Liebes Ärzteteam,
ich bedanke mich zunächst einmal für Ihre wertvolle Unterstützung, die Sie hier sozusagen ehrenamtlich leisten. Das finde ich ganz großartig und keineswegs selbstverständlich!
Momentan bin ich sehr verunsichert, ob sich weitere Eizellspendenversuche lohnen. Es wäre sehr hilfreich für mich, von Ihnen eine unabhängige Einschätzung meiner künftigen Erfolgsaussichten zu bekomme. Die Frage ist, ob weitere Versuche Sinn machen, oder ob ich mit den bisherigen Ergebnissen schon als schwieriger bzw. aussichtsloser Fall gelte.
1. Versuch: Frischtransfer, 2 x Achtzeller Grade I an Tag 3.
Ergebnis positiv. Eileiterschwangerschaft. Abort in der 8. Woche
2. Versuch: Kryotransfer, alles Blastozysten, 1 x Grade I, 1 x Grade II, 1 x Grade III
Ergebnis negativ.
3. Versuch: Frischtransfer, 1 x Neunzeller Grade I, 1 x Achtzeller Grade I an Tag 3.
Ergebnis negativ.
4. Versuch: Kryotransfer, 1 x Grade B, 1 x Grade C
Ergebnis negativ
5. Versuch: Frischtransfer, 1 x Kompaktmorula Grade I, 2 x Achtzeller Grade I an Tag 3 (PU war morgens, Transfer war an Tag 3 abends, also eigentlich ein Transfer nach 3,5 Tagen).
Ergebnis negativ.
Vorausgegangene Untersuchungen:
Immunologie, Gerinnungsfaktoren, Antikörper, Schilddrüse: Alles bei hochspezialisierten Ärzten getestet, alle Werte bestens. Lediglich eine heterozygote MTHFR-Mutation, aber mit normalem Homozysteinspiegel.
Gebärmutterspiegelung: Ein kleines Septum (leicht herzförmige Gebärmutter), das von drei verschiedenen Kinderwunschärzten als nicht relevant eingestuft wurde. Ansonsten ohne Befund.
Spermien meines Mannes gentechnisch untersucht: ohne Befund. Normales Spermiogramm.
Meine Gebärmutterschleimhaut war bei jedem Transfer dreischichtig aufgebaut und 10 bis 12 mm dick. Die Downregulierung erfolgte bei jedem Versuch durch Decapeptyl. Ich nehme zur Unterstützung wegen der MTHFR-Mutation dauerhaft 5 mg Folsäure täglich, ab PU der Spenderin spritze ich Heparin. Nach Transfer spritze ich an drei Tagen hintereinander Leukonorm (auf Rat der Ärztin für Transfusionsmedizin, da auch sie sich die wiederholten Fehlversuche mit eigenen und gespendeten Eizellen nicht erklären kann. Sie meinte, einen Versuch sei das Leukonorm wert). Außerdem nehme ich ab PU der Spenderin Trental400 oder ASS.
Die Spenderinnen waren jedesmal jung und hatten bereits erfolgreich gespendet. Transfers erfolgten zwischen Tag 19 und Tag 22.
Einziger Negativpunkt: Ich kann auch nach Transfer das Rauchen nicht so ganz lassen. Aber mehr als 10 Zigaretten täglich werden es nie. Sollte das denn wirklich der große Negativ-Faktor sein?
Entschuldigung, wenn ich so ausführlich geschrieben habe. Ich wollte nichts auslassen, damit Sie sich ein wirkliches Bild machen können. Für eine Antwort, auch falls diese etwas dauern sollte, wäre ich Ihnen unendlich dankbar. Liege ich noch in der Norm mit dieser Quote? Kann man noch etwas untersuchen, das evtl. vergessen wurde?
Mit den besten Grüßen und einem herzlichen Dankeschön!
Carmen