Hallo zusammen,
ich bin neu hier im Forum, 36 Jahre alt und wir sind Kandidaten für eine EZS. Die Suche nach einer Spenderin in Spanien läuft bereits
Seit rund 3 Wochen nehme ich wieder die Pille. Mit der EZS habe ich grundsätzlich kaum ein Thema. Der Schritt wieder die Pille zu nehmen, war für mich jedoch sehr schwer. Damit war die Chance und Hoffnung auf ein "natürliches" Wunder entgültig verschwunden. Genau damit hadere ich und ich hoffe, dass ihr vielleicht den ein- oder anderen Tipp oder Impuls für mich habt...
Weshalb EZS?
Aufgrund einer agressiven medikamentösen Therapie in meinen frühen Zwanzigern wurden meine Eizellenvorräte im Prinzip vollständig zerstört (AMH bei 0,027 und 0,045). Der rechte Eierstock scheint im Ultraschall inaktiv. Links habe ich zwar "Eisprünge", aber die scheinen ohne Eizelle zu sein. Mein Zyklus war bis zu letzt relativ normal.
Vorgeschichte:
Ich wusste, dass ich durch die Therapie unfruchtbar werden kann aber ehrlich gesagt habe ich nicht geglaubt, dass das tatsächlich eingetreten ist. Ich habe mich regelmmäßig gynäkologisch untersuchen lassen und mich intentiv über das Thema Verhütung mit meiner Ärztin unterhalten... In all den Jahren wurde seitens meiner Gyn nie auch nur angedeutet, dass eine Schwangerschaft schwierig bis unmöglich werden würde.
Vor drei Jahren ging ich zur Gyn, um die Kupferspirale entfernen zu lassen und über das Thema Kinderwunsch zu sprechen. Einige Monate später wurde die Spirale entfernt. Seit rund zwei Jahren sind wir am üben. In all der Zeit hatte mir meine Gyn Gefühl vermittelt hat, das alles okay ist. Sie hat nach ca. 12 Monaten ohne Erfolg sogar noch meinen Mann zum Spermiogramm gebeten, was ich als Zeichen dafür gesehen habe, dass bei mir alles okay schien... Im Januar dann das Wunder! Ein positiver Test! Aber bereits wenige Stunden nach dem positiven Test bekam ich starke Krämpfe und Blutungen und hatte einen frühen Abgang.
Danach häuften sich die Symptome beginnender Wechseljahre (Schlafstörungen, Gewichtszunahme, 3 Wochen lang Blutungen...). Mit diesen Symptomen war ich (mehrmals!) erneut bei der Gyn und habe das Thema vorzeitige Wechseljahre sogar aktiv angesprochen, sie ging jedoch nicht darauf ein. Nach ca. 1,5 Jahren sind wir auf eigene Initiative im Kinderwunschzentrum vorstellig geworden und bekamen sehr schnell die Diagnose... im Prinzip reichte der Ultraschall aus. Das hätte meine Gyn doch sehen müssen?
Aktuelle Gefühle und Gedanken:
Nach dem Besuch im KIWU haben wir uns schnell für eine EZS entschieden. Sowohl aus mentalen Gründen aber auch finanziell haben wir wenig Spielraum für den Versuch mit eigenen (quasi nicht mehr vorhandenen) Eizellen. Zwischen dem Erstgespräch und der Einnahme der Pille lagen ca. 3 Zyklen, in denen wir nochmal alles gegeben haben (sehr häufig Sex, L-Tyroxin, Pimp my Egg, Heilpraktiker usw...). ![]()
Trotzdem fällt es mir schwer den Gedanken, dass wir vielleicht zu früh "aufgegeben" haben, nicht los. Es hatte schließlich einmal geklappt. Das Vertrauen zu meiner Gyn habe ich komplett verloren. Gleichzeitig denke ich: wieso hat sie nicht reagiert? Sah es vielleicht doch nicht so hoffnungslos aus? Ein klärendes Gespräch mit ihr kann ich mir im Moment jedoch nicht vorstellen. Das Thema habe ich mit einer Psycholgin durchgesprochen.
Laut drei verschiedenen Ärzten der Kinderwunschklinik in D und der Klinik auf Mallorca tendiert die Wahrscheinlichkeit, mit eigenen Eizellen ein Kind zu bekommen, gegen 0. Ich bin dankbar für die klaren Worte und dass Manchmal denke ich aber, dass vielleicht 2-3 (erfolglose) Versuche es leichter gemacht hätten, es zu akzeptieren und gleichzeitig fühlt es sich so an, als hätten wir dadurch viel Schmerz, Hormone und Geld gespart...
Vielleicht versteht ihr mein Dilemma und habt einen Tipp, wie ich es schaffe die Vergangenheit loszulassen? Vielen Dank!
A.