Hallo zusammen, ich trage das Thema EZS seit Monaten mit mir rum und lese - in alle Richtungen - viel dazu. So lese ich auch regelmäßig im Spenderkinder Forum. Mir ist klar, dass dies mehr Negativbeispiele vorbringt. Trotzdem sind mir einige der genannten Äusserungen auch oft durch den Kopf gegangen und schrecken mich teilweise ab. Nicht dass ich falsch verstanden werden, ich verstehe die Entscheidung zur EZS und lehne diese nicht ab. Für mich wäre aber sehr wahrscheinlich nur Prag machbar und dort ist sie ja anonym. Habt ihr vielleicht auch schon mal in Form geschaut und wie empfindet ihr es? Einige der Kinder bekommen ja erst Schwierigkeiten wenn sie selbst Eltern werden. Sie fragen sich dann was sie wohl vererben und wem ihre Kinder ähnlich sein könnten. Die meisten genannten Fälle fühlen sich unvollständig. Wenn ich das lese bin ich einfach traurig und denke ich kann das keinem Kind antun, weil es ja auch mein innigster Wunsch ist. Kennt ihr diese Gedanken/Gefühle? Ich hoffe ich stoße niemanden vor den Kopf. Und klar, eine Garantie dass es überhaupt klappt habe ich nicht.
Meinungen zu EZS
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Liebe Paw :
Ich hatte immer einen Kinderwunsch, und wollte diesen aber nur in einer Partnerschaft verwirklichen, da ich mich nicht als Alleinerziehende sah/sehe.
Damit war für mich der Kiwu eigentlich abgeschlossen, bis ich dann mit 44 meinen jetzigen Mann kennenlernte. Und dann kam auch schon Corona. Wir zogen deswegen sofort zusammen, hate zeitweise einen Teenager-Neffen bei mir wohnen, und hatten vergleichsweise wenig Stress, und aneinanderzuraufen.
Der Kiwu kam dann bei uns im totalen lockdown und meine Gyn sagte nur: naja, einfach probieren!
Nach einer FG und unregelmäßigem Zyklus kam die Diagnose, dass ich keine Eizellen mehr habe. Das musste ich aber selber in dir Wege leiten.
Und so sind wir jetzt bei der Eizellspende gelandet.
Ich wohne in Spanien und hier ist das ja legal und total normal.
Sollten wir Erfolg haben, habe ich vor, das dem Kind relativ früh zu erzählen und hoffe so, die Unvollständigkeit zu vermeiden. Das Kind hätte auch eine Groß-cousine, die ebenfalls mit einer EZS entstanden ist.
Ich denke, es kommt immer auf die Einzelsituation an. So wie du hier wohl nur Befürworter findest, findest du in dem anderen Forum fast nur kritische Stimmen, oder?!
Ganz liebe Grüße
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Ich kenne das von dir genannte Forum nicht. Wir wollen auf jeden Fall so früh wie möglich über die Entstehung informieren. Und natürlich immer wieder, weil ja auch nicht sofort alles verstanden wird und manche Fragen erst später auftauchen. Und vielleicht ist in 18 Jahren die Spende in Tschechien auch nicht mehr anonym.
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Hallo,
ich habe einen Sohn aus EZS, wir haben ihn ganz früh `schleichend`aufgeklärt. Er ist 10 Jahre alt, und hat überhaupt kein Problem damit bzw. es ist ganz uninteressant für ihn. Ich kenne mehrere EZS Kinder - alle sehr früh aufgeklärt, auch bei den älteren Kindern kommen fast keine Fragen zu der Thematik. Mit der Pubertät kann sich das ändern, aber da kriegt man ganz oft Probleme, unabhängig von den Genen

LG. H.
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heeidi ich finde es toll dass du nach so einer langen Zeit hier immer noch aktiv bist und mit deiner Erfahrung unterstützt 🫂💐
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heeidi: Vielen Dank, dass du aus Erfahrung sprichst. Ich würde mich auch für frühe Aufklärung entscheiden. Allerdings glaube ich, dass jeder Mensch irgendwann seine Wurzeln kennen möchte. Es sind wahrscheinlich eher die wenigsten, die dem im Leben gar keine Bedeutung bemessen. Wir haben z. B. auch zwei Familien Stammbäume zu Hause hängen, weil beide Familien es spannend finden. Aber bei dem nicht genetischen Kind wäre da ja eine Lücke. Ja natürlich könnte es auch sein, dass Tschechien die Dateien irgendwann offen legen muss. Das weiß man nur leider nicht. Mich belastet irgendwie jetzt schon der Gedanke, dass mein EZS Kind (sofern es denn käme), ein Leben lang traurig wäre die genetische Mutter und ggf. weitere Angehörige nicht zu kennen. Rumort das vielleicht auch in euch?
Danke für die Antworten!
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liebe heeidi
ich finde das wie Endi schon schreibt, auch total super von Dir, dass sich mal ein EZS-Elternteil:) meldet und von konkreten Erfahrungen aus der 10-jöhrigen Realität berichtet. Ein ganz großes und liebes DANKESCHÖN dafür!



liebe Paw
ich kenne diese Gedanken sehr gut. Und auch das Forum. Jedes mal wenn ich dort lese, wird mir ganz anders zumute und ich hab das Gefühl etwas ganz schlimmes meinem vielleicht-Kind anzutun.
Aus diesem Grunde hatte ich mich auch für eine offene Spende entschieden. Leider hat das Schicksal entschieden, dass es mit der offenen Spende (in Österreich) nicht klappen sollte und ich weitere Wartezeiten jetzt nicht mehr wirklich gut verkrafte. Es ist im Grunde ein Trade-off (um das mal mit einem Buzz-Word, zu beschreiben, was hier nicht her gehört... aber mangels besserer Vokabel verwende ich es nun)
Ich hab auch das Problem, dass ich nicht weiß, ob es überhaupt je klappt und offene Spende ist natürlich noch ein Stückchen teurer.... Also ist es auch eine Ressourcenfrage.
Wartezeit/Ressourcen vs. Möglichkeit zur Herkunftsbestimmung
Selbst mein Mann hat mittlerweile mit den ständigen Warteschleifen ein Problem... Also wird es nun die anonyme Spende. Ich habe sehr lange damit gehadert. Und es hat auch vorher eine ganze Weile gedauert bis ich mich mit EZS anfreunden konnte. Es ist jedesmal ein Schritt, der zu gehen war. Und der auch immer weh tat.
Man hat ja auch selbst die Erkenntnis, dass damit die eigenen Gene limitiert sind. Ich weiß, dass von mir niemals ein kleines Mini-Me existiert.
Ich finde es gut, dass Du Dich so kritisch damit auseinandersetzt. Denn dann wird Deine Entscheidung egal wie sie ausfällt gut und fundiert sein.
Irgendwann habe ich angefangen ,Gedanken dazu in Briefen an mein vielleicht-Kind niederzuschreiben. So kann es irgendwann nachlesen, warum ich mich so entschieden hab und erfährt woher mein Leidensdruck kommt.
LG
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Tulpe80: Ich danke dir für deine Antwort. Genau so empfinde ich es auch sowohl bei den Gedanken als auch bei den Warteschleifen und monetären Ressourcen. Mein Mann kann sich noch nicht mit der EZS anfreunden. Mir kommen häufig Zweifel und ich frage mich warum ich das unbedingt möchte bzw. warum ich es nicht einfach (ja einfach wäre schön) akzeptieren kann, dass meine Familienplanung anders verläuft. Habe auch Sorge davor, dass mir die Spenderin unsympathisch wäre, wenn ich sie kennen würde. Habe mal einen Bericht über ein Spenderkind gesehen. Die junge Frau hat ihren genetischen Vater kennen gelernt und sagte, dass ihre Mutter und er niemals zusammengefunden hätten unter üblichen Umständen und dass die Mutter ihn nicht gemocht hätte, hätte sie ihn gekannt. Das war mir vorher überhaupt nicht in den Sinn gekommen.
Immer wenn ich mich mit der Option EZS anfreunde und denke, das ist nun mein Weg zum Glück, tut es mir auch weh zu wissen es wird kein Mini mehr aus uns. Ich habe ja das Glück einen Sohn zu haben und er ist auch optisch seher nach mir gekommen. Es gibt aber wirklich auch viele Dinge die wir keinem von uns/der Familien zuordnen können. Da denke ich dann das mich das doch auch nicht stört. Ich suche aber schon ständig Ähnlichkeiten zwischen uns und habe Sorge, dass ich das bei dem nicht genetischen Kind nicht verkraften könnte oder es dem Kind gegenüber nicht fair wäre. Auch die Epigenetik kann da ja keinen Klon erschaffen.
Deine Idee mit den Briefen finde ich großartig, das ist eine gute Idee auch um es zu verarbeiten.
Ich hoffe trotzdem inständig, dass ich hier niemandem vor den Kopf stoße. Es muss mir einfach mal von der Seele. Lg
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Deine Idee mit den Briefen finde ich großartig, das ist eine gute Idee auch um es zu verarbeiten.
Ich hoffe trotzdem inständig, dass ich hier niemandem vor den Kopf stoße. Es muss mir einfach mal von der Seele. L
Danke sehr.

Also mich stößt es überhaupt nicht vor den Kopf.
Im Gegenteil ich finde es gut, dass Du da sehr reflektiert bist.Aber mir geht's auch in diesem Punkt ähnlich: Ich hab auch ein bisschen Angst, dass jemand meine Zweifel und das Hinterfragen als Kritik an der Sache EZS versteht. Das ist es jedoch nicht.
Es ist super, dass es diese Möglichkeit überhaupt gibt. Und es ist schade und traurig, dass es in Deutschland verboten ist.
Dennoch glaube ich, dass es gut ist, sich selbst kritisch zu hinterfragen, wie sehr man auch später dahinter steht. Denn man muss es ggf. ein ganzes Leben lang vertreten können. Und auch über die Phase der Pubertät, die sicherlich ohnehin schwierig ist.
Mein Mann und ich haben uns auch überlegt, was wir unserem vielleicht-Kind sagen würden, wenn es z.B. sagen würde: "Du bist gar nicht meine richtige Mama" etc.
Klar weiß man nicht, ob das dann einem in dem Moment auch einfällt. Aber mir hat es geholfen, mir klar zu werden, was ich möchte.
Bei meinem Mann war es umgekehrt. Er war sofort für EZS. Ich habe lange gezögert und um ehrlich zu sein, in manchen Monaten (vor allem in den Zwangspausen) hoffe ich immer noch auf ein natürliches Wunder. Obgleich es absolut unwahrscheinlich ist.
Und ich habe dabei auch ein schlechtes Gewissen. Weil ich dann denke, darf ich über EZS überhaupt nachdenken, wenn ich vielleicht mit genetisch eigenen Kindern doch noch nicht richtig abgeschlossen habe...?
An manchen Tagen ist es leider sehr schwer und belastend.
LG
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Ich kann beim Lesen deiner Sätze nur nicken. Es macht es uns wirklich zig fach schwerer, dass EZS in Dt. verboten ist. Man bekommt ja zwangsläufig das Gefühl dass man darüber nicht sprechen darf. Mit diesem Geheimnis könnte ich nicht leben. Es ist schön, dass ihr euch gemeinsam auf das potentielle Kind vorbereitet habt. Für mich gehört das zur Verantwortung die ich für diesen Menschen übernehmen würde dazu.
Bei meinem Mann war es umgekehrt. Er war sofort für EZ
Meiner auch. Dann habe ich ihn gefragt ob vielleicht auch eine Samenspende in Frage käme mit meinen Eizellen. Dieser Denkanstoß hat alles verändert. Komischerweise finde ich das auch befremdlicher (habe dazu auch in einer Studie gelesen, dass viele Paare es so empfinden).
manchen Monaten (vor allem in den Zwangspausen) hoffe ich immer noch auf ein natürliches Wunder. Obgleich es absolut
Das geht mir auch so, auch mit Deinem Folgegedanken. Dann fühle ich mich echt schlecht.
Du bist gar nicht meine richtige Mama" etc.
Mein Sohn hat mir kürzlich in einer Trotzphase an den Latz geknallt, dass er ein schlechtes Leben hat oder auch lieber in einer anderen Familie wäre. Hintergrund war, dass er irgendein Ramsch Spielzeug nicht bekommen hat. Ich kann darüber natürlich schmunzeln aber kann ich dass auch bei dem potentiellen Kind? Es würde sicher Phasen geben in welchen ich verletzlicher wäre. Das geht mir dann sofort durch den Kopf.
Mich belastet es auch, weil ich trotz meinem Kind andere um ihre eigenen Kinder beneide erstrecht wenn diese auch wie im Katalog eins wie Mama und eins wie Papa aussehen, Junge und Mädchen. Ich lerne mich von einer Seite kennen, die ich nicht sonderlich mag, wenn mich das Glück anderer traurig macht. Lg
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Ich kann Eure Zweifel verstehen und ich war auch schon auf der Homepage Spenderkinder. Den Vorwurf, dass die Eltern von Spenderkinder nur an sich denken würden ist sicherlich angebracht auf der anderen Seite habe ich zum Zeitpunkt der Zeugung meines Sohnes auch nur an mich gedacht und ich behaupte mal, das tun die meisten anderen Eltern ebenfalls. Denn wie soll ich aus meiner Perspektive auch die des potentiellen Kindes kennen können? Was aus dem Mix der Gene entsteht ist mehr als ungewiss.
Ich bin 100% das Kind meines Vaters und meiner Mutter, von meinem Vater habe ich optisch nur die Augen. Meiner Mutter sehe ich nicht ähnlich und auch ansonsten ist sie mir sehr fremd. Ich habe 3 Schwestern, einer sehe ich etwas ähnlich, einer anderen ähnele ich vom Charakter. Auch die anderen drei untereinander sehen sich nicht wirklich ähnlich. Und das ist ja auch gut so. Wir sind ja alle eigene Wesen und zum Glück keine Klone.
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Gartenfee79: Das sehe ich auch so. Die Entstehung eines Kindes basiert i.d.R. auf egoistischen Gründen, ob aus Spaß an der Sache oder gezielt wegen dem Wunsch nach einem Kind.
Meine Schwester und ich sind charakterlich wie Tag und Nacht. Wir bestehen jedoch zu 50 % aus beiden Elternteilen und man findet sich in einer oder mehreren Personen der Familien wieder. Das ist der Punkt den ich dem Kind nehme. Aus dem Grund fragt es sich, wie wohl der andere Part ist, ob Ähnlichkeiten/Interessen/Fähigkeiten da sind.
Was ich dem Forum entnehme ist, dass ich es egal finden kann wer die genetische Mutter ist und es lieben kann wie mein anderes Kind. Ich kann und darf aber nicht erwarten, dass es diesem Menschen auch so geht.
Wie ich lese bist du schwanger (du glückliche, wie schön) und in einer Konstellation wie ich mit einem genetischen spontanen Kind. Ich freue mich darauf weitere Beitäge/ Erfahrungsberichte von dir zu lesen. Lg
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Liebe Paw :
Ich finde es bewundernswert, wie sehr du dieses Thema reflektierst.
Aber ich glaube, dass viele Kinder - egal aus welcher Konstellation - Probleme haben ; gerade in der Pubertät. Eine frühe Aufklärung und der offene Umgang mit der Thematik wird viele dieser möglichen Probleme zumindest verringern oder abschwächen.
Die negative Sichtweise über Eltern und ihre Erziehung der Kinder kann ja auch in dem Gedicht gesehen werden: „the fuck you up, your mum and dad.
They don’t mean to, but they do.
They fill you with the faults they had,
And add some extra just for you.
Die Lösung in dem Gedicht am Ende ist:
… and don’t have any kids yourself.”
Die Schüler verstehen eigentlich immer, dass es in der Natur der Sache liegt, dass Kinder die Eltern, und ihre Erziehung kritisieren, egal wie sehr sie geliebt werden und egal, wie viel Mühe sich die Eltern geben.
Klar wird mein Kind nur 50% seiner ursprünglichen Gene kennen, aber ich glaube trotzdem, dass wir das dem Kind beibringen können , warum das so ist (sollten wir Erfolg haben).
Wir können halt nicht alle etwaigen Probleme / Krisen o.ä. Vorhersehen - zum Glück!!
Ganz liebe Grüße
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Jede hier hat sicher nicht "Hurra EZS" geschrien als es hieß, mit eigenen Eizellen und/oder Sperma geht es nicht. Ich hätte auch lieber dass mein Sohn mir äußerlich ähnlich sieht. Aber alle sagen, er hat alles von seinem Vater ❤️ und meine Mutter meinte letztens, er würde mir so ähnlich sehen/sein 🥰 da war ich baff. Denn meine Mutter weiß ja nur wie ich als Baby war 😊
Mein KiWu besteht seit mehr als 20 Jahren. Mit meinem Ex Mann hat es nicht geklappt. In einer Klinik waren wir nie, weil ich bei ihm nie den Eindruck hatte, dass er wirklich Kinder wollte. Ich habe mich um alle Untersuchungen allein gekümmert. Sogar das spermiogramm habe ich veranlasst und auch zum Arzt gebracht.... Und meine Angst vor negative Versuche konnte er mir auch nicht nehmen. Aber vermutlich alles ein Kommunikationsproblem 🤷 als ich ein Jahr nach der Trennung meinen neuen Partner kennen lernte, war der Wunsch wieder präsent, weil er auch gerne Familie hätte. Da war ich schon 44 und keine Kasse hätte hier noch gezahlt. Wichtiger ist allerdings dass meine deutsche Klinik mir per Kosten/Nutzen abgeraten hat. Denn in dem Alter ist eine icsi bzw ivf fast ohne Erfolg. Nur wenige werden wirklich geboren.... Über die EZS musste ich ein paar Monate nachdenken. Und kam zu dem Schluss dass es die einzige Möglichkeit ist, ein Kind zu bekommen. Adoption nicht mehr mit Baby, weil zu alt. Pflege wäre mir das Risiko zu groß, es wieder hergeben zu müssen. Ja, alles absolut egoistisch. Aber es gäbe dieses Kind gar nicht, wenn ich die Eizelle nicht adoptiert hätte. Ich hoffe natürlich dass die Diskussion niemals aufkommt, dass wir die Mutter nicht kennen. Aber es wird immer Kinder geben, die ihre Herkunft nicht kennen. Denkt mal an die Babyklappe, anderswo ausgesetzte Babys, oder von one night stands ohne Namen. Ganz zu schweigen von Vergewaltigung.... Man kann nur versuchen, es dem Kind vernünftig zu erklären, dass es sich vielleicht in unsere Lage versetzen kann. Ansonsten gebe ich gartenfee Recht. Woher soll man die Perspektive und Gedanken kennen? Und kann/soll man wirklich so in die Tiefe planen? Man kann im Leben nie alles zu 100% planen bzw es geht nie zu 100% auf. Es gibt immer Unwägbarkeiten. Siehe Familienplanung 😉
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Was ich dem Forum entnehme ist, dass ich es egal finden kann wer die genetische Mutter ist und es lieben kann wie mein anderes Kind. Ich kann und darf aber nicht erwarten, dass es diesem Menschen auch so geht.
ja, genau. Aber auch genetisch eigene Kinder können sich von einem abwenden etc.
Es gibt leider keine Garantien im Leben.

Weder für Kinder. Noch für's geliebt werden.
Man kann nur hoffen und Dinge vermeiden, die dazu führen, dass es garantiert nicht klappt.
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Ich kann die Bedürfnisse der Kinder nach dem Wissen um die genetische Herkunft grundsätzlich verstehen. Aber ich frage mich, ob diese, wenn ansonsten alles in Ordnung war, wirklich so wichtig ist. Die Kinder, die auf der Seite Spenderkinder zu Wort kommen, haben eher sehr spät und durch Zufall erfahren, dass sie durch eine Samenspende entstanden sind. Ich weiss nicht wie es tatsächlich war bei den Kindern, aber ich kann mir eben schon vorstellen, dass für viele Männer die Spende bzw. Zeugungsunfähigkeit ein sehr grosses Problem ist, und man sich als Kind vielleicht dann nicht so geliebt fühlt. Aber das kann auch ein absolutes Vorurteil sein, ich mag da niemanden zu nahe treten.
Ich habe wirklich sehr grossen Respekt vor der Aufklärung eines Tages. Aber ich werde mein bestes geben, aber auch ich werde Fehler machen. Tja und die Pubertät, tja die kann so oder so problematisch werden... vieles kann man als Eltern beeinflussen, vieles aber auch nicht 😂. Wie sagte die Ärztin im Spital beim Tag der offenen Tür: eines der letzten Abenteuer unserer Zeit 😉.
Lasst Euch nicht entmutigen. Alles Liebe Euch 😘
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Ich habe mal ein bisschen mitgelesen u d muss gestehen, dass ich bei manchen Dingen vielleicht lieber nicht zu genau drüber nachdenken möchte, weil es mich sonst traurig und mutlos werden lässt.
Natürlich kann man ncijt wissen, wie es dem Kind ergehen wird mit dem Thema, wie es gezeugt wurde.
Für mich ist eine EZS irgendwie immer besser vorstellbar gewesen, als eine Samenspende. Und für uns war auch klar, dass wenn die Klinik in Spanien gesagt hätte, das Sperma meines Mannes ist zu schlecht, es ginge nur mit Samensoende, dann wäre unser Weg an dieser Stelle definitiv beendet gewesen.
Der Gedanke, dass es nie ein genetisches Kind von mir geben wird, macht mich manchmal immer noch sehr traurig. Aber ich hätte, bei Erfolg der EZS, zumindest meinen Anteil in Form der SSf. Ich würde das kleine Wesen in meinem Bauch haben, es würde in mir heranwachsen. Mein Mann hat "nur" den genetischen Anteil. Daher wäre wie gesagt Spendersamen überhaupt nicht in Frage gekommen.
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Conby: Mir geht es ja auch so, dass mich viele Dinge dabei sehr traurig stimmen wenn ich mich damit auseinander setze. Mir tut das aber in gewisser Weise auch gut. Ich möchte mir selbst ein klares Bild davon machen und möchte sehenden Auges mit voller Akzeptanz in die EZS gehen, denn nur so kann ich eines Tages sofern sie positiv ist, auch möglichem Gegenwind von Fremden oder vom Kind etc. stand halten (auch innerlich).
Hach, meine Sorge ist ja auch, dass vielleicht auch Samenspende erforderlich wäre. Dann ist der Weg bei uns zu Ende.
Ich fühle mich in gewisser Weise auch total egoistisch, weil ich in meinem Leben einfach noch einmal schwanger sein möchte. Ich sehne mich nach diesem Gefühl.
Danke allen fürs reflektieren!
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Mir geht es ja auch so, dass mich viele Dinge dabei sehr traurig stimmen wenn ich mich damit auseinander setze. Mir tut das aber in gewisser Weise auch gut. Ich möchte mir selbst ein klares Bild davon machen und möchte sehenden Auges mit voller Akzeptanz in die EZS gehen, denn nur so kann ich eines Tages sofern sie positiv ist, auch möglichem Gegenwind von Fremden oder vom Kind etc. stand halten (auch innerlich).
liebe Paw das hast Du wundervoll formuliert. Es ist genau das, was ich denke!
Wenn ich die Trauer darüber nicht zulasse, kann man nicht richtig abschließen. Und es ist leider kein schöner Weg. Wo viele andere unbeschwert sich über Schwangerschaften freuen können - manche vielleicht sogar unerwartet hineinstolpern, ist bei uns Trauer, Reflektion und Demut vor dem Schicksal angesagt. Ich glaube, nur Kinderwunsch-Eltern wissen richtig, warum sie ein Kind wollen. Vermutlich machen sich die wenigsten so viele Gedanken im Vorfeld.
Sie spüren den Wunsch und zwei, drei Monate später, beginnt ein neues Leben.
Ich hätte auch gern diese anfängliche Unbeschwertheit zurück. Aber das geht leider nicht. Stattdessen habe ich 6 Sternchen, die nur für mich und meinen Mann wirklich _da_ waren und für alle anderen unsichtbar geblieben sind.
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Paw ich finde es total nachvollziehbar, dass du dir ein klares Bild machen möchtest. Grundsätzlich mache ich das genauso. Ich für mich habe nur festgestellt, dass ich dazu neige, Dinge manchmal zu sehr zu zerdenken, bzw. Alle Eventualitäten sofort als gegeben anzusehen. Das habe ich in der aktiven Kiwu Zeit im Austausch mit anderen Kiwu leidensgenossinnen gemerkt. Sobald eine eine bestimmte Diagnose hatte dachte ich gleich, oh, das wurde bei mir aber noch gar nicht getestet etc... dabei ist es einfach unmöglich zu wissen, was wie bei wem eintreten wird.
Trotzdem ist es gut, sich Gedanken zu machen, keine Frage. So habe ich zu Beispeil auch Gründe, warum eine Adoption oder ein Pflegekind für mich niemals eine Option wären. Andere hingegen können sich das sehr gut vorstellen.
Es war überhaupt keine Kritik an deinem Post hier, bitte nicht falsch verstehen. Ich finde es auch wichtig, diese Punkte zu beleuchten und ich werde wie immer für mich schauen, was davon ich wie an mich ranlassen kann und was nicht

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