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Beiträge von Tumba1976

  • Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    • Tumba1976
    • 7. September 2007 um 12:30

    Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    Ich habe die Angriffe von Josi jetzt dem Moderator gemeldet.
    Ich bin nicht länger bereit, mich derart unqualifiziert beleidigen zu lassen.
    Ich bin Ärztin, hatte gestern einen anstrengenden Nachtdienst und muss mich ebenfalls um mein Kind kümmern - allerdings mein eigenes, auch wenn es bereits 10 Jahre alt ist. Die albernen Spitzen von Josi laufen also ins Leere. Außerdem: wenn man wirklich keine Zeit hat und souverän und unbeteiligt ist, regt man sich nicht so in irgendeiner Internet-Plattform auf... was sollen also solche Kommentare?! Die Antwort lautet: Sie sollen einfach nur die Stimmung vergiften! Ich selbst bin Jg. 67, und Tumba war mein Retriever, den ich mit zehn Jahren bekommen habe, und die EZSP ist für mich einfach eine Möglichkeit, über die ich mich informieren wollte, falls es mit meinem neuen Partner nicht mehr auf natürlichem Weg und/oder KWB klappt.
    Es ist ja wohl keine Leistung, hier seit Jahren registriert zu sein, auch als "Neue" bin ich sehr wohl in der Lage mir meine eigenen Gedanken zu machen.
    Die Heftigkeit der Reaktion zeigt mir, dass das Thema EZSP doch wohl eher ein absolutes Tabu ist. Sonst müsste ja wohl über diese Möglichkeit auch nicht gelogen werden, über eine Spenderniere lügt ja schließlich auch niemand. Die genetische Herkunft ist nun mal sehr wichtig, und wäre ich das Kind einer EZSP, ich würde es wissen wollen. Soll sich doch mal jede vorstellen, wie sie selbst sich fühlen würde, wenn ihre eigene Mutter sie belogen hätte....

    Mir reicht es. Die übertriebenen emotionalen Reaktionen von einer Josi und ihre Giftpfeile schrecken mich total ab. Wenn die EZSP so heftige Wunden hervorruft, dass man noch nicht mal etwas Kritisches über die Aufklärung des Kindes (wohl gemerkt: über die Aufklärung und nicht über die Möglichkeit an sich!) schreiben kann, über Lüge und Wahrheit (denn Kindern wird ja wohl als Wert die Wahrheit und nicht die Lüge beigebracht!), dann können ist das nicht mein Diskussionsforum.

    Aber das ist ja wohl auch das Ziel von Josi oder wer immer dahinter steckt: Alle kritischen Stimmen aus dem Forum vertreiben, damit man seine Ruhe hat.

    Na ja, denn man noch ein erfolgreiches Leben!

    Liebe Grüße von Ursula

  • Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    • Tumba1976
    • 7. September 2007 um 03:10

    Aber bitte! Nicht ablenken! :)

    Huhu Josi!

    Du hast mich falsch zitiert! Sicher ein Versehen, dass Dir in der Aufregung unterlaufen ist. Kein Problem! Ich schreibe es einfach noch einmal, so wie ich geschrieben hatte.

    Ich habe im ersten Beitrag geschrieben:

    "die verlogenheit mancher macht mich sehr traurig."

    Und im zweiten Beitrag:

    "Diese ganzen Argumente der Aufklärungsgegnerinnen nach dem Motto "was bringt das denn dem Kind, wenn es die Wahrheit kennt" finde ich totalen Schwachsinn. Denn hier geht es doch einfach um die Frage, wie wichtig ist Wahrheit?! Wie gehe ich mit Wahrheit um?! Und das bei Menschen, die mir am Nächsten stehen!"


    Verlogenheit macht mich sehr traurig, und die Argumente der Aufklärungsgegner finde ich nach wie vor - höflicher formuliert - schlichtweg nicht treffend. Ich denke nach wie vor, was ich denke und bleibe dabei. Dies ist ein offenes Forum, und hier die Stelle, wo man über die Problematik der EZSP und die genetische Herkunft des Kindes diskutieren kann. Die Kinder haben ja nun mal eine genetisch andere "Mutter/Vater". Und ich bin mir deshalb ziemlich sicher, dass eine Pflicht zur Aufklärung in nicht allzulanger Zeit zumindest europaweit gesetzlich geregelt werden wird.

    Es macht doch keinen Sinn, von einer Diskussion durch einen Nebenschauplatz abzulenken und persönlich und unsachlich zu werden, auch wenn man sich danach vielleicht besser fühlt.

    Du hast geschrieben:
    Wenn jemand wie du behauptet, die Wahrheit wäre immer und in jeder Lebenslage das einzig richtige, zeugt das für mich nur von einer sehr geringen Lebenserfahrung.

    Bitte erspare doch Dir und mir Deine hasserfüllten Bewertungen und versuche wirklich, ein wenig sachlicher und souveräner zu werden. Ja, ich glaube an die Wahrheit und möchte nicht belogen werden und möchte niemanden belügen, der mir nahe steht. Nur wenn ich die Wahrheit kenne, kann ich mir ein eigenes Urteil bilden. Du kannst das gerne anders sehen, und die Lüge proklamieren - und ich spreche Dir dafür auch nicht die Lebenserfahrung ab! :lol: Ich werde das auch nicht bewerten oder Dich dafür verurteilen, denn das muss jeder vor sich selbst verantworten. Mir geht es um ARGUMENTE! Niemand wollte Dich oder irgendjemanden angreifen, und so waren meine Worte auch überhaupt nicht formuliert. Wenn Du Dich dennoch angegriffen fühlst, dann ist das Dein Problem und verrät mir nur, dass Du bei diesem Thema wohl sehr, sehr empfindlich und doch nicht so sicher und überzeugt bist. Das tut mir sehr leid und ich werde versuchen, zukünftig mehr Rücksicht zu nehmen und mich mit Hinblick auf diese wunde Stelle ein wenig vorsichtiger ausdrücken.

    Nun sollten wir aber wirklich aufhören, uns auf dieser unergiebigen Metaebene zu bewegen und zum eigentlichen Thema zurück kommen. Viele Menschen versuchen ja immer, durch Streite auf der persönlichen Ebene von der eigentlichen Problematik abzlenken. Aber dazu gehören wir beide doch nicht, oder?! Und das wäre bei diesem Thema und der sehr interessanten Diskussion und den - jedenfalls für mich - erschütternden Internet-Seiten des di-kindes wirklich auch jammerschade.

    Und nun zurück zum Thema und den Argumenten von peg:
    Zu der Frage, warum mehr Menschen die Aufklärung bei der Samenspende befürworten - tja, das ist wirklich interessant und liegt meiner Ansicht nach wohl daran, dass das Thema "fremder Vater" den Menschen natürlich viel geläufiger ist, weil es das ja durch die Seitensprung-Kinder schon seit Menschengedenken gibt und man deshalb irgendwie leichter damit umgehen kann. Es kommt mir so vor, als wäre es nicht so ein Tabu-Thema, wie die EZSP. Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen, mit denen ich darüber spreche, es nicht verstehen und nicht fassen können und teilweise sogar peinlich finden, dass eine Mutter, die das Kind austrägt, nicht die wahre genetische Mutter ist. Auch betroffenen Paaren fällt es viel leichter, die Samenspende zuzugeben, als zuzugeben, dass ihr Kind aus einer EZSP entstanden ist. Ich habe das nur beobachtet, ich selbst sehe das völlig anders und finde - wie schon geschrieben - beides gleich.
    Ich denke, dass es über kurz oder lang eine öffentliche Diskussion darüber geben wird. Bisher war die EZSP in den deutschen Medien ja nur ein Randthema, auch weil sie eben in Deutschland nicht erlaubt ist. Es muss aber nur mal ein Journalist eines meinungsbildenden Mediums auf die Idee kommen, und das Thema aufgreifen und Zahlen zusammen tragen, wieviele Frauen aus Deutschland für eine EZSP ins Ausland gehen, und schon wird es ein öffentliches Thema und die Politik wird reagieren müssen. Ich denke und hoffe, dass die Folge sein wird, dass die EZSP auch in Deutschland erlaubt wird und das man eine rechtliche Regelung zur Aufklärung findet, zB Eintrag in die Geburtsurkunde/Mutterpass über die Entstehungsmethode des Kindes. Schon jetzt wird die kwB ja in den Mutterpass eingetragen.

    Zu dem Argument, dass es insbesondere früher, als die Menschen nicht aus ihrem Dorf gekommen sind, immer schon Verbindungen unter Blutsverwandten gab und die Welt davon nicht untergegangen ist: Stimmt! Aber mit der Folge, dass ganze Dörfer zahlreiche geistige Behinderte zu ihren Bewohnern zählten. Und wenn man das vermeiden kann, sollte man das doch möglichst heute nicht wiederholen, oder? Wir leben ja schließlich in einem "global village" und wenn man solche Katastrophen durch schlichte Aufklärung vermeiden kann, sollte man das doch auf alle Fälle tun.

    So, nun habe ich genug geschrieben und wünsche eine gute Nacht!

    Liebe Grüße von
    Ursula

  • Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    • Tumba1976
    • 5. September 2007 um 16:12

    Re: Aufklärung des Kindes? Oder: wie wichtig ist mir Wahrheit?!

    Hallo peg,

    ich wusste gar nicht, dass es bei der EZSP nur Aufklärungsgegner gibt.... Also, ich gehöre mit Sicherheit NICHT dazu! Du hast natürlich völlig recht: es ist für das Kind dasselbe wie eine Samenspende.
    Die Idee, mit 18 Einblick in seine Akte zu erhalten, finde ich sehr gut. Jedenfalls muss es irgendeine rechtliche Regelung geben, denn so geht es einfach nicht, dass Kindern ihr genetischer Vater/Mutter verschwiegen werden kann. Es ist nicht nur für die psychische Gesundheit wichtig, zB zur Identitätsbildung, sondern auch in medizinischer Hinsicht sind ja genetische Fragen nicht zu vernachlässigen. Zum einen für eventuell genetisch vorbestimmte Krankheiten. Zum anderen: Was passiert eigentlich, wenn ein durch Samenspende/EZSP gezeugter Junge seine Halbschwester kennen lernt, aber gar nicht weiß, dass es seine Halbschwester ist und die beiden gehen eine Beziehung ein?!
    Persönlich für mich finde ich die Herkunft der Mutter auch nicht so wichtig, es wäre kein Hindernis für eine EZSP für MICH. Aber ich denke an das Kind: jedes Kind will irgendwann wissen, wo es genetisch her kommt.
    Diese ganzen Argumente der Aufklärungsgegnerinnen nach dem Motto "was bringt das denn dem Kind, wenn es die Wahrheit kennt" finde ich totalen Schwachsinn. Denn hier geht es doch einfach um die Frage, wie wichtig ist Wahrheit?! Wie gehe ich mit Wahrheit um?! Und das bei Menschen, die mir am Nächsten stehen!
    Natürlich kann ich mein ganzes Leben auf Lügen aufbauen, kann - zum Beispiel - fremd gehen, und sagen, ach, das ist nur körperlich, ich liebe meinen Mann, was bringt es ihm denn, wenn er die Wahrheit kennt?! Und so kann ich es mit allem halten (zB auch bei den immer wieder zitierten Seitensprung-Kinder). Aber es kann doch nicht sein, dass ich nur aus Angst vor Reaktionen des Kindes zu einer Befürworterin der Lüge werde!
    Die EZSP/Samenspende wird anscheinend als etwas ganz anderes angesehen als eine Adoption - dabei ist sie in vielfacher Hinsicht ähnlich. Ich finde, es wird einfach zu wenig über die ethischen Aspekte nachgedacht, über die Folgen, wahrscheinlich weil es noch ein ganz neues Thema ist - anders als die Adoption. Und weil es dabei auch um so viel Geld geht, dass es vielleicht vielen Ärzten lieber ist, wenn dieses Thema nicht angesprochen wird.
    Die Seite des DI-Jungen hat mich tief erschüttert. Ich bin sehr froh, dass ich sie gelesen habe und werde weiter forschen, wo es die Möglichkeit einer "offenen EZSP" gibt.

    Liebe Grüße Ursula

  • Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    • Tumba1976
    • 5. September 2007 um 01:30

    Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

    Hallo peg,

    danke für deine links, die ich gerade erst gesehen habe.
    die Seite des di-kindes hat mich sehr nachdenklich gemacht. meiner meinung nach sollte es sogar einen rechtsanspruch für die kinder geben, die durch ezsp oder hi/di entstanden sind, ihren genetischen vater/mutter zu erfahren. ich verstehe einfach nicht, was gegen eine "offene ezsp" oder "offene hi" spricht. warum denn nur dürfen/müssen/sollen die spenderinnen anonym bleiben?! für mich ist das der grund, mich jetzt gegen eine ezsp zu entscheiden. ich möchte mein kind nicht belügen, ich möchte, dass es eine eigene identität entwickeln kann, die auf wahrheit beruht. eine WIRKLICHE identität - und keine falsche.
    das thema und die verlogenheit mancher machen mich sehr traurig.

    liebe grüße von ursula

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