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Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

  • Friedrich Kurz, ZDF
  • 25. November 2002 um 21:24
  • Pepe
    Eizelle
    Beiträge
    5
    • 9. Dezember 2002 um 13:17
    • #41

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Ich kann den Schmerz und die Verbitterung vieler Frauen sehr gut verstehen, aber was ich so gar nicht verstehen kann ist warum hier so eine "Schlacht" geführt wird...?? Und gegen wen bitte?
    Hier ist jemand der um Mithilfe bittet, nicht mehr und nicht weniger, wenn er es nicht getan hätte, dann gäbe es Anlass zu Vorwürfen und Unterstellungen. Aber ER ist nicht verantwortlich für die Situation mit der wir alle leben, er hat maximal eine Meinung und die ist immer disskutierbar und er bietet die Möglichkeit zu informieren. Also wenn es hier nur ums abladen geht dann finde ich, ist dies die falsche Stelle. Ich hätte mir eine Disskusion gewünscht in der es nicht nur um "schwarz" oder "weiss" geht, sondern darum was wir erreichen können, wo müssen wir austeigen weil es uns zu nah ist, wo können wir vertrauen, wieviel Mut müssen wir haben damit die Dinge in Bewegung kommen. Es gibt ihn nicht den Weg, gerade und ohne Steine, aber wenn wir nie anfangen zu laufen kommen wir auch nicht an.

  • klapaucius
    2-Zeller
    Beiträge
    30
    • 9. Dezember 2002 um 13:53
    • #42

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Hallo Pepe,
    Ich bin ganz Deiner Meinung.
    Klapaucius

  • Ines + Chris
    Blastozyste
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.339
    • 9. Dezember 2002 um 17:18
    • #43

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Hallo,

    wir können uns eigentlich nur unserer Vorschreiberin anschließen. In dieser Diskussion ist sehr viel auf Herrn Kurz rumgehackt worden. Wir haben bereits mehrere Telefonate miteinander geführt und bei jedem Gespräch hatten wir den Eindruck mit einem sehr kompetenten Partner zu telefonieren, vor allem ist das Hintergrundwissen und das Interesse vorhanden. Es soll kein Sensationsbericht werden, sondern ein Bericht, der auf Fakten beruht und unsere Probleme schildert.
    Wir sollten unsere Chance nutzen und an die Öffentlichkeit gehen, nur so können wir etwas erreichen. Wenn wir ewig im verborgenen bleiben, werden wir nie etwas erreichen können.
    Wir möchten allerdings auch niemanden persönlich hier angreifen, es ist schon verständlich, wenn man nach einem Fehlversuch down ist, aber man sollte nicht versuchen die anderen mit herunterzuziehen. Viel wichtiger ist es, sich von den anderen hier im Forum aufbauen zu lassen, auch wenn es schwer ist. Am Ende des Tunnels kommt immer ein Licht, nur manchmal ist der Tunnel leider sehr lang.

    Liebe Grüße

    Ines & Chris

  • Anonym
    Eizelle
    Beiträge
    2
    • 9. Dezember 2002 um 18:52
    • #44

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Hallo an Alle!
    Normalerweise schreibe ich hier nicht anonym, sondern bin schon lange eine von den Aktiven. Diesesmal habe ich jedoch einen Grund anonym zu bleiben, da ich Ende Nov. mit Herrn Kurz Kontakt aufgenommen und mich ca. 2 Stunden mit ihm sehr gut/ fachspezifisch unterhalten habe. Am Ende habe ich mich zu einem anonymen Interview bereit erklärt, welches wir auch schon gemacht haben.
    Wie haben nämlich vor kurzem Mal wieder einen Versuch mit negativen Ausgang hinter uns gebracht und nun wurde uns wegen der langen Wartezeiten eine Embryospende angeboten. Wir haben uns momentan weder dafür noch dagegen entschieden.
    Beim Interview wurde ich im Schatten gefilmt, ausserdem wird meine Stimme synchronisiert, sodaß ich wirklich anonym bleibe.
    Ihr anderen müsst Euch ja wirklich nicht im TV zeigen, aber ich traute es mir nun einmal zu und denke, dass ich damit auf unsere Problemsituation aufmerksam machen kann/ konnte.
    Der Beitrag wird übrigens vorr. am 14. Jan. 2003 im ZDF, 21.00 Uhr Frontal ausgestrahlt, wenn nichts wichtiges dazwischen kommt, ansonsten verschiebt er sich um eine Woche nach hinten.

    So, es wäre schön, wenn Ihr jetzt nicht mehr auf Herrn Kurz rumhackt.
    Übrigens: Ich bin nicht gekauft worden und habe auch für das Interview kein Geld verlangt, da es um UNSERE ANLIEGEN und INTERESSEN geht. Wir sollten dankbar sein, dass wir die Gelegenheit zum Reden haben.

    In diesem Sinne wünsche ich Euch allen und mir selbst bald einen erfolgreichen Transfer.

    Anonym

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Anonym am 2002-12-09 18:58 ]</font>

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  • Maria30
    8-Zeller
    Beiträge
    110
    • 9. Dezember 2002 um 21:08
    • #45

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Ich möchte einmal kurz die Gesetzeslage in Österreich beschreiben.

    Eizellspende ist verboten, - und wird es bleiben. Es gibt bereits Frauen - die beim obersten Gerichtshof eingeklagt haben diesbezüglich (gleichberechtigungsgrundsatz) - gebracht hat es ihnen nicht viel. Das Gesetz muss nun überdacht werden am EU Gerichtshof (dauer voraussichtlich 4 Jahre).

    Es hat im Vorfeld einige wirklich sehenswerte diskussionen darüber gegeben - sei es eine Art Runder Tisch, Angefangen von Prof Dr. Huber (leiter erste Frauenklinik wien) - seien es Theologen und Politiker.

    Alle waren der Meinung - wenn denn Adoption erlaubt sein ,warum nicht eizellspende.

    Diese Diskussion fand vor 4 Jahren statt - geändert hat sich nichts, vielleicht kann man in etwa 3-4 Jahren mit der Gleichsetzung der Frau rechnen,vielleicht auch nicht, bis dahin ist es aber für die Paare die dafür gekämpft haben zu spät.

    Die Eizellspende war in Österreich sogar schon einmal erlaubt - bis 1990 - dann wurde sie verboten, eben wegen der &quot;Körperverletzung&quot; an der Frau.

    Es ist in Österreich verboten, und jeder Arzt - der öffentlich versucht Paaren zu helfen - würde in der &quot;Luft&quot; zerfetzt werden oder gar seinen Titel verlieren.

    Es ist selbst die Vorbereitung zur Eizellspende verboten, und das geht - schwarz natürlich so nebenher durch unseren Arzt, den wir sehr gut kennen.

    Ein Arzt der sich bereit erklären würde, uns öffentlich zu helfen, den gibt es nicht hier in Österreich, denn er würde sofort seinen Job und sein Image verlieren.

    Man stösst eben an die Grenzen, und wenn man an eine Grenze angestossen ist stösst man an die nächste.

    Bei mir wurde PID überlegt, PID - ein Zauberwort für die Österreichische Medizin (erstens absolut keine Lobby, weil verboten und zweitens - auch absolut keine Unterstützung dazu, wie solle man das kaschieren - das es gesetzeskonform aussieht). PID kann mir nicht weiterhelfen, selbst wenn durch PID ein defekt an meinen Eizellen festgestellt wird - wer würde den reparieren dürfen und können. Niemand, vielleicht ein Antonori - was würde dies bringen, meine Nachkommen hätten den gleichen Defekt wie ich und würden ebenfalls alles menschenmögliche Versuchen müssen um eben Nachkommen erzeugen zu &quot;dürfen&quot;.

    Und dafür ein Gesetz zu kreieren, das vielleicht 0,1 % der Bevölkerung weiterhilft. Das gleiche gilt für Eizellspende, die Tendenz geht zu Adoption, warum nicht erstmal den Kindern helfen, die bereits existent sind, und irgendwo in einem fremden Land dahinvegetieren. Nach dem Gesetz wären sie gleichgestellt, adoptierte Zellen zu Adoptierten Kleinkindern.

    Also was ist nun &quot;kostendeckender&quot; für die Regierung und den Finanzminister.

  • klapaucius
    2-Zeller
    Beiträge
    30
    • 9. Dezember 2002 um 21:25
    • #46

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Liebe Maria,
    hier im Forum sind im Prinzip sicherlich alle Deiner Meinung. Aber was können wir tun, damit in Zukunft alles besser wird? Darum geht es doch. Und da müssen wir zusammen eine Lösung finden. Und irgendwie müssen wir die Leute, die die Gesetze machen, ja auf ihren Irrtum aufmerksam machen.

    Klapaucius

  • Ivy
    8-Zeller
    Beiträge
    145
    • 9. Dezember 2002 um 22:24
    • #47

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Hallo ihr alle . Glaubt Ihr denn an Weihnachten,
    im Gegensatz zu Alkoholikern und Drogenabhängigen jeglicher Coleur haben wir
    keine Lobby-wir wollen nur ein Kind. Deshalb
    müssen wir das Geld für die Reproduktionsmediziner irgendwie aufbringen.
    Die haben nämlich keine Hemmungen unsere
    Situation auszu nutzen. Wie auch immer
    Herr Kurz der ach so selbstlos ist-antwortet
    sowie so nur irgendwelchen Mitläufern- die sind ja auch irgendwie nicht so unangenehm.
    Eines habe ich in meinem Leben schon früh gelernt- Help yourself, dann hilft dir Gott.
    Oder wie die Araber sagen- die Hunde bellen-doch die Karawane zieht weiter-Ihre Sensationskarawane möchte ich nicht aufhalten. Einen schönen Abend wünscht Ihnen
    IVy.
    PS. Vielleicht antworten Sie mir ja einmal.

  • Pepe
    Eizelle
    Beiträge
    5
    • 10. Dezember 2002 um 11:47
    • #48

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Diese Unnachgiebigkeit und Verbitterung die sich in deinen Worten findet macht mich echt traurig. Ist es so schwer zu begreifen das DU/Wir so nicht weiterkommen, hör auf zu bekämpfen und fange an zu reden. Ich als von Dir betitelter &quot;Mitläufer&quot; werde diese Anschuldigungen nicht noch bedienen indem ich Dir meine Geschichte zu Füssen lege..., so erreichst Du zumindest bei mir, nur das ich mich abwende.

  • Maria30
    8-Zeller
    Beiträge
    110
    • 10. Dezember 2002 um 12:54
    • #49

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Pepe,

    Hier in Österreich wurde das ganze Hochgespielt - so wie ihr in Deutschland es gerne hättet. Das war vor einigen Jahren, jeder - aber wirklich auch jeder, sogar der Kardinal Groer war für die Gesetzesänderung der Eizellspende, ganz zu schweigen von den Politikern, die ein einsehen hatten, - denn grössere Bevölkerung - macht mehr steuern - mehr steuern =mehr Geld.

    Wenn ich hier eine IVF mache, kostet mich das etwa 3.000 €, was würde eine Eizellspende &quot;kosten&quot; - was dürfen die Ärzte oder die Spenderinnen &quot;verlangen&quot; - was ist Kinderhandel, - Kinderhandel ist Eizellenspende, denn sobald du ein Kind als deines annimmst - das dir nicht gehört - und du etwas dafür zahlst - ist es Kinderhandel.

    Wie würde das ganze abgewickelt werden, wären die Ärzte dann berechtigt - Adoptionen durchzuführen, - unter welchen Kriterien. Dann müssten die Ärzte aber auch dem Jugendamt berichten, wann sie welche Kinder wem eingepflanzt haben.

    Das ganze würde im Bürokratismus ersticken, und es wäre niemanden dabei geholfen. - Was hilft es - Eizellspenden durchzuführen, wenn man dazu den ganzen Weg einer &quot;fast&quot; Adoption bewältigen muss, von der Frage was die Spenderin als &quot;Mutter&quot; bestimmen darf und was nicht (hier in österreich gibt es kaum mehr Anonyme Adoption, die Eltern lernen die Adoptiveltern kennen, sie dürfen auch über den werdegang der Kindes mitbestimmen etc) um auf eine Warteliste zu kommen die Ellenlang ist, dann kommt noch sicherlich ein auswahl verfahren zustande - wer &quot;darf&quot; - und wer nicht unter die Kriterien fällt - der &quot;darf&quot; nicht und kann weiterhin ins Ausland fahren.

    Diese ganzen Punkte sind noch offen, und es wird jahre und Jahrzehnte brauchen bis diese durchgekaut - und als Gesetz bestimmt werden.

    Es ist manchmal nicht gut - wenn sich ein Staat einmischt, den ein Staat besteht aus Bürokratie - und Zettelwirtschaft.

    Irgendwo einen Stein ins Rollen zu bringen ist gut - aber man muss auch auf die Konsequenzen gefasst sein, die das ganze mit sich trägt.


    Das einzige was sich vielleicht ändern wird ist die Lokation, das man vielleicht im Heimatland eine Eizellspende durchführen lassen kann, aber zu welchem Preis, und ehrlich gesagt - mir wäre es nicht recht - wenn mir das Jugendamt sagt &quot;mit 40 Jahren bekommen sie von uns keine Eizellen mehr, den die Schwangerschaftsrate sinkt bei ihrem alter rapide, es wird wohl kaum eine Mutter geben, die ihre Eizellen für sie geben würde, - also geben sie sich einfach damit ab&quot;.

    Es fallen immer wieder Paare bei den Kinderwunschbehandlungen durch den Rost, und es wird immer wieder Paare geben, denen vielleicht durch eine Verbotene Behandlung geholfen werden könnte. Mann kann es niemals wirklich allen recht machen.

  • 8-Zeller
    Beiträge
    88
    • 10. Dezember 2002 um 17:11
    • #50

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Tschuldigung, daß ich mich da zu Wort melde, aber die Diskussion wird dermaßen emotionell (und tw. unsachlich), daß ich glaube, etwas schreiben zu müssen:

    1.) EZ-Spende war in Österreich tatsächlich mal erlaubt (sogar bis 1992)

    2.) Verboten wurde sie aber aus anderen Überlegungen (geteilte Mutterschaft - genetisch und sozial). Die Sache mit der Körperverletzung müßte ja nicht unbedingt so sein (zumal es ja auch egg-sharing mit IVF-Patientinnen geben könnte).

    3.) Die Kirche ist nicht für EZ-Spende, ganz im Gegenteil, jedoch:
    Bei der Frage, wohin mit den überschüssigen IVF-Embryonen (und damit sind wir beim eigentlichen Thema der Diskussion), erscheint auch der Kirche die frühe &quot;Adoption&quot; der einzig moralisch vertretbare Ausweg aus der Situation, denn dzt. werden diese eingefrorenen Embryonen nach einem Jahr durch Auftauen &quot;hingerichtet&quot; (ebenso in Deutschland - nehme ich an).

    4.) Es gab zu dem Thema &quot;Heerschaaren auf Eis&quot; tatsächlich runde Tische im ORF (zur Info: Prof. Huber war früher selbst Sekretär von Kardinal Franz König, dem ehemaligen Wiener Erzbischof) mit Gynäkologen, Philosophen, Ethikern, Theologen, etc...und zahlreiche Artikel in Zeitungen (Die Presse, Kurier, ...), jedoch nicht in den Boulevardblättern: dort las man immer nur über Antinori & Co.
    Insoferne ist dieses Thema (Embryonenspende) ja schon ausreichend beleuchtet (nur eben nicht von der Kinderwunschseite her, sondern von der Fragestellung ausgehend: Was machen mit dem &quot;überschüssigen biologischen Material nach IVFs&quot;.

    Ich gehe davon aus, daß sich der ZDF-Redakteur dem angesprochenen Thema eben von dieser Kinderwunsch-Seite her nähern möchte. Soferne er einen objektiven Bericht plant, hielte ich das auch für OK, jedoch - und das ist wirklich ein großes ABER:

    Irgendwie müssen derartige Berichte dem Zuseher ja auch verkauft werden und da lassen sich gewisse marktschreierische Details einfach nicht verhindern, wie z.B.: &quot;Ein Kind um jeden Preis&quot;. Selbst wenn ich von den lauteren Absichten vom Herrn Kurz überzeugt bin, bin ich ebenso davon überzeugt, daß auch er einen Chefredakteur hat, der bei der Gestaltung und Verpackung mitwirkt, jetzt aber nicht mitdiskutiert. Eigentlich dreht sich die ganze Diskussion so gesehen um des Kaisers Bart, denn beurteilen, was da wird, kann man nicht, solange es nicht fertig ist. Nachher sollte man sagen können: OK, oder so nicht!

    Das vielleicht größte Probleman der ganzen Sache jedoch ist, daß das breite Publikum unter dem Thema &quot;Kinderwunsch-Embryonenspende&quot; einzig Gefahren heraufdämmern sieht (bedingt durch die Sensibilisierung auf Themen wie: Gentechnik, Klonen, schöne neue Welt, ...) und deshalb die Pro-Argumente gar nicht gehört werden (weil sie die Leute nicht hören wollen), Will sagen: in der jetzigen (durch die Berichte der Massenmedien überhitzten) Situation eine objektive Reportage zu bringen ist vielleicht eine gut gemeinte Aktion, jedoch aus meiner Sicht dzt. absolut kontraproduktiv. Es wird die Situation (das Verständnis) für KiWu und Embryonenspende nicht verbessern, sondern verschlechtern.

    Und damit zurück nach Österreich: Ja, der Europäische Menschenrechtsgerichtshof hat diesen österreichischen Fall gerade in Arbeit und tendiert zu einer Pro-EZ-Spende-Entscheidung. Diesem Urteil wollte ursprünglich die österreichische Bundesregierung (die zur Novellierung des entsprechenden Gesetzes eine Arbeitsgruppe aus diskutierenden Fachleuten eingesetzt hat) zuvorkommen, durch einen raschen Gesetzesbeschluß an den Fachleuten vorbei, denn der verfassungsmäßig verankerte Gleichheitsgrundsatz spricht grundsätzlich für eine rechtliche Gleichstellung der Gameten von Mann und Frau.

    Die Art, wie das geplant war zeigt, daß auch die Bundesregierung sicher war, durch breite Diskussion nichts zur Lösung dieses Problems, sondern eher zur Verschärfung der Situation beizutragen. Also auch aus dieser Sicht: Eine Entscheidung in aller Stille, gemäß dem zu erwartenden Spruch des Gerichtshofes, ohne viel Aufsehen bei der Öffentlichkeit - die durch dieses Thema ohnehin kaum betroffen ist.

    Nun, zur Umsetzung dessen ist es in Österreich (wie ihr sicher wißt) nicht mehr gekommen, zu früh ist die Regierung zerbrochen, um dieses Vorhaben umzusetzen und wie es weiter wird, ist ungewiß.

    Ich bin überzeugt, daß über kurz oder lang die EZ-Spenden-(Embryonen-Spenden-) Befürworter legistisch am längeren Ast sitzen werden. In der, durch tendentielle Berichte &quot;aufgeheizten&quot; und sensibilisierten breiten Bevölkerung jedoch, wird es dafür in nächster Zeit sicher keine Lobby geben. Das macht natürlich die Erlaubnis derartiger Reproduktionspraktiken zu einem unpopulären Schritt und davor haben am meisten wieder die Politiker Angst (indirekt natürlich, denn das einzige, wovor ein Politiker wirklich Angst hat, ist nicht wiedergewählt zu werden), die hier gerade die Verantwortung wahrnehmen müßten zugunsten der KiWu-Minderheit.

    Also, meine Meinung auf den Punkt gebracht: Im Moment hilft das weitere Diskutieren einfach nichts, weil (wie hier im Forum) das Thema viel zu emotionell vorverurteilt betrachtet wird. Das einzige, was in solchen Situationen fast von selbst funktioniert ist die Polarisierung. - Leider!

    meint Euer

    Bussibär

  • Ivy
    8-Zeller
    Beiträge
    145
    • 10. Dezember 2002 um 20:52
    • #51

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Hallo Bussibär,
    Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen,
    wir sind in der Minderheit-u. die Politiker
    egal in welchem Land haben Angst, daß sie ihre Pfründe verlieren-das sie nicht wieder-
    gewählt werden. Also erden wir ins europäische Ausland fahren müssen.
    '
    Grüße Ivy

  • Ivy
    8-Zeller
    Beiträge
    145
    • 10. Dezember 2002 um 20:57
    • #52

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Hallo Pepe,
    ich bin weder verbittert noch unnachgiebig.
    Sondern ich bin Realist- und betracht unsere
    Situation nücchtern. Damit sollten Sie vielleicht auch einmal anfangen. Ich bin kein
    Mitläufer-sondern schon immer ein Kämpfer gewesen.

    MfG. Ivy

  • klapaucius
    2-Zeller
    Beiträge
    30
    • 10. Dezember 2002 um 22:25
    • #53

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Hallo Bussibär,
    das habe ich mir auch schon überlegt, dass es manchmal besser sein könnte, die Leute dort abzuholen wo sie sind, als mit der Tür ins Haus zu fallen.
    Klapaucius

  • klapaucius
    2-Zeller
    Beiträge
    30
    • 10. Dezember 2002 um 22:29
    • #54

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Maria30, weisst du ob es eine Möglichkeit gibt beim EU Gerichtshof als Nebenklägerin (oder so ähnlich) aufzutreten?
    Klapaucius

  • Friedrich Kurz, ZDF
    Eizelle
    Beiträge
    16
    • 11. Dezember 2002 um 03:12
    • #55

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Zur Diskussion hier einige Antworten:

    1. Es ist richtig: Das Thema &quot;Eizell/Embryonen-Spende&quot; mag zwar anfangs unwissende Leute erschrecken. Es hat jedoch einen positiven Kerngehalt: Kinderwunsch Elternliebe, Beseitigung von Unfruchtbarkeit, wir brauchen mehr Kinder, Adoption &quot;verwaister&quot; Embryonen. Daher wird es den moralischen Meinungswettstreit in unserer Gesellschaft rasch gewinnen. Es kommt jetzt darauf an, das Positive, das Wünschenswerte daran zu zeigen - bei jeder neuen Gelegenheit, bei jedem journalistischen &quot;Aufhänger&quot;.

    Es wird ablaufen wie bei der Einführung der &quot;Pille&quot;, die 1966 fast einen moralischen Volksaufstand provozierte, die aber schon zwei Jahre später absolut akzeptiert war. Das hat eine öffentliche Meinungsbildung erreicht, der sich die damaligen &quot;Aufklärer&quot; engagiert gestellt haben.

    2. Bei meinen jetzigen Recherchen quer durch die deutschen Parteien habe ich eine ganz erstaunliche Zurückhaltung selbst bei bekannten Skeptikern festgestellt. Anders ausgedrückt: im Zweiergespräch war es fast schon eine vorsichtige, prüfende Zustimmung der führenden Experten. Ich hatte ihnen von den Schicksalen und Gefühlen unfruchtbarer Frauen erzählt, von ihren verzweifelten, kostenaufwendigen Reisen quer druch Europa - sie waren wirklich alle tief beeindruckt. Man will das Thema nun in der neuen Enquete-Kommission zur Gen-Medizin diskutieren, die gerade ausgekungelt wird - und dort werden bestimmte, harte Fundis nicht mehr vertreten sein. Ich glaube nach eingehenden Gesprächen quer durch alle Parteien, das es unter bestimmten Auflagen (keine versteigerungsähnliche Kommerzialisierung der Spende!) noch in dieser Legislaturperiode zu einer &quot;Wende&quot;, zur Freigabe von Eizell- und Embryonen-Spende kommen könnte. Der Bundestag plant nämlich ein neues Fortpflanzungsmedizingesetz. Die breite, politische Diskussion dazu sollte aber von Euch &quot;Betroffenen&quot; dominiert werden - und nicht von Anti-Antinori-Populisten.

    Das Interesse für gute Medien-Beiträge wäre vorhanden. Dann füllen sich die Zeitungsarchive allmählich auch mit Eurer Meinung. Das ist sehr wichtig: Denn wer von meinen Kollegen künftig neu ins Thema einsteigt, wird sich oft erst mal im Archiv orientieren. Findet er dort bereits eine faszinierende, weil menschliche Themen-Auswahl, dann wird auch dieser Reporter vermutlich in dieser &quot;neuen&quot; Themenrichtung weiterstricken, statt das olle Klonschaf &quot;Dolly&quot; nochmal zu frisieren. Klingt banal, ist aber Fakt.


    3. Sensationsmache? Doch bitte nicht beim braven ZDF. Vergleicht uns doch mal mit den Privatsendern. Und schon gar nicht werden wir von unserem Chefredakteur angestiftet, der uns alle Freiheit läst, sofern die Berichterstattung wahr und halbwegs interessant ist. Damit hat auch das Zitat zu tun: &quot;Ein Kind um jeden Preis?&quot;. Das würde ich tolerieren - wenn es mit Fragezeichen versehen ist und wenn es dann durch Antwort seriös aufgelöst wird. Diese Frage weckt nämlich genau das Interesse jener Menschen, die dieses Vorurteil ohnehin schon haben. Das kann man dann gezielt widerlegen - z. B. mit Hilfe jener Kinderwunsch-Themen, die ich oben stichwortartig aufgezählt habe.

    Was Journalisten bisher fehlt, sind vorbereitete Themenschwerpunkte, informative Story-Aufhänger, und vor allem engagierte Interview-Partner - das sind die Betroffenen.

    Wer immer dabei mithilft, verdient Dank und Respekt.
    Von mir kriegt er ihn persönlich.

    Friedrich Kurz, ZDF


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde ge&auml;ndert von: Friedrich Kurz, ZDF am 2002-12-11 03:24 ]</font>

  • Maria30
    8-Zeller
    Beiträge
    110
    • 11. Dezember 2002 um 10:30
    • #56

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Sehr geehrter Herr Kunz,

    Es ist einerlei ob es sensationsmache ist. Es müssen die Einschaltquoten oder die auflagen stimmen, nur so bekommt man &quot;Lobby&quot; - und wenn der Titel heissen soll &quot;Ein Kind um jeden Preis?&quot; - dann frag ich mich als toleranter Mensch wie hoch der Preis sein soll. Der ZDF wäre nicht so prestigeträchtig, wenn er keine Einschaltquoten hätte, es ergeht mir ja hier in der Redaktion auch nicht anders. Hat man gute Einschaltquoten - kann man höhere Kosten aufgrund von Werbung oder Publicity erkaufen - Publicity bestimmt den Wert eines Beitrages, nicht der Zuseher.

    Ist für mich der Preis - dass ich mich vor allen &quot;blosstellen&quot; soll - um meinen Job zu verlieren (damit rechnet wohl der ZDF nicht) - oder ist der Preis ein gesundheitlicher oder ein psychischer. Der Psychische Aspekt ist ziemlich hoch, vor allem jetzt um die Weihnachtszeit, wo man an die Familie denkt - und auch daran denkt - das man nun einmal ausgegrenzt ist, - ohne Kinder. Das man andauernd gefragt wird - &quot;Wann bekommt ihr denn euer Baby&quot; - und &quot;du bist aber dick geworden, bist du schwanger&quot; - oder die Arbeitskollegen die sich andauernd das Maul zerreissen - sobald man nur sagt - man würde zum Arzt gehen.

    Ein Kind für welchen Preis? - Das ist ein Aufhänger - klar doch - aber nicht für Embrionenspende, die &quot;Preise&quot; für Kinder sind viel höher, wenn man an Auslandsadoptionen denkt, und man sieht das es 100erte Kinder gibt - die auf Homepagen regelrecht angeboten werden. - sind sie körperlich oder geistig behindert - sind sie natürlich billiger, sind sie aufgrund von lernstörungen oder des alters schlechter vermittelbar - kommen sie einem auch günstiger. Es gibt Homepagen in den USA wo man sich mit einer anzahlung von 3.000 USD ein Kind reservieren kann - das ist Fakt, und sich Kinder zum Preis von 15.000 USD &quot;erkaufen&quot; kann - wie ein Statussymbol, wie einen Mercedes oder einen Ferrari. Von Menschlichkeit ist dort keine Spur, hat man Cash - hat man es gut, hat man kein Chash - dann bleibt man über. Und das ist mit Eizellspende genauso, wenn man viel Geld hat - kann man zu renomierten Instituten fahren und vielleicht klappt es ja doch nicht, oder man hat weniger davon und geht in eine heruntergekommene Klinik um sich Eizellen einsetzen zu lassen, die qualitativ schlecht sind.

    Jeder von uns hat Chancen auf ein Kind - nur der Preis bestimmt - wie wir glücklich sein können. Und wenn man sich die amerikanische Staatsbürgerschaft erkauft, um legalerweise eine Leimutter zu erkaufen (kostenpunkt ab 25.000 USD) - die einem dann das eigene Kind verkauft.

    so muss sich jeder von uns überlegen wie hoch der Preis für ein Kind ist, sei es durch IVF, sei es durch den eigenen Tatendrang immer schneller immer öfter immer höhere Dosen zu nehmen (und sich körperlich dabei ruiniert) - oder sei es alleine der Gedanke sich psychisch mit der Idee - eines &quot;erfüllten Kinderwunsch&quot; durch Kauf eines solchen auseinanderzusetzen.

    Es ist in meinen Augen einfach nur &quot;geschäftemacherei&quot; soetwas publik zu machen, und sei es alleine schon - ein renomiertes Institut wie Valenzia herzunehmen und darüber zu berichten. Es gibt vielleicht auch Tschechische Kliniken die fast die gleichen Erfolgschancen haben, - werden diese dann auch die Preise erhöhen, wenn sie sehen, das Valenzia 5.000€ pro Versuch verlangen.

    Das einzige was übrigbleiben wird ist eine Zweiklassengesellschaft, nämlich jene die ihr Geld zusammenkratzen um in eine 3-Klasse Klinik zu fahren - und sich &quot;als schlechter Mensch fühlen&quot; - weil sie sich eine bessere Behandlung nicht leisten können - und natürlicherweise auch noch unter einem Erfolgsdruck stehen - den sie sich selbst einhandeln. Und diejenigen die es sich leisten können - ein Kind zu bekommen, und alle Mittel und Wege ausschöpfen um ihren Traum zu verwirklichen.

    Wir haben derzeit noch nicht die Spitze des Eisberges erreicht, es gibt immer mehr unfruchtbare Paare die nach einem Kind ausschau halten, steigt die Nachfrage - steigt der Preis. Soetwas publik zu machen - würde eine zweiklassen-Behandlung vergünstigen, durch die Vergleiche im Fernsehen, sei es durch die Prestige eines Fernsehbeitrages. Diese Vergleiche werden so und so gemacht, sei es intern, aber externe Prestige durch einen Fernsehbeitrag - treibt natürlicherweise auch die Preise einer Behandlung in die Höhe.

    Und übrigbleiben werden wieder die Paare - die es sich nicht leisten können.

    Ich muss ihnen ehrlich sagen, dieses Problem habe ich in meinem Privatleben, eine meiner besten Freundinnen ist unfruchtbar, nur sie können sich nicht einmal eine IVF leisten. Und es bedrückt mich, das wir behandlungen am laufenden Band machen, wärend das Paar gekränkt zusehen muss, denn sie können es sich einfach nicht leisten.

    Und ich bin ehrlich gesagt sogar schon bereit gewesen, meiner Freundin einen IVF Versuch in der Tschechei zu zahlen, was sie mir gekränkt abgeschlagen hat. Denn für sie wäre es der &quot;Fluch Gottes&quot; - unfruchtbar zu sein, und sie würde es ja auch gerne versuchen einen IVF Versuch, aber was wäre, wenn dieser IVF Versuch fehlschlagen würde, und eine Behandlungsmöglichkeit in einem zweiten Versuch zu 80% klappen würde. Einen Versuch den sie sich - als Paar nicht leisten könnten.

    Solche Menschen im Fernsehen blos zu stellen finde ich ja wirklich schlimm.

    Maria

  • Friedrich Kurz, ZDF
    Eizelle
    Beiträge
    16
    • 11. Dezember 2002 um 11:29
    • #57

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Hallo, Maria,
    Ich schreibe es - vor allem Dir - bereits zum 10. oder zum 20. Mal: Keine(r) wird durch Interviews bloßgestellt, jede(r) wird anonymisiert. Ist's nun genug?
    Friedrich Kurz, ZDF


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde ge&auml;ndert von: Friedrich Kurz, ZDF am 2002-12-11 11:30 ]</font>

  • Maria30
    8-Zeller
    Beiträge
    110
    • 11. Dezember 2002 um 11:55
    • #58

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Ich glaube sie habens immer noch nicht kapiert - es geht nicht darum die Leute blos zustellen, es geht darum Leute insofern &quot;zu erniedrigen&quot; - das sie einsehen müssen - sich solche Behandlungen nicht leisten können - und sich somit &quot;nicht das Glück erkaufen können&quot;.

    Es geht nicht darum Menschen bloszustellen, es geht darum - Leuten Beiträge vorzuspielen - die sich ein Lagerarbeiter niemals leisten können wird. Natürlich er wird von dem &quot;grossen Glück&quot; träumen, vielleicht eine KIWU Behandlung machen zu dürfen, und es wäre vielleicht auch eines seiner grössten Träume diese zu verwirklichen.

    Glücklich ist nur derjenige - der in seinem Leben glücklich ist, und nicht in einem - das er sich vorstellen könnte.

    Meine Freundin versucht ohne Kinder glücklich zu sein, und sieht jedoch mich - die wir das Geld verpulvern. Natürlich wäre es für sie auch schön - sich solche Behandlungen leisten zu können. Aber sie kann es nicht - und dies macht sie traurig.

    Und ich kenne ehrlichgesagt kaum jemanden der jetzt wirklich um optimale Versuche zu haben 10.000 € - 20.000 € im Jahr in diese Behandlung hineinpulvern kann - ohne das er sich Hoffnungen macht. Irgendwann ist das Geld zu Ende, und man kommt drauf, das man sich vielleicht einmal einen Urlaub hätte gönnen können, oder etwas für sich. Es ist anscheinend so - das jeder der Geld hat - sein Glück kaufen kann, aber denjenigen die Kein Geld haben das &quot;Glück&quot; vorzuspielen in den Medien - ist entschuldigen sie die ausdrucksweise &quot;krank&quot;. Dürfen die Leute - die keine Kinder und diese Behandlungen nicht erzahlen können - nicht in ihrer heilen Welt weiterleben - wer gibt Ihnen und ihrem Sender das Recht soetwas zu bestimmen?

    Wenigstens sind sie so menschlich - das sie diesen Beitrag nicht vor Weihnachten ausstrahlen - sonst würde ich nämlich an der Menschheit verzweifeln.

    Ich schreibe jetzt nicht mehr weiter, eine engstirnige Reportage macht mich ehrlich gesagt wütend - genau dieses Thema versuche ich andauernd zu beschrieben, - den Menschen die sich das nicht leisten können eine Heile Welt vorzuspielen. Diese Welt ist nämlich gar nicht heil, diese Welt ist unwirklich - Macht ist Geld - Geld sind Kinder - und Kinder bestimmen das Glück - und die Wertigkeit mancher Menschen.

  • dagmar
    4-Zeller
    Beiträge
    55
    • 11. Dezember 2002 um 12:49
    • #59

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    liebe Maria,

    nun habe ich lange genug mit angeschaut wie einige von Euch das Forum dazu benutzen um sich ihren Frust von der Seele zu schreiben.
    Es ist doch super wenn jemand wie das ZDF eine Reportage dazu benutzt um auf unsere &quot;schlimme&quot; Situation aufmerksam zu machen. Du schreibst andauernd wie das bei Euch in Österreich gelaufen ist und wie FURCHTBAR Du das alles findest. Sei doch froh das wir hier eine Lobby schaffen können die den unwissenden endlich mal aufzeigt was für ein leidensweg für viele von uns hinter uns liegt damit wir ein Baby bekommen können. Es ist einfach Fakt das wir ins benachbarte Ausland fahren um uns unseren Kinderwunsch endlich zu erfüllen. In Spanien das ja bestimmt ein erzkatholisches Land ist wird den Frauen geholfen und ich frage mich ernsthaft ob Du schon mal in Spanien warst und gesehen hast wieviele Spanierinnen dort das Institut besuchen nur um endlich auch schwanger zu werden. Ich kann Dir nur soviel sagen das ich wäre ich nicht gleich schwanger geworden diesen Weg nochmals eingeschlagen hätte und es vielleicht im nächsten Jahr sogar nochmals versuche um meinem Sohn ein Geschwisterchen &quot;machen&quot; zu lassen. Ich jedenfalls freue mich schon auf den Report im ZDF und bin froh das sich jetzt endlich mal jemand (Herr Kurz)um eine sachliche Darstellung der Problematik bemüht. Ich habe entgegen meiner Einstellung auch einigen Bekannten nun erzählt wie das bei uns so gelaufen ist und ich möchte Dir sagen das viele gar nicht wissen was wir alles mitmachen und durchleben bei unserem Wunsch nach einem Baby. Und ich kann Dir sagen ich habe hauptsächlich positive Erfahrungen damit gemacht das ich mit meiner geschichte hausieren gegangen bin. Und ich werde es auch weiterhin so halten und auch Frauen die durch diese ablehnende Haltung die Du und einige andere hier an den Tag legen zu helfen endlich ein (IHR) Wunschkind zu bekommen.
    Also sei bitte so gut und lass Deinen Frust nicht an Herr Kurz.
    Liebe Grüße
    Dagmar
    PS. Hier in Deutschland bekommt man die IVF Behandlungen zum großteil noch von der Krankenkasse bezahlt und wenn man dann erfährt das es keinen Zweck mehr hat warum um gottes Willen soll man dann nicht hier in Deutschland die Chance haben das Geld los zu werden das sonst ins Ausland wandert?

  • Maria30
    8-Zeller
    Beiträge
    110
    • 11. Dezember 2002 um 13:40
    • #60

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Hallo Dagmar,

    Ich finde das in Deutschland jede IVF gezahlt werden sollte - dies wird es aber sein - sonst wäre der Staat schon längst Bankrott. Der Staat übernimmt nur eine Anzahl bestimmter Versuche für Männer / Frauen mit Indikationen dazu. Was machen die - die keine der Indikationen haben - sie sehen durch die Finger - und dürfen selber zahlen.

    Ich selber kenne ein Paare das sich einen Kredit aufnehmen wollte für IVF Behandlungen - die Bank hat es abgelehnt.

    Um ein Embrionenspende zu erlauben müssten sämtliche Gesetzestexte dazu abgeändert werden, - eine Eizelle müsst dann eine Art &quot;Ding&quot; sein - ohne als menschlich behandelt zu werden (nieren etc dürfen ja auch nicht verkauft werden) die auch vergeben werden kann. Der Mensch in seiner einzigartigen Wertigkeit müsste hinabgesetzt werden, - um so körperzellen vergeben zu können. Aufgrund der weltweiten Forschung wird es jedoch niemand wagen irgendwelche Änderungen in diesen Gesetzestexten anzustreben - denn damit könnte ja ein Schlupfloch für Genforschung, Forschung an menschlichen Genen - und Horrorvorstellungen geöffnet werden - welches dann kaum mehr zu schliessen ist. Und ich kenne keinen Politiker und keinen Mediziner, geschweigedenn Anwalt - der grantieren könnte alle diese Schlupflöcher beachtet zu haben.

    Von 20 Paaren die ich hier in Österreich kenne, werden 3 Paaren 4 Behandlungen gezahlt, egal ob die Behandlungen abgebrochen werden müssen - oder nicht. Die anderen bleiben eben Kinderlos - oder sie haben Geld - sich eines machen zu lassen.

    Und so geht es weiter - um Prestige - macht und Geld - Kinder zu kaufen - wie auf einem Bazar, andere Augenfarbe? -> Vielleicht sind wir bald soweit - das wir dafür &quot;Abschläge&quot; bekommen für unsere nichterfüllten Wünsche.

    Mit den gedanken verabschiede ich mich und Wünsche allen ein gesegnetes und Glückliches Weihnachtsfest. Die schöne Vorweihnachtszeit mit dem Thema &quot;Der Preis meines Kindes ist 25.000 € (aus eigener Erfahrung) - Tendenz steigernd&quot; haben wir ja bereits.

    Maria

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