Hallo zusammen,
ich hatte heute Nacht in 9+4 eine Sturzblutung mit Abort.
Am Samstag habe ich ausversehen Progynova 50 Minuten später eingenommen als üblich, abends begannen leichte Blutungen. Daraufhin telefonierte ich mit meiner Klinik. Diese meinte, es sei alles in Ordnung, ich solle mir keine Sorgen machen. An der verspäteten Einnahme könne das nicht liegen.
Am Sonntag war die Blutung etwas stärker, vor allem am Nachmittag auch mit kleinen Gewebeklümpchen. Ich bin sofort in die Klinik gefahren. Es war kein Grund erkennbar und dem Embryo ging es gut. Er war sehr aktiv und hatte einen guten Herzschlag. Die Ärztin beruhige mich, dass so etwas öfters vorkommen würde und zu 90% gut ginge. Ich solle am Dienstag nochmals zu meinem Frauenarzt.
Am Montag Abend war die Blutung nochmals stärker mit hellrotem Blut (davor eher bräunlich) und ich hatte teilweise Bauchschmerzen.
Am Dienstag hatte ich morgens einen Ultraschalltermin. Mein FA konnte auch keinen Grund feststellen, der Embryo war immer noch gut entwickelt und sein Herzschlag prima. Mein FA meinte, dass wir in der 12. Woche Gewissheit bekommen würden. Wenn alle Organe sich gut entwickeln und die Nackenfalte in Ordnung sei, dann hätte diese Blutung keine Bedeutung.
10 Stunden später bekam ich Bauchschmerzen, die Blutung nahm noch etwas zu und als ich auf der Toilette war, kam plötzlich ein großes Gewebestück mit. Kurz drauf kam mit einer Sturzblutung der eine handgroße Kugel heraus - vermutlich mit dem Embryo. Ich blutete sehr stark, fuhr sofort in die Klinik, die direkt eine Ausschabung veranlasste.
Nun wechselt mein Zustand zwischen Verzweiflung, Leere und Zweifel, ob wir überhaupt nochmals eine EZS angehen sollen. Folgende Fragen quälen mich:
- kann der Abort mit der 50 min. verspäteten Progynova Einnahme zu tun haben?
- waren die Medikamente zu niedrig dosiert? (3x2mg - vor der positiven Herzaktion waren es 4x 2mg Progynova, 2x 400mg Famenita)
- hätte der Abort verhindert werden können?
- kann es sein, dass mein Körper den Embryo abgestoßen hat, weil es eine EZS war (andere Blutgruppe, "fremde Zellen"?)
- sollte der Embryo für eine Untersuchung eingeschickt werden?
- wie hoch ist das Risiko, dass uns dasselbe mit der gleichen Spenderin nochmals passiert?
- wie lange sollte ich bis zu einer erneuten EZS warten?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen und wie seid ihr damit umgegangen / wie habt ihr weitergemacht?
Jane