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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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Geschwisterkind durch Eizellspende / Offenen vs. anonyme Spende

  • mumtobe2011
  • 31. Mai 2010 um 22:17
  • mumtobe2011
    2-Zeller
    Beiträge
    38
    • 31. Mai 2010 um 22:17
    • #1

    Hallo Zusammen,

    ich bin neu hier im Forum (vielen Dank an alle, die ein solches Forum möglich machen und füttern) und habe zwei brennende Fragen:

    Wer von euch hat ein Geschwisterkind durch Eizellspende bekommen und wie funktioniert das Familienleben heute?
    Wir haben bereits ein eigenes Kind und müssen für ein Geschwisterkind den Weg der EZSP gehen. Das ist leider überhaupt nicht leicht, da ich nicht weiss, wie sich diese Entscheidung später auf das Kind/die Kinder auswirken würde (leider habe ich auch im Internet nicht so viel dazu gefunden). Natuerlich/Hoffentlich wird man es genauso lieben und verwöhnen, aber davor habe ich auch Bedenken.
    Was, wenn es nicht so ist? Ist es bei euch allen wirklich kein Unterschied gewesen?

    Ich persönlich finde, dass es keine "größeren" Wunschkinder gibt als die, die durch EZSP/Embryonenspende entstanden sind, aber wird das Kind das auch so sehen. Man liest immer wieder, dass "Spenderkinder" spüren, dass sie nicht so ganz in die Familien "gehören".... bzw. dass sie spüren, dass etwas nicht stimmt.

    Zweitens:

    Habt ihr euch alle sehr bewusst für eine anonyme Spende entschieden? (die wenigsten im Forum haben eine offene Spende gewählt).
    Ich weiss immer noch nicht, ob ich eine offene oder anonyme Spende möchte. Man muss sich bei der anonymen Spende völlig dem Klinikteam aussetzen - das fällt mir schwer.

    Plus: wäre es nicht völlig unfair dem Geschwisterkind nie sagen zu können, wer die genetische Mutter ist?

    Andererseits habe ich mal probeweise auf einigen US-Seiten gestöbert und da war ich völlig überfordert. Irgendetwas stört immer... man ist ja anspruchsvoll :) und kommt nie auf einen grünen Zweig. Plus: der Grad der Selektion ist schon sehr geschäftsähnlich.

    Ich wäre sehr, sehr dankbar für viele Antworten - gerne auch per PN - wir ihr mit diesen Themen umgegangen seid.

    Grüße, Mumtobe2011

  • Gatacca
    8-Zeller
    Beiträge
    131
    • 1. Juni 2010 um 09:01
    • #2

    Re: Geschwisterkind durch Eizellspende / Offenen vs. anonyme Spende

    Hallo,

    Es gibt dazu ein Thread unter Fragen an EZS-Eltern.

    Ich habe auch ziemlich viel auf US-Seiten geguckt. Es ist interessant, denn dort scheint diese Möglichkeit schon länger zu existieren. Es ist auch die pragmatische Sichtweise der Amerikaner, die ich - wie soll ich sagen - entspannend finde.

    Ich persönlich habe mich bewusst für die Anonymität entschieden. Alles andere hätte mir Probleme bereitet obwohl ich unendlich dankbar bin. Du kannst auf US Seiten Erfahrungsberichte von Spenderinnen sehen. Das gibt einen Einblick in was diese Frauen motiviert und wie sie die Spende sehen. Es gibt viel mehr Erfahrung mit Samenspende und auch da ist das Prinzip die Anonymität. Vielleicht findest Du hier mehr Berichte, auch von Kindern aus anonymen Samenspenden - auch auf deutschen Seiten.

    Viele Grüsse

    Gatacca

    Gatacca

  • nadja
    4-Zeller
    Beiträge
    55
    • 6. Juni 2010 um 00:27
    • #3

    Re: Geschwisterkind durch Eizellspende / Offenen vs. anonyme Spende

    Hallo,
    ich bin auch derzeit auf der Suche nach einer amerikanischen Spenderin, da für uns nur eine nicht-anonyme Spende in Frage kommt.
    Es beruhigt mich sehr wenn eine Spenderin schreibt, sie würde sich freuen eine künftiges Kind später auch mal kennen zu lernen und ihren Namen preisgibt. Das finde ich unverkrampft und nicht so tabuisiert wie hier.
    Es gibt so viele Initiativen von Kindern aus Samenspenden, die den Verbot anonymer Spende fordern, weil es sehr frustrierend ist seine genetischen Wurzeln nicht zu kennen. Wenn es die Möglichkeit einer offenen Spende auch in Europa geben würde, hätten wir uns nicht für die USA entschieden, aber Europa ist noch nicht so weit.
    Wir haben übrigens auch bereits ein "eigenes" Kind und hoffen sehr auf ein weiteres.
    Schade
    Nadja

  • xenia70
    4-Zeller
    Beiträge
    75
    • 11. Juni 2010 um 21:28
    • #4

    Re: Geschwisterkind durch Eizellspende / Offenen vs. anonyme Spende

    hallo mumtobe,
    ich habe mich auch schon mit dem gedanken der ezs auseinandergesetzt, ein eigenes kind haben wir. dem kind würde ich nicht sagen, dass es nicht mein genetisches kind ist.
    denn: das kind hat keine chance, die genetische mutter kennenzulernen. alles was passieren könnte, das dieses kind in einen konflikt gerät, bei dem es seine eigene persönlichkeit und sein leben in frage stellt - und das möchte ich nicht.
    viele grüsse xenia

    1. EZS Pronatal pos.

  • Gatacca
    8-Zeller
    Beiträge
    131
    • 12. Juni 2010 um 09:36
    • #5

    Re: Geschwisterkind durch Eizellspende / Offenen vs. anonyme Spende

    Hallo,

    Ich sehe die Sache anders als Xenia: aus meiner Sicht, wird es nicht immer verborgen bleiben können, dass Dein Kind dank einer EZS gezeugt wurde (Geheimnisse fliegen doch immer auf, oder?). Ich denke daher, dass es besser ist, dass das Kind es von den Eltern, die es ihm liebevoll erklären können, erfahren sollte. Ich habe das Thema einmal mit einer Psychiaterin besprochen und sie sagte, wenn die Bindung innig ist und man es dem Kind vor der Pubertät sagt, dann stehen die Chancen gut, dass es nicht zum Konflikt ausartet, sondern einfach so ist, wie es ist.

    Es gibt auch zahllose Kinder, die mit Hilfe einer Samenspende gezeugt wurden, die damit keine Probleme haben den genetischen Vater nicht zu kennen. Über die wird selbstverständlich weniger berichtet... allerdings kann man auch auf Foren den ein oder anderen Bericht von solchen Kindern lesen.

    Allerdings ist das eine ganz persönliche Angelegenheit und jeder muss völlig frei seinen eigenen Weg zur Entscheidung finden. Austausch ist dabei sehr wertvoll.

    Liebe Grüsse

    Gatacca

    Gatacca

  • nadja
    4-Zeller
    Beiträge
    55
    • 12. Juni 2010 um 16:09
    • #6

    Re: Geschwisterkind durch Eizellspende / Offenen vs. anonyme Spende

    Hallo,
    ich hatte vor einigen Tagen ein langes Gespräch mit der Inhaberin einer amerikanischen Eizellspenden-Agentur. Sie sagte mir, dass in den USA generell eine Aufklärung der Kinder dringend angeraten wird. Aus vielerlei Gründen.
    Ganz nebenbei kann ich mir auch nicht vorstellen, dass sich so was in 20 Jahren noch geheim halten lassen wird. Ein Kind muss doch nur einen Verdacht haben, lässt für 200 Euro eine Analyse durchführen und schwupps fliegt alles auf.
    Schon ein Blick in den Blutspendeausweis reicht (auch dann wenn eine ABO-System Abgleichung vorliegt!)
    Nadja

  • mumtobe2011
    2-Zeller
    Beiträge
    38
    • 21. Juni 2010 um 09:40
    • #7

    Re: Geschwisterkind durch Eizellspende / Offenen vs. anonyme Spende

    Hallo Zusammen,

    zunächst einmal lieben Dank für Eure Beiträge.

    Nochmal kurz zur Klarstellung bezüglich der offenen vs. anonymen Spende:

    Mit offener Spende meinte ich nicht, dass ich überlege, ob ich es dem Kind einmal sagen werde oder nicht.
    Wir würden dem Kind gegenüber natürlich offen damit umgehen: sprich, es dem Kind auf jeden Fall sagen.

    Mit offener Spende meinte ich natuerlich, ob ich nicht doch den Weg gehen möchte, dem Kind einmal sagen zu können, wer die genetische Mutter ist. Ist denn eigentlich gesagt, dass man auch nach Jahren noch weiss, wo die Dame lebt? Was ist, wenn Sie umzieht und man nicht mehr rausbekommt, wo und wie sie lebt?

    Ist jemand hier, der schon in den USA war? Wie ist das gelaufen? Habt ihr noch Kontakt zu der Spenderin?

    Mein Mann ist nach wie vor strikt gegen eine offene Spende und sieht ehr mehr Probleme auf das Kind zukommen, weil man heute die Lebenssituation der Spenderin in 10, 20, 30 Jahren nicht einschätzen kann.

    Es bleibt spannend.....

    Sollten wir uns für eine anonyme Spende entscheiden, hat mir bis jetzt (nach telefonischem und schriftlichem Kontakt) Dr. Aizpurua (bzw. sein Team) gefallen.

    Eine schöne Woche und Grüße
    mum2be

  • Homa
    4-Zeller
    Beiträge
    71
    • 29. Juni 2010 um 04:41
    • #8

    Re: Geschwisterkind durch Eizellspende / Offenen vs. anonyme Spende

    Hallo

    wir haben ja Kinder aus EZS in USA.
    Vor einiger Zeit bekam ich eine mail von einer Agentur, die auf der einen Seite den Kontakt zu den Spenderinnen hält und regelmäßige updates z.B. gesundheitliche Apekte, weiterer Lebensweg... einpflegt, auf der anderen Seite kann man sich als Empfängerin dort registrieren lassen, um Zugang zu diesen Infos zu erhalten. Soweit ich das verstanden habe, kann man unterschiedliche "Pakete" buchen (natürlich auch mit unterschiedlichem finanziellem Aufwand) und erhält dann Infos beim "maximal Paket" inklusive aktuellen Bildern.
    Konnte mich aber nicht so recht entscheiden ob das wirklich seriös ist und es war auch recht teuer, deshalb habe ich es (bisher?) nicht gemacht, aber die Idee an sich ist doch recht interessant.
    Vielleicht eine Art Kompromiss zwischen offener und anonymer Spende.

    Allerdings habe ich auch die positive Erfahrung, das meine Spenderin, und dies mag für USA sicher häufiger zutreffen als anderswo, sehr offen war. Sie hat mir einen Brief mit Details zu ihrem Leben, Studium und ihrer PArtnerschaft inkl. aktuellen und Kindheitsbildern mit ihrer Familie zukommen lassen, was mir sehr viel bedeutet.

    Grüße
    Homa

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