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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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  3. Eure Behandlungsgeschichte

14 ICSI‘s - wie weiter machen?

  • Biene84
  • 24. September 2024 um 20:00
  • Biene84
    2-Zeller
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    • 24. September 2024 um 20:00
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich habe schon selber so viel in diesem Forum gelesen und möchte jetzt auch meine Geschichte mit euch teilen …

    Mein Mann und ich (beide 40 Jahre) sind seit 5 Jahren in der Kinderwunschbehandlung und haben mittlerweile 14. ICSIs hinter uns :( Mein Mann hat meist ein sehr schlechtes Spermiogramm aufgrund dessen unsere Befruchtungsrate entsprechend schlecht ausfällt. Wenn wir Embryonen (auch blastos ) zurück bekommen haben, haben die sich nie eingenistet. Aufgrund unseres Alters fällt die Qualität auf beiden Seiten nicht sehr gut aus. Letztes Jahr habe ich eine PRP in den Eierstöcken gemacht und wir sind nach Madrid gewechselt und haben ICSI 12 und 13 dort gemacht. Die Befruchtungsrate war plötzlich viel viel besser, aber leider waren die Embryonen genetisch nicht i.O. Wir waren schon kurz davor auf EZS zu gehen, aber ich konnte doch nicht und wir haben noch eine 14. ICSI hinterher geschoben. Aber dieses Mal keine Befruchtung. Nachdem wir erstmal monatelang nichts mehr von dem Thema wissen wollten, haben wir, auch nach Rücksprache mit unserer Ärztin in Madrid, unseren Masterplan entwickelt … es ging uns beide psychisch besser, mein Mann hat sich bereit erklärt eine erneute TESE zu machen, ich PRP und wir wollten noch mal alles auf eine Karte setzen. Die TESE jetzt im Juli ergab überraschenderweise KEINE Spermien. Wir waren alle, ich die Ärzte, mega Übersicht wie das sein kann. Mein Mann hat zwar in den 5 Jahren 2x keine Spermien gehabt, aber sonst immer. Wir wussten nicht was wir machen sollen… ist das ein Zeichen endlich damit aufzuhören und wird es schon klappen. Aber warum soll es jetzt auf einmal klappen? Nach Rücksprache mit der Ärztin haben wir meine Stimulation 2 Monate aufgeschoben, damit sich mein Mann erstmal erholen kann und sich evtl. wieder neue Spermien bilden, aber auf der anderen Seite müssen wir den PRP Effekt nutzen. Ich müsste jetzt im Oktober stimulieren… mein Mann würde mitkommen und wir schauen, ob er Spermien hat. Wenn nicht werden die Eizellen eingefroren und wir schieben direkt eine Stimulation hinterher, sodass evtl im November Spermien (3 Monate nach TESe zur Neubildung) da sind. Wir haben einfach kein gutes Gefühl mehr und unsere Kräfte sind am Ende… auf der anderen Seite kann ich mich nicht mit einer Spender-Lösung anfreunden..das gibt mir ein noch schlechteres Gefühl… Aber wie lange soll man hoffen und diesen Wahnsinn mitmachen?

  • Fliege
    Blastozyste
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    • 24. September 2024 um 20:52
    • #2

    Wow. 14 ICSIS!! Das hätte ich überhaupt nicht so lange ausgehalten und meine Partnerschaft erst Recht nicht.

    Ihr seid 2 sehr starke Menschen mit einer starken Beziehung!!

    Es tut mir sehr sehr leid, dass euer Weg so schwer ist.

    Ich habe direkt eine EZS gemacht, ohne einen einzigen eigenen Versuch, weil die Diagnose so vernichtend war, daher kann ich dich nicht beraten zu deinen Fragen.

    Ich kann dir sagen, dass es keinen Unterschied machen wird, ob es deine EZ ist, oder eine Gespendete, wenn du erstmal Schwanger bist und dann die Ängste kicken, dieses Wunder zu verlieren. Du wirst von der ersten Monute an All In sein... Aber das fühlt sich jetzt für dich nicht so an und hilft deswegen nicht.

    Deswegen kann ich dir nur sagen: ich bewunder euch! Haltet aneinander fest, egal wie ihr entscheidet.

  • Biene84
    2-Zeller
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    • 24. September 2024 um 21:32
    • #3

    Danke für deine lieben Worte 🫶🏻

    Tatsächlich hatte ich mich letztes Jahr kurz vor der 14. ICSI mit der EZS angefreundet. Mir hat es ein besseres Gefühl gegeben, dass mein Mann definitiv mit drin ist und ich durch die Schwangerschaft auch ein bisschen was einbringen werde. Eher als mit einer Samenspende, wo er definitiv raus ist. Aber jetzt wo aktuell keine Spermien da sind, macht eine samenspende am meisten Sinn. Ich weiß aber nicht, ob ich wirklich für diesen Weg bereit bin. Ich hab mir so sehr ein Kind von meinem Mann gewünscht und nicht einfach nur ein Kind … meine Psychologin und ich lachen immer, weil ich von Schummeln spreche :)


    Ich glaube auch, dass wenn es erstmal soweit ist, dass alles vergessen ist und man einfach nur glücklich mit der Situation ist. Ich habe Angst, dass dieses Thema aber immer indirekt da ist und man nie einen Abschluss findet. Wie ist das bei dir? Machst du dir viele Gedanken darüber, dass du es evtl eines Tages erzählen möchtest/musst und wie dein Kind es aufnehmen wird?

  • Fliege
    Blastozyste
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    • 24. September 2024 um 21:38
    • #4

    Das Thema war bei mir nie ein Geheimnis, ich bin mit der Unfruchtbarkeit früh offen umgegangen und mit einer EZS auch.

    Ich glaube meinem Mann wäre es lieber gewesen, nicht jeder wüsste das, aber als wir uns kennen lernten, war es dafür zu spät und dann sind wir die offene Linie weiter gefahren.

    Es wissen zu viele Bescheid, um es geheim zu halten und das möchte ich auch gar nicht. Höchste Zeit, dass Tabus gebrochen werden. Ich schäme mich auch für nichts. Das ist 100% meine Tochter. Ich hab so gelitten in der Schwangerschaft. Bei der Geburt und noch mehr beim.Stillen. ich liebe sie über alles und gebe alles für sie ♡

    Ich denke natürlich ab und zu drüber nach, aber es berührt mich nicht. Manchmal ertappe ich mich dabei zu denken: Die Wimpern hat sie von mir.... 🤣

  • Biene84
    2-Zeller
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    • 24. September 2024 um 21:48
    • #5

    Es ist so schön zu lesen, dass du es anscheinend ganz locker siehst und einfach nur glücklich bist 🫶🏻 und es anscheinend auch manchmal vergisst, wenn du die Wimpern siehst 😂 toll!


    Das finde ich auch - es müssen mehr Tabus gebrochen werden und mehr Themen transparenter werden. Was könnten wir uns alle gegenseitig helfen und mit Infos versorgen, wenn man sich nicht selber alles anlesen und recherchieren muss. Auch der Weg ins Ausland kam bei uns „erst“ nach 3 Jahren durch Zufall in den Kopf… wir hätten das schon viel eher machen sollen, als hier in Deutschland rum zu experimentieren.

    Ich schäme mich auch für nichts. Wir können alle nichts für unsere Situation und können so dankbar sein, dass es solche Behandlungen gibt. Bei mir ist es eher das Gefühl meinem Kind gegenüber. Ich hatte Zeit bzw ist es ein Prozess zu dieser Entscheidung, mein Kind muss es so hinnehmen und damit leben. Aber ich mache mir auch immer sehr viele Gedanken und Sorgen 😁

  • Purehaeven
    Morula
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    • 24. September 2024 um 22:18
    • #6

    Fliege - das mit den Wimpern ist so süß 💖

    Biene 84 - du bist ca. 4 Jahre jünger als ich - ich bin 80er Jahrgang und ich habe in Deutschland alles versucht … man liest in Artikeln oft “von der Trauer” um die eigene Genetik … und das hatte ich definitiv … in meinen romantischen Gedanken hätte ich die Kombi von meinem Mann und mir so perfekt gefunden … aber bitte meine Nase… seine ist zu groß 😂😂😂… ich lache … aber natürlich ist es bitter … aber ich hatte ein Erlebnis … wir waren auf einem coolen Campingplatz in Kroatien und da war ein Paar - ähnlich wie wir, aber mit einem behinderten Jungen … und dieser Junge (wir konnten es hautnah miterleben) hat diese so bemühten Eltern auch so angestrengt … und seit dem … unsere letzte Fehlgeburt war genetisch nicht ok, sage ich mir immer … meine Gene leider nicht, aber gesund!!!!

    Und was mit soooooo geholfen hat … und Mensch und Tier gehören für viele nicht auf eine Stufe … und hoffentlich erlebe icu auch noch mal menschliche Emotionen und Dimension mit einem Baby … aber mein Hund war alles für mich … mein “Kind” und meine Liebe … und auch “er” hat mich gelehrt, dass Liebe nichts mit Genetik zu tun hat … somit habe ich mich mit der EZS nicht zu schwer getan … aber ich muss euch auch ganz offen und wahrscheinlich auch “platt” sagen … ich erwische mich, dass ich denke - ohhh je , hoffentlich ist die Spenderin nicht hässlich 🤷🏻‍♀️… das ist einfach nur ehrlich … aber die hat definitiv die bessere Figur😂…

    LG

  • Fliege81
    Blastozyste
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    • 24. September 2024 um 22:42
    • #7

    Wir hatten auch diesen schmerzlichen Weg....mit allem was beschrieben wurde und waren nach der Tese auf Spende angewiesen... ich ohne jeglichen Versuch mit eigenen Eizellen....uns wurde geraten so die Chancen zu erhöhen. Also Doppelspende. Unser Sohn ist grad 3 geworden. Er ist meine bedingungslose Liebe des Lebens - die Liebe könnte nicht inniger und tiefer sein und er ist so hübsch. Ich wollte nie und nimmer ein anderes Kind. ich kann Fliege nur bestätigen. Ob er was von mir haben könnte ist überhaupt nicht wichtig. Ganz komisch. Klar mache ich mir Gedanken über Aufklärung. Wir hatten grad ein Gespräch mit einer Psychotherapeutin die schon jahrelang solche Eltern mit Spende betroffen berät und viele Tipps bekommen.

    ERMap auffällig-rezeptiv P +6,5, ImMap unauffällig, Mirobiologie und Pathologie unauffällig

    HSK im September: alles in Ordnung, unauffällig

    TF: 17.10.2020 schlüpfende 5BB Blasto PGS geprüft

    HCG 27.10: 18 schon wieder vorbei

    TF: 04.12.2020 schlüpfende 5BB Blasto PGS geprüft

    HCG 14.12: 376,6 :red_heart:

    08/2021 wir halten unseren kleinen Schatz in den Armen :red_heart:

  • Biene84
    2-Zeller
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    • 25. September 2024 um 08:49
    • #8

    Guten Morgen ihr Lieben, vielen Dank, dass ihr eure Geschichte mit mir und im Forum teilt 🫶🏻

    Mit unserer Psychologin versuchen wir auch die Vorteile einer Spende zu sehen und wer weiß was uns für ein tolles Kind geschenkt wird. Und vielleicht ist auch das ein oder andere nicht schlecht, wenn es nicht weiter vererbt wird 😁 Und wer weiß welcher Weg sonst noch auf einen warten würde… bei uns ist es nie zu einer Schwangerschaft gekommen und sollte jetzt bei der 15. Icsi doch die eine Eizelle und auf das Hammer Spermium treffen und wir endlich mal einen gesunden Embryo bekommen geht es mit Einnistung, Schwangerschaft halten etc. weiter. Man ist mittlerweile so im Thema, dass einem einfach die ganzen Stolpersteine, die evtl noch warten bewusst sind. Und das macht mir Angst und lässt mich wenig hoffen, warum es jetzt in der 15. Icsi klappen sollten. Klar es gibt immer wieder Wunder und Überraschungen, aber bei unserer „Glückssträhne“ … wir nehmen gefühlt alles mit…
    Echt verrückt, dass soviele Menschen auf natürlichem Wege schwanger werden… was eigentlich alles nicht klappen könnte - wirklich ein Wunder!

    Wir haben gestern gesprochen und werden mich erstmal im nächsten Zyklus stimulieren, wir fliegen nach Spanien zur Punktion, schauen ob mein Mann Spermien hat und gehen ggf. spontan auf Samenspende. Wenn nicht, werden Eizellen eingefroren, einen Zyklus hinterher geschoben in der Hoffnung, dass Spermien sich komplett neu gebildet haben (3 Monate später nach erfolgloser Tese) und dann schauen mit der Auswahl an Eizellen aus zwei Punktionen, ob was befruchtet wird 🍀
    Wenn alles doof ist, hoffen wir dass Spermien für eine EZS ausreichen. Wir wissen auch einfach nicht, ob meine Eizellen zu schlecht sind oder die Spermien. Bei gesunden Eizellen kann man auch mit schlechten Spermien eine erfolgreiche Icsi hinbekommen.
    Uns wurde auch schon letztes Jahr in Spanien eine Doppelspende empfohlen. Aber das wollen wir nicht. Heute Morgen hatte ich aber einen kurzen Moment, in dem ich dachte „Scheiss drauf“ ich hab einfach kein Bock mehr 😁

  • strawberry
    4-Zeller
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    • 25. September 2024 um 18:45
    • #9

    Puh 14 ICSIs, das ist ja Wahnsinn.

    Ehrlichweise sehe ich für eure beiden Gameten eher schwarz und würde euch zur einer Embryonenspende oder Doppelspende raten.

    Schlechte Spermien machen etwa 30 Prozent der Fehlversuche aus, sind aber viel weniger erforscht, weil alles oft bei der Frau gesucht wird.


    Ich denke ein paar Spermien bei einer Tese sind auch nichts, selbst bei TOP Eizellen.


    Ich empfehle euch eine Beratung bei z.B. Petra Thron und zu einer Doppelspende.


    Alles Gute!

  • Oskar
    Morula
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    309
    • 27. September 2024 um 22:09
    • #10

    Liebe Biene84,

    ich drücke Euch trotz allem beide Daumen für die 15 te ICSI !

    Zu Spermien kann ich leider Recht wenig sagen, da hab ich keine Ahnung!

    Fühl Dich gedrückt! Dein Oskar

  • Biene84
    2-Zeller
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    17
    • 28. September 2024 um 07:46
    • #11

    Danke strawberry für deine ehrlichen Worte 🫶🏻 Es ist wahrscheinlich realistischer und viel Hoffnung haben wir nach diesem Weg auch nicht mehr 😔


    Oskar , danke für deine lieben Worte und fürs Daumen drücken 🫶🏻


    Ich kann es einfach nicht glauben an was für einen Punkt man steht und was man schon alles vergeblich für diesen Wunsch gemacht hat. Unglaublich was wir alle durchmachen müssen!

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