Hallo liebe Experten, liebe Community ![]()
Ich bin neu hier, mein Mann und ich haben allerdings bereist eine lange Kinderwunschreise hinter uns und ich muss deswegen ein bisschen ausholen: 2020 war ich das erste Mal schwanger, habe das Kind aber in der 10 SSW verloren (hatte eine Ausschabung). Da ich zu dem Zeitpunkt knapp 36 war, sind wir 6 Monate später in eine Kinderwunschklinik. Festgestellt wurden dort zunächst eine Teratozoospermie bei meinem Mann und bei mir Endometriose. Wir hatten seither 6 ICSI mit Eigenmaterial, davon 6 Transfers ohne Einnistung, trotz teilweise guter Embryonen (z.B. 4AA Blastozyten). Letztes Jahr haben wir uns dann für eine Eizellspende entschieden. Der erste Transfer endete in einer biochemischen Schwangerschaft, die nächsten beiden Transfere ohne Einnistung. Die DNA-Fragmentierung bei meinem Mann ist erhöht, mit ZyMot hatten wir aber insgesamt äußerlich gute und zeitgerecht entwickelte Embryonen. Beim letzten Versuch habe ich Nivestim gespritzt, bin allerdings KIR BB. Ich hatte bei allen EZ-Transfers Kortison und Clexane.
Wir haben schon alles Erdenkliche an Untersuchungen hinter uns gebracht: Hormonstatus, Spermiogramm + DNA-Fragmentierungstest + FISH-Test, Bauchspiegelung, zwei Gebärmutterspiegelungen, MRT, Gerinnung, KIR Gene, zwei Biopsien auf Killer- und Plasmazellen, Mikrobiom, TH1/TH2 Ratio, ERA-Test, HOMA-Index. Gefunden wurde zuletzt noch neben der bekannten Endometriose und dem eingeschränkten Spermiogramm, mittels des MRT eine Adenomyose. Diese soll nun mit einer Downregulation und einem kleinen Eingriff behandelt werden (allerdings in einer anderen Klinik, bei einem Spezialisten). Außerdem machen wir dort eine PRP-Behandlung der Gebärmutter.
Unsere behandelnde Klinik hat eine Doppelspende empfohlen, da man mittlerweile stark von einem männlichen Faktor ausgeht. Über die Adenomyose und die anstehende Behandlung weiß die Klinik Bescheid.
Meine Schleimhaut baut sich suboptimal auf, ich komme aber meist auf 7 mm und die Schleimhaut war bisher immer dreischichtig. Auffallend im US war bisher allerdings, dass sie sich in den Kryo-Zyklen oft nicht gleichmäßig aufgebaut hat. In den stimulierten Zyklen war sie besser.
Nun zu meinen Fragen:
- Kann das männliche Genom WIRKLICH der Grund sein, trotz ICSI + ZyMot?
- Wäre ein stimulierter Zyklus für mich die bessere Wahl zum Schleimhautaufbau?
- Mir wurde oft erklärt, dass sowohl Endometriose und Adenomyose ein "toxisches" Umfeld für den Embryo sind. Könnte eine Behandlung mit Intralipid Abhilfe schaffen? Ich habe dies mal in einem Beitrag von einem amerikanischen Arzt gesehen, dass man bei Endometriose gerne Intralipid gibt, da Endometriose Ähnlichkeiten zu Autoimmunerkrankungen hätte. Unsere Klinik gibt Intralipid nur bei erhöhten uterinen NK-Zellen. Wie seht ihr das?
- Zuletzt bin ich auf eine Aussage gestoßen, dass sich NK-Zellen bei einer Eizellspende erhöhen können, auch wenn sie vorher normal waren, da der Embryo 100% fremd ist. Kann das wirklich sein? Und würde es Sinn machen, die NK-Zellen im Blut zu überprüfen? Unsere Klinik hält von Letzterem nichts.
- Wäre es eine Überlegung wert, einen PGTA (auch bei einer Doppelspende/Embryonenadoption) getesteten Embryo zu transferieren?
Wir wollen für den nächsten Transfer einfach möglichst wenig unversucht lassen. Nach sovielen Rückschlägen und der neuen Information hinsichtlich Adenomyose (die bisher immer ausgeschlossen wurden) wollen wir in Zukunft möglichst wenig Trial and Error, auch wenn das sicherlich nicht komplett vermeiden kann.
Ich danke euch für eure Unterstützung! ![]()