Re: Wochenbettdepression nach EMS
Ihr lieben Frauen,
ich wollte mich nochmal melden und über den Stand der Dinge berichten.
Nachdem ich wochenlang durch die Hölle gegangen bin, habe ich vor 4 Wochen eine stationäre Therapie
angefangen, die mir sehr gut tut. ICh habe mich lange gesträubt aber es war genau das richtige.
Ich kann endlich meinen kleinen Sohn genießen und würde ihn niemehr hergeben. Allerdings habe ich noch einen
langen Weg vor mir, da ich jetzt erst verstanden habe wie krank ich bin. Nehme auch Antidepressiva und kann mich wohl auf eine lange Psychotherapie
einstellen. Aber ich habe mittlerweile die Hoffnung, dass ich am ende mit einem glücklichen Familienleben belohnt werde.
Allen denen es ähnlich geht wie mir kann ich nur sagen: Holt euch Hilfe, wartet nicht lange! Alleine schafft man es fast nicht. Eure Kinder werden es euch später danken.
Allen, die mir hier Mut zugesprochen haben sage ich herzlichen dank! Ich bin froh, dass hier niemand mit Schuh und Strümpfen über mich hergefallen ist.
Mittlerweile weiss ich, dass bis zu 20% aller Frauen nach der Geburt unter einer postpartalen Depression leiden. Und gehäuft kommt das nach künstlicher Befruchtung vor. Ich kann mir also nicht vorstellen, dass nun grade bei EZS/EMS Geburten diese Zahlen anders sein sollen.
Für die, die auch eine schwere Zeit durchnmachen und sich vielleicht nicht trauen in diesem Forum darüber zu berichten kann ich nur sagen: ICh bin mir sicher, es geht vorbei und alles wird gut, wenn Ihr euch nur Hilfe holt.
Liebe Grüße
Julia