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Frische oder eingefrorene Embryos transferieren

  • annalena
  • 19. Dezember 2008 um 09:43
  • Erledigt
  • annalena
    2-Zeller
    Beiträge
    15
    • 19. Dezember 2008 um 09:43
    • #1

    Hallo Frau Zaytseff,

    ich habe jetzt eine Agentur gefunden, die auch in St. Petersburg einen Sitz hat. Ich soll mich jetzt entscheiden, ob ich der LM unsere Embryos frisch einsetzen lassen will oder ob sie erst eingefroren werden sollen, damit die Synchronisation wegfällt (Frischversuch kostet 3.500 Eur extra).

    Ich habe gelesen, dass laut Studien, Babys, die aus gefrorenen Embryos stammen weniger Neigung zu Frühgeburten haben. Sie nehmen an, dass durch das Einfrieren eine Art Selektion stattfindet und nur die besten überleben.
    Die geringeren Chancen von eingefrorenen führen sie darauf zurück, dass im Erstversuch immer frische und im zweiten Versuch die gefroreren eingesetzt werden. Also die besten im Erstversuch genommen werden und die übrigen dann für den Zweitversuch sowieso eine etwas schlechtere Qualität haben.

    Was empfehlen Sie?

  • Dr. Zaytseff
    Morula
    Beiträge
    543
    • 31. Dezember 2008 um 19:14
    • #2

    Re: Frische oder eingefrorene Embryos transferieren

    Liebe Annalena!
    Synchronization ist kein Problem! Natuerlcih frisch uebertragen, falls nur meidizinische Motivation!
    Fuer dile Links zu diesen Studien ware ich Ihnen dankbar.
    Freundliche Gruesse
    Dr. Zaytseff

  • annalena
    2-Zeller
    Beiträge
    15
    • 1. Januar 2009 um 17:46
    • #3

    Studienergebnisse

    Hallo Frau Zaytseff,

    hier die Infos:
    San Francisco - Hinsichtlich künstlicher Befruchtung liegen nun weitere Hinweise vor, dass Babys, die aus gefrorenen Embryos entstehen, sich besser entwickeln als jene aus "frischen" Embryos. Drei auf einer Konferenz der American Society for Reproductive Medicine vorgestellte Studien sind zu dem Ergebnis gekommen, dass jene weniger gefährdet sind, zu früh und mit einem zu geringen Gewicht auf die Welt zu kommen. Frühere Studien haben dieses Phänomen darauf zurückgeführt, dass nur die stärksten Embryos das Einfrieren überleben. Fruchtbarkeitsexperten wie Allan Pacey gehen jedoch davon aus, dass dieser Bereich noch stärker erforscht werden muss.
    Eine finnische Studie ergab, dass Babys aus "frischen" Embryos um 35 Prozent eher zu früh auf die Welt kamen und um 64 Prozent wahrscheinlicher ein geringeres Geburtsgewicht haben. Eine Studie der University of Pennsylvania kam zu einem ähnlichen Ergebnis. 51 Prozent der Kinder wogen bei der Geburt weniger. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie um den errechneten Geburtstermin starben, war um 15 Prozent erhöht. Wissenschaftler des Royal Women's Hospital in Melbourne wiesen nach, dass elf Prozent der Kinder, die von frischen Embryonen stammten, bei der Geburt zu wenig wogen. Bei den Kindern, die von eingefrorenen Embryonen stammten, waren es nur sechseinhalb Prozent. Insgesamt kamen 12,3 Prozent der Kinder von frischen Embryonen zu früh auf die Welt, in der Vergleichsgruppe waren es nur 9,4 Prozent. 1,9 Prozent der Kinder starben in der ersten Gruppe, 1,2 in der zweiten.
    Es wird angenommen, dass diese Ergebnisse mit der Qualität der Plazenta, dem Verdauungsapparat und den Atemwegen des Fötus in Zusammenhang stehen, berichtet BBC Online. Die australischen Wissenschaftler argumentierten, dass Frauen in Zukunft eingefrorene Föten bevorzugen könnten. Allan Pacey, ein Fruchtbarkeitsexperte der University of Sheffield, warnte jedoch davor, die Dinge zu einfach zu sehen. Eingefrorene Embryos machen es schwerer, schwanger zu werden. Es könnte daher notwendig werden, die Gesundheit der Kinder gegen die möglichen Erfolgsraten abzuwägen. (pte)

    Viele Grüße
    Annalena

  • Dr. Zaytseff
    Morula
    Beiträge
    543
    • 6. Januar 2009 um 15:11
    • #4

    Re: Frische oder eingefrorene Embryos transferieren

    Hallo Annalena!

    Vielen Dank fuet die informative Zusammenfassung. Gewicht des Kindes bei der Geburt ist sehr beduetsamer Argument. Diese Studien haben meine Interesse erweckt, ich moechte sehr die Oiginalquellen durchlesen. Bitte schreiben Sie die Namen der Authoren, den Titel und wo publiziert. Nach dem Namen "Allan Pacey" habe ich in http://www.pubmed.com vieles gefunden, nischts aber ueber das Thema.

    Ich bin einverstanden, dass die Schlussfolgerungen durfen nicht so vereinfacht werden. Die Kryokonservierung von Embryonen ist ein breiter Bereich. Es gibt schnelles und langsames Einfrieren, es gibt hunderte Methoden und chemischen Mittel, die genutzt werden um die Bildung des intrazellulaeren Eises zu vermeiden; der Tag des Einfrietrens kann eine Rolle spielen.

    Freunldiche Gruesse
    Dr. Zaytseff

  • Dr. Zaytseff
    Morula
    Beiträge
    543
    • 11. Januar 2009 um 21:09
    • #5

    Re: Frische oder eingefrorene Embryos transferieren

    Hallo Annalena! Hallo Bijou!

    Vielen Dank fuer den Link, woher die Informationen kammen. Leider sieht man dort nicht, wie Design der Studie aussah: wie gross und homogen die Gruppen waren, was uneter dem "geringen Geburtsgewicht" verstanden wird - 10% geringer oder 50% geringer. Statistik ist eine gefaehrliche Wissenschaft, die zu den unobjektiven Schlussfolgerungen fuhren kann.

    In meiner Strategie werde ich weiter die Behandlung mit dem "Frischembryo" durchfuhren. Nachdem die Eizellkryobanke in die Rutine kommen, wird das Embryo auch immer noch "frisch" uebertragen werden (frisches embryo aus der eingefrorenen Eizelle). Meine Motivation fuer den "frischen" Transfrer ist die hoehere SS-Raten und Geburtsraten; gegen Kryotransfer - die Unnoetigkeit der zusaetzlichen schaedlichen Einfluessen auf das Embryo noch durch Einfrieren - Auftauen.

    Wenn wir um Ihre Motivation sprechen (geringes Geburtsgewicht), wuerden Sie bevorzugen ueberhaupt kein Kind zu haben als ein Baby mit etwa "geringes Geburtsgewicht"?


    Freundliche Gruesse
    Olga Zaytseff

  • Dr. Zaytseff
    Morula
    Beiträge
    543
    • 11. Januar 2009 um 21:48
    • #6

    Re: Frische oder eingefrorene Embryos transferieren

    Hallo Bijou!
    Ich sehe kein Zusammenhang zwischen meiner Frage und Ihrer bestimmt sehr gerechter Bemerkung.
    Freundliche Gruesse
    Olga Zaytseff

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