Hallo ihr Lieben,
Ich bin schon seit geraumer Zeit im absoluten Gefühls- und Gedankenchaos und weiß nicht was ich machen soll. Da viele von Euch wahrscheinlich ähnliches erleben oder erlebt haben, wäre es mir wichtig Eure Meinung zu erfahren. Vielleicht hilft mir das weiter…
Meine Geschichte:
Wir sind nun beide fast 45 Jahre alt.
Seit wir 36 waren, haben wir aktiv versucht ein Kind zu bekommen. Nachdem sich kein Erfolg einstellen wollte, haben wir uns an eine Kinderwunschklinik gewandt und die üblichen Untersuchungen durchlaufen, mit dem Ergebnis "beide ohne gesundheitliche Probleme".
Wir haben 6 Zyklen mit Clomifen versucht und dann eher zufällig den Befund "verklebte Eileiter" erhalten. Wir haben also eine IVF Behandlung begonnen.
1.IVF Versuch im September 2019: 21 Eizellen, davon konnten 16 befruchtet werden.
3 Transfers (1x Blastozyste – Schwangerschaft und Fehlgeburt in Woche 10; 2 Eizellen an Tag 3 – keine Einnistung; 2 Eizellen an Tag 3 – keine Einnistung)
2.IVF Versuch im August 2020: 12 Eizellen, davon konnten 8 befruchtet werden.
3 Transfers (3 Eizellen an Tag 3 – Schwangerschaft und Fehlgeburt in Woche 8; 2 Eizellen an Tag 3 – keine Einnistung; 2 Eizellen an Tag 3 – keine Einnistung)
Mein AMH ist bei 9, also ich produziere weiterhin fröhlich Eizellen, aber wie die Ärzte oft sagen "Quantität ist nicht gleich Qualität".
Mein aktuelles Gefühls- und Gedankenchaos:
Mein letzter Transferversuch ist jetzt 2 Wochen her und nun stehe ich vor der Entscheidung noch einen letzten IVF-Versuch in Deutschland zu unternehmen oder zur Eizellspende ins Ausland zu gehen.
Irgendwie ist da emotional immer noch der kleine Funken Hoffnung auf ein genetisch eigenes Kind, obwohl mir die Wahrscheinlichkeit was anderes sagt (5% Schwangerschaft & 1% Geburt in meinem Alter). Ich glaube ich habe Angst davor, dass ich später damit hadere den Versuch nicht unternommen zu haben.
Andererseits weiß ich nicht, ob ein weiterer IVF Versuch Sinn macht. Wahrscheinlich können wieder viele Eizellen entnommen werden und dann beginnt das Hoffen und Bangen. Eventuell mit demselben Ergebnis einer Schwangerschaft, die dann im ersten Trimester zur "missed abortion" wird. Mit allem was dran hängt. Den Emotionen, den körperlichen Anstrengungen und der Belastung durch die Fehlgeburt etc. Außerdem wird man ja nicht jünger in der Zeit …die beiden vorherigen Versuche haben sich immer fast ein Jahr gezogen.
Mit dem Thema Eizellspende habe ich mich bisher nur theoretisch befasst, also mir Gedanken gemacht ob ich das Kind auch wirklich lieben kann oder immer im Hinterkopf haben werde, dass es genetisch ja nicht meines ist. Wie ich damit umgehe, wenn Fremde Ähnlichkeiten oder auch nicht feststellen. Ob ich das Thema offen in meiner Familie, dem Kind gegenüber kommunizieren würde etc. Darüber denke ich schon lange und viel nach.
Praktisch weiß ich
noch viel zu wenig über das Thema, weder wo man das machen sollte noch wie das
dann konkret abläuft. Noch bin ich IVF Experte ![]()
Ich denke über Tschechien und Spanien nach. Ich tendiere zu Spanien, weil ich viel Bezug zu dem Land habe, die Sprache spreche und auch dort gewohnt habe. (was vielleicht aber auch Quatsch ist!).
- Was gibt es für Vor- und Nachteile bei Tschechien / Spanien?
- Wie oft muß man vor Ort sein für eine Eizellspende?
- Ich höre auch oft dass der Zyklus von Spenderin und Empfängerin angeglichen werden muß. Mein Zyklus ist sehr regelmässig und irgendwie fühlt es sich falsch an, diesen irgendwie anzupassen. Kann man nicht die befruchteten Eizellen im Kryozyklus einsetzen lassen, würde das nicht mehr Sinn machen? Bitte entschuldigt, falls die Frage naiv ist, aber ich weiß wie gesagt noch gar nichts zu dem Thema.
- Welche Medikamente muss man nehmen und warum muss man scheinbar bis Woche 12 Medikamente nehmen?
Könnt ihr mir bitte sagen, was ihr denkt über meine Themen:
- Letzter IVF Versuch in Deutschland oder Eizellspende?
- Eizellspende in Tschechien oder Spanien und wenn ja in welcher Klinik?
Ich danke Euch schon
jetzt für Euer Feedback und wünsche Euch ein Frohes Osterfest!![]()