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Adenomyose und Eizellenspende

  • Lene1980
  • 27. Februar 2025 um 08:25
  • Erledigt
  • Lene1980
    4-Zeller
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    • 27. Februar 2025 um 08:25
    • #1

    Sehr geehrte Damen und Herren,


    Ich bin neu im Forum und habe schon eine lange Kinderwunschreise hinter mir.
    Mein Mann (40) und ich (fast 45) haben im Jahr 2019 mit der Kinderwunschbehandlung begonnen, nachdem es jahrelang nicht auf natürlichen Weg geklappt hat.
    Hormonwerte alle in Ordnung. Bei einer OP im Oktober 2019 wurde Endometriose grad 3 festgestellt und entfernt sowie eine adenomyose (hintere Gebärmutterwand doppelt so dick wie die Vorderwand) diagnostiziert. Ich bin völlig ohne Symptome.
    Im November 2019 war die erste IVF und wir wurden schwanger mit unserem Sohn <3<3<3.
    Seit 2022 sind wir am Geschwisterchen und nach 3 erfolglosen Versuchen mit eigenen EZ (letzte endete mit einer biochemischen Schwangerschaft im Oktober 2023), haben wir und für die EZS entschieden. Die hormonwerte bei meinem Mann und mir sind alle im Normbereich. TSH ist mit L-Thyroxin auf 1,0 eingestellt.

    Am 17.2. hatten wir den ersten Transfer einer 4AA Blasto im kryozyklus. So wie es aussieht ist der Transfer gescheitert 😭😭. SS test an Transfer +8 war negativ. Bluttest ist am 03.03. Behandlung mit Estrifam, Progesteron, ASS und Heparin.

    Wir haben noch 4 blastos auf Eis (2 davon mit 4AA Qualität).

    kann es sein, dass sich die Blasto aufgrund der Adenomyose nicht eingenistet hat? Sollte am Protokoll etwas geändert werden? Ist eine downregulierung sinnvoll? Was kann ich noch optimieren? Die koordinatorin hat mir gestern mitgeteilt, dass es an meinem Alter liegt das keine Einnistung stattfindet :loudly_crying_face:.

    Entschuldigen Sie die vielen Fragen aber ich bin aktuell, nach 15 Jahren Kinderwunschreise, einfach ziemlich traurig und hilflos.

    Liebe Grüße

    Lene

    Einmal editiert, zuletzt von Lene1980 (27. Februar 2025 um 08:45)

  • Vida Fertility Institute
    Morula
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    • 27. Februar 2025 um 09:17
    • #2

    Liebe Lene


    Zunächst einmal tut es mir sehr leid, dass der Weg so lang ist. 15 Jahre sind zu lang. :frowning_face:
    Ihre Blastozysten sind von guter Qualität, und nach dem, was Sie mir erzählt haben, verstehe ich nicht ganz, wie Sie diese Einnistungsstörungen mit Eizellspende-Embryonen auf Ihr Alter zurückführen können. Mit einer Eizellspende können Sie die Altersvariable einfach aus der Gleichung herausnehmen.
    Außerdem würde ich bei Ihrer Krankengeschichte vor einem erneuten Transfer besonders auf Ihre Gebärmutterhöhle achten. Das Protokoll ist in Ordnung. Hatten Sie seit der Geburt Ihres Sohnes eine weitere Kontrolluntersuchung wie z. B. eine Hysteroskopie? Da Sie asymptomatisch ist, kann es sein, dass die Adenomyose wieder aufgetreten ist. Auf jeden Fall müssen Sie vor dem nächsten Transfer sicherstellen, dass Ihre Gebärmutterschleimhaut für eine Einnistung geeignet ist.
    Ich wünsche Ihnen alles Gute. :revolving_hearts:

    mit L.G.

    Dr. Spies

    Ihr Vida Fertility Team <3

  • Lene1980
    4-Zeller
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    • 27. Februar 2025 um 09:56
    • #3

    Sehr geehrte Frau Dr. Spies,


    Vielen Dank für Ihre Antwort und Ihre einfühlenden Worte.

    Die Gebärmutter wurde sich im Juni 2022 angeschaut. Keine Polypen, mymone oder ähnliches. Die Adenomyose ist an in der Hinterwand.
    Die Schleimhaut war am zyklustag 11 dreischichtig bei 9,8 mm.
    Soll ich eine erneute Hysteroskopie durchführen lassen?
    Kann es sein, dass ich beim ersten Transfer einfach nur Pech hatte?

    Viele Grüße

    Lene

  • Vida Fertility Institute
    Morula
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    • 27. Februar 2025 um 10:42
    • #4

    Hallo Lene ,


    sehr gut! Das sind wichtige und gute Daten, die einige Gründe für das Scheitern der Implantation ausschließen.
    In der Tat kann es sich um einen Einzelfall handeln, und ich hoffe wirklich, dass dies bei Ihnen der Fall ist.
    Aber leider gibt es immer noch viele Gründe, von denen ich Ihnen zwei Hauptgründe nennen möchte:
    - Embryonen, die von einer Eizellspende stammen, sind nicht frei von Chromosomenveränderungen, und bei so vielen Blastozysten, die nach einer einzigen Befruchtung gewonnen werden, wäre es sinnvoll gewesen, eine PGTA durchzuführen (bei den verbleibenden Embryonen kann man sie immer noch durchführen).

    - Ein weiteres Beispiel ist die immunologische Verträglichkeit mit der Spenderin. Diese wird mit dem KIR/HLA-C-Test überprüft. Wenn zwischen Ihnen und Ihrer Spenderin eine Inkompatibilität besteht, müssen Sie bei 4 noch eingefrorenen Embryonen leider alle übertragen, bevor Sie die Spenderin wechseln können. Aber zumindest kennen Sie den Grund für die Misserfolge und können versuchen, die Unverträglichkeit mit einer immunologischen Behandlung zu beheben. Aus diesem Grund versuchen wir bei Vida, nicht mehr als 1 oder 2 Embryonen auf einmal zu haben, um fortgeschrittene Tests durchführen und gegebenenfalls die Spenderin wechseln zu können.

    Herzliche Grüße und alles Gute
    Dr. K. Spies

    Ihr Vida Fertility Team <3

  • Lene1980
    4-Zeller
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    • 23. August 2025 um 18:18
    • #5

    Sehr geehrte Frau Dr. Spies,

    Nachdem der erste Transfer negativ war, habe ich im April 2025 eine erneute Gebärmutterspiegelung inkl. Bestimmung der Plasma- und Killerzellen durchführen lassen. Alles ohne Befund und nichts auffälliges, bis auf die bekannte diffuse Adenomyose.

    Die endokrinologin hat den TSH Wert erneut überprüft und ein kleines Blutbild erstellt. TSH bei 1,16 und alle anderen Werte top.

    Wir haben mit den vier verbleibenden Blastos die Klinik gewechselt.
    Die neue Klinik hat mich für 2 Monate in die künstlichen Wechseljahre versetzt.

    Am 1.8. Fand der 2. Transfer mit einer 4AA Blasto statt und am 12.8. Habe ich positiv getestet 🥰🥰🥰. Das HCG lag an Transfer +13 bei 1384. Alles sah perfekt aus. Leider sah es nur so aus 😞.
    Am Mittwoch hatte ich plötzlich Blutungen und bin in die Notaufnahme. Im Ultraschall alles super und die fruchthöhle saß perfekt oben in der Gebärmutter. Die Blutung ging um am nächsten Morgen erneut zurück zu kommen, mit gewebeabgang. Erneut Ultraschall alles perfekt HCG bei 12967. Die Blutung ging.
    Gestern Früh kam die Blutung erneut mit sehr viel Gewebeabgang. Die fruchthöhle ist ins untere Drittel der Gebärmutter gewandert. Eine Stunde später hatte ich die Fehlgeburt 😭😭😭😭😭. Seitdem ist die Blutung nur noch bräunlich. Am 28.8. Ist ein erneuter Ultraschall mit HCG Kontrolle.

    Ich frage mich wie soll es weitergehen? Wir haben noch 3 Blastos von der Spenderin auf Eis. Wie sind die Chancen? Sollten wir die Spenderin wechseln oder ist das alles “die Natur”? Ich würde vor Transfer gern wieder downregulieren. Sehen Sie das auch so?

    Ich habe einen Sohn durch künstliche Befruchtung. Meine Gebärmutter kann ein Kind austragen.

    Aktuell bin ich körperlich und emotional am Ende 😪😪😪😞😞😞.

    Liebe Grüße

    Lene

  • Vida Fertility Institute
    Morula
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    • 5. September 2025 um 09:49
    • #6

    Liebe Lene1980 ,entschuldige bitte die verspätete Antwort.

    Es tut mir sehr leid, was du gerade durchmachst. Um deine Fragen zu beantworten, müsste man zunächst herausfinden, ob es mögliche mütterliche Faktoren gibt, die das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen. Allerdings können auch Embryonen aus Eizellspenden Fehlgeburten verursachen, wenn auch in geringerem Maße, da das Höchstalter der Spenderinnen bei 35 Jahren liegt.

    Auch wenn die Adenomyose diffus und scheinbar unter Kontrolle ist, kann sie eine wichtige Rolle bei der Einnistung und dem Verlauf der Schwangerschaft spielen. Manchmal ist es weniger die Qualität des Embryos als vielmehr das Milieu der Gebärmutter, das einen normalen Verlauf verhindert. In Fällen wie deinem, in denen bereits eine komplexe Vorgeschichte vorliegt (vorheriger Transferfehler, normale immunologische Untersuchungen und ein Verlust nach positivem Beta-Test), ist es unerlässlich, die Endometriumumgebung, die immunologischen Protokolle und das Protokoll zur Endometriumvorbereitung erneut zu überprüfen.

    Zu den drei eingefrorenen Embryonen: Es gibt noch keinen Grund, über einen Wechsel des Spenders nachzudenken, da die verbleibenden Embryonen sicherlich von guter morphologischer Qualität sind. Dass es bei einem von ihnen zu einer Fehlgeburt gekommen ist, bedeutet nicht, dass dies auch bei den anderen der Fall sein wird. Es ist wichtig, die übrigen Faktoren zu überprüfen, die zu einer Fehlgeburt führen können. Die Erfolgswahrscheinlichkeit liegt bei etwa 60–65 % mit einer niedrigen Fehlgeburtsrate (normalerweise < 10 %).

    Die Wartezeit bis zum nächsten Transfer hängt von der aktuellen Situation ab. Wenn festgestellt wurde, dass die Gebärmutter sauber ist, wird in der Regel ein Menstruationszyklus pausiert, danach können die Transfers wieder aufgenommen werden.

    Herzliche Grüße und alles Gute
    Dr. K. Spies

    Ihr Vida Fertility Team <3

    Ihr Vida Fertility Team <3

  • Lene1980
    4-Zeller
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    58
    • 7. September 2025 um 20:04
    • #7

    Liebe Frau Dr. Spies,

    Vielen Dank 🙏 für Ihre Antwort ❤️.

    Wir hatten bereits Kontakt mit der Klinik. Ich lasse aktuell meine KIR Gene bestimmen sowie die HLA-C. Ebenso mein Mann. Die Klinik vermutet, dass die Spenderin nicht zu uns passt. Sobald die Ergebnisse vorliegen werden sie das Protokoll anpassen 🙏.

    Wir werden die Spenderin nicht wechseln. Ich kann es ethisch nicht vertreten, die 3 Embryonen zu verwerfen. Für mich sind es meine “Babies”. Wir haben noch 1x4AA, 1x4AB und 1x4BC auf ❄️🐻‍❄️.

    Ebenso werde ich vor den Transfer erneut für 2 Monate in die künstlichen Wechseljahre gehen, damit die Adenomyose erneut beruhigt wird.

    Welche Untersuchungen halten Sie noch für sinnvoll? Kann ich noch etwas tun?

    Liebe Grüße

    Lene

  • Vida Fertility Institute
    Morula
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    • 8. September 2025 um 14:46
    • #8

    Liebe Lene1980 ,

    in der Tat handelt es sich hierbei um Ihre Embryonen, und selbst für die Klinik wäre es rechtlich kompliziert, diese nicht vor der Befruchtung der Eizellen einer anderen Spenderin zu transferieren. Genau aus diesem Grund erstellen wir in unseren Programmen nicht alle Embryonen auf einmal. So können wir bei Bedarf vor Ablauf der Garantie die Spenderin wechseln.

    Wenn Sie jedoch bereits den KIR-HLA-Test durchgeführt haben, können Sie die Ergebnisse abwarten: Sollte die Spenderin nicht kompatibel sein, können Sie in Ihrer Klinik eine immunologische Beratung beantragen, um zu versuchen, diese Inkompatibilität mit Medikamenten zu beheben. Wenn Ihre Spenderin kompatibel ist, können Sie entweder eine PID an den verbleibenden Embryonen durchführen, um zu überprüfen, ob sie chromosomal gesund sind (es kann sich entweder um ein Spenderproblem oder ein Spermienproblem handeln), und Endometriumtests (wie den endomeTRIO) durchführen, um das Implantationsfenster zu überprüfen (auch wenn Sie bereits schwanger waren, kann es verschoben sein) und um festzustellen, ob eine Infektion in Ihrer Gebärmutterschleimhaut vorliegt.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Dr. K. Spies

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