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verzweifelt: brauche rat

  • Maramarella
  • 4. Juli 2020 um 08:31
  • Maramarella
    Eizelle
    Beiträge
    8
    • 4. Juli 2020 um 08:31
    • #1

    Hallo

    Da ich echt verzweifelt bin wollte ich mal hier meine Geschichte erzählen und schauen ob es Frauen gibt die das gleiche erlebt haben oder irgendwelche Tipps für mich haben.

    Ich hatte 3 frühe fehlgeburten danach kamen die ganzen Untersuchungen alles war in Ordnung nur ein septum wurde in der Gebärmutter von 2,5 cm gefunden, also entschiedich mich das entfernen zu lassen.In der klinik sagte man mir das es nur nötig wäre ein klein bisschen vom septum entfernen zu lassen .Also trugen sie 0,5 cm davon ab.

    Es sah schlecht aus trotzdem sagten sie ich soll liegen bleiben und noch ein paar Wochen durchhalten.Die Nacht darauf bekam ich starke schmerzen und hatte das Gefühl das unten was rauskommt .Ich bin auf die Toilette und sah die Nabelschnur ich rief die Hebamme und sie brachte mich ins Kreißsaal.Die cerglage saß noch aber mein Muttermund hatte sich um 5 cm geöffnet.Da die Nabelschnur abgeklemmt war ist meine kleine Tochter gestorben ich musste sie in dieser Nacht auf Die Welt bringen.Seit dem ist 1 Monat vergangen ich kann es einfach nicht glauben und die Angst nie ein Kind austragen zu dürfen ist enorm.Mein nächster Schritt ist es mein septum komplett abtragen zu lassen ,ich frage mich ob es damit zusammen hängen kann.

    Vll liest das jemand der ähnliches erlebt hat,mir gute Ärzte empfehlen oder ein Tipp für mich hat.

    Vielen Dank fürs Lesen,

    Maramarella

  • Underthebrownfog
    Eizelle
    Beiträge
    13
    • 5. Juli 2020 um 08:17
    • #2

    Hallo Maramarella,

    es tut mir von Herzen leid, welchen Schmerz zu erleben und durchmachen musst. Sehr ähnlich sind unsere Geschichten nicht, aber auch ich habe zwei Kinder beerdigen müssen und habe drei weitere früh in der Schwangerschaft verloren.

    Wie gut fühlst du dich durch deinen Gynäkologen unterstützt? Wenn du mit "besonderen Wünschen" kommst, wie mehr Ultraschall oder weitere Untersuchungen, ist er dann kooperativ oder meint er, das bringt eh nichts?

    Das wäre für mich die Voraussetzung für eine weitere Schwangerschaft. Ich habe mir nach der letzten Fehlgeburt eine neue Gynäkologin gesucht, die sich auf Risikoschwangerschaften spezialisiert hat.

    LG,

    Underthebrownfog

  • Epinal
    Eizelle
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    1
    Beiträge
    16
    • 5. Juli 2020 um 08:20
    • #3

    Hallo Maramarella

    Was hast du für eine OP gehabt und wo? Eine "einfache Cerclage"? Vielleicht möchtest du mal auf der Internetseite des Saling-Instituts schauen, was sie dort so empfehlen.

    Sehr häufig sind tatsächlich Infektionen Auslöser für Verkürzung des Gebärmutterhalses und vorzeitige Blasensprünge. In deinem Fall kommt aber hinzu, dass bei dir nun schon zwei Mal so früh eine Schwangerschaft beendet war. In diesem Fall wird umfassende Prophylaxe empfohlen.

    Was mir da so einfällt wäre:

    Umfassende Infektionsdiagnostik und ggf. vor einer erneuten Schwangerschaft prophylaktische Sanierung mit Antibiotika bei euch beiden

    während der Schwangerschaft mit Teststreifen aus der Apotheke 2x wöchentlich den ph-Wert kontrollieren

    wärend der Schwangerschaft alle 2 Wochen einen Abstrich machen lassen und dann um 13+0 FTMV und Cerclage bei einem erfahrenen Arzt legen lassen

    prophylaktisch Wehenhemmer (oft wird gesagt, die wirken erst nach 24+0, aber es gibt welche, die auch früher schon greifen! Ich hatte in meiner ersten Folgeschwangerschaft 2013 17+0 bis 34+0 Wehenhemmer alle 8 Stunden, Geburt dann bei 41+0).

    von Beginn an Berufsverbot und Bettruhe (das ist anstrengend. Bei unserem Großen habe ich 6 Monate gelegen und stand nur auf für Arztbesuche und Körperhygiene, dennoch war es alternativlos und am Ende erfolgreich).

    LG,

    Epinal

  • HappyBabyBreathing
    2-Zeller
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    20
    • 5. Juli 2020 um 08:22
    • #4

    Hallo Maramarella

    Eine sehr gute Freundin von mir hat eine sehr ähnliche Geschichte wie du: Biochemische Schwangerschaft, Spätabort, Frühabort, Frühgeburt mit Todesfolge, und nun endlich 2 Erdenkinder. Sie hat den Plan oben, abgesehen von den Wehenhemmern, umgesetzt.

    Hier um Forum gab und gibt es einige Frauen, die nach langen, sehr traurigen Geschichten mit dem FTMV doch noch ihre Erdenkinder bekommen haben, da gibt es einige gute Kliniken/ Ärzte, die empfohlen werden können. Ich war z. B. bei Dr. Garnier in Osnabrück und würde ihn und die Klinik jedem uneingeschränkt empfehlen. Ich habe den FTMV bei ihm 2x machen lassen, beide Male mit gesunder Geburt am Ende der Schwangerschaft und würde es immer wieder tun. Auch in Speyer kenne ich mehrere Mamas, die ihre Erdenkinder dem dortigen Ärzteteam zu verdanken haben.

    Auf der Seite des Saling-Instituts findest du außerdem weitere Kliniken/ Ärzte, die empfohlen werden, weil sie die Saling-Methode durchführen und entsprechend viele OPs jährlich durchführen.

    Wenn du weitere Fragen hast, schreib mir ruhig hier oder eine PN.

    Liebe Grüße,

    HappyBabyBreathing

  • ToppyPoppy
    Eizelle
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    2
    Beiträge
    13
    • 5. Juli 2020 um 08:25
    • #5

    Liebe Maramarella

    Wir haben auch unseren ersten Sohn in der 17. SSW wegen vorzeitigem Blasensprung verloren. Es sollte Infektion sein, wurde aber keine gefunden. Bei den beiden Söhne, die danach folgten, hatte ich FTMV UND Cerclage. Cerclage hilft nicht gegen Infektion, sie unterstützt nur den Gebärmutterhals. FTMV ist das, was gegen die Infektion schutzt. Meine Söhne wurden beide in der jeweils 41. SSW komplikationslos spontan geboren.

    Ich kenne den Schmerz, ich konnte ihn durch weitermachen "betäuben". Verarbeiten, pausieren usw. war nicht drin, das schmerzte zu sehr. Hör nur auf Dein Bauch, wenn er sagt, du willst weitermachen, dann tue es. Die Pausen tun nur gut, wenn sie wirklich gewollt und nicht erzwungen sind.

    LG,

    ToppyPoppy

  • HauteLeMode
    Eizelle
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    Beiträge
    13
    • 5. Juli 2020 um 08:28
    • #6

    Liebe Maramarella,

    erst einmal tut es mir wahnsinnig leid, was ihr bereits durchmachen musstet! Das Schicksal ist manchmal wirklich ein A-Loch...

    Auch wir mussten unsere Zwillinge 2017 in der 23. SSW aufgrund einer Infektion/Gebärmutterhalsverkürzung/Fruchtblasenprolaps hergeben.

    Ich würde dir ebenfalls ans Herz legen, eine umfassende Diagnostik zu betreiben, wie Juna ja auch schon schrieb. Das haben wir damals auch getan und haben uns auch an Dr. Garnier in Osnabrück gewandt. Ich wurde bereits 4 Monate nach dem Tod unserer Zwillinge wieder schwanger und habe dann 2016 nach FTMV in der 13. SSW bei 38+0 einen gesunden kleinen Jungen geboren. Die Schwangerschaft war sogar relativ unkompliziert. Ende 2018 kündigte sich wieder Nachwuchs an und im März folgte erneut der FTMV bei Dr. Garnier. Aktuell sind wir bei 26+1 und es sieht bisher alles super aus. Es lohnt sich auf alle Fälle, erfahrene Spezialisten aufzusuchen und einen FA zu haben, der einen bedingungslos unterstützt.

    Ich wünsche dir viel Kraft und Mut für euren weiteren Weg!

    LG,

    HauteLeMode

  • Clinica Tambre
    Forums-Doc
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    Beiträge
    400
    • 5. Juli 2020 um 11:42
    • #7

    Liebe Maramarella,


    es tut mir wahnsinnig leid, dass Sie so viel durchmachen mussten und Ihre kleine Tochter verloren haben. Das ist eine traumatische Erfahrung und Ihre Angst davor, dass sich dieses Schicksal wiederholen könnte vollkommen verständlich. Wichtig ist sicherlich auch, dass Sie sich erstmal die benötigte Zeit für sich nehmen, um dieses Ereignis verarbeiten zu können. Haben Sie keine Hemmungen davor ihren Arzt/ihre Ärztin nach psychologischer Unterstützung zu fragen, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihnen das gut tun würde, auch im Hinblick auf eine Folgeschwangerschaft. Leider gibt es immer wieder Frauen/Paare die ein Kind verlieren, Ihr Schritt Ihre Geschichte hier im Forum mit uns zu teilen ist für alle Betroffenen und sicher auch für Sie selber hilfreich, vielen Dank dafür.
    In den Kommentaren wurden Ihnen schon gute und hilfreiche Vorschläge gemacht.
    Sicherlich sollten Sie sich vor einer erneuten Schwangerschaft noch einmal beraten lassen, evtl. ist die vollständige Resektion des Uterusseptums sinnvoll. Ein Uterus-Septum kann vor allem zu Einnistungsversagen und Fehlgeburten führen, bei Frühgeburten sind häufig Infektionen ursächlich.
    Bezüglich einer erneuten Cerclage, bzw. eines totalen Muttermundsverschlusses wurde Ihnen schon die Seite des Saling-Instituts zur Information empfohlen. Bei Ihrer Vorgeschichte kann eine prophylaktische Cerclage/Muttermundsverschluss durchgeführt werden, sollte es zu einer Gebärmutterhalsverkürzung kommen ist diese in jedem Fall empfohlen. Lassen Sie sich zu Beginn der Schwangerschaft in einem spezialisierten Zentrum beraten.
    Auf jeden Fall ist während einer erneuten Schwangerschaft wichtig, dass Sie Vertrauen zu Ihrem behandelnden Gynäkologen/ihrer behandelnden Gynäkologin haben, eine intensivierte Schwangerschaftsvorsorge ist empfohlen. Absolute Bettruhe bringt auch Risiken mit sich (z.B. Thromboserisiko...) und wird in der Regel nicht empfohlen. Es sollte frühzeitig in der Schwangerschaft ein Diabetes-Test erfolgen, vaginale Infektionen ausgeschlossen werden und eine Kontrolle der Gebärmutterhalslänge durchgeführt werden (jedoch nicht zu häufig, vor allem in der Frühschwangerschaft keine vaginalen Tast-Untersuchungen, da hierdurch auch Infektionen entstehen können). Auch die frühzeitige Anbindung an eine Geburtsklinik mit Pränatalzentrum ist zu empfehlen.
    Wichtig für Sie und für das ungeborene Kind ist aber auch dass Sie versuchen sich nicht durch die gesamte Schwangerschaft von der Angst leiten zu lassen und dass Sie Ihre Schwangerschaft auch etwas genießen können. Ich kann mir vorstellen, dass das nach Ihren Erfahrungen die größte Herausforderung ist.

    Ich wünsche Ihnen ganz viel Kraft und positive Gedanken. Vielen Dank dass Sie Ihre Geschichte mit uns geteilt haben und so auch andere Frauen ermutigen über ihre Erlebnisse sprechen zu können.

    Herzliche Grüße aus der Clínica Tambre in Madrid

    Ihr Clinica Tambre Team <3

  • ChocolateGod
    Eizelle
    Beiträge
    17
    • 6. Juli 2020 um 08:13
    • #8

    Liebe Maramarella,

    wie traurig und furchtbar und ungerecht, was Du durchmachen musst!

    Ich kenne den Schmerz nur zu gut, und es macht mich wütend und traurig, dass solche späten Fehlgeburten und stillen Geburten immer wieder und zum Teil mehrfach passieren.

    Viele Ärzte reden dann von "Schicksal" oder dass - wie in Deinem Fall - die Infektion nicht mehr nachweisbar sei. Meiner Meinung nach stimmt das nicht! Ich glaube, dass die Infektionsdiagnostik in Deutschland einfach grottenschlecht ist und noch dazu die meisten Ärzte einfach keine Ahnung haben und es irgendwie auch nicht wissen wollen. Meine Ärztin meinte, es gäbe so was wie Ureaplasmen nicht, sie würde die nicht kennen. Alle anderen - darunter Spezialisten aus zwei verschiedenen Unikliniken - meinten, die seien nicht behandlungsbedürftig. Ich mache mir bis heute Vorwürfe, dass ich nicht schon nach der ersten Geburt meines Sohnes in der 16.SSW massiver selbst recherchiert und nach Behandlungsalternativen gefragt habe. Aber wer zweifelt schon daran, wenn Ärzte sagen, man habe ganz sicher keine Infektion.

    LG,

    ChocolateGod

  • Koroschi
    Eizelle
    Reaktionen
    2
    Beiträge
    16
    • 6. Juli 2020 um 08:22
    • #9

    Hallo

    Es ist gut, dass du eine Gyn hast, die auf so etwas achtet und hinweist.

    Es gibt mittlerweile viele Angebote, gute Beraterinnen, nicht nur Psychologen. Vereine, Heilpraktiker und Co. haben auch nicht so viel Wartezeit wie Psychologen häufig haben und sind spezialisiert und haben hiermit viel Erfahrung - soweit mein Erfahrungshintergrund.

    Ich würde mir aber nur Beratung/ Unterstützung suchen, wenn ich das von mir aus möchte und das Gefühl habe, dass ich das brauche. Andernfalls nimmt man den beratenden Personen Kapazitäten, die sie für andere Personen nutzen könnten. Man hat nichts von Beratungen und Gesprächen, die man macht, weil andere sie für nötig hielten.

    Wenn du das Gefühl hast, mal alles loswerden zu wollen und das nicht mit Familie oder Freunden teilen zu können, dann ist eine Beratung sicherlich das Richtige.


    LG,

    Koroschi

  • LonnyMonny
    Eizelle
    Beiträge
    14
    • 6. Juli 2020 um 08:24
    • #10

    Hallo Maramarella

    Ich hatte 2 frühe FG und eine FG in der 12 ssw. Ich wusste erst gar nicht wohin mit mir oder wer mir helfen könnte. Eines War klar, ich musste darüber reden.

    Ich habe hier im Forum reden können und mir wurde Trost gespendet. Viele Frauen wussten ganz genau wie es mir geht. Das War sehr hilfreich. Ich bin dafür sehr dankbar

    wenn du das Bedürfnis hast, dann rede darüber!

    Ich hoffe du findest einen weg für dich damit umzugehen.


    Alles Liebe,


    LonnyMonny

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