Hallo zusammen,
ich lese schon eine Weile still mit und möchte mich nun selbst öffnen, weil ich auf der Suche nach Austausch mit Menschen bin, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Ich bin 42 Jahre alt, in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft, und hatte kürzlich nach einer ICSI eine Fehlgeburt – das Herz hat plötzlich aufgehört zu schlagen. Ich bin noch sehr im Schock und voller Trauer. Gleichzeitig stehe ich unter starkem Druck von außen, „funktionieren“ zu müssen, während es innerlich in mir tobt.
Die Eizellen waren meine eigenen, befruchtet mit Spendersamen, der zugleich Teil meines familiären Umfelds ist – also alles andere als eine gewöhnliche Konstellation.
Ich hatte große Hoffnung, als der Herzschlag zu sehen war. Dass es dann doch nicht geblieben ist, hat mir sehr den Boden weggezogen.
Habe das Gefühl die Zeit gerinnt mir durch die Finger. Wir versuchen seit ca. 3 Jahren per Bechermethode, auch mit anderen Spendern. Das war die erste ICSI.
Meine Blutwerte sind immer toll, mit Simulation hatte ich 12 Eizellen, alle waren begeistert, 2 davon wurden als Blastozysten eingesetzt, alles sah gut aus und in der SSW 6+6 dann plötzlich nicht mehr. Was ist da schief gegangen?
Jetzt überlege ich, die eingefrorenen Embryonen ins Ausland zu geben, um dort PGT-A durchführen zu lassen – in Deutschland ja leider nicht erlaubt.
Ich suche den Austausch mit:
- anderen Frauen über 40, die ähnliche Wege gehen oder gegangen sind
- Menschen, die ebenfalls mit Trauer nach früher Fehlgeburt umgehen müssen
- Erfahrungsberichten zu PGT-A im Ausland (Tschechien, Griechenland etc.)
Im Moment fühle ich mich etwas allein mit all dem. Zumal aus meinem direkten Umfeld mehr Vorwürfe, Abwertung und Pessimismus kommen, die wenig Hoffnung geben, dass das nochmal was werden kann.
Liebe Grüße