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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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Entstehung unseres Babies - EMS und Grübeleien ... :-(

  • hortensia
  • 30. November 2009 um 05:10
  • hortensia
    Morula
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    1
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    162
    • 30. November 2009 um 05:10
    • #1

    Liebe Mädels,

    wir sind vor zwei Monaten durch Embryonenspende Eltern eines zuckersüssen kleinen Jungen geworden. Endlich wurde unser grösster Traum wahr.

    Vorher haben wir uns -wie alle hier - intensiv mit dem Thema EZS/ EMS auseinandergesetzt und öfters gelesen, wie für andere Eltern das Gefühl ist,
    nicht die "leiblichen" Eltern zu sein. Ihr wisst wie das gemeint ist.
    Oft habe ich gelesen, dass es mit jedem Tag unwichtiger wird, wie der Zwerg zu einem gekommen ist.

    Jetzt stelle ich fest, dass dies bei uns (noch) nicht der Fall ist. Ich denke oft an die Entstehungsgeschichte und manchmal macht es mich auch sehr traurig,
    dass ich nicht seine "biologische Mama" bin. Wobei ich weiss, dass er ohne mich nicht da wäre ..

    Da wir unseren Sohn nicht aufklären möchten über seine Entstehungsgeschichte, weil wir ihm keine Eltern präsentieren können, habe ich manchmal das
    Gefühl es sei ein "geliehenes Glück" und irgendwann kommt alles raus. Das macht mich sehr traurig.

    Wie war das bei Euch ? Insbesondere diejenigen von Euch, die nicht aufklären wollen ? Wurde es besser mit der Zeit ?

    Ich würde mich sehr freuen zu erfahren, wie Ihr damit klarkommt bzw klargekommen seid und ob es besser wurde mit der Zeit.

    Herzlichen Dank !

    Alles Liebe

    Hortensia

    <a href="http://lilypie.com"><img src="http://bd.lilypie.com/POaXp2.png" alt="Lilypie Ich erwarte ein Baby Ticker" border="0" /></a>

  • Honey1a
    8-Zeller
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    178
    • 30. November 2009 um 07:46
    • #2

    Re: Entstehung unseres Babies - EMS und Grübeleien ... :(

    Liebe Hortensia

    Auch wir wurden vor genau 5 Wochen Eltern eines schnuggligen Jungen! Zwar "nur" durch EZS und somit ist mein Mann der biologische Papa, aber auch ich habe dieselben Gedanken wie Du. Obwohl ich fest vorhabe, meinem Jungen, seine Entstehungsgeschichte zu erzählen. Die Geschichte kann sehr gut in eine schöne "Märchenerzählung" verpackt werden (mit Prinz und Prinzessin, die der Mama helfen, IHN zu bekommen etc oder so ähnlich).

    Mich macht vorallem traurig bzw davor habe ich Angst, dass da üüüberhaupt keine Ähnlichkeiten mit mir da sein werden....
    Aber andererseits überwiegt die Freude und vorallem das Glück was uns widerfahren ist, sprich, dass wir endlich ELTERN werden durften!
    Ich versuche mich fest an dieses Glücksgefühl zu halten und die "nebensächliche Gen-Frage" aus dem Kopf zu verjagen.

    ich weiss, ich konnte Dir hierbei nicht wirklich einen Rat/Tipp geben, aber Dir dafür zeigen, dass Du mit diesen Gedanken NICHT alleine bist.

    Ganz liebe Grüsse aus dem verschifften Schweizerland!
    Honey

    [Blockierte Grafik: http://lb1f.lilypie.com/uQ38p1.png]

    Positiv zum 2ten!
    [Blockierte Grafik: http://lbdf.lilypie.com/rCejp1.png]

  • frowlein
    Blastozyste
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    714
    • 30. November 2009 um 09:15
    • #3

    Re: Entstehung unseres Babies - EMS und Grübeleien ... :(

    Liebe Hortensia,

    auch aufklärende Eltern kennen Deine Gedanken... ;)

    Und es braucht ein wenig mehr Zeit als 2 Monate, bis diese Gewissheit sich durchsetzt, dass kein anderes Kind mehr das Deine sein könnte, als jener kleine Erdling, der Dir seine Ärmchen entgegen streckt und "Mama" zu Dir sagt.

    Wie hat es doch Frau Dr. Wegmann gestern so wunderschön formuliert:

    "Das Kind wird vielleicht nicht genau Ihre Augen haben, aber Ihren Blick -
    und vielleicht nicht genau Ihren Mund, aber Ihr Lächeln."

    frowlein

    Bj.62, POF dx 1999,
    EZS IVI
    Ostern 2000: neg.
    Okt. 2000 --> Zwillinge 06/01 (Ende 36.SSW, 1x spontan, 1x Notsectio)

  • Duplicate42
    Blastozyste
    Beiträge
    648
    • 30. November 2009 um 11:58
    • #4

    Re: Entstehung unseres Babies - EMS und Grübeleien ... :(

    Der Spruch ist wirklich wunderschön... treibt mir die Tränen in die Augen und die Sehnsucht, auch so ein kleines Wunder zu bekommen, zerreisst mich wieder mal fast...

    Ihr werdet damit schon klar kommen! Lasst euch Zeit, das kleine Wunder braucht ja auch seine Zeit, um sich in dieser Welt zurecht zu finden.

    Alles Liebe euch jungen Mamas.
    Häsli

    4 EZS, 2mal Kryos: 2mal pos. mit FG, 4mal neg.
    1 EMS, POSITIV!!!

    [Blockierte Grafik: http://lbdf.lilypie.com/yuUFp2.png]

  • frowlein
    Blastozyste
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    3
    Beiträge
    714
    • 30. November 2009 um 18:33
    • #5

    Re: Entstehung unseres Babies - EMS und Grübeleien ... :(

    Liebe Häsli,

    nicht verzagen. 2 mal hat sich ja schon was eingenistet. Das ist ein gutes Vorzeichen. Und wenn´s dann endlich geklappt hat, gibt´s ´nen ganz besonders toughen Häsli-Wurf! :ja:

    frowlein

    Bj.62, POF dx 1999,
    EZS IVI
    Ostern 2000: neg.
    Okt. 2000 --> Zwillinge 06/01 (Ende 36.SSW, 1x spontan, 1x Notsectio)

  • dtift
    Morula
    Beiträge
    347
    • 30. November 2009 um 20:00
    • #6

    Re: Entstehung unseres Babies - EMS und Grübeleien ... :(

    hallo hortensia,

    ich kann es dir nachfühlen. ich habe auch immer gesagt, ich habe damit kein problem, es ist mein kind. das stimmt auch so, aber ein aber bleibt. kurz nach der geburt hatte ich hin und wieder das gefühl von einer anderen das kind zu haben. es war richtig komisch. nicht unbedingt von der frau der ich die eizellen verdanke, sondern von irgendeiner frau. ich glaube, dass kam daher, dass es so unwirklich für mich war, doch noch mein kind zu bekommen. dieses gefühl ist nicht weg, wird aber immer seltener.
    heute beschleicht mich manchmal ein klein wenig angst, wie meine tochter einmal reagieren wird, wenn sie erfährt, wie sie entstanden ist. wir werden ihr die wahrheit sagen, haben damit auch im bekannten- und verwandschaftskreis nicht hinterm berg gehalten.
    leute, die nicht wissen, wie sie entstanden ist, sind immer der meinung, sie sieht aus wie papa und von mir hätte sie nicht viel. damit liegen sie dann ja richtig. ich habe noch einen sohn, schwarze haare, braune augen (er ist jetzt über 20 jahre alt, stammt aus meiner ersten ehe) und ich bin blond und blauäugig. mein mann auch. so meint mein mann immer, es fragt sich, wer mir ähnlicher sieht. wie gesagt, mein großer hat nichts, aber auch gar nichts von mir, obwohl er "leiblich" ist. rein vom typ her, ist mir meine tochter ähnlicher. trotzdem bleibt manchmal ein klitzekleiner wermutstropfen. aber mit der zeit wird das immer kleiner............zumindest bei mir.
    ich wünsche euch alles gute. genieß die zeit, grüble nicht, dein sohn wird so schnell groß sein. meine ist nun schon (leider) über ein jahr.
    LG

    Bin nur hin und wieder hier.

    Habe eine Tochter Ende 2008 dank Eizellspende bekommen.

  • hayden
    Morula
    Beiträge
    329
    • 1. Dezember 2009 um 20:49
    • #7

    Re: Entstehung unseres Babies - EMS und Grübeleien ... :(

    Liebe Hortensia und auch alle anderen,
    hier hat mal jemand einen Satz aus dem Zen zitiert, den ich auch kenne und teile. Sinngemäß: 'wenn Du in einem dunklen Raum bist und auf dem Boden siehst Du einen Gegenstand, den Du für eine Schlange hälst, dann bist Du stark beunruhigt und von angstvollen Gedanken erfüllt. Erkennst Du hingegen, dass es ein zusammengerolltes Seil ist, bist Du sofort ruhig und entspannt. Dennoch war es immer derselbe Gegenstand, der auf dem Boden lag, nur Deine Gedanken dazu waren anders.'
    Für mich bedeutet das, ich selber mit meinen Konzepten zu 'eigenes Kind' bestimme, wie es sich anfühlt. Wieviel an dem, was genetisch von mir stammt, ist denn 'eigen'? Messe ich einer Genetik diesen exklusiven Wert bei, dann habe ich dieselben Gefühle, wie wenn ich glaube, es liegt eine Schlange am Boden. Glaube ich daran, dass neben der Genetik (die in der Hauptsache die Optik ausmacht) auch die Epigenetik und die seelische Verbundenheit (ich habe für dieses Kind einen sehr langen Weg bewältigen müssen und jeder Schritt von diesem Weg ist ein Stück mehr Verbundenheit) und die wunderbare gemeinsame Lebenszeit in einer Familie - dann liegt auf dem Boden ein Seil - und das kann mir nicht schaden.
    Übrigens hatte ich bei meinem ersten (genetisch eigenen Kind) auch eine längere 'Anwärmphase' bis ich innerlich glauben konnte, dieses so andere Wesen (Haarfarbe, Temperament etc.) ist jetzt einfach mein Baby und ich bin die Mama. Hat sicher ein halbes Jahr gedauert!!
    Hayden

  • Claudine
    8-Zeller
    Beiträge
    116
    • 3. Dezember 2009 um 09:48
    • #8

    Re: Entstehung unseres Babies - EMS und Grübeleien ... :(

    Hallo Hortensia,
    wir haben uns auch im Vorwege (da ja bei uns dieses Glück noch nicht eingetreten ist) auch mit diesem Thema auseinander gesetzt, was wäre wenn............... :gruebel: . Der Ansatz kam nicht von mir, sondern von meinem Mann. Er meinte, dass es doch so toll wäre, wenn das Kind mir ähnlich sehe usw. Ja, er hat es lieb gemeint :). Aber mal ganz ehrlich, welches Kind sieht denn schon seinen Eltern ähnlich? Ich kenne genügend Eltern, deren Kinder so aussehen, als seien sie adoptiert. Wir kennen ja alle die mendelschen Regeln, daher wissen wir ja auch, dass alles möglich ist (zumindest hinsichtlich der Optik usw).

    Was du da allerdings beschreibst, ist vermutlich kein Problem hinsichtlich der Gene/Vererbung, sondern ein kleiner Konflikt deines Wissens (bzw. deines Geheimnisses), da du weißt, das dein Kind nicht gen-eigen ist. Wenn du es nicht wüstest (wie einige/viele Väter auf unserer Erde – Kuckuckskinder), dann stände es vermutlich gar nicht zu Debatte. Daher finde ich das Zitat und die Gedanken dazu von Hayden absolut passend. Hayden, mein Kompliment :top:.

    Viele liebe Grüße an alle (auch ein Hallihallo, moin moin, an Frowlein :hallo:)

    Claudine

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  • majolu
    Morula
    Beiträge
    590
    • 3. Dezember 2009 um 13:28
    • #9

    Re: Entstehung unseres Babies - EMS und Grübeleien ... :(

    hallo,
    auch ich kann mal wieder nicht anders und gebe meinen senf dazu. ich habe gen-eigene und pflegekinder, die ich abgöttisch liebe. manchmal habe ich mir vorgestellt, was wohl wäre, wenn mein leiblicher sohn, mit dem meiner nachbarin, im krankenhaus vertauscht worden wäre. sprich, ich hätte mein nachbarskind als eigenes großgezogen und der leibliche sohn würde nun drüben sein. ich kenne ihn, er ist ja gleich alt und auch ein süßer racker. vielleicht würde ein gericht von mir verlangen die kinder zu tauschen,war mal in amerika so. ich würde durchdrehen. ich liebe meinen sohn, er ist durch und durch mein kind. ihn zu tauschen,würde nicht gehen, schon gar nicht wegen der gene. es wäre mir egal, wenn sich heute herrausstellen würde, das er genetisch nicht von mir ist. ich würde ihn niemals für nichts und niemanden eintauschen. er ist mein sohn.
    ich glaube,ihr macht euch viel zu abhängig von der ewigen genfrage. entweder ist eure sehnsucht noch nicht groß genug, oder ihr habt euch noch nicht ausreichend genug mit dem thema auseinander gesetzt.
    wie würde sich euer kind für euch anfühlen, wenn ihr von den fremden genen gar nichts wüßtet ??? ihr würdet es annehmen wie es ist ! es ist euer kind. ihr habt es gewollt, ihr habt es gezeugt, in euch ist es gewachsen. ihr wäret stolz und glücklich, ängstlich und unsicheres und vermutlich unvoreingenommen glücklich.
    es gibt keine andere mutter !!!
    es gibt eine spenderin, darüber solltet ihr euch freuen,aber sie ist nicht die mutter. die mutter und der vater seid ihr ! die spenderin hätte dieses kind nicht geboren. sie hat euch ein paar winzige zellen gespendet. diese zellen wären innerhalb der nächsten wochen von ihrem körper auf ganz natürliche weise ausgesondert worden .
    wenn ihr krank werdet und ein neues herz braucht und bekommt, dann seid ihr doch immer noch ihr selber, oder ist dann ein teil von euch der andere mensch,seid ihr dessen bruder oder schwester,denn seine gene sind dann in euch? nein, auch da wäret ihr vermutlich nur froh und dankbar, das ihr durch einen anderen menschen die chance habt zu leben. ihr würdet immer noch ihr sein, obwohl das lebenspendende organ jemandem anderen gehört hat.

    ihr hattet das riesen glück so eine leben spendende zelle zu bekommen ! sie mußte nicht euer leben retten, aber sie wird euer leben unendlich bereichern können.

    ich wünsche euch,ein wenig mehr gelassenheit ,damit ihr dieses unendliche glück, das da in euren armen liegt mit vollem herzen genießen könnt. ihr habt ein so unendlich schönes geschenk bekommen,nehmt es dankbar an . dieses kleinen wesen werden euch bedingungslos lieben,euch vertrauen, euch anhimmeln und bewundern. sie werden niemals an euch zweifeln,nur weil ihr nicht die gleichen gene habt wie sie. sie werden zweifeln,wenn sie eure unsicherheit bemerken und selbst dann werden sie erst mal nicht euch hinterfragen sondern denken, sie machen etwas falsch.
    lg,
    majolu

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  • dtift
    Morula
    Beiträge
    347
    • 3. Dezember 2009 um 23:10
    • #10

    Re: Entstehung unseres Babies - EMS und Grübeleien ... :(

    hallo majolu,

    also meine tochter ist MEIN kind. daran zweifle ich nicht. ich liebe sie unendlich, nur anfangs hatte ich hin und wieder das gefühl, es ist nicht mein kind. ich denke, dass das nicht von der gendisskusion kommt, sondern eher daran lag, dass man jahrelang um dieses kind gekämpft hat und dann ist es irgendwann doch da. es ist wie ein traum, so schön und so unwirklich eben.
    ich hatte nicht das gefühl das kind der spenderin in den armen zu haben, sondern von irgendeiner frau.
    ich habe auf den eizellspendeversuch keinen pfifferling gesetzt, hatte nie an den erfolg geglaubt. dann in der schwangerschaft hatte ich soooooooooo oft das gefühl, das geht nicht gut. ich habe die gefühle fast abgeblockt, nur um vielleicht nicht enttäuscht zu werden.
    nach der geburt hat sie nicht geschrien, sie kam viel zu schnell, war wie leblos. da dachte ich, sie ist tod. fast so, als hätte ich darauf gewartet. und dann hälst du dieses kind nach (bei mir 13 Jahren!!!) in dem arm. das konnte mein verstand nicht glauben. das hat nichts mit den genen zu tun.
    und klar bleibt ein klitzekleiner wehmutstropfen. aber der ist wie gesagt, klitzeklein.
    lg

    Bin nur hin und wieder hier.

    Habe eine Tochter Ende 2008 dank Eizellspende bekommen.

  • Julia_24
    8-Zeller
    Beiträge
    75
    • 22. Dezember 2009 um 11:33
    • #11

    Re: Entstehung unseres Babies - EMS und Grübeleien ... :(

    Hallo Hortensia und alle anderen,

    ich kenne dieses Gefühl sehr gut. Nachdem die erste Wochenbetteuphorie verklungen ist, denke ich im Moment täglich bzw. fast stündlich über die Entstehungsgeschichte von meinem Sohn nach. Im engen Bekanntenkreis ist fast gleichzeitig ein weiterer Junge auf die Welt gekommen.Es ist seinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten. Unser Baby (nach EMS) natürlich nicht.
    Ich vergleiche mich die ganze Zeit mit den anderen Eltern und frage mich, ob ich meine Baby wohl weniger mag oder weniger aufopferungsvoll bin als normale "Gen-Eltern". Und ehrlich gesagt: Wenn ich mir "normale" Familien anschaue bin ich oft so traurig das unser Sohn nicht auch unser genetischer Sohn ist.

    Mein Sohn ist jetzt 2 Monate alt und ich ertappe mich dabei, dass ich argwöhnig beobachte wohin sich sein Charakter entwickelt und ob ich damit wohl einverstanden bin. Ich weiß, auch ein leibliches Kind kann sich in alle mögliche Richtungen erinnern und man hat keinen Einfuß darauf.... aber wäre meine Geduld dann nicht eventuell größer?
    Bei all dem tut mir mein Baby oft so so leid, weil ich es in dieses Leben gestürzt habe. Das ist es soooo lieb habe ist natürlich unbestritten.
    Von den EZS /EMS Eltern hier im Forum hört man irgendwie immer das alles ganz toll ist, sie keinerlei Probleme mit dem Hintergrund der Entstehung haben und überhaupt...
    Ich komme mir schon total krank vor, weil ich mir anscheinend fast als einzige diese Gedanken mache.

    Hortensia, ich bin auch sehr gespannt wie sich das Leben mit der Zeit entwickelt. Ob es besser wird? Man besser ölernt, mit der Situation klar zu kommen? Vielleicht bekommen wir ja noch Tipps von erfahrenen EZS/EMS Eltern bei denen vielleicht nicht alles immer nur rosarot war.

    Liebe Grüße
    Julia

  • Curry
    Eizelle
    Beiträge
    12
    • 22. Dezember 2009 um 13:59
    • #12

    Re: Entstehung unseres Babies - EMS und Grübeleien ... :(

    Hallo Julia und Hortensia und auch die anderen,

    ich bin nun gerade nach einer EZS in Russland schwanger geworden, eigentlich wollte ich mich zurückziehen, aber nun möchte ich doch etwas zu diesem Thema schreiben.

    Ich kann die Traurigkeit sehr gut nachvollziehen, ich habe sie schon jetzt!! Ich denke sehr oft darüber nach, dass ich wenn alles gut geht ein Kind haben werde, was die vermischten Gene von meinem Mann und einer anderen Frau haben wird. Ich finde das traurig, dass ich mich nicht mit meinem Mann "vermischen" konnte. Es ist ein tiefer Stich, ein seelischer Schmerz, mit dem ich lernen muss, umzugehen.

    Ich glaube, dass das ganz normal ist und eben ein Teil dieses Kinderwunschweges, dieses Weges der EZS/EMS. Es ist kein normaler Weg, und man kann nicht einfach so tun, als wäre alles ganz normal. Ich habe hier auch immer wieder von EZS-Eltern gelesen, die immer wieder geschrieben haben, dass die Gene für sie keine Rolle mehr spielen. Ich habe ihnen nie so richtig geglaubt. Ich glaube das nicht, wenn jemand keine genetischen Kinder kriegt, und behauptet, es sei ihm egal. Sich fortpflanzen heißt nunmal in erster Linie zunächst seine Gene weiter zu geben. Wie bei Adoptiv- und Pflegekindern geben wir nicht mehr unsere Gene weiter, sondern "nur" noch unsere Werte, die Erziehung etc. Ich will das nicht gering schätzen, wir sind Eltern, Mütter. Aber es fehlt eben ein Teil, der auch einen großen Teil des Elternsein ausmacht. Sich in den eigenen Genen wiederzuerkennen. Die EZS/EMS ist für mich einzig und allein die Alternative zur Kinderlosigkeit. Könnte ich eigene Kinder bekommen, dann würde nicht einen einzigen Gedanken daran verschwenden.

    Und dass die EZS/EMS eben nur die schlechtere Alternative zu eigenen Kindern ist, zeigt ja schon, dass etwas fehlt. Denn jede von uns würde natürlich, wenn sie könnte, die bessere Alternative wählen und genetische eigene Kinder bekommen. Nun müssen wir eben in den sauren Apfel beißen und uns arrangieren. Und offensichtlich wäre es für die meisten von uns die noch schlechtere Alternative, überhaupt keine Kinder zu bekommen. Vielleicht ein Beispiel: am besten ist es, zwei Beine zu haben. Wenn dir aber ein Bein fehlt, dann nimmst du auch eine Krücke und bist froh darüber und denkst, immer noch besser als keines zu haben oder im Rollstuhl zu sitzen. Dein Leben lang aber wirst du damit zurecht kommen müssen, dass die Mehrheit der Menschheit zwei Beine hat und wunderbar durchs Leben laufen kannst, während du einen Weg finden musst, mit deiner Behinderung zu recht zu kommen. Man kann nicht einfach so tun, als hätte man jetzt auch zwei Beine, denn man wird ja jeden Tag daran erinnert werden, dass es nicht so ist. Weiß nicht, ob deutlich wird, was ich meine. Ich meine, dass die Traurigkeit über das fehlende Bein normal ist, aber das man lernen muss und wird, damit zurecht zu kommen. Vielleicht im Laufe der Jahre immer besser. Vielleicht auch nicht. Das ist eine Frage des Naturells und der Umstände. Wenn dein Kind so ganz anders wird als du, dann wird man natürlich täglich mit der Nase darauf gestoßen. Wenn es eher rebellisch ist und dich in der Pubertät ablehnt, dann auch. Und da hilft auch nicht der Gedanke, dass es auch Eltern mit leiblichen schwierigen Kindern gibt. Denn man selbst weiß ja, und hat ständig im Kopf, dass es nicht sein leiblicher Abkömmling ist. Aber vielleicht wird es ja ein liebes, braves, anhängliches Kind, das dir vom Naturell ähnelt. Dann ist es vielleicht leichter, damit umzugehen. Das meine ich mit Umstände.

    Ich bin Biologin, und manchmal habe ich das Gefühl, dass hier die Vererbungslehre von vielen vielleicht auch nicht richtig verstanden wird. Auch wenn es rezessive Gene gibt, die weitergegeben werden können, und so bei manchen Kindern die Großeltern durchschlagen, so sind die meisten Kinder doch eine gute Mischung der dominanten Gene ihrer Eltern. Es ist jetzt zu kompliziert, dies hier weiter zu erläutern. Jedoch kommt ja hinzu, dass nicht nur das Äußere vererbt wird, sondern eben auch Temperament, Charakterzüge etc. Von meinem Kind weiß ich, dass die Hälfte seiner Gene von seiner genetischen Mutter kommen werden, egal ob es meinem Mann äußerlich ähnelt. Und ich weiß auch, was das bedeutet und wie wichtig es ist. Leider.

    Julia, bitte komme dir nicht krank vor. Sicher ist es in diesem Forum wie im richtigen Leben: es gibt nachdenkliche Menschen, kluge und intelligente Frauen, die auch in die Zukunft blicken, und es gibt eben auch andere, weniger nachdenkliche, die machen sich keine Gedanken, und wenn man sich im richtigen Leben treffen würde, wäre man vielleicht geschockt, und es würde einen nichts verbinden außer dem Thema Kinderwunsch. Es ist wie bei den Kolleginnen: manche schätzt man, unterhält sich gerne, und manche hält man eben einfach für oberflächlich und vielleicht auch nicht so intelligent und meidet den Kontakt. Und dann gibt es ja auch die, die nie zugeben, dass es ihnen schlecht geht. Die immer gut drauf sind, immer gut gelaunt, alles ist immer toll und sie sehen immer in eine strahlende Zukunft. Die selbst nach einer total öden Feier noch jedem am nächsten Tag erzählen müssen, wie viel Spaß sie hatten. Und die einem jahrelang erzählt haben, wie toll ihre Beziehung ist, und plötzlich stehen sie da und haben sich von heute auf morgen von ihrem Partner getrennt. Und im Nachhinein war dann doch alles nicht sooo toll. Sie haben ihren Kollegen immer nur erzählt, dass alles toll war, damit sie es selbst glauben können. Und vielleicht gibt es hier ja auch viele, die in Wirklichkeit total unsicher bezüglich ihres Weges sind und sich durch das ständige Wiederholen und Schreiben hier im Forum, wie normal doch die EZS für sie ist, einfach nur selbst versichern wollen. Die wenigsten hier kennen sich persönlich, man kann sich keinen optischen Eindruck machen, keine Gesten, keine Körperhaltung sehen, die Sprache nicht hören. Im Grunde kennt man sich gar nicht. Es ist nur eine vordergründige Nähe.

    Vieles hier hat auch mit dem Thema Aufklärung oder nicht zu tun. Mit Ängsten unterdrücken und wegreden oder zugeben und einen Weg finden, der vielleicht komplizierter ist, aber langfristig der richtige. Es gibt da ja ein eigenes Forum zu. Deshalb schreibe ich jetzt hier nichts weiter dazu, und außerdem ist mein Sermon eh lang genug geworden. Wollte gar nicht so viel schreiben. 'schuldigung! :-?

    Curry

  • majolu
    Morula
    Beiträge
    590
    • 22. Dezember 2009 um 17:49
    • #13

    Re: Entstehung unseres Babies - EMS und Grübeleien ... :(

    hallo curry,
    du hast recht, es gibt sehr viele, sehr unterschiedlich intelligente menschen.
    ich weiß nicht ob deine worte so gemeint sind ,wie sie bei mir ankommen, aber ich zähle mich zu den absolut nachdenklichen und auch intelligenten menschen . trotzdem finde ich die gene nicht so wichtig ! wenn ich auf normalem weg ein kind hätte bekommen können, wäre ich den weg der ezs nicht gegangen. logisch, denn warum sollte ich mir z.b. kosten und den schwierigeren weg zum baby wählen ? wenn ich zum beispiel die chance gehabt hätte jetzt zu adoptieren, dann hätte ich nicht einmal mehr denn weg einer schwangerschaft auf mich genommen. egal ob es auf natürlichem weg geklappt hätte oder nicht. ich hätte ein baby adoptiert und ich weiß, ich hätte es genauso geliebt ,wie ich ein leibliches kind. das mag dir vielleicht unglaubwürdig erscheinen und doch ist es so. ich finde es nicht ok,wie du eltern darstellst, die ihr kind so annehmen wie es ist, die kein problem oder kaum probleme damit haben, wenn die gene nicht weitergeben werden. das heißt nicht, das sie nicht sorgsame und weitsichtige überlegungen zu diesem thema haben oder hatten. im gegenteil, vielleicht haben sich diese frauen lange und gründlich genug mit der problematik auseinander gesetzt um nun ihre kinder als das anzunehmen was sie sind ? ein riesengroßes geschenk, ihre kinder eben und nicht nur eine krücke die man als alternative nutzt .
    ich finde diesen vergleich wirklich erschreckend .

    majolu

    [Blockierte Grafik: http://www.wunschkinder.net/forum/ssticker/sstick/12/07/2010/44/13/102/102/102.png]

  • hayden
    Morula
    Beiträge
    329
    • 22. Dezember 2009 um 20:17
    • #14

    Re: Entstehung unseres Babies - EMS und Grübeleien ... :(

    Liebe Curry, liebe Julia,
    hmm - wie antworte ich jetzt, um richtig verstanden zu werden. Am Besten, ihr seht mir nach, falls ich mich 'eckig' ausdrücke.
    Curry, Du hast Recht, 'seelig sind die geistig Armen' - wenn man leider nich zu dieser Gruppe gehört, bleibt nur der diametrale Pol 'die Erkennenden' um seelig zu sein, denke ich. D.h. unser Geist ist erfinderisch darin, Belege für seine Theorien zu finden. In zahllosen Experimenten ist das bewiesen worden. Unser Geist erfindet permanent seine eigene Welt. (Denkt nur mal an das Phänomen der Phantomschmerzen.) Dies ist die Grundlage der selektiven Wahrnehmung. Selbst Erinnerungen sind diesem Phänomen unterworfen (auch das ist wissenschaftlich recherchiert worden). Letztlich geht es darum, diejenigen Gedanken zu kultivieren, die positive, lebensbejahende Gefühle ermöglichen. Das ist nicht für jeden von uns einfach - es erfordert genau so viel Stärke, Glück zuzulassen, wie Unglück zuzulassen. Bezogen auf die EZS übersetze ich das für mich folgendermaßen: klar, wird mein Kind der Spenderin optisch wahrscheinlich ähnlich sein. Ich bin dankbar dafür - wenn ich es ansehe, werde ich immer mit einem halben Blick warm auf die Spenderin schauen. Sie hat die Hardware für mich geliefert. Gott sei Dank geht das heute! Dass ich keine eigenen Eizellen mehr habe ist schade, traurig, und ich akzeptiere es als ein Teil meiner Lebensbedingungen an diesem Punkt. Mehr bedeutet es aber für mich nicht! Wenn sich mein Kind entwickelt, dann bin ich stolz auf alles, was es erreicht. Einiges davon spiegelt mich wider, einiges seine anderen Umweltbedingungen. Auch hier ist es unnütz und für alle nur schädlich, weiter sezieren zu wollen. Was die Vererbung angeht - hier liefert die Medizin fast laufend neue Erkenntnisse. Vor nicht allzu langer Zeit glaubten einige unserer Opas und Omas an Darwin - das hat zu furchtbaren Verbrechen geführt. Jetzt ist ständig die Rede von der Epigenetik. Mag das alles sein, wie es ist - ich werde sicher ein unverwechselbares Unikat von Kind bekommen. Und zwar, weil wir - jeder von uns - genau dasselbe sind, nämlich unverwechselbare Unikate. Weder ein genaues Abbild der Genetik einer Spenderin / eines Spenders, noch das Resultat nur von 'Umwelt' oder 'Erziehung'.
    Julia, ich bin sicher, Du machst alles ganz richtig. Ich kann mich noch genau daran erinnern, als meine erste (genetisch) eigene Tochter auf die Welt kam, beäugte ich sie 'mistrauisch', ob sie vielleicht meinem, wenig charmanten und ziemlich oberflächigem, Schwiegervater ähnlich ist vom Charakter. Dauernd fragte ich mich, warum ich das Leben ohne Kind nicht noch mehr ausgekostet habe. Diese Zweifel sind so kurz nach der Geburt (= eine enorme Lebensumstellung) wahrscheinlich ganz normal. Mir ist es dann wichtig gewesen, diese Zeit bewußt zu genießen, damit ich nicht wieder im Nachhinein 'hinterhertrauere'. Und mit dem Genießen bin ich immer noch beschäftigt (war viel bereichernder und angenehmer, als mir den Kopf über Dinge zu zerbrechen, auf die ich sowieso keinen Einfluß hatte) :D
    Zum Schluß noch ein Spruch, den ich auf der Weihnachtskarte eines Kollegen gelesen habe: Zuerst kommt die Dankbarkeit, dann das Glück - umgekehrt funktioniert es nicht. (Diesen Satz werde ich übrigens in 2 Tagen Mr. Hayden sagen, wenn er sich nicht ausreichend über Socken und Krawatte freut :D)
    Hayden :tannenbaum:

  • Puce
    4-Zeller
    Beiträge
    97
    • 1. Januar 2010 um 17:28
    • #15

    Re: Entstehung unseres Babies - EMS und Grübeleien ... :(

    Meine Lieben
    unser Sohn ist komplett "fremd" und ich hatte eigentlich nie meine Bedenken, ob ich mich nun je einmal erklären müsse. In der Familie meines GG und meiner Familie gibt es über 2 Generationen hin alles an Haarfarbe, Augen und Charakter. Da hätte dann halt irgendeine Omi herhalten müssen. Da mein Mann und ich A und B Als Blutgruppe haben, war auch hier kein Problem in Sicht. Ich habe eingentlich nie einen Gedanken an die Spenderin oder den Spender "verwendet", klar dankbar bin ich für dieses Geschenk, logo!
    So, unser Sohn wurde geboren und hatte am Anfang leicht rote Haare (mein erster Gedanke: NEIIIN wie meine Schwester) dann kam meine Mutter ins KH, untersuchte den Enkel und stellte fest: also bei uns in der Familie hat niemand ein Doppelkinn :eek: ich war erst geschockt und da kam mir natürlich schon weiss der Geier was in den Sinn. Als meine Mutter den Kleinen das erste Mal wickelte, sagte sie, der hat ja die gleich komischen Zehen wie ich, der kommt ganz nach meiner Familie. Soviel zum Thema "Ähnlichkeit" im Babyalter
    Nun ist unser Sohn 2 1/4 Jahre alt und sieht offenbar meinem Bruder und mir aus dem Gesicht geschnitten aus, und hat nun nichts mehr mit meiner Schwester gemeinsam. Meinem Mann gleicht er in der Augenfarbe und Charakter :oops: neja also den Dickkopf kann er von uns Allen haben, das Musiklaische wird meinem Bruder angedichtet, das Klettern meinem Mann, die Grösse seinen Cousins etc. etc. Noch nie hat uns jemand gesagt, er würde uns nicht gleichen....

    Daran, dass er fremd ist, daran denken wir nicht mehr, und wir werden ihn auch nicht aufklären, ausser es würde wegen einer DNA nötig sein

    Kommt Zeit, kommt Entspannung!

    Geniess Euer Glück

  • hortensia
    Morula
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    • 3. Januar 2010 um 05:34
    • #16

    Re: Entstehung unseres Babies - EMS und Grübeleien ... :(

    Liebe Puce,

    herzlichen Dank für Dein Posting.

    Das tröstet mich sehr ! Lieb von Dir.

    Ganz liebe Grüsse und
    ein tolles 2010 für alle

    Hortensia

    <a href="http://lilypie.com"><img src="http://bd.lilypie.com/POaXp2.png" alt="Lilypie Ich erwarte ein Baby Ticker" border="0" /></a>

  • Evchen
    4-Zeller
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    • 10. Januar 2010 um 01:01
    • #17

    Re: Entstehung unseres Babies - EMS und Grübeleien ... :(

    Hallo Ihr Lieben,
    da kucke ich nach Jahren mal wieder rein ins Forum und muss gleich meinen Senf dazu geben.
    Meine Pilsen-Twins sind nun schon 4 Jahre alt - Wahnsinn, wie die Zeit dahinrast!
    Ich habe ja den direkten Vergleich zwischen IVF- und EZS-Nachwuchs. Meiner genetischen Tochter gegenüber empfinde ich eine größere Normalität und Selbstverständlichkeit ihres Daseins - darum bin ich mit ihr vielleicht sogar manchmal strenger und ruppiger. Bei den Zwillis ist ständig eine große Dankbarkeit präsent - gegenüber dem Schicksal/dem lieben Gott, der Spenderin, den Docs und meinem gutwilligen Mann (in dieser Reihenfolge). Wenn ich die unbändige Lebenskraft und Lebensfreude meiner Minis jeden Tag so erlebe und wenn ich sie dann abends friedlich in ihren Bettchen schlummern sehe, staune ich immer wieder über dieses Wunder. Es ist mir immer bewußt, dass sie ein genetisches Geschenk sind, und gerade weil es so langwierig und exotisch war, diese Kinder zu empfangen, liebe ich sie über alles - vermutlich noch mehr, als wenn es meine eigenen Eizellen gewesen wären. Übrigens sind meine drei Kids alle so unterschiedlich, die könnten von drei verschiedenen Müttern sein - nur nicht von mir.
    So geht's mir - und im übrigen versuche ich zwischen Wäsche- und Spielzeugbergen irgendwie den Überblick zu behalten.
    Liebe Grüße
    Euer Evchen

  • meg19
    Morula
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    • 6. April 2010 um 03:45
    • #18

    Re: Entstehung unseres Babies - EMS und Grübeleien ... :(

    Hallo zusammen,

    auch mein Mann und ich wissen, dass wir ein übergroßes Geschenk und eine ebenso große Verantwortung mit der Geburt unseres Sohnes erhalten haben. Wir haben uns entschieden, unseren Sohn aufzuklären. Dazu gehört neben Biologie und Medizin aber auch ganz viel Gebet und für uns die Gewissheit, dass wir von Gott als seine Eltern ausgesucht wurden. Neben dem biblischen Taufspruch haben wir noch einen sehr schönen weltlichen Spruch von Friedrich Weinreb gefunden und in das Taufgebet eingearbeitet. Auch ein Stück weit, um Familie und Freunde auf seine Geschichte vorzubereiten.

    Guter Gott,
    vielleicht ist der Sinn der Schöpfung das, was man so schwer verständlich als Liebe umschreibt: das Schenken, das Verzeihen, die Güte, die Überraschung, die gute Botschaft.
    Öffne unsere Herzen für die Liebe zu diesem Menschen. Lass uns von der Liebe Gottes erzählen, wenn *Sohnemann* beginnt, nach dem Sinn und Ziel seines Lebens zu fragen.

    LG @all, Meg

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  • frowlein
    Blastozyste
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    714
    • 6. April 2010 um 10:44
    • #19

    Re: Entstehung unseres Babies - EMS und Grübeleien ... :(

    Liebe meg,

    ich als Agnostikerin habe ja mit der Institution Kirche nicht so viel "am Hut" (und mit dem "Bodenpersonal" gleich schon mal gar nichts), doch ich erkenne natürlich dennoch, mit welch erkennbar großen Liebe, Fürsorge und auch mit in die Zukunft gerichtetem Bedacht Ihr den Taufspruch gewählt habt.

    Die besten Voraussetzungen, um Euch des Vertrauens Eures Sohnes in Euch würdig zu erweisen.

    Zu pathetisch??

    Nun, "42" wäre natürlich auch eine Antwort.... ;)


    frowlein

    Bj.62, POF dx 1999,
    EZS IVI
    Ostern 2000: neg.
    Okt. 2000 --> Zwillinge 06/01 (Ende 36.SSW, 1x spontan, 1x Notsectio)

  • meg19
    Morula
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    • 6. April 2010 um 12:15
    • #20

    Re: Entstehung unseres Babies - EMS und Grübeleien ... :(

    [quote author=frowlein link=topic=6133.msg87979#msg87979 date=1270543477]
    Nun, "42" wäre natürlich auch eine Antwort.... ;)
    [/quote]

    Jepp! Das wäre auch möglich.
    Jetzt weiß ich, warum zur Taufe gerne Handtücher verschenkt werden. :D

    LG von Meg, die wieder im Hier angekommen ist und ihren Sohn immer noch unendlich liebt.

    [Blockierte Grafik: http://www.wunschkinder.net/forum/ticker/tick/12/11/2009/32/15//0/0/0/204.png]
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