Hallo,
unser Sohn ist mittlerweile 4 1/2 Jahre alt und (m)ein richtiges Wunsch- und Wunderkind. Ich muss allerdings mal ein Aspekt loswerden, der bei der Trennung von meiner Frau nicht ganz unwichtig gewesen sein dürfte. Hintergrund ist, dass ich seit Sommer letzten Jahres alleinerziehender Vater bin, wel die Mama ausgezogen ist. Es wäre gut, wenn sich die Paare mal vorab (!) genauer überlegten, was passiert
a) wenn das Kind nun so gar keine Ähnlichkeit mit der Mutter (oder dem Vater) aufweist,
b) wenn ein Elternteil (oder beide) doch schon über 40 Jahre alt sind und "plötzlich" die Energie für die Kindererziehung doch nicht aufbringen
c) die Ehe vielleicht doch nicht so robust ist, als dass die neue Verantwortung (und die neuen Probleme) von beiden getragen werden können.
Bei uns waren leider alle o.g. Faktoren dabei:
a) Zunächst ist das gar kein Problem, aber wenn wirklich jede(r) der Mama mit dem Spruch kommt: "Der hat ja gar keine Ähnlichkeit mit Dir", dann ist das belastend. Und wenn das über einige Jahre so geht, ist eine Zermürbung vorprogrammiert.
b) Die Mama ist nun 46 Jahre alt, selbständig (bin ich zwar auch, aber egal) und will offenbar den "Stress" nicht mehr (es ist doch mehr Arbeit als man/frau denkt),
c) Verantwortung heisst, dass man/frau wirklich sich stets (!) kümmert und man/frau sich auf den anderen verlassen kann. Bei Kleinkindern genügt ein "offenes Fenster" oder eine Unachtsamkeit am Straßenrand oder oder oder. Ich konnte mich leider nicht darauf verlassen und habe das nun selbst weitestgehend übernommen.
Ich würde das alles übrigens nochmal genauso machen (naja, vielleicht nicht exakt so ...). Was für mich zählt: Es ist absolut toll, den Sohnemann aufwachsen zu sehen - ein Wunschkind halt (sicherlich verwöhne ich ihn etwas, aber da muss er durch :)). Es gibt auch gar keinen Streit mit der Mama, weil wir beide wissen, dass es so das beste für unseren Sohn ist. Aber ein Geschwisterchen würde ich ihm schon gerne geben wollen ![]()
Meine Vermutung ist, dass die Kinderwunschpaare solche Überlegungen gar nicht wirklich so anstellen können, als dass Konsequenzen daraus gezogen werden. Dazu ist man/frau viel zu sehr auf das Kinderkriegen konzentriert. Was meint Ihr dazu?
Viele Grüße
Roland