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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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Beiträge von Curry

  • Google Baby

    • Curry
    • 5. September 2010 um 19:34

    Die folgende preisgekrönte Doku lief am Samstag zum ersten Mal im deutschen Fernsehen.

    http://videos.arte.tv/de/videos/google_baby-3395568.html

    Vielleicht interessiert es ja jemanden.

    Hier die Spiegel-Besprechung dazu:

    http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,715327,00.html

    LG Curry

  • Langer Bericht über EZSP in Monalisa, ZDF, mit Interviews etc.

    • Curry
    • 23. Februar 2010 um 00:49

    Re: Langer Bericht über EZSP in Monalisa, ZDF, mit Interviews etc.

    PetraEZSP: Na ja, klingt lustig, was du schreibst, und die Novelle hört sich gut an, meint aber wahrscheinlich ein anderes Klientel: wohl eher die "Gutmenschen", die nichts falsch machen wollen, oder?

    Aber es ist doch wohl schon ein Unterschied, ob ich Lebensmittel einkaufe - oder ein Kind, oder? Ja, ja, ich weiß, das wolltest du so auch nicht sagen :lol: Und natürlich geht es auch um das "moralische Dilemma" EZSP, Globalisierungsprobleme etc, von denen Du schreibst... Aber das stand für mich bei meinem letzten Beitrag gar nicht so im Vordergrund, darauf wollte ich die Betonung gar nicht so legen. Mir ging es eigentlich darum, dass die wichtigste Sache, die man im Leben vorhat, nämlich ein Kind, oft möglichst beiläufig und billig geplant wird. Ohne Gedanken an die Folgen, wie zB dass man dem Kind die Spenderin nicht nennen kann, wenn man nach Osteuropa geht, das Matching undurchsichtig ist etc... Wir hätten uns die USA leisten können, hätten dann aber auf andere Dinge verzichten müssen. Aber wäre es das nicht wert gewesen? Habe meinen Beitrag deshalb durchaus auch als Selbstkritik gemeint.

    Die USA sind auch nicht soooo viel teurer, siehe zB die Preise hier: http://www.advancedfertility.com/ (eines der besten Center in den USA) Da Komplettpreise für mehrere Versuche und Rückzahlungsgarantie bei Misserfolg etc... Allerdings ist natürlich der logistische Aufwand ein bisschen größer.

    VG Curry

  • Langer Bericht über EZSP in Monalisa, ZDF, mit Interviews etc.

    • Curry
    • 4. Februar 2010 um 00:54

    Re: Langer Bericht über EZSP in Monalisa, ZDF, mit Interviews etc.

    Hallo,

    ehrlich gesagt quält mich nicht erst seit diesem Bericht mein schlechtes Gewissen. Irgendwie wusste man das ja schon vorher, wenn man zur EZSP in arme oder ärmere osteuropäische Länder fährt. Auch Russland zählt für mich dazu, ich habe gesehen, wie schlecht es da vielen Menschen geht. Rumänien ist sicher extrem arm, aber auch in den anderen Ländern ist die Armut groß.

    Ich komme mir sehr bigott vor, so wie die Leute hier in Deutschland, die sagen, ja, ich bin gegen Lohndumping und Ausbeuterei, aber natürlich will ich nur das Billigste haben, und deshalb kaufe ich bei Schlecker. Nach dem Motto: schlimm, was da mit den Arbeitskräften gemacht wird, aber so lange es billig ist, muss ich nunmal dort kaufen. So ist es ja mit vielen Dingen. Man prangert Dinge an, aber sobald man mehr dafür zahlen soll, will man sich nicht mehr damit beschäftigen. Bloß nicht zu viel zahlen.

    Und so denke ich mir sehr oft: mensch, ich hatte die Wahl, ich hätte auch in die USA, Israel oder Spanien zur EZSP gehen können, ist zwar teurer, aber dafür weiß ich ganz genau, dass dort alles eindeutig geregelt ist und die Frauen angemessen bezahlt werden und nicht überstimuliert. Außerdem hätte ich immer gewusst, wer die Spenderin ist bzw. hätte dieses Wissen an mein Kind weiter geben können. Wer aber in ein osteuropäisches Land geht, hat ja immer die Ausrede, ich hab ja eh keine Chance zu erfahren, wer die Spenderin ist, also nutzt es auch nichts wenn ich aufkläre.

    Aber ich frage mich jetzt:
    War mir mein Kind nicht die beste Behandlung der Spenderin wert? Hätte ich statt Geld in Haus, Auto, Reisen zu investieren, nicht statt dessen Geld in eine Behandlung in den USA oder Spanien oder Israel investieren sollen? Ist es nicht meine eigene Schuld, mein eigener Geiz, dass ich meinem Kind später einmal nicht seine genetische Mutter präsentieren kann? Ist es nicht meine eigene Bequemlichkeit, dass ich möglichst ohne größere Umstände eine EZSP machen wollte, die verhindert, dass die Bedingungen für die Spenderinnen und mein Kind besser sind? Mache ich es mir nicht ein wenig zu leicht? Ich hätte ja die Wahl gehabt.

    Mir läuft immer ein Schauer über den Rücken, wenn ich hier lese, "geh nach Tschechien, dort oder dort hin, da kostet die EZSP nur 3000 Euro, nein, das sehe ich nicht ein, mehr dafür zu bezahlen, wofür wollen die in Spanien, USA etc soviel Geld usw usw."
    Ich denke dann immer, das klingt so, als will man ein Discounter-Kind, möglichst billig und ohne große Umstände, soll alles noch so möglich sein, zwischen Job und Hausbau.

    Und zur Überstimulation: ob man da in den Kliniken immer die Wahrheit gesagt bekommt, ob nicht heimlich doch Egg-Sharing gemacht wird? Angeblich haben alle immer nur so 6 EZ, dabei sind es junge Frauen, und es geht ja auch wirklich um Geld. Vielleicht wird einem das nur so gesagt? Wer kontrolliert das? Und ich denke mir auch, bei den osteuropäischen Kliniken sind angeblich alle Spenderinnen Studentinnen. Ist das nur Werbung, die darauf zielt, dass alle ein schlaues Kind wollen, auch wenn sie selbst vielleicht nicht so viel erreicht haben? Aber es sind doch nicht alle Empfängerinnen studierte hochintelligente Frauen, vielleicht wärs da manchmal doch besser, wenn ein anderes "matching" gemacht würde? Eben so wie es in den USA gemacht wird, wo nicht nur Studentinnen spenden, sondern auch junge Frauen aus "einfachen" Berufen wie Krankenschwestern, Sekretärinnen, Verkäuferinnen, Polizistinnen etc und man sagt, eine Krankenschwester o.ä. braucht ja nicht unbedingt die EZ einer Harvard-Absolventin.

    Na, ich wollte eigentlich nicht so lang schreiben. Klingt vielleicht auch verworren. Aber der Bericht hat mich sehr nachdenklich gemacht.

    Viele Grüße von Curry

  • Langer Bericht über EZSP in Monalisa, ZDF, mit Interviews etc.

    • Curry
    • 1. Februar 2010 um 18:32

    Gestern lief ein langer Bericht über die EZSP in einem Beitrag von MonaLisa, ZDF.
    Auf der Homepage kann man sich den Bericht anschauen und die ganzen Interviews mit Prof Kentenich und Dr. Graumann lesen sowie ein paar Hintergrund-Informationen. Es soll wohl auch ein Forum mit Diskussion geben, aber das habe ich nicht gefunden.

    Da ich nicht weiß, wie lange die Sendung noch online ist, hier der Link für alle, die es interessiert:

    http://www.monalisa.zdf.de/

    Viele Grüße
    Curry

  • Entstehung unseres Babies - EMS und Grübeleien ... :-(

    • Curry
    • 22. Dezember 2009 um 13:59

    Re: Entstehung unseres Babies - EMS und Grübeleien ... :(

    Hallo Julia und Hortensia und auch die anderen,

    ich bin nun gerade nach einer EZS in Russland schwanger geworden, eigentlich wollte ich mich zurückziehen, aber nun möchte ich doch etwas zu diesem Thema schreiben.

    Ich kann die Traurigkeit sehr gut nachvollziehen, ich habe sie schon jetzt!! Ich denke sehr oft darüber nach, dass ich wenn alles gut geht ein Kind haben werde, was die vermischten Gene von meinem Mann und einer anderen Frau haben wird. Ich finde das traurig, dass ich mich nicht mit meinem Mann "vermischen" konnte. Es ist ein tiefer Stich, ein seelischer Schmerz, mit dem ich lernen muss, umzugehen.

    Ich glaube, dass das ganz normal ist und eben ein Teil dieses Kinderwunschweges, dieses Weges der EZS/EMS. Es ist kein normaler Weg, und man kann nicht einfach so tun, als wäre alles ganz normal. Ich habe hier auch immer wieder von EZS-Eltern gelesen, die immer wieder geschrieben haben, dass die Gene für sie keine Rolle mehr spielen. Ich habe ihnen nie so richtig geglaubt. Ich glaube das nicht, wenn jemand keine genetischen Kinder kriegt, und behauptet, es sei ihm egal. Sich fortpflanzen heißt nunmal in erster Linie zunächst seine Gene weiter zu geben. Wie bei Adoptiv- und Pflegekindern geben wir nicht mehr unsere Gene weiter, sondern "nur" noch unsere Werte, die Erziehung etc. Ich will das nicht gering schätzen, wir sind Eltern, Mütter. Aber es fehlt eben ein Teil, der auch einen großen Teil des Elternsein ausmacht. Sich in den eigenen Genen wiederzuerkennen. Die EZS/EMS ist für mich einzig und allein die Alternative zur Kinderlosigkeit. Könnte ich eigene Kinder bekommen, dann würde nicht einen einzigen Gedanken daran verschwenden.

    Und dass die EZS/EMS eben nur die schlechtere Alternative zu eigenen Kindern ist, zeigt ja schon, dass etwas fehlt. Denn jede von uns würde natürlich, wenn sie könnte, die bessere Alternative wählen und genetische eigene Kinder bekommen. Nun müssen wir eben in den sauren Apfel beißen und uns arrangieren. Und offensichtlich wäre es für die meisten von uns die noch schlechtere Alternative, überhaupt keine Kinder zu bekommen. Vielleicht ein Beispiel: am besten ist es, zwei Beine zu haben. Wenn dir aber ein Bein fehlt, dann nimmst du auch eine Krücke und bist froh darüber und denkst, immer noch besser als keines zu haben oder im Rollstuhl zu sitzen. Dein Leben lang aber wirst du damit zurecht kommen müssen, dass die Mehrheit der Menschheit zwei Beine hat und wunderbar durchs Leben laufen kannst, während du einen Weg finden musst, mit deiner Behinderung zu recht zu kommen. Man kann nicht einfach so tun, als hätte man jetzt auch zwei Beine, denn man wird ja jeden Tag daran erinnert werden, dass es nicht so ist. Weiß nicht, ob deutlich wird, was ich meine. Ich meine, dass die Traurigkeit über das fehlende Bein normal ist, aber das man lernen muss und wird, damit zurecht zu kommen. Vielleicht im Laufe der Jahre immer besser. Vielleicht auch nicht. Das ist eine Frage des Naturells und der Umstände. Wenn dein Kind so ganz anders wird als du, dann wird man natürlich täglich mit der Nase darauf gestoßen. Wenn es eher rebellisch ist und dich in der Pubertät ablehnt, dann auch. Und da hilft auch nicht der Gedanke, dass es auch Eltern mit leiblichen schwierigen Kindern gibt. Denn man selbst weiß ja, und hat ständig im Kopf, dass es nicht sein leiblicher Abkömmling ist. Aber vielleicht wird es ja ein liebes, braves, anhängliches Kind, das dir vom Naturell ähnelt. Dann ist es vielleicht leichter, damit umzugehen. Das meine ich mit Umstände.

    Ich bin Biologin, und manchmal habe ich das Gefühl, dass hier die Vererbungslehre von vielen vielleicht auch nicht richtig verstanden wird. Auch wenn es rezessive Gene gibt, die weitergegeben werden können, und so bei manchen Kindern die Großeltern durchschlagen, so sind die meisten Kinder doch eine gute Mischung der dominanten Gene ihrer Eltern. Es ist jetzt zu kompliziert, dies hier weiter zu erläutern. Jedoch kommt ja hinzu, dass nicht nur das Äußere vererbt wird, sondern eben auch Temperament, Charakterzüge etc. Von meinem Kind weiß ich, dass die Hälfte seiner Gene von seiner genetischen Mutter kommen werden, egal ob es meinem Mann äußerlich ähnelt. Und ich weiß auch, was das bedeutet und wie wichtig es ist. Leider.

    Julia, bitte komme dir nicht krank vor. Sicher ist es in diesem Forum wie im richtigen Leben: es gibt nachdenkliche Menschen, kluge und intelligente Frauen, die auch in die Zukunft blicken, und es gibt eben auch andere, weniger nachdenkliche, die machen sich keine Gedanken, und wenn man sich im richtigen Leben treffen würde, wäre man vielleicht geschockt, und es würde einen nichts verbinden außer dem Thema Kinderwunsch. Es ist wie bei den Kolleginnen: manche schätzt man, unterhält sich gerne, und manche hält man eben einfach für oberflächlich und vielleicht auch nicht so intelligent und meidet den Kontakt. Und dann gibt es ja auch die, die nie zugeben, dass es ihnen schlecht geht. Die immer gut drauf sind, immer gut gelaunt, alles ist immer toll und sie sehen immer in eine strahlende Zukunft. Die selbst nach einer total öden Feier noch jedem am nächsten Tag erzählen müssen, wie viel Spaß sie hatten. Und die einem jahrelang erzählt haben, wie toll ihre Beziehung ist, und plötzlich stehen sie da und haben sich von heute auf morgen von ihrem Partner getrennt. Und im Nachhinein war dann doch alles nicht sooo toll. Sie haben ihren Kollegen immer nur erzählt, dass alles toll war, damit sie es selbst glauben können. Und vielleicht gibt es hier ja auch viele, die in Wirklichkeit total unsicher bezüglich ihres Weges sind und sich durch das ständige Wiederholen und Schreiben hier im Forum, wie normal doch die EZS für sie ist, einfach nur selbst versichern wollen. Die wenigsten hier kennen sich persönlich, man kann sich keinen optischen Eindruck machen, keine Gesten, keine Körperhaltung sehen, die Sprache nicht hören. Im Grunde kennt man sich gar nicht. Es ist nur eine vordergründige Nähe.

    Vieles hier hat auch mit dem Thema Aufklärung oder nicht zu tun. Mit Ängsten unterdrücken und wegreden oder zugeben und einen Weg finden, der vielleicht komplizierter ist, aber langfristig der richtige. Es gibt da ja ein eigenes Forum zu. Deshalb schreibe ich jetzt hier nichts weiter dazu, und außerdem ist mein Sermon eh lang genug geworden. Wollte gar nicht so viel schreiben. 'schuldigung! :-?

    Curry

  • Aufklärung EZS

    • Curry
    • 8. Oktober 2009 um 00:42

    Re: Aufklärung EZS

    hallo frowlein,
    danke für diesen sehr interessanten Beitrag. Ich habe hier noch nicht so viel von Müttern älterer EZSP-Kinder gelesen, das fand ich immer schon schade. Wenn die Babys frisch geschlüpft sind, liest sich alles immer so leicht, interessant sind aber gerade die Langzeit-Erfahrungen. Du scheinst sehr souverän und deiner Sache sehr sicher zu sein. Das ist sicher gut für die Kinder.
    Ich habe selbst neulich in meiner KiWu-Praxis, die in Sachen EZSP mit einer Klinik im Ausland kooperieren, gemerkt, wie entwaffnend Offenheit sein kann. Dort bin ich im Wartezimmer mit einer Frau ins Gespräch gekommen, die mit ihrer Tochter da war, die ganz anders als die Mutter aussah. Ich sagte, die Kleine kommt wohl nach dem Papa und erhielt als Antwort: "Nein, überhaupt nicht, sie muss nach ihrer genetischen Mutter kommen, es war eine Eizellspende." Ich war einen Moment baff und habe dann gesagt, dass sie aber sehr offen mit dem Thema umginge. Die Antwort: "Natürlich, warum denn nicht. Ich bin 50 und das Kind ist zweieinhalb. Unser erster Sohn ist vor zehn Jahren bei einem Motorradunfall gestorben." Danach spielte das Thema EZSP keine Rolle mehr.
    Ich bin auch in der Entscheidungsfindung, aber es ist schon eher eine Grundsatzfrage (aufklären oder die EZSP sein lassen), denn ich glaube (leider) nicht, dass ich noch so sehr die Wahl habe: die Gefahr, dass die Kinder in 20 Jahren die Wahrheit leicht durch genetische Tests erfahren werden, ist heutzutage einfach zu groß, insbesondere bei Müttern über 40 liegt dann der Verdacht nahe, dass...

    Nadja: ich glaube nicht, dass es in 10, 20 Jahren noch anonyme EZSP geben wird. Ähnlich wie beim Thema Adoption wird man dann aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Diese medizinische Möglichkeit gibt es noch nicht so lange, die heutigen EZSP-Kinder werden später ihre eigene Lobby sein und sich dafür einsetzen, dass es nur noch die offene EZSP gibt. Auch viele russische und tschechische Ärzte wären dafür, können aber aufgrund der derzeitigen Gesetzeslage in ihrem Land gar nicht anders handeln.

    LG Andrea

  • Heute 22 Uhr auf SWR Thema Wunschkinder mit Eizellspende und Doc Maly!!!

    • Curry
    • 26. September 2009 um 16:15

    Re: Heute 22 Uhr auf SWR Thema Wunschkinder mit Eizellspende und Doc Maly!!!

    hallo columbia: bitte, du hast mich missverstanden. erstens fordere ich so einen psychotest nicht. Und dann ist es doch ein Utnerschied, ob man sein genetisch eigens Kind durch ICSi bekommt, oder bei dem Kind soziale und genetische Elternschaft/Mutterschaft auseinanderfallen - ähnlich wie bei der Adoption. Mit den Schwierigkeiten, die das Kind dadurch haben könnte, zu leben, erfordert eine sehr große psychsiche Reife, deshalb u.a. gibt es bei der adoption die psychologische Überprüfung. Viele Adoptivbewerber finden das in der Tag diskriminierend. Es war nur ein Gedankenspiel von mir, dass bei so etwas vielleicht eventuell bei einer offenen EZS auch kommen könnte.

    ja, ich finde es extrem schwierig mit der EZSP offen umzugehen, und kann mir vorstellen, dass ich nicht die einzige bin. Oder vielleicht doch.... :(

  • Klinik Avapeter in St. Petersburg; ausführlicher Bericht.

    • Curry
    • 26. September 2009 um 16:02

    Re: Klinik Avapeter in St. Petersburg; ausführlicher Bericht.

    Hallo, ich möchte mich nur kurz vorstellen.
    Ich werde auch zur EZS zu Avapeter gehen und würde deshalb gerne bei euch mitschreiben.
    Ich bin 40 Jahre alte und habe sechs negative ICSIs hinter mir. Ich habe immer genügend Eier produziert, auch gute Qualtität, aber es hat sich keines eingenistet. Vor den Behandlungen war ich zweimal schwanger - aber immer mit Fehlgeburt. Vielleicht versuche ich noch eine letzte eigene ICSI in St. Petersburg, das werde ich im vorgespräch klären.
    LG Curry

  • Wir wollen unser Kind über die EZ informieren, brauchen Rat

    • Curry
    • 26. September 2009 um 15:51

    Re: Wir wollen unser Kind über die EZ informieren, brauchen Rat

    vielleicht kennst du den klassiker von Irmela Wiemann "Wie viel Wahrheit braucht mein Kind?" schon? rororo-Taschenbuch, 10,80 euro. Es geht hier zwar überwiegend um "Lügen des Alltags" (zB Klapperstorch, Nikolaus, Osterhase), aber auch um Kinder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien, Kinder, die durch Vergewaltigung entstanden sind und ein Kapitel lautet eben auch "ungewöhnliche Bedingungen bei der Zeugung des KIndes". Dort geht es um Samen- und Eizellspendekinder. In dem Buch geht es in erster Linie um die familieninterne Vermittlung (nicht warten, bis das Kind fragt, früh anfangen, keinen Spielraum für wilde Fantasien lassen, sondern immer sachlich das Thema behandeln, seine eigenen Gefühle frühzeitig klären und nicht wegschieben, glaubwürdig bleiben etc)
    Im deutscher sprache kenne ich sonst nichts, fast alles sonst kommt aus den USA und ist noch nicht übersetzt. Auch pädagogische Kinderbücher gibt es bisher nur in englisch.
    Vielleicht findet sich ja hier im Forum jemand, der ein Buch in deutscher Sprache über die Aufklärung schreiben will ;)

  • Heute 22 Uhr auf SWR Thema Wunschkinder mit Eizellspende und Doc Maly!!!

    • Curry
    • 26. September 2009 um 15:40

    Re: Heute 22 Uhr auf SWR Thema Wunschkinder mit Eizellspende und Doc Maly!!!

    Nadja, Malo: Hm, ich habe ja gesagt, dass Du recht hast. Das ist wohl DAS Problem, mit dem alle Nichtaufklärer leben müssen. Ich bin sogar überzeugt davon, dass es in ein paar Jahren überhaupt keine anonymen Eizellspenden mehr geben wird, weil die Lobby der Spenderkinder so groß werden wird, dass sie für die offene Spende kämpfen werden (siehe das Spenderkind aus der Sendung). Auch Dr. Maly sagte in der Sendung, er persönlich würde eine offene Eizellspende (und Samenspende) befürworten, könne die Gesetze in Tschechien aber nicht ändern.
    Ich denke, wir leben derzeit in einer Übergangszeit hin zur offiziellen Akzeptanz. Wer jetzt allerdings seine Kinder aufklären will, braucht sehr viel Stärke und Souveränität. Denn schließlich muss man dann damit relativ früh beginnen, das heißt im Kindergarten-Alter. Gerade dann aber plappern Kinder sehr viel, und das bedeutet, das sie die Erklärung weiter erzählen werden und die anderen Kinder, Eltern, Kindergärtnerinnen etc erfahren werden, was man erzählt hat. Es werden Fragen kommen, zB von den Kindergärternerinnen, die wissen wollen, was das Kind damit meint, das Mami ein Ei von einer anderen Frau gespendet bekommen hat, das in ihrem Bauch eingesetzt worden ist und aus dem das Kind jetzt entstanden ist.
    Es ist eine sehr schwierige Situation. Ob die Eltern solchen Situationen psychisch gewachsen sind, ob ein Paar solche und andere Fragen aushält, wird bei einer Adoption heutzutage abgeprüft durch psychologische Prüfung. Bei einer Eizellspende aber nicht. Vielleicht wird das kommen, wenn es nur noch offene Eizellspende geben wird, dass man vorher zum Psycho-Test muss. Aber ich frage mich, was ihr den Kindergärtnerinnen etc dann erzählen werdet.

    Stein-Weiß: Du hast sicher einen Vorsprung in dieser Hinsicht durch die Adoption. Es ist toll, dass deine Tochter keine Probleme mit ihrer Adoption hat. Das zeigt ja, dass du alles richtig gemacht hast. Aber es gibt auch andere Beispiele

  • Heute 22 Uhr auf SWR Thema Wunschkinder mit Eizellspende und Doc Maly!!!

    • Curry
    • 24. September 2009 um 10:03

    Re: Heute 22 Uhr auf SWR Thema Wunschkinder mit Eizellspende und Doc Maly!!!

    Hallo Elephaba, hallo Malo,

    danke für die Begrüßung :).

    Ja, ich bin "Anfängerin" auf dem Gebiet der EZSP... lese hier rum und suche die "richtige" Klinik, finde alles nicht so einfach, ist wahrscheinlich vielen am Beginn so ergangen.

    Natürlich habe ihr recht, dass es moralisch besser wäre, es dem Kind zu sagen, und ich will hier auch nicht die üblichen Entschuldigungen vorbringen, nach dem Motto "es ist das Beste für das Kind, es ihm nicht zu sagen". Das glaube ich nämlich nicht. Jedoch habe ich Angst, dass meine Beziehung zu dem Kind darunter leidet und es vielleicht wütend auf mich ist. Ich befürchte, irgendwann würde mir dann so eine wütende und undankbare Frau, wie das Samenspende-Kind gegenüber sitzen, mich anschreien oder nicht mehr mit mir reden. Oder es sagt mir als Kind im Trotz einfach "du bist doch eh nicht meine Mutter" etc..

    Ich bin 40 und hoffe, dass ein EZSP-Kind später aufgrund meines Alters mal keinen Verdacht schöpft. Auf der anderen Seite - hätte ich selbst heute eine 41/ 42jährige Mutter, würde ich auf alle Fälle heimlich einfach mal einen Gentest machen. Weil ich es einfach wissen wollen würde.
    Wahrscheinlich hätte ich mit dem Lügen gar nicht soooo große Probleme :oops:, wenn nicht die Gefahr so groß wäre, dass man in ein paar Jahren sehr leicht und billig DNA-Tests machen kann und die Wahrheit ans Licht kommt. Das ist irgendwie eine tickende Zeitbombe, und ich habe die Befürchtung, dass mir diese Angst bei einer erfolgreichen EZSP immer im Nacken sitzen und mich belasten würde. Deswegen hatte mich interessiert, wie andere "Nichtsager" mit dieser latenten Angst umgehen.

    LG Curry

  • Heute 22 Uhr auf SWR Thema Wunschkinder mit Eizellspende und Doc Maly!!!

    • Curry
    • 20. September 2009 um 22:39

    Re: Heute 22 Uhr auf SWR Thema Wunschkinder mit Eizellspende und Doc Maly!!!

    http://www.swr.de/nachtcafe/-/id…ud7u/index.html

    hallo,

    hier ist der link zum video mit der sendung. Ich weiß nicht, wie lange er noch online bleibt - deshalb sollten alle, die es interessiert mit dem anschauen nicht zu lange warten. Habe heute nachmittag auch eineinhalb stunden geschaut. Aufgeregt habe ich mich nur über die unsägliche Fundamental-Christin. Richtig sympathisch fand ich Sylvia Malkmus. Angst gemacht hat mir allerdings das Samenspender-Kind. Ich stehe noch am Anfang zur EZSP und wollte mein Kind, sollte ich denn mal schwanger werden, nicht aufklären. Nun frage ich mich, was passiert, wenn die Kinder später einmal doch heraus bekommen, wie sie entstanden sind. Ich finde das nicht unwahrscheinlich, das sie das in ein paar Jahren problemlos können. Habe hier ein bisschen quer gelesen und bin erstaunt, das das gar kein so großes Thema für die meisten ist. Wie kann man denn verhindern, das die Kindern später einmal ihre Entstehungsgeschichte herausfinden? Gibt es da Möglichkeiten?

    lg curry

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