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Zweitmeinung zu Gerinnungsdiagnostik, PGT-A und Plasmazellen erbeten

  • Nini
  • 17. Februar 2026 um 17:27
  • Erledigt
  • Nini
    Morula
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    334
    • 17. Februar 2026 um 17:27
    • #1

    Liebe Experten,

    ich hätte gern Ihre Meinung als Zweitmeinung zu meinem Fall.

    Ich hatte 2020 eine erfolgreiche Schwangerschaft nach dem ersten Kryotransfer mit Eizellspende (4BB Blasto) und danach 2023-2025 vier Kryotransfers mit 3BB, 4BB, 4BB, 4BB Blastos nach Eizellspende in Dänemark, die alle ohne Einnistung geblieben sind. Jetzt wollen wir noch einen letzten Versuch wagen, haben die Klinik gewechselt und ein Garantieprogramm mit zwei Blastos gewählt. Wenn diese Versuche nicht klappen, ist für uns Schluss. Meine Frage ist jetzt, was Sinn macht noch zu untersuchen.

    Es wurde 2025 eine Endometriumbiopsie auf Plasma- und Killerzellen durchgeführt: Killerzellen oberer Normalbereich (298), Plasmazellen leicht erhöht (6 Zellen/mm^2). 14 Tage Doxycyclin, erneute Biopsie mit Bakterienkultur, Plasmazellen immernoch leicht erhöht (10 Zellen/mm^2). Angepasstes Antibiotikum Cefpodoxim für 7 Tage, erneute Biopsie mit Bakterienkultur, Plasmazellen immernoch leicht erhöht (6 Zellen/mm^2), aber keine Bakterien außer Laktobazillen mehr nachweisbar. Trotzdem auf Empfehlung des Arztes nochmal Antibiotikum (Amoxicillin/Clavulan 7 Tage und Metronidazol 5 Tage). Eine weitere Kontrollbiopsie steht noch aus, aber ich möchte eigentlich nicht noch einmal Antibiotika nehmen. Nach jeder Antibiotikatherapie habe ich Probiotika oral und vaginal genommen, um die Darm- und Vaginalflora wieder aufzubauen.

    Geplant ist eine Hysteroskopie, evtl. zusammen mit erneuter Endometriumbiopsie auf Plasmazellen, um Gewissheit zu haben was die Plasmazellen angeht. Halten Sie die Hysteroskopie für sinnvoll? Würden Sie auch eine weitere Plasmazellenbiopsie empfehlen? Würden Sie eine vierte Antibiotikatherapie empfehlen? Oder hätte das Plasmazellenergebnis nur noch informativen Wert und keine therapeutische Konsequenz mehr?

    Außerdem wurde mir eine Gerinnungsdiagnostik empfohlen (Antithrombin-III Aktivität, APC-Resistenz ggf. Faktor V-Leiden Mutation, Faktor II-Gen-Mutation, Protein C Aktivität, Protein S-Aktivität, Lupus Antikoagulans, b-2-Glykoprotein-AK, MTHFR Mutation, PAI 1-Polymorphismus, Anti cardiolipin-AK). Davon habe ich bereits die Parameter Protein C Aktivität, Protein S-Aktivität, Lupus Antikoagulans, b-2-Glykoprotein-AK und Anti cardiolipin-AK bestimmen lassen, alle Werte waren im Normalbereich. Bei den weiteren Parametern handelt es sich um genetische Analysen, die weder mein Hausarzt noch mein Frauenarzt auf Krankenkassenkosten untersuchen lassen will, ich müsste sie also selbst bezahlen, was vsl. mind. 500 Euro kosten würde. Daher meine Frage: ist es wirklich sinnvoll, diese Parameter zu untersuchen, wenn alle "Basisparameter" normal waren, ich schon eine erfolgreiche Schwangerschaft hatte und es auch in meiner Familie keine bekannten Fälle von Gerinnungsstörungen gibt?

    Ich hatte in der Frühschwangerschaft in Woche 5-6 Blutungen, die aber zum Glück wieder aufgehört haben und ohne Folgen geblieben sind. Wäre dann eine prophylaktische Gabe von Heparin oder ASS beim Transfer und in der Frühschwangerschaft kontraindiziert?

    Weiterhin geplant sind eine DNA-Fragmentierungsanalyse der Spermien und eine erweiterte Spermienselektion, da mein Mann zuletzt aufgrund von Medikamenteneinnahme (SSRI) ein schlechteres Spermiogramm hatte. Das Medikament hat mein Mann aber vor 4 Monaten abgesetzt und nimmt seitdem "Pimp my sperm"-Nahrungsergänzungsmittel.

    Meine letzte Frage bezieht sich auf die PGT-A: Ich weiß, dass Sie in Spanien häufig sehr früh zur PGT-A raten, und sicherlich wäre es sinnvoll gewesen, bereits vor zwei Jahren eine PGT-A durchzuführen, um die Anzahl der Versuche bis zum Erfolg zu verringern. Nun ist dies aber definitiv unser letzter Versuch, aus finanziellen und persönlichen Gründen. Da würde eine PGT-A vermutlich nicht mehr helfen, oder? Wenn eine der zwei letzten Blastos gesund ist, wird es vielleicht klappen, wenn sie nicht gesund sind, haben wir viel Geld ausgegeben und trotzdem kein Baby. Was meinen Sie dazu?

    Vielen Dank für Ihre fundierte Meinung.

    - 08/2019 -05/2021: 1. EZS in der Aagaard Klinik in DK, lange Wartezeit, 1. Transfer erfolgreich -> wunderbare Tochter :) <3

    - 07/2023: Start in Runde 2 mit der 2. Blastocyste der gleichen Spenderin - leider negativ ;(

    - 10-12/2023: Eine neue Spenderin gefunden! Leider nur 3 Eizellen, 1 befruchtet, 1 Blasto, Transfer negativ ;(

    - 03-07/2025: Endlich eine neue Spenderin! 16 Eizellen, 7 befruchtet, nur 2 Blastos. 1. Transfer negativ ;(

    - 09/2025: 2. Transfer negativ ;(

    - 11/2025: Klinikwechsel geplant...

  • Nini
    Morula
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    • 6. März 2026 um 22:08
    • #2

    Liebe Experten,

    ich würde mich über eine Antwort, selbst eine kurze Antwort, sehr freuen.

    Meine Frage kurzgefasst: Was halten Sie nach einer erfolgreichen Schwangerschaft und 4 EZS-Transfers ohne Einnistung von Plasmzellenbiopsie, Antibiotika, Hysteroskopie, Gerinnungdiagnostik, prophylaktischer Heparingabe und PGT-A?

    - 08/2019 -05/2021: 1. EZS in der Aagaard Klinik in DK, lange Wartezeit, 1. Transfer erfolgreich -> wunderbare Tochter :) <3

    - 07/2023: Start in Runde 2 mit der 2. Blastocyste der gleichen Spenderin - leider negativ ;(

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  • Vida Fertility Institute
    Morula
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    • 9. März 2026 um 08:53
    • #3

    Liebe Nini ,

    wir entschuldigen uns für die verspätete Antwort.

    Normalerweise melden sich unsere Ärztinnen sehr schnell bei uns (den Administratorinnen des Forums) zurück, aber diese Nachricht muss in ihrem Postfach verloren gegangen sein. Wir bestehen auf einer Antwort und werden uns so schnell wie möglich bei Ihnen melden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Vida Fertility team

    Ihr Vida Fertility Team <3

  • Vida Fertility Institute
    Morula
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    • 9. März 2026 um 14:41
    • #4

    Liebe Nini ,
    vielen Dank, dass Sie uns Ihren Fall so ausführlich geschildert haben. Wir verstehen sehr gut, dass Sie versuchen möchten, alle Informationen zu ordnen, bevor Sie einen letzten Versuch unternehmen.
    Wenn wir wiederholte Implantationsfehler analysieren, insbesondere bei Behandlungen mit gespendeten Eizellen, ist es wichtig, sich wieder auf die drei grundlegenden Elemente eines jeden Embryotransfers zu konzentrieren, die wir üblicherweise als die 3 E bezeichnen:

    1. Embryo
    Bei der Eizellspende ist die Wahrscheinlichkeit von Chromosomenveränderungen geringer als bei eigenen Eizellen, sodass der Embryofaktor in der Regel günstig ist. In diesem Zusammenhang bietet die PGT-A nicht immer einen klaren Vorteil, wenn die Anzahl der verfügbaren Embryonen begrenzt ist.
    Wenn jedoch eine relevante Veränderung beim männlichen Faktor bestätigt wird, kann PGT-A in einigen Fällen sinnvoll sein, da es die Auswahl chromosomal normaler Embryonen für den Transfer ermöglicht.

    2. Endometrium
    Vor weiteren Transfers ist es sinnvoll, zu überprüfen, ob die Gebärmutterumgebung geeignet ist. In diesem Zusammenhang kann eine diagnostische Hysteroskopie ein sinnvolles Instrument sein, um intrakavitäre Veränderungen auszuschließen, die die Einnistung beeinträchtigen könnten.
    Was die Plasmazellen betrifft, so sollten diese Ergebnisse mit Vorsicht interpretiert werden. Leicht erhöhte Werte können in verschiedenen Kontexten auftreten und erfordern nicht immer eine Wiederholung der Antibiotikabehandlung, insbesondere wenn in den Kulturen keine pathogenen Bakterien nachgewiesen werden.
    In einigen ausgewählten Fällen kann auch die Durchführung zusätzlicher Untersuchungen des Endometriums in Betracht gezogen werden, wie z. B. der ERA-Test oder die Analyse des Endometrium-Mikrobioms, mit denen untersucht werden kann, ob das Implantationsfenster gegenüber dem üblichen Zeitpunkt verschoben sein könnte oder ob eine mögliche Dysbiose des Endometrium-Mikrobioms vorliegt.

    3. Embryotransfer
    Der Embryotransfer selbst ist ebenfalls ein entscheidender Moment. Er sollte so schonend und atraumatisch wie möglich durchgeführt werden, da technische Faktoren während des Transfers das Endergebnis beeinflussen können.

    In Bezug auf die Gerinnungsuntersuchung ist die Durchführung weiterer genetischer Thrombophilie-Untersuchungen in vielen Fällen nur von begrenztem Nutzen, wenn bereits eine Schwangerschaft besteht und die grundlegenden Parameter normal sind.
    Leider ist es selbst nach Durchführung mehrerer Untersuchungen nicht immer möglich, eine konkrete Ursache für Implantationsfehler zu identifizieren. Daher ist es vor einem neuen Versuch in der Regel sinnvoller, die wichtigsten Faktoren systematisch zu überprüfen und sicherzustellen, dass die Bedingungen für den Transfer optimal sind.

    In einem Forum ist es nicht möglich, alle klinischen Details mit der erforderlichen Tiefe zu bewerten, aber wenn Sie Ihren Fall vor diesem letzten Versuch überprüfen möchten, werden wir ihn gerne individuell in unserem Zentrum beurteilen.
    Mit freundlichen Grüßen.

    Frau r Sonia Albero

    Ihr Vida Fertility Team <3

  • Nini
    Morula
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    • 13. März 2026 um 17:51
    • #5

    Liebe Frau Albero,

    Vielen herzlichen Dank für Ihre ausführliche Antwort, das hilft mir sehr bei der Einordnung der möglichen Maßnahmen!

    - 08/2019 -05/2021: 1. EZS in der Aagaard Klinik in DK, lange Wartezeit, 1. Transfer erfolgreich -> wunderbare Tochter :) <3

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