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Gerne 2. Meinung

  • SoZi
  • 27. November 2023 um 22:22
  • Erledigt
  • SoZi
    4-Zeller
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    46
    • 27. November 2023 um 22:22
    • #1

    Hallo liebes Team,

    ich bitte um eine 2. Meinung oder Einschätzung.

    Wir befinden uns seit 2021 in einer Kiwubehandlung. Zunächst schien, nach einer Eileiterdurchlässigkeitsprüfung, "nur" ein eingeschränktes Spermiogramm Thema zu sein. Zwei negative IUI und zwei ICSI später gab es 2022 weitere Untersuchungen.

    Gerinnung - keine Auffälligkeiten.

    Gebärmutterspiegelung - unauffällig.

    Gebärmutterbiopsie - 16 Plasmazellen, Gardnerella + Adopobium Nachweis, keine erhöhten Killerzellen. Folge Antibiotikum. 3. ICSI negativ. Kontrolle Oktober 2022 der Gebärmutter - 2 Plasmazellen erhöhte Killerzellen. 4 ICSI mit Intralipid negativ.

    Klinikwechsel. Zum Start der Behandlung einmalig Azithromycin und 10 mg Prednisolon täglich - 5. ICSI negativ.

    Kontrolle der Gebärmutter April 2023 - 3 Plasmazellen und erneut Gardnerella, sowie deutlich erhöhte Killerzellen. Wieder Antibiotikum. 6. ICSI mit Prednisolon und Omegaveninfusion - biochemische Schwangerschaft.

    Nachweis Kir Gene alle positiv bis auf KIR2DL2, KIR2DS2,KIR2DS3.

    Vaginomcheck Oktober 2023 kein Nachweis Gardnerella und Atopobium. Zu wenig H2O2 bildende Laktobazillen trotz Einnahme von OmniBiotic Flora Plus seit 2022 und seit Juni 2023 zusätzlich täglich Vagiflor oder Döderlein Vaginal. Empfehlung täglich Vagisan Milchsäurebakterien und Symbiolact a.

    7. ICSI mit Prednisolon und Omegaven negativ.

    Ich weiß nicht mehr so recht weiter. Uns wurde immer gesagt, dass wir schnell schwanger werden.

    Ich habe Hashimoto aber gut eingestellt. Mir machen die wiederkehrenden Gardnerella und Atopobium Sorgen, so wie die erhöhten Killerzellen. Die KIR-Gene sind laut Klinik ok.

    Mein Mann hat zusätzlich eine mittlere DNA Fragmentierung der Spermien (21%)

    Ich überlege was man noch untersuchen lassen könnte/sollte.

    Oder macht eine Behandlung mit Eizellspende mehr Sinn? Ich werde jetzt leider 40.

    Unsere Befruchtungsrate war wie folgt

    1. ICSI 1 Follikel - 1 Eizelle - befruchtet Tag 2 Transfer

    2. ICSI 4 Follikel- 3 Eizellen - 2 befruchtet - 2 zurück an Tag 3

    3. ICSI 5 Follikel - 4 Eizellen - 3 befruchtet - 2 x Kavitationsbeginn an Tag 5 zurück

    4. ICSI 3 Eizellen - 2 an Tag 3 zurück

    5. ICSI 1 Follikel - 1 Eizelle - Tag 2 zurück

    6. ICSI 5 Follikel - 3 Eizellen - 1 befruchtet an Tag 2 zurück - biochemische SS

    7. ICSI 5 Follikel - 4 Eizellen - 3 befruchtet - 1 frühe Blasto an Tag 5 zurück

    Gerne kann ich die Befunde zur Ansicht auch einreichen.

    Viele Grüße

    Sonja

  • Nini
    Morula
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    331
    • 28. November 2023 um 14:46
    • #2

    Liebe SoZi ,

    du hast ja schon eine ganz schöne Leidensgeschichte hinter dir, das muss ganz schön frustrierend sein. Ich hoffe, die Forumsdocs können dir weiterhelfen!

    In der Zwischenzeit schon mal eine Idee zum Weiterlesen: Es gibt eine Impfung gegen wiederkehrende Vaginalinfektionen, die heißt Gynatren. Die ist glaube ich noch relativ neu, mein FA sagt, die Studienlage sei noch sehr dünn dazu, aber das Konzept klingt erstmal schlüssig: Geimpft wird nicht gegen spezifische Krankheitserreger, sondern gegen bestimmte Stämme von "unnützen" Milchsäurebakterien, die kein H2O2 produzieren. Der Körper soll nach der Impfung diese "unnützen" Milchsäurebakterien bekämpfen, damit sich die "nützlichen", H2O2-produzierenden Milchsäurebakterien, die du ja durch Vagisan etc. zu dir nimmst, besser ansiedeln können und die dann Gardnerella und Co besser vertreiben können. Soweit mein Laienwissen, ob das tatsächlich funktioniert und ob das in deinem Fall helfen würde, kann ich natürlich nicht sagen!

    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft und Mut für deinen weiteren Weg!

    - 08/2019 -05/2021: 1. EZS in der Aagaard Klinik in DK, lange Wartezeit, 1. Transfer erfolgreich -> wunderbare Tochter :) <3

    - 07/2023: Start in Runde 2 mit der 2. Blastocyste der gleichen Spenderin - leider negativ ;(

    - 10-12/2023: Eine neue Spenderin gefunden! Leider nur 3 Eizellen, 1 befruchtet, 1 Blasto, Transfer negativ ;(

    - 03-07/2025: Endlich eine neue Spenderin! 16 Eizellen, 7 befruchtet, nur 2 Blastos. 1. Transfer negativ ;(

    - 09/2025: 2. Transfer negativ ;(

    - 11/2025: Klinikwechsel geplant...

  • Clinica Tambre
    Forums-Doc
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    • 29. November 2023 um 12:46
    • #3

    Liebe Frau SoZI,

    Nach 7 erfolglosen IVF-Zyklen ist meine Empfehlung auf jeden Fall eine Eizellspende. Leider kann man bei Ihnen trotz so vieler fehlgeschlagener Transfere die Diagnose des Einnistungsversagens nicht ganz klar stellen, da oft an Tag 2-3 transferiert wurde. Knapp die Hälfte der Prä-Embryonen entwickeln sich überhaupt zur Blastozyste weiter. Bei Frauen ab 38 empfehlen wir in Spanien eine Präimplantationsdiagnostik, da ggf die Hälfte oder mehr der entstandenen Blastozysten genetisch nicht in Ordnung (aneuploid) sein können. Von daher ist in Ihrem Fall wahrscheinlich als erstes an die Eizellqualität/Embryonenqualität zu denken. Mit einer Eizellspende haben Sie deutlich höhere Erfolgsraten. Bzgl der Spermien-DNA-Fragmentation wenden wir Filter an (Chip fertile, sperm slow) um diese zu korrigieren.

    Wiederkehrende Infektionen des Endometriums können sehr belastend sein, es sollte auch an eine Testung des Partners/Partnerbehandlung gedacht werden, vor allem bei wiederholt auftretendem Keim (der gleichen Art).

    Vor einem Embryo-Transfer sollte natürlich eine Endometrium-Biopsie erfolgen um eine erneute Infektion auszuschließen.

    Bzgl. der Killer-Zellen: wir haben einen Immunologen in unserer Klinik der einen Therapie-Fahrplan mit Ihnen ausarbeiten kann, oft wird Prednison/Intralipid verschrieben. Aus Erfahrung kann ich Ihnen sagen dass viele Patientinnen trotz erhöhten Killerzellen schwanger werden.

    Ich denke der erste wichtige Schritt wäre der in Richtung Eizellspende.

    Herzliche Grüsse uns alles Gute.

    Ihr Clinica Tambre Team <3

  • Jam76
    8-Zeller
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    Beiträge
    103
    • 29. November 2023 um 13:56
    • #4

    Liebe SoZi,

    was für einen langen Weg du schon gehst.

    Und klasse, dass es hier ein Forum gibt, in dem auch Profis helfen!

    Ich drücke dir fest die Daumen, dass du schnell Erfolg hast!

    Ich bin nach 3 Versuchen mit eigenen EZ nun gewechselt und versuche es mit einer Eizellspende, allerdings bin ich schon 47 Jahre als auch.

    Ich würde mich freuen, wenn du mir von Azithromycin erzählst.

    wir haben im ersten Anlauf mit EZS noch vor dem Transfer abgebrochen, weil ich einen Endometrioseherd in der Gebärmuttermuskulatur habe. Ich wurde downreguliert (hat sich meine Ärztin hier in Deutschland dafür eingesetzt) und der Herd ist nun zumindest flacher als zuvor.

    Dazu kam nun eine Zervixzyste. Die Klinik in Prag gab mit Azithromycin drei Tage lang je 1 Tablette 500 mg. Meine Ärztin in Deutschland findet das überflüssig und ich hänge nun dazwischen.

    Wofür hattest du es bekommen?

    LG

    12.04.24 EZS in Prag, 3 Blastos - eine AA transferiert

    21.04.24 positiver Urintest <3

    21.06./27.08.24 1. und 2. Pränataldiagnostik: alles gesund und zeitgerecht <3

    24+2: 660g und 30 cm :love:

    28+2: 1.180g und 36 cm <3 bisher nichts vom Schwangerschaftsdiabetes beim Baby angekommen:folded_hands:

  • SoZi
    4-Zeller
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    3
    Beiträge
    46
    • 30. November 2023 um 20:18
    • #5
    Zitat von Jam76

    Liebe SoZi,

    was für einen langen Weg du schon gehst.

    Und klasse, dass es hier ein Forum gibt, in dem auch Profis helfen!

    Ich drücke dir fest die Daumen, dass du schnell Erfolg hast!

    Ich bin nach 3 Versuchen mit eigenen EZ nun gewechselt und versuche es mit einer Eizellspende, allerdings bin ich schon 47 Jahre als auch.

    Ich würde mich freuen, wenn du mir von Azithromycin erzählst.

    wir haben im ersten Anlauf mit EZS noch vor dem Transfer abgebrochen, weil ich einen Endometrioseherd in der Gebärmuttermuskulatur habe. Ich wurde downreguliert (hat sich meine Ärztin hier in Deutschland dafür eingesetzt) und der Herd ist nun zumindest flacher als zuvor.

    Dazu kam nun eine Zervixzyste. Die Klinik in Prag gab mit Azithromycin drei Tage lang je 1 Tablette 500 mg. Meine Ärztin in Deutschland findet das überflüssig und ich hänge nun dazwischen.

    Wofür hattest du es bekommen?

    LG

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  • SoZi
    4-Zeller
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    3
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    46
    • 30. November 2023 um 20:22
    • #6

    Hallo

    ich habe das Azithromycin wegen der Endometritis bekommen. Immer am 1. Zyklustag zwei Tabletten.

    LG

  • SoZi
    4-Zeller
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    3
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    46
    • 30. November 2023 um 20:33
    • #7
    Zitat von Clinica Tambre

    Liebe Frau SoZI,

    Nach 7 erfolglosen IVF-Zyklen ist meine Empfehlung auf jeden Fall eine Eizellspende. Leider kann man bei Ihnen trotz so vieler fehlgeschlagener Transfere die Diagnose des Einnistungsversagens nicht ganz klar stellen, da oft an Tag 2-3 transferiert wurde. Knapp die Hälfte der Prä-Embryonen entwickeln sich überhaupt zur Blastozyste weiter. Bei Frauen ab 38 empfehlen wir in Spanien eine Präimplantationsdiagnostik, da ggf die Hälfte oder mehr der entstandenen Blastozysten genetisch nicht in Ordnung (aneuploid) sein können. Von daher ist in Ihrem Fall wahrscheinlich als erstes an die Eizellqualität/Embryonenqualität zu denken. Mit einer Eizellspende haben Sie deutlich höhere Erfolgsraten. Bzgl der Spermien-DNA-Fragmentation wenden wir Filter an (Chip fertile, sperm slow) um diese zu korrigieren.

    Wiederkehrende Infektionen des Endometriums können sehr belastend sein, es sollte auch an eine Testung des Partners/Partnerbehandlung gedacht werden, vor allem bei wiederholt auftretendem Keim (der gleichen Art).

    Vor einem Embryo-Transfer sollte natürlich eine Endometrium-Biopsie erfolgen um eine erneute Infektion auszuschließen.

    Bzgl. der Killer-Zellen: wir haben einen Immunologen in unserer Klinik der einen Therapie-Fahrplan mit Ihnen ausarbeiten kann, oft wird Prednison/Intralipid verschrieben. Aus Erfahrung kann ich Ihnen sagen dass viele Patientinnen trotz erhöhten Killerzellen schwanger werden.

    Ich denke der erste wichtige Schritt wäre der in Richtung Eizellspende.

    Herzliche Grüsse uns alles Gute.

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    Hallo

    vielen Dank für die Rückmeldung. Mein Partner wurde ebenfalls mit Antibiotikum behandelt.

    Die Eizellspende wäre natürlich einfacher, wenn man wirklich wissen würde, dass es mit den eigenen nicht funktionieren kann.

    Oft denkt man, dass es ja Versuche gab, bei denen man nicht wusste, dass man gerade erhöhte Plasmazellen hat oder das man gerade wieder eine bakterielle Vaginose hat. Man zieht diese Versuche dann im Kopf ab, da man sich sagt "ok dann konnte es ja nicht funktionieren". Es ist ein wenig ein Teufelskreis. Nach so vielen Versuchen kann man nicht einfach aufhören, da man sich denkt, dass es nicht umsonst gewesen sein kann/darf.

    Die übertragenen Embryonen sahen immer gut aus.

    Wie viel Zeit müsste man in etwa einplanen, wenn man eine Eizellspende machen wollen würde und im Vorfeld eine Biopsie benötigt und die Immunologie berücksichtigen muss? Arbeiten sie auch mit Omegaven?

    LG

  • SoZi
    4-Zeller
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    3
    Beiträge
    46
    • 30. November 2023 um 20:35
    • #8
    Zitat von Nini

    Liebe SoZi ,

    du hast ja schon eine ganz schöne Leidensgeschichte hinter dir, das muss ganz schön frustrierend sein. Ich hoffe, die Forumsdocs können dir weiterhelfen!

    In der Zwischenzeit schon mal eine Idee zum Weiterlesen: Es gibt eine Impfung gegen wiederkehrende Vaginalinfektionen, die heißt Gynatren. Die ist glaube ich noch relativ neu, mein FA sagt, die Studienlage sei noch sehr dünn dazu, aber das Konzept klingt erstmal schlüssig: Geimpft wird nicht gegen spezifische Krankheitserreger, sondern gegen bestimmte Stämme von "unnützen" Milchsäurebakterien, die kein H2O2 produzieren. Der Körper soll nach der Impfung diese "unnützen" Milchsäurebakterien bekämpfen, damit sich die "nützlichen", H2O2-produzierenden Milchsäurebakterien, die du ja durch Vagisan etc. zu dir nimmst, besser ansiedeln können und die dann Gardnerella und Co besser vertreiben können. Soweit mein Laienwissen, ob das tatsächlich funktioniert und ob das in deinem Fall helfen würde, kann ich natürlich nicht sagen!

    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft und Mut für deinen weiteren Weg!

    Danke! ich habe meine Ärztin gleich auf die Impfung angesprochen. Sie kannte diese und hat überhaupt keine Einwände diese zu machen. Warum wird einem so etwas nicht erzählt? Warum muss man so oft In Kiwubehandlungen mit eigenen Ideen kommen? Untersuchungen einfordern usw.? Man verlässt sich doch auf die Experten ;(

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