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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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60-jährige Mütter - Was ist normal?

  • 17. Januar 2003 um 10:42
  • 8-Zeller
    Beiträge
    88
    • 17. Januar 2003 um 10:42
    • #1

    Also folgendes:
    Viele, viele (auch ich) haben sich im zuge diverser Diskussionen (auch im Zusammenhang mit dem Report von Herrn Kurz) dazu geäußert, ob sie das OK oder nicht OK finden und ob die Ärzte schuld sind, die sowas machen, oder ob es verantwortungslos seitens der Mütter ist, sich mit 60 einen Kinderwunsch zu erfüllen.
    Ich habe wirklich entsetzlich lange darüber nachgedacht (auch die Diskussion im österreichischen Fernsehen darüber gesehen, wo sogar Dr. Fischl - ein bekannter österreichischer Repro-Mediziner - der Meinung war, es sollte vom ALter her begrenzt sein, jedoch wäre das juridisch schwer machbar) und bin zu dem Schluß gekommen, daß diese Diskussion über das Alter absolut unnötig ist.

    Sache ist doch die:
    Was wir als "normal" betrachten leitet sich doch einzig und allein daraus ab, was wir als "innerhalb der Norm" erleben, das heißt, etwas, das eben häufig genug passiert, sodaß es als (Denk-)Möglichkeit akzeptiert ist. Und diesbezüglich ist es halt so, daß es für viele Ereignisse, die später akzeptiert worden sind, ein "nicht akzeptiertes erstes mal" gegeben hat. Beispiele betreffen hier das, was als sittlich resp. unsittlich betrachtet wurde (gemischtfarbige Eheschließungen, Homo-Ehen, Frauen an den Universitäten...) ebenso wie den technischen Fortschritt (Dreht sich die Erde um die Sonne und hätte der Mensch wirklich gottgegebene Flügel, wenn selbiger gemeint hätte, daß er fliegen solle?)
    Ich bin der Ansicht, daß sich derartige Fälle (ältere Mütter) in Zukunft massiv häufen werden und der Grund dafür liegt nicht nur in der Repro-Medizin, denn auch diejenigen, die auf natürlichem Wege Mütter werden, werden immer älter (in Österreich liegt der Rekord bei 53 Jahren, wenn ich es richtig gelesen habe). Wir leben auch wesentlich länger aufgrund des medizinischen Fortschritts, wovon die Sozialversicherungsanstalten ein gar leidvolles Lied zu singen wissen.

    Spätestens jetzt aber muß man sich aber die Frage stellen: Was hat eine 53-jährige, was eine 58 oder 60-jährige nicht hat. Wo besteht da der Unterschied? Und wenn man eine Altersgrenze für eine
    "Eizellenspenden-Empfängnis-Erlaubnis" irgendwo einziehen wollte: Wo sollte selbige denn altersmäßig liegen?
    Ich meine, daß jeder nach seinen eigenen Antworten auf diese Fragen suchen müßte, jedoch habe ich keine (gut begründbaren) Antworten gefunden und genau das bringt mich zu der Schlußfolgerung, daß wohl die (momentane) Ansicht, ob es normal oder nicht normal ist, Kinder zu bekommen eine Frage des Alters der Mutter sein mag (weniger schon eine Frage des Alters des Vaters), jedoch die sittlich-moralische Frage nach der "Zulässigkeit" einer Mutterschaft mit
    Sicherheit keine Altersfrage sein kann!
    Es obliegt (und sollte es auch weiterhin) einzig dem Verantwortungsgefühl des Paares selbst, ob sie meinen, auch in fortgeschrittenerem Alter (oder dem, was dafür gehalten wird, denn im Mittelalter waren 40 Jahre auch schon irrsinnig fortgeschritten) mit einer Elternschaft für ein Kleinkind umgehen können.

    Was wir als normal oder abnormal empfinden sollte in viel mehr Bereichen von unserem sittlich-moralischen Verständnis entkoppelt werden, sonst erkennen wir uns irgendwann vor lauter Vorurteilen selbst nicht wieder.
    Vielleicht auch ein Beispiel dazu: Welches Jugendamt, welcher Arzt und welcher "halbwegs normal denkende" Mensch würde einer Frau, die TBC-krank ist, raten ein 5. Kind von einem Mann zu bekommen, der seinerseits ein alkoholkranker Syphilitiker ist, nachdem das 1. Kind blind, das 2. verstorben, das 3. taub und das 4. TBC-krank ist???? Wohl niemand -oder?
    Den Fall hat es jedoch wirklich gegeben:
    Das 5. Kind war Ludwig van Beethoven!!!!!

    Wer also wollte sich zum Richter über das Schicksal aufspielen, wenn es in solch ausweglos erscheinenden Situationen Genies hervorzubringen vermag, die der Menschheit soviel geben können und wer glaubt, daß es irgendeine Rolle spielt, wer was als normal oder nicht normal und deshalb als gut oder schlecht beurteilt???

    Zumindest ich habe angesichts all dessen keine Probleme mit 60jährigen Müttern (mehr), soferne diese Entscheidung (und das gilt wohl für jede Familienplanung) wohl überlegt ist - auch wenn es jetzt noch etwas neu und ungewohnt ist. Nur: Ob diese Entscheidung wirklich wohlüberlegt ist oder nicht, diese Be- oder Vorverurteilung steht uns Außenstehenden einfach nicht zu!

    Meint Euer
    Bussibär

  • Manu
    8-Zeller
    Beiträge
    98
    • 17. Januar 2003 um 20:14
    • #2

    60-jährige Mütter - Was ist normal?

    Hi Bussibär,

    auf deinen Eintrag muß ich einfach antworten. Toll geschrieben, einfach super.

    Und genau aus diesen Gründen haben wir ja auch in Deutschland dieses strenge Embryonenschutzgesetz. Da machen sich NICHT-BETROFFENE Gedanken über uns BETROFFENE. Was ja nicht weiter schlimm wäre. Aber die NICHT-BETROFFENEN machen auch die Gesetze und bestimmen damit über UNS! Werfen UNS - nicht sich selbst - die Steine in den Weg.

    Den nächsten Bericht über Eizellspende solltest du recherchieren und in den Medien veröffentlichen :wink:.

    Liebe Grüße
    Manu

  • katzenkind
    4-Zeller
    Beiträge
    52
    • 17. Januar 2003 um 21:59
    • #3

    60-jährige Mütter - Was ist normal?

    Lieber Bussibar!

    Schon länger finde ich Deine Postings sehr gut aber dieses hat alles übertroffen.

    Ich habe mit Unmengen von Forenbenutzern rumgestritten, denn ich war der Meinung dass es nur die Sache dieser Frauen sei und kein Mensch das Recht hat darüber zu urteilen.

    Lt. meinem Doc waren die beim Antenori, und was der kostet weiß jeder. Lt. Klinik 30 Jahre Kinderwunsch und wir alle wissen wie schnell die Zeit läuft wenn man erst mal das Geld für Versuche sparen muss.(Und ich denke für Antnori haben die wenigsten das Geld einfach in der Tasche) Und Menschen leben heute wirklich viel viel länger, vor 100 Jahren lag die durchschnittliche Lebenserwartung in etwa bei 35 Jahren.

    Und wer sagt, dass es diesen Kindern nicht gut gehen wird?????

    Nach der ganzen Sache (die Presse war voll davon, zumal die Babys in der Stadt zu Welt kamen wo ich lebe) hatten mein Mann und ich zufällig einen Termin bei der Psychologin der Klinik. Komischerweise war für uns beide klar, wir werden weiter um ein Kind kämpfen wir sprachen aber nie darüber wie lange....

    Als alles in der Presse war meinte mein Mann nur EZ Spende ist unsere Alternative (wenngleich ich in IVF 7 mit hoffentlich meinen EZ stecke) und als die Therapeutin fragte wie lange wir gedenken, sagte er auf einmal nehmen wir mal 50 ins Auge. (Ich hatte immer gehofft er wolle wenigstens bis 45 weitermachen, ach ja wir sind beide gleich alt, noch 40)

    Und zum Thema beurteilen oder verurteilen:

    Ich denke man muss in der Situation sein um es zu beurteilen. Vor 10 Jahren sagte ich IVF NIE!!!! das ist Gott spielen, als es hieß einzige Möglichkeit machte ich es sofort. Wenn man das Leid nicht selbst erlebt ist es sehr leicht zu urteilen.

    Obwohl ich hier nur Gast bin möchte ich Dir für Deine Beiträge danken.

    lg katzenkind
    katzenkind

  • Sarah
    Morula
    Beiträge
    141
    • 17. Januar 2003 um 22:56
    • #4

    60-jährige Mütter - Was ist normal?

    Hallo Bussybär,

    auch ich bin von Deinem posting tief beindruckt. Obwohl ich mich immer bemühe, mich meinen Vorurteilen zu stellen und gegen sie anzukämpfen, hatte ich ehrlich gesagt beim Gedanken an sooo "alte Mütter" auch manchmal Schwierigkeiten.
    Aber nachdem ich dein Posting gelesen habe, vor allem mit der tollen und nachvollziehbaren Argumentation, sind diese Gedanken wie weggeblasen.

    Ich möchte Dir dafür ganz herzlich danken!!!!

    Wer von uns weiß denn schon, wie weit die Medizin in 10 Jahren ist und welche von diesen Hilfsmitteln wir dann in Anspruch zu nehmen gedenken.
    Die Frage der Ethik ist immer ganz schwierig zu definieren - so eine Gratwanderung - denken wir nur mal an die Probleme mit Organtransplantationen - keiner will spenden (okay wenige) - und für die Empfänger ist es am Anfang bestimmt auch nicht leicht.

    Liebe Grüße und gute Nacht
    sarah


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde ge&auml;ndert von: Sarah am 2003-01-17 22:59 ]</font>

  • Melissa
    2-Zeller
    Beiträge
    28
    • 18. Januar 2003 um 00:51
    • #5

    60-jährige Mütter - Was ist normal?

    Hallo Ihr Lieben,

    die vorstehenden Beiträge tun mir richtig gut. Da ich schon 47 Jahre alt bin ( glücklicherweise ist mein Mann &quot;erst&quot; 45 J.) und noch nicht aufgegeben habe, ein Kind zu bekommen, quält mich doch immer wieder der Gedanke: Bist du nun schon zu alt oder nicht? Wann ist der Zeitpunkt gekommen aufzuhören? Vor diesem Termin habe ich irgendwie &quot;Angst&quot;, verdränge ihn und denke, na, bis 50 nimmst du dir schon Zeit. Aber was ist mit 50 und wie schnell vergeht die Zeit, vorallem auch,wenn man lange auf die nächste Eizellspende warten muss. Bei Männern ist das Thema &quot;Alter&quot; nicht so brisant.

    Wenn ich erlebe, wie meine Kollegen auf das Thema alte Mütter (über 40)reagieren, läuft mir eine Gänsehaut den Rücken herunter. Deshalb erzähle ich im Dienst auch fast nichts mehr (nur noch ein/zwei ausgesuchten Kollegen). Ältere Mütter gelten da als unnormale Egoisten. Mein Chef (Null Verständnis) sagte mal zu einer anderen Vorgesetzten von mir, die eingeweiht war und ihm gegenüber nur pauschal ansprach, dass ich noch einen Kinderwunsch hätte: &quot; Die ist sooo alt, die schafft das sowieso nicht mehr.....&quot; (da war ich 45 J.).

    Die Leute wissen halt nicht was man durchgemacht hat (ich kämpfe mehr oder weniger seit 13 Jahren). Habe mich gegen Röteln impfen lassen (nach erster Fehlgeburt), Myome entfernen lassen, vorsorglich Leistenbruch operieren lassen etc. und wollte mein ganzes Leben lang immer Mutter werden, da kann man nicht so einfach aufgeben. Obgleich ich 60 Jahre für eine Mutterschaft immer noch als ein bisschen zu alt empfinde - zumindest in unserer Gesellschaft -.

    Liebe Grüße
    Melissa

    Liebe Grüße
    Melissa

  • katzenkind
    4-Zeller
    Beiträge
    52
    • 18. Januar 2003 um 10:01
    • #6

    60-jährige Mütter - Was ist normal?

    Liebe melissa!

    Ja die anderen die keine Ahnung haben.

    Und bitte was ist mit Pavarotti????? Zwillis, zweieiig, wobei ja leider einer bei der Geburt gestorben ist??? Und der wird gefeiert, ich meine ich spinne....Und natürlich war da sicherlich nix, nur halt eine junge Frau. (glaube sie ist 31)

    Männer werden gefeiert, wir wären Egoisten, so kann es nicht laufen.

    Eine sagte zu mir: Naja die Männer haben ja junge Frauen, ich denke es gibt genug Frauen die dann jüngere Männer haben.8Die wollte drauf aus, das Kind wäre dann ja ein Waise) Außerdem wie schon gesagt, früher starben die Eltern auch als die Kinder um die 15 bis 20 waren.

    Die Egoisten sind jene die uns das nicht gönnen nicht wir die sich mit über 40 noch ein Kind wünschen.

    Eine meinte mir gegenüber das Ganze wäre pervers, EZ einer fremden Frau. Und bitte was ist mit Herz und anderen Transplantationen? Dazu muss meist auch noch ein Mensch sterben, das ist nicht pervers?

    Da läuft man dann mit dem Herz eines Toten in der Brust rum, das sei dann normal?

    Am besten ist man diskutiert darüber nur mit Betroffenen, ich persönlich tue mir mit der Grenze 50 natürlich leichter, bin ja noch 40. (bis 22.2.)

    Aber ich weiß nicht, was wir tun, wenn ich 50 und hoffentlöich nicht kinderlos bin.

    Wir sollten einfach darüber hinwegsehen denn die meisten Leute haben über Kinderwunsch und reproduktionsmedizin sowieso keine Ahnung.

    lg und schönen Sonntag
    katzenkind (die Dich NICHT zu alt findet)

  • Sarah
    Morula
    Beiträge
    141
    • 18. Januar 2003 um 10:38
    • #7

    60-jährige Mütter - Was ist normal?

    Hi und guten morgen!!

    Ihr lieben zwei, lasst Euch Eure Träume und Wünsche nicht nehmen!!

    Ich meine, was ist das eigentlich für eine Welt, die allen in alles reinredet und meint, man hätte ein Recht übarall ohne Kenntnis der Dinge, seine Ansichten durchsetzen zu müssen.

    Schließlich schreit niemand auf, wenn jemand mit über 40 einen Motorradführerschein oder einen Fallschirmspringerkurs oder Tauchen oder oder oder macht. Und das sind meist langjährige und sehr anstrengende und auch körperlich riskante &quot;Leidenschaften&quot; - nicht anders wie Kinderkriegen in jedem Alter auch!&quot; Nach nur ein paar Jahren sind sie schon sooo selbstständig und bedürfen nicht mehr der persönlichen Fürsorge zu jeder Stunde.

    Mein Vater hat gerade seiner lebenslangen Passion und Leidenschaft nachgegeben und studiert. Er konnte dies früher nicht, weil er a) nicht durfte und b) seine Familie mit einem ungeliebten Beruf ernähren musste.

    Jetzt ist er über 66 und hat seinen Abschluß in einem naturwissenschaftlichen Fach mit einer 1-2 gemacht!!!! Ich finde das super und bewundere ihn dafür. Selbst manche Profs haben sich erdreistet, ihn von anstrengenden Veranstaltungen im Ausland abhalten zu wollen mit Hinweis auf sein Alter. Dabei sind sie selbst meist auch fast so alt. Er versucht auch noch so oft Sport wie möglich zu machen und einfach seinen Traum zu leben, egal wie oft die anderen doof gucken. Was willste denn damit? Willst Du jetzt noch Deinen Doktor machen, damit wir Dich Herr Dr. nennen müssen? etc. etc.

    Hej, die sind oft alle nur neidisch, daß da jemand ist, der sich mehr traut!!! als die.

    Außerdem weiß kein Mensch wie lange einem die Eltern erhalten bleiben - siehe doch auch Herbert Grönemeyer seine Frau. Wenn es nach der Lebenserwartung der Eltern geht, hätten seine Kinder wohl nicht geboren werden dürfen? Oder?

    Liebe Grüße von der noch 35-jährigen Sarah

  • Sigi
    8-Zeller
    Beiträge
    121
    • 18. Januar 2003 um 20:04
    • #8

    60-jährige Mütter - Was ist normal?

    Hallo,

    ich kann tatsächlich einen kleinen Beitrag aus Sicht einer Betroffenen beisteuern, denn meine Eltern waren beide 45 Jahre alt als
    ich geboren wurde. Meine Mutter ist zwar an einer Krebserkrankung gestorben, als ich Kind war. Aber das würde ich auch eher für Pech halten. Das ist auch mit 49J. nicht der Durchschnitt. Mein Vater ist jetzt 89 Jahre alt. Er war immer ein progressiv denkender Mensch und für alles offen. Als Selbständiger und größtenteils alleinerziehender Vater von 2 Kinder hatte er nicht sehr viel Zeit und trotzdem möchte ich nichts missen und behaupte, daß es eher die Qualität des Zusammenseins ist, die zählt. Aufgrund seiner Lebenserfahrung, seinem Interesse an allem und seinem Optimismus (nach allem was er durchgemacht hat - 2 Weltkriege, Flucht etc erlebt) hat er mir viel gegeben.Meine Eltern haben sich immer Kinder gewünscht. Sie haben dann nach vielen Fehlgeburten erst relativ spät noch 2 Kinder bekommen und wußten das auch zu schätzen, würde ich sagen.

    Das halte ich übrigens für den Knackpunkt. Wenn man sich selber jung genug und belastbar genug fühlt (denn kleine Kinder sind auch anstrengend) und sich über ein Kind riesig freuen würde, dann ist es auch richtig. Und andere Leute würden die Prozeduren sowieso nicht auf sich nehmen
    und das Geld dafür ausgeben. Manche Menschen fühlen sich mit Anfang 30 schon zu alt! Und dann sind sie es wohl auch.

    Das Risiko ein Elternteil zu verlieren ist bei alten Eltern sicher größer. Es hat bestimmt mein ganzes Leben geprägt, denn ich war noch nicht mal 5 Jahre alt, als meine Mutter gestorben ist. Wenn man sieht wieviele Ehen geschieden werden, relativiert sich jedoch alles, denn das stelle ich mir für ein Kind nicht sehr viel einfacher vor.

    Grüße an alle
    von Sigi

  • Elisa
    8-Zeller
    Beiträge
    88
    • 19. Januar 2003 um 12:50
    • #9

    60-jährige Mütter - Was ist normal?

    Hallo an alle

    nicht alles was machbar wäre ist sinnvoll. Und zwar nicht wegen der Diskussion, ob eine 60jährige fähig ist ein Kind aufzuziehen - sonst dürften viele Kinder nicht mehr bei ihren Grosseltern aufwachsen wenn sie ihre Eltern verloren haben.

    Sondern: Schwangerschaft und Geburt sind eine grosse Belastung für den Körper. Verkraftet eine 60jährige diese so gut wie eine jüngere Frau?

    Gewisse Probleme trefen während einer SS gehäuft auf, wie z.B Blutgerinnsel. Wenn dann noch vorbestehend Probleme wie Uebergewicht und Krampfadern (was in diesem Alter nicht selten ist), dazukommen, wird das Risiko für ein Blutgerinnsel noch grösser.

    Und anderseits: mit 60 hat eine Frau häufiger vorbestehende Krankheiten, die sich während der SS verschlimmern können: Diabetes, Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Schilddrüsenprobleme uvm.


    Die Oestrogeneinnahme zur Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut, vor allem wenn sie sehr lange ohne Gestagene durchgeführt wird, ist meiner Meinung nach in diesem Alter auch nicht unbedenklich, können Oestrogene doch bekannterweise zu Gebärmutterkrebs führen.

    Wir lesen immer nur von den gelungenen Transfers bei 58-60jährigen, aber bei wievielen Frauen es erfolglos versucht wurde, oder wie viele Versuche notwendig waren bis ein Kind auf die Welt kam und wieviele Aborte diese Frauen hatten wissen wir nicht.
    Von daher sollte meiner Meinung nach je höher das Alter je individueller und (hoffentlich) sorgfältiger die Beurteilung sein, ob eine Eizellspende verantwortbar ist.

    Grüsse

    Elisa

  • katzenkind
    4-Zeller
    Beiträge
    52
    • 19. Januar 2003 um 15:45
    • #10

    60-jährige Mütter - Was ist normal?

    Zum Thema Risiko!

    Wisst Ihr wieviele Kinderwunschpatienten rauchen???? Wisst ihr wie gefährlich dass in Kombination mit Hormonen ist???

    Wieviel Menschen täglich mit überhöhter geshwindigkeit Auto fahren? Übergewicht haben und das Risiko für verschieden Krankheiten erhöhen???

    Ich bin mir sicher diese Frauen sorgen für bestmögliche Vorsorge und Kontrolle denn wenn es um Risiko geht dürfen wir nicht mehr auf die Strasse und verhugern müßten wir auch bei den verseuchten Lebensmitteln.

    Übrigens, beide SS waren ohne Probleme.

    lg
    katzenkind

  • Sigi
    8-Zeller
    Beiträge
    121
    • 19. Januar 2003 um 22:19
    • #11

    60-jährige Mütter - Was ist normal?

    Noch ein Beitrag zum Thema Gesundheitsrisiko!

    Was das Gesundheitsrisiko - letztendlich ja
    für Mutter UND Kind angeht - glaube ich auch, daß eine &quot;alte Mutter&quot;, die dazu noch soviel Aufwand treibt um überhaupt schwanger zu werden, sehr gründlich überwacht und betreut werden wird, was das Risiko deutlich verringert.

    Gerade ganz junge Mütter sind oft leichtsinnig, rauchen und gehen nicht zu den Vorsorgeuntersuchungen. Viele Menschen gefährden ihre eigene Gesundheit mit Rauchen, Drogen, Ahlkohol, Übergewicht etc. etc. Wenn eine gründliche Aufklärung über die Risiken der Hormonanwendung und Schwangerschaft erfolgt ist, sollte es jedem selber überlassen bleiben, ob er dies Risiko eingehen will oder nicht.

    Ich glaube ähnlich wie mit der Entscheidung für eine Kinderwunschbehandlung an sich, kann keiner vorher genau sagen, wie er selbst in der Situation entscheiden würde.


    Grüße an alle
    von Sigi

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