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Embryonenadoption in Belgien oder anderswo - wer noch?

  • Sternschnuppe
  • 20. März 2003 um 07:02
  • Sternschnuppe
    4-Zeller
    Beiträge
    60
    • 20. März 2003 um 07:02
    • #1

    Hallo liebe Forumsmitglieder,

    mein Mann und ich haben Anfang Juni unser Erstgespräch in Brüssel zur Embryonenadoption. Wir können es kaum erwarten, dass es endlich losgeht und freuen uns schon sehr.

    Seit 1 1/2 Jahren haben wir einen Tiefschlag nach dem anderen bekommen. Zum Schluss musste unser Kiwu-Doc leider bestätigen, dass es für mich (mittlerweile 34) leider hier in Deutschland keine Hilfe gibt. Außer durch ein Wunder werde ich wahrscheinlich nie schwanger, da ich höchstens 1 x im Jahr einen Eisprung habe.

    Durch Zufall habe ich Ende letzten Jahres einen Bericht über Embryonen-Adoption im Fernsehen gesehen. Mit Herzklopfen erzählte ich meinem Mann davon, was er davon hält (da es eindeutig an mir liegt, wäre grundsätzlich eine Eizellspende auch möglich, was wir beide aber nicht möchten). Und er war genau wie ich begeistert! Dann kam Anfang des Jahres der "Frontal-"Bericht im ZDF. Darauf hin haben wir uns mit Brüssel in Verbindung gesetzt und vor 2 Wochen endlich einen Termin bekommen. Mein Mann konnte direkt mit dem zuständigen Professor (der fließend Deutsch spricht) sprechen, der sehr nett war.

    Ich würde mich freuen, von anderen zu hören, die auch "überzählige" Embryos von Kiwu-Paaren für ihren Kinderwunsch "adoptieren" (die Adoption ist übrigens streng anonym).

    Was ich bis jetzt hier gelesen habe, greifen diejenigen, die Eizelle und Spendersamen benötigen, auf extra Spender zurück. Wenn ja - warum eigentlich? "Nur" wegen der höheren Chancen, weil lediglich sehr junge Spenderinnen Eizellen zur Verfügung stellen? Wir wissen, dass bei uns die SS-Chance pro Transfer nur bei ca. 15 % liegen wird. Aber es kommt uns nicht so sehr auf die Zeit an. Außerdem: unsere Chance jemals "so" schwanger zu werden, liegt um die 5 % (eher noch niedriger)wieviel sind da 15 % pro Transfer!

    Schön, wenn ihr mir zu diesem Thema schreiben könntet und viel Glück bei euren Behandlungen!

    Narzisse

  • Claudia33
    Morula
    Beiträge
    225
    • 20. März 2003 um 11:29
    • #2

    Embryonenadoption in Belgien oder anderswo - wer noch?

    Hallo,
    erst mal Glückwunsch, daß Dein Mann und Du euch so schnell entschieden habt, welcher Weg der richtige ist. Ich wünsche Euch für die Versuche alles gute. Was Deine Frage angeht. Wenn man übrig gebliebene Embryonen von anderen KIWU Paare nimmt, ist einfach die SS- Rate niedriger als wenn man speziell gesunde Spender nimmt. Wer in KIWU Behandlung ist, hat dafür ja einen Grund. Und selbst wenn der Grund ursprünglich nur bei einem Partner lag, kann durch die Behandlung an sich auch die Qualität z.B. des Samens oder der Eizellen erhelblich sinken, wodurch die Embryonen auch nicht besser werden (einfach durch den psychischen Stress). Und wenn man ja im Ausland alles selber zahlen muß, will natürlich jeder die besten Chancen. Nicht jeder hat einfach so viel Geld (z.T. ja 6000 Euro für einen Versuch) und auch die Nerven und Geduld. Gruß Claudia

  • Akua
    2-Zeller
    Beiträge
    37
    • 20. März 2003 um 17:15
    • #3

    Embryonenadoption in Belgien oder anderswo - wer noch?

    Hallo Narzisse,

    ich habe mal gelesen, der größte % Satz der Frauen mit KiWu Problemen liegt an Eileiter Problemen. Deshalb glaube ich, ist ein übrig gebliebener Embryo aus KiWu Behandlung meist nicht von minderer Qualität.

    Das der Behandlungserfolg etwas niedriger ist als mit frischer Eizellspende und Samenspende liegt daran, das man mit gefrorenen Embryos etwas niedrigere Chancen hat als mit Frischen.

    Ich wünsche Euch auf jeden Fall alles Gute

    Viele Grüße, Akua

  • Sternschnuppe
    4-Zeller
    Beiträge
    60
    • 21. März 2003 um 07:24
    • #4

    Embryonenadoption in Belgien oder anderswo - wer noch?

    Hallo Claudia,
    hallo Akua,

    danke für eure Postings. So weit wir bisher gehört haben, ist die Qualität tatsächlich nicht grundsätzlich "schlechter" als die von gespendeten Eizellen, sondern mit der Chance von Kryoversuchen gleich zu setzen. Immerhin sind die Frauen ja bereits schon mit anderen Embryos schwanger geworden. Eine "Garantie", dass die Qualität der "normal" gespendeten Eizellen bzw. des Spermas gut ist, gibt es ja sowieso nicht, selbst wenn die vermeintlich "besten" Eizellen bzw. Spermien ausgesucht werden.

    Was die Kosten angeht, haben wir noch keine genauen Infos. Allerdings ist es so, dass in Belgien z. B. eine "Vergütung" der Spender (oder irgendetwas was diesen Anschein macht) verboten ist. Es ist ja auch so, dass die Paare "in eigenem Interesse" die IVF-Behandlung gemacht haben. Bei der sonstigen Eizellspende wird ja direkt zum Zweck der "Empfänger" stimuliert. Wir gehen also davon aus, dass wir - neben den ärztlichen Kosten für mich - lediglich die Kosten der Kryokonservierung tragen müssen. Selbstverständlich läppert sich das auch (Kosten in Belgien sind mit denen in Deutschland zu vergleichen), mit Sicherheit wird es aber nicht so teuer wie eine Eizellspende. Aufgrund der geringeren räumlichen Entfernung (als z. B. nach Spanien)hoffen wir auch auf etwas weniger Stress, zumal die ersten Kontakte mit Brüssel sehr positiv waren. Realistisch betrachtet ist die Chance bei einer "normalen" Eizellspende auch gar nicht so viel höher (um die 10 %). Bei Zahlen, wo von z. B. 70 % SS-Chance die Rede ist, werden die Zwillings- und Drillingsschwangerschaften doppelt und dreifach gezählt. Unser deutscher Kiwu-Doc meint, dass es grundsätzlich (im besten Fall, d. h. Frau unter 25, Sperma top) eine über 30%-ige SS-Chance gar nicht gibt. Dabei lässt sich die Natur nicht überlisten.

    Es sind aber grundsätzlich nicht die Kosten, die für uns ausschlaggebend sind, "übrige" Embryos zu nehmen (obwohl 6.000 EURO auch für uns eine Menge Geld ist, die wir nicht "einfach so aus dem Ärmel schütteln").

    Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden, wenn sich etwas Neues ergibt.

    Viele Grüße

    Narzisse

  • 8-Zeller
    Beiträge
    88
    • 21. März 2003 um 10:42
    • #5

    Embryonenadoption in Belgien oder anderswo - wer noch?

    Hi,

    Du hast schon recht, was die Qualität von gespendeten Embryonen betrifft: gefrorene sollten um die 20% Chancen bieten, frische von IVFs ca. 30% jedoch mit frischen dediziert gespendeten sollten die Chancen schon um die 40% liegen. Daß die 60%-70% Quoten durch Mehrfachberechnung bei Mehrlingsschwangerschaften zustande kommen stimmt jedoch dezidiert nicht - das ist Unsinn! Ansonsten müßte man ja (soferne die Einnistungswahrscheinlichkeit einer Blastozyste bei ca. 30% liegt) mit 4 Blastos 120% Chancen haben - was irgendwie schwer möglich ist. Derartige Berechnungen leiten sich aus dem mathematischen Inklusions-Exklusions-Prinzip ab, welches nur die grundsätzliche Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses berechnet, ohne Mehrfachberücksichtigung bestimmter unterschiedlicher Ereignisausprägungen.

    Ihr geht richtigerweise davon aus, daß nur Laborkosten und ärztliche Kosten anfallen sollten (ja, sollten sie wirklich), jedoch
    Eure Angabe von 6000 Euro ist dafür viel zu hoch. Schon im Klinik-Forum habe ich gepostet, daß ein reiner Kryo-Transfer bei "adoptierten" Embryonen billiger sein muß als eine IVF am selben Institut und auch warum! Wenn's also 6000 Euro kosten soll, dann bitte wofür?
    Ich wäre an der Antwort darauf schon irgendwie sehr interessiert!

    Viel Glück!
    Bussibär

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