Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise
Hallo Ursula,
ich fände es sehr schade, wenn die Diskussion wieder einschlafen würde.
Ich möchte zunächst um Verständnis für viele Forumsteilnehmerinnen bitten. Die Aufklärung des Kindes ist ein sehr, sehr schwieriges Thema und viele haben einen langen Kinderwunschweg hinter sich. Der Wunsch ein Kind zu haben ist bei vielen Frauen nach Jahren der Enttäuschung größer als sich das manch einer vorstellen kann. Der Gedanke das Kind über die Eizellspende aufzuklären gerät vermutlich bei vielen zunächst in den Hintergrund.
Wir haben uns 2006 gegen eines EZSP entschieden weil wir nicht wussten wie wir mit dem Thema der Aufklärung umgehen sollten, wenn das Kind geboren ist. Wer sich mit Adoption beschäftigt hat und der Wurzelsuche adoptierter Kinder weiß, dass die Aufklärung des Kindes eine Lawine lostreten kann. Gleichwohl kann es natürlich auch gut gehen. Andererseits haben wir uns die Frage gestellt, wie wir uns fühlen werden, wenn wir es dem Kind verschweigen. Was wenn z.B. durch Unfall oder schwere Krankheit die Wahrheit ans Licht kommt?
Wir haben keine Lösung gefunden und uns deshalb gegen eine EZSP entschieden.
Ich hoffe, dass sich noch mehr Frauen an dieser Diskussion beteiligen, insbesondere diejenigen, die immer noch mitlesen obwohl sie sich gegen eine Spende entschieden haben.
Ich würde mich freuen.
Grüße Pippi06