Guten Tag,
ich möchte gerne eine fachliche Einschätzung zu meinem Schwangerschaftsverlust und dazu, ob weitere Abklärungen sinnvoll sind.
MEINE VORGESCHICHTE:
Ich (32 Jahre alt)
10 Jahre Kinderwunsch mit Ex-Mann (42)
3 negative IVF/ICSI-Behandlungen (2018, 2019) Embryonen immer stark verzögert (z. B. Tag 5 nur beginnende Morula)
3 natürliche Frühabgänge 2019, 2020 (biochemisch hielt nur paar Tage, HCG immer sehr niedrig)
Immunologie 2019: Plasmazellen 0, uNK 137/mm², T4/T8 leicht erhöht, damals noch Schilddrüsenantikörper
Hashimoto, seit Jahren gut eingestellt, seit drei Jahren keine Antiörper mehr (TSH ~0,8)
Gerinnung und Genetik unauffällig, nur PAI-1 4G/5G heterozygot und 844 A>G-Polymorphismus Genotyp AG heterozygot, was nach meinen Informationen aber als klinisch unauffällig eingestuft wird.
Mein Mann hatte schlechtes Spermiogramm, mit DNA Fragmentierung.
Bis dahin eine Hysteroskopie
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SCHWANGERSCHAFT MIT MEINEM NEUEN PARTNER (35):
Ich wurde mit meinem neuen Partner 2025 innerhalb von 3–4 Monaten schwanger.
Bis zur 10. SSW war alles zeitgerecht entwickelt.
Auffällig war nur, dass die Fruchthöhle sehr länglich war.
In der 10. SSW bekam ich periodenstarke Blutungen, lag 3 Tage im Krankenhaus, nahm mehr Progesteron und Bettruhe ein. )Mein Progesteron würde nie gemessen, hatte trotzdem ab ES+17 vorsichtshalber Utrogest genommen) Danach:
Die Fruchthöhle wurde wieder rund
Das Baby wuchs weiterhin normal
Herzschlag kräftig
Keine weiteren Blutungen
In der 12. SSW war das Baby beim Ultraschall ungewöhnlich ruhig.
Eine Woche später wurde ein Herzstillstand festgestellt (vermutlich kurz nach dem Ulraschall in der 12. SSW).
RELEVANTE EINGRIFFE BISHER:
Insgesamt 3 Hysteroskopien in verschiedenen Einrichtungen 2018, 2019
Zwei Bauchspiegelungen 2019
Vor kurzem Ausschabung (Saugkürettage)
Ich habe gelesen, dass mehrere intrauterine Eingriffe das Risiko für eine chronische Endometritis (Plasmazellen) erhöhen können.
MEINE FRAGEN AN SIE:
1. Kann ein Missed Abort nach der 12. SSW durch eine chronische Endometritis verursacht sein – oder ist das in diesem Stadium eher unwahrscheinlich?
2. Würden Sie nach 3 Hysteroskopien und einer Ausschabung eine erneute Biopsie auf Plasmazellen empfehlen – oder nur bei Symptomen?
3. Gibt es darüber hinaus noch sinnvolle Untersuchungen, die ich vor einer erneuten Schwangerschaft anstoßen sollte, wenn 2019 bereits alles (Gerinnung, Genetik, Immunologie, Hormonstatus, Schilddrüse, Plasmazellen, uNK) unauffällig war?
4. Kann die längliche Form der Fruchthöhle zu Beginn ein Hinweis auf eine ungünstige Implantation sein, die später zum Abort geführt hat?
5. Besteht Ihrer Erfahrung nach ein Zusammenhang zwischen den starken Blutungen in der 10. SSW und dem späteren Herzstillstand – oder kommt es in der 12./13. SSW meist eher durch genetische Ursachen des Embryos zum Abort?
Ich bin seit 2019 in keiner Kinderwunschklinik mehr.
Vielen Dank für Ihre Zeit und Expertise.