit belogen fühlen" war aber offensichtlich das Schlimmste. Ich habe meine Eltern in der Pubertät auch abgelehnt ;) . Das muss man als Mutter wohl durch. Erst mal möchte ich allerdings eine werden!

    Liebe Grüße
    Coral

    5 neg. ICSI u. 2 neg. Kryo
    EZS im Institut Marques (IM): positiv:
    ein supersüßes kerngesundes Baby :)

  • Rhea
    Eizelle
    Beiträge
    5
    • 3. Oktober 2007 um 20:08
    • #38

    Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    hallo,

    wir werden im november unseren transfer mit eizellspende durchführen lassen. die frage, ob wir es dem kind - wenn es denn klappt - sagen, beschäftigt mich sehr. ich bin hin und hergerissen ... und finde für beide seiten argumente. aus sicht der psychologie gibt es hier übrigens kein richtig oder falsch und es gibt wohl auch studien hierzu, die beide wege gutheissen.

    für uns habe ich noch keine entscheidung getroffen. das wird sich im laufe der zeit heraus kristallisieren. ein absurder gedanke von mir ist, dass ich keine probleme hätte, es dem kind zu sagen. was mich im moment abschreckt, ist, dass dies dann durch das kind im kindergarten, schule usw. "öffentlich" wird und "jeder" es weiss und hintenrum geredet und getratscht wird. sehr egoistische gefühle, ich weiss. aber wahrscheinlich wächst man auch da rein.

    dies waren nur ganz spontan ein paar gedanken ohne wertung von "richtig" und "falsch". mich würde aber eine weitere diskussion dieses themas interessieren.

    rhea

  • katinka
    2-Zeller
    Beiträge
    20
    • 4. Oktober 2007 um 10:08
    • #39

    Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    gelöscht

  • Britta_1
    Morula
    Beiträge
    213
    • 4. Oktober 2007 um 12:39
    • #40

    Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    Hallo,
    genau das finde ich auch. Es sollte ein Recht auf Auskunft über die Abstammung geben. Ich halte das für ein elementares Recht und habe deshalb nach der Möglichkleit einer offenen Spende gesucht und einen gangbaren Weg gefunden. Aus den Berichten Betroffener geht hervor, dass sie merkten, dass etwas nicht stimmt, dass sie die Wahrheit erfahren haben und sich dann auf die Suche begeben.
    Für mich ist es nicht einsehbar, warum z.B. Tschechien per Gestz nur die anonyme EZ-Spende erlaubt. Warum die spendende Frau nicht wenigstens gefragt wird, ob sie zur offenen bereit ist.
    Ich weiche hier schon wieder vom Thema ab. Aufklärung in sehr frühem Alter ist sicher das Beste. Die Bedenken von Rhea, das das Ganze dudurch öffentlich wird, kann ich verstehen. Vielleicht sollte man insgesamt ein wenig mehr Mut haben, damit das Thema mehr zur Normalität wird.
    Liebe Grüsse
    Britta

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