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Immunreaktion nach Transfer

  • Rom.y
  • 4. September 2004 um 21:29
  • Rom.y
    8-Zeller
    Beiträge
    113
    • 4. September 2004 um 21:29
    • #1

    Hallo, ihr alle,

    vielleicht erinnern sich hier einige noch an mich und meine seltsame Geschichte? Ich hatte einige ICSIs und eine EZS; drei dieser Versuche waren insofern erfolgreich, dass deutliche Schwangerschaftssymptome auftraten. Bereits kurz nach dem Transfer beginnend, baute sich das binnen 2, 3 Tagen so sehr auf, dass kein Zweifel mehr möglich war. Man konnte es sogar schon gut sehen. (Anscheinend bin ich ziemlich empfindlich gegen HCG ). Dann geschah jeweils folgendes: Ich ging ganz normal zu Bett und erwachte morgens mit leichtem Fieber, rasendem Herzen, in meinen Adern toste das Blut. Dazu totale Schwäche. Ich hatte das Gefühl einer inneren Aggression mit Zentrum Gebärmutter.

    In dem Maße, wie diese seltsame Reaktion nachließ, etwa nach 24-48 Std., verschwanden auch die Schwangerschaftsymptome. Ohne dass ich wusste, dass es so was überhaupt gibt, wusste ich im ersten Moment des Wachwerdens schon, was da passiert: Mein Körper stößt es ab.

    Mein Arzt schickte mich nach Kiel, eine HLA-Immunisierung wurde gemacht, ohne Erfolg.

    Dann begann eine ziemliche Odysee. Diese Probleme sind anscheinend selten und unbekannt, zumindest unter Repro-Medizinern. IVI Sevilla, wo ich war, sagte mir: We don’t believe in this kind of problems. Ergebnis: siehe oben. Ich habe mit Müh und Not den Rückflug bewältigt, so haute es mich nieder.

    Wenn es um Fehlgeburten geht, ist die Existenz solcher finalen Immunreaktionen unbestritten und medizinischer Standard. Seltsamerweise schließt jedoch die Repromedizin die Möglichkeit einer Immunreaktion auf den Embryo als limitierenden Faktor kategorisch aus. Selbst Kiel schrieb mir: Solche Symptome schildern uns zwar auch andere Patientinnen, aber eine Immunreaktion auf einen Embryo? Kannnichsein. Gipsnich. Ansonsten hieß es: das liegt an den Medikamenten. Sagte ich dann: Die Medikamente waren immer identisch, diese Reaktion trat aber nur bei den Versuchen auf, bei denen auch SS-Zeichen auftraten… dann bekam ich keine Antwort mehr.

    Dann meldete sich Marion43 bei mir. Verzweifelt, und mit derselben Geschichte. Sie hat exakt dasselbe erlebt, nur trat es bei ihr nicht über Nacht auf. Dafür aber umso schlimmer: der Bluthochdruck war bei ihr so extrem, dass der Notarzt sie auf die Intensivstation legte. Lebensgefahr war bei ihr nicht auszuschließen. Auch sie machte dieselben Erfahrungen mit den Ärzten: Immunreaktion? Nie und nimmer.

    Beide sind wir klassische Hypersensible – nicht in dem Sinne, dass wir immer wahnsinnig feinfühlig wären, sondern rein neurologisch: Überempfindlich gegen Koffein, gegen Musik, schreckhaft, zu Schlafproblemen neigend… Es wäre möglich, dass sich die Reaktion aufgrund einer niedrigen Reizschwelle sozusagen bei uns stärker abbildet als bei anderen.

    Beide landeten wir dann bei Frau Dr. Reichel, die man nicht hoch genug preisen kann. Frau Dr. Reichel kannte diese Reaktion; die zum Zeitpunkt der Einnistung auftritt. Bei uns beiden wurde ein ausführliches Blutbild gemacht, ich glaube, ich habe 15 Röhrchen Blut weggeschickt… Bei uns beiden wurde ein stark erhöhter Anteil an NK-Zellen festgestellt, an natürlichen Killerzellen im peripheren Blut. Normal sind 3-12%, ich habe 28%. Damit habe ich zumindest erst mal meine Probleme amtlich und meine Eigendiagnose bestätigt. (Das ist schon mal was, wenn einem vorher keiner glaubt!).

    Und: Bei uns beiden wurde ein stark erhöhter Chlamydien-Titer festgestellt; beide haben wir offenbar eine schwere Infektion. Das könnte die Ursache für das übererregte Immunsystem sein. Ein simpler Allerweltsinfekt, der mit einer Doppeldosis Antibiotika zu bekämpfen ist. Und auf den ich bei 7 ICSIS nicht untersucht wurde. Chlamydieninfektionen verlaufen häufig ohne jedes Symptom, man merkt also nichts davon.

    Marion und ich müssen beide nächste Woche zur Blutkontrolle.
    (Ich werde dann noch einen Versuch machen und dabei Immunglobuline zur Unterdrückung des Immunsystems nehmen. Dr. Lewandowsky in Warschau hat das bereits bei 3 Patientinnen damit hinbekommen.)

    --- Achtet also auf jeden Fall drauf, dass ihr rechtzeitig auf Chlamydien hin untersucht werdet, und zwar per Blutentnahme. Eine Abstrichuntersuchung ist nicht zuverlässig. Auch auf Herpes hin sollte eine Blutuntersuchung gemacht werden. Das geht beides normal beim Hausarzt.

    --- Wenn ihr Schwangerschaftssymptome hattet und diese plötzlich verschwanden, ob mit irgendeiner fühlbaren Reaktion oder nicht, oder wenn es bei wiederholten Versuchen nicht geklappt hat, zieht eine Immunreaktion in Betracht. (Ein eindeutiges Zeichen für eine Immunreaktion ist plötzlicher Bluthochdruck.) Im peripheren Blut lässt sich der Anteil an NK-Zellen feststellen und damit, ob das Immunsystem aktiviert oder überaktiviert ist.

    So, das wars. Vielleicht fällt ja jemand von euch noch was dazu ein?

    Übrigens, das IVI Sevilla kann ich nicht empfehlen.


    Viele Grüße
    Rom.y

  • Wunschkind
    Morula
    Beiträge
    223
    • 4. September 2004 um 22:50
    • #2

    Immunreaktion nach Transfer

    Hi Romy,

    bei mir war/ist es ähnlich. beim vorletzten Mal hatte ich eine schwere Blutdruckkrise mit wahnsinnigen Kopfschmerzen. Sowas hatte ich nóch nie erlebt. Mir ging es so schlecht, dass ich kurz davor war den Notarzt zu rufen. Dann war alles vorbei. Das war der Versuch nach der Immu in Kiel. All die anderen Male war es nicht so schlimm. Aber jedesmal hatte ich das Gefühl ss zu sein und plötzlich war es rum. Allerdings hatte ich kein Fieber oder so etwas deutliches. Was tun?
    Habe mir überlegt beim nächsten Versuch Prednisolon zu nehmen?!?!?
    Hat jemand Erfahrung damit???
    Witzig, "Hypersensibel" bin ich auch: geräuschempfindlich, vertrage keinen Kaffee, geruchsempfindlich usw.
    Clamydien Titer ist negativ, dafür habe ich einen positven CytomegalieVirus Titer, Herpes wurde nicht bestimmt habe ich gerade festgestellt.
    NK-Zellen wurden auch nicht béstimmt. Hmh, sollte ich mal nachholen.
    Wäre spannend noch mehr dazu zu erfahren, insbesondere von Frauen, die dann ein positiv hatten!!!!!!!!! :ja:

    Gruß´
    Wunschkind

  • elke
    8-Zeller
    Beiträge
    135
    • 5. September 2004 um 18:33
    • #3

    Immunreaktion nach Transfer

    Hi Zusammen

    Chlamidieninfektion sollte auch immer bei beiden Partnern behandelt werden. Hatte ich auch schon, allerdings nicht im Zuge der IVF. Es wurdfe von Meran aber eine Untersuchung darauf gefordert.
    Bei Männern ist es nur noch schwieriger festzustellen. Gibt aber PingPong-Effekt.

    Gruss Elke

  • Rom.y
    8-Zeller
    Beiträge
    113
    • 6. September 2004 um 08:45
    • #4

    Immunreaktion nach Transfer

    Wunschkind, geh auf jeden Fall zu Frau Dr. Reichel - ich konnte die Blutuntersuchung per Post machen, weil ich ja im Norden wohne.

    Das hört sich doch sehr ähnlich an, Fieber als Symptom ist auch extrem selten. Der plötzliche Bluthochdruck ist das signifikante Anzeichen einer Immunreaktion - die aber auch völlig unbemerkt passieren kann.

    Das du auch ne Hypersensible bist... ist ja bemerkenswert. Na denn, willkommen im Club!

    Über Prednisolon weiß ich nichts - was bewirkt es?
    Mir empfahlen sowohl Dr. lewandowsky als auch Dr. Reichel Immunglobuline, um das Immunsystem zu dämpfen.

    Bei welchem Arzt bis denn du?

    Gruß Romy

  • joanna
    2-Zeller
    Beiträge
    29
    • 6. September 2004 um 13:08
    • #5

    Immunprobleme

    Hallo zusammen,

    ich habe bereits über ähnliche Symtome berichtet. Laut Frau Dr. Reichel soll ich Immunglobuline (Octagam) nehmen. Nach meinem Versuch, der Ende September stattfindet, werde ich berichten, ob die Symtome trotzdem aufgetreten sind.

    Viele Grüße


    Joanna

  • Wunschkind
    Morula
    Beiträge
    223
    • 6. September 2004 um 18:27
    • #6

    Immunreaktion nach Transfer

    Hi Joanna und Romy,

    das ist ja wirklich interessant!!!
    Werde wohl man Dr. Reichel kontakten, hatte mich damals für Kiel entschieden :eek:
    Immunglobuline:....das hört sich schwer teuer an?!?!?
    Wieviele Versuche habt ihr beide denn ohne gemacht?

    Prednisolon ist ein Cortisonpräparat, unterdrückt Immunreaktionen. Das wäre der einfachste - und vor allem - billigste Weg. Ist allerdings nur eine Idee von mir. Möchte keine Gerüchte in die Welt setzen (ist wahrscheinlich schon passiert) :oops:

    In unserer Situation kommt man (ich auf jeden Fall) auf die blödesten Ideen?!??!

    Gruß
    Wunschkind

  • Wunschkind
    Morula
    Beiträge
    223
    • 6. September 2004 um 19:02
    • #7

    Immunreaktion nach Transfer

    Da fällt mir nochwas ein:

    Hatte jemand das Problem mit eigenen EZ und wie war es dann mit EZS???? Tritt das gleiche Problem dann auch auf?????????

    Gruß
    Wunschkind

  • Kathy
    8-Zeller
    Beiträge
    160
    • 6. September 2004 um 19:48
    • #8

    Octagam

    Hallo Wunschkind ,
    ich habe unzählige Versuche hinter mich gebracht und bei den letzten 3 Versuchen auch zusätzlich Prednisolon genommen , hat aber nichts geholfen :nein: . Meinen ersten Versuch mit Octagam habe ich im März gestartet und bin auf Anhieb schwanger geworden .Vielleicht bin ich da auch eher ein Ausnahmefall , aber ich habe wirklich so viel probiert .
    Das Octagam ist sehr teuer , das ist korrekt , aber ein neuer Versuch kostet bei weitem mehr .
    10 g Octagam sind in der Schweiz für 500 Euro bzw 750 Franken zu bekommen , also bei weitem billiger als in Deutschland .
    Viele Grüße
    Kathy

  • Wunschkind
    Morula
    Beiträge
    223
    • 6. September 2004 um 19:58
    • #9

    Immunreaktion nach Transfer

    Hi Kathy,

    wieviel Prednisolon hast Du denn täglich genommen und von wann bis wann??

    Das Octagam kostet hier so ungefähr 100 Euro/1 g. Wie wird das denn genommen(infundiert)? Täglich nach ET über 10 Tage 1 g??

    Gruß
    Wunschkind

  • Kathy
    8-Zeller
    Beiträge
    160
    • 6. September 2004 um 20:10
    • #10

    Octagam

    Hallo Wunschkind ,
    ich habe bereits 2 Monate vor dem Versuch mit Prednisolon begonnen , allerdings da nur 7,5 mg , ab dem 1.Zyklustag dann auf 15mg aufgestockt und ab dem transfer bis zum SST 20 mg , ab dann habe ich es langsam reduziert bis zum Ausklang in der 7/8. SSW .
    Die Dosis war bei jedem der letzten Versuche gleich .
    10g Octagam hätte ich am Tag des Transfers bekommen sollen , aber da ich Angst vor Nebenwirkungen hatte , wollte ich es unbedingt noch in Deutschland bekommen , dies war dann 2 oder 3 Tage vor dem transfer .
    Ich bin dann , nachdem ich schwanger war , wieder zur Reichel und habe mein Immunstatus überprüfen lassen , nachdem ich aber anfangs mit Drillingen schwanger war , wollte sie kein Risiko eingehen und so bekam ich weiter 2 x 10g . Ab dem Tage des positiven Schwangerschafttests zahlt aber dann alles die Kasse !
    Viele Grüße
    Kathy

  • marion43
    4-Zeller
    Beiträge
    50
    • 6. September 2004 um 21:06
    • #11

    Re: Octagam

    Hallo Kathy,

    nachdem meine Geschichte auch durch Rom.y erwähnt wurde, (war nun längere Zeit nicht im Forum), und dieses Thema offensichtlich wieder aufgegriffen wurde, hätte ich noch ein paar Fragen an Dich:

    1. Du bist mit Prednisolon offensichtlich ss geworden? Du schreibst, Du hättest bis zur 7./8. SSW Cortison (20 mg/Tag) eingenommen! Kam es dann zu einem Abbruch der SS, nachdem Du schreibst, daß Du bei den Versuchen mit Prednisolon keinen Erfolg hattest?

    2. Bist Du bei den 3 Versuchen mit Prednisolon nur 1 x ss gewesen oder öfter?

    3. Haben Deine Versuche mit eigenen EZ oder mit EZS stattgefunden?

    Bei mir wurde übrigens auch ein sehr hoher Cytomegalie-Virus-Wert festgestellt, der so hoch war, daß als Kommentar (Dr. Reichel) dabeistand, es handelt sich mögl.weise um eine frische oder kurzzeitig zurückliegende Infektion. Meine Idee war nun sogar schon, ob ich nicht beim Transfer (wir hatten Embryonenspende) mit dem Cytomegalievirus evtl. sogar erstmals in Berührung kam und daher der hohe Titer für die schweren Krankheitszeichen und die Immunreaktion verantwortlich war. Denn bei Organtransplantationen kommt es zu ebenfalls lebensbedrohlichen Zwischenfällen, wenn das Spenderorgan CMV-positiv und der Empfänger CMV negativ ist. Dies wird bei Organtranspl. sehr genau im Vorfeld abgeklärt wegen der Lebensgefahr. Ein eingesetzter Blastozyst, der sich einzunisten versucht, ist ja im weitesten Sinne auch wie eine Miniorgantransplantation.

    Leider ist Fr. Dr. Reichel nur sehr schwer tel. erreichbar, aber diese Frage will ich unbedingt noch abklären. Daß die Chlamydien das Immunsystem entsprechend schwächen und zu Überreaktionen führen erscheint mir zwar einleuchtend, aber daß dies für die heftige Immunreaktion und das Ansteigen der Killerzellen allein verantwortlich sein soll, ist für mich noch nicht ausreichend erklärt. Ein Teilaspekt ist es aber mit Sicherheit.

    In einem anderen Ordner hier im Forum hat noch eine weitere Betroffene von ähnlichen Erfahrungen geschrieben und bei ihr hatte es dann letztendlich mit Prednisolon geklappt.

    Wie gut hast Du Octagam vertragen?

    Liebe Kathy, ich würde mich sehr über eine Antwort von Dir freuen.

    Liebe Grüße
    Marion

  • marion43
    4-Zeller
    Beiträge
    50
    • 6. September 2004 um 21:18
    • #12

    Immunreaktion nach Transfer

    Liebes Wunschkind,

    soeben habe ich bemerkt, daß Du das mit dem Cytomegalie-Virus geschrieben hast und nicht Kathy.

    In meinen Ausführungen an Kathy habe ich einen Verdacht geäußert. Wie siehst Du das?

    Hattest Du EZS oder mit eigenen EZ? Wie hoch war Dein CMV-Wert?

    Habe mich kürzlich mit einem Biologen und Laborarzt unterhalten, der eindeutig das CMV-Virus als den Verursacher anführt und glaubt, daß ich im Vorfeld CMV-neg. war und dann mit einem CMV-pos. Embryo in Berührung kam. Dies gekoppelt mit einem übererregten Immunsystem sei der Auslöser für das Aussenden der Interleukine im Endometrium, welche typischerweise solche Kreislaufreaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock verursachen würden.

    Ich würde es sehr hilfreich finden und wäre sehr dankbar, wenn alle, die zu diesem Thema etwas beitragen können, uns ihre Erfahrungen hier weitergeben könnten, da eine solche Immunreaktion alles andere als lustig ist.

    Am wichtigsten erscheint es mir daher, wenn die Ursachen immer mehr eingegrenzt werden könnten.

    Liebe Grüße
    Marion

  • Wunschkind
    Morula
    Beiträge
    223
    • 6. September 2004 um 21:33
    • #13

    Immunreaktion nach Transfer

    Hallo Marion,

    gerade festgestellt
    1994 CMV: KBR 1:80, Elisa IgG 50 U/ml
    2003 CMV: AK gg CM >250 (Norm <15), Titer 1:40

    bisher habe ich nur eigene EZ bekommen. Also muß ich die Infektion so gehabt haben.

    Nb: vermutlich habe ich eine schwere Clamydieninfektion gehabt; der Laparoskopiebefund spricht dafür (die LAborwerte nicht). Der Gyn meint aber, dass so üble Befunde nur durch Clamydien verursacht werden :cry:

    Du hattest also die Immunreaktion bei EZS????
    Wie war es bei eigenen EZ?

    Gruß
    Wunschkind

  • Rom.y
    8-Zeller
    Beiträge
    113
    • 7. September 2004 um 08:18
    • #14

    Immunreaktion nach Transfer

    Bei mir waren es drei Immunreaktionen, zwei davon mit eigenen EZ, eine mit EZS.

    Cytomegalie bin ich auch positiv.

    bei welchen Ärzten macht ihr denn die Versuche? Gibt es da noch welche, die sich damit auskennen?

    Sind wir doch schon eine ganze Menge hier mit ähnlichen Problemen.
    Ist es nicht erstaunlich, wiewenig sich die Repro-Medizin dafür interessiert?

    Und welche Nebenwirkungen hattest du von dem Octagam, kathy?

    Gruß Romy

  • Kathy
    8-Zeller
    Beiträge
    160
    • 7. September 2004 um 11:21
    • #15

    Octagam

    Hallo ,
    also ich hatte etliche Icsis hinter mir , nach der 4.Icsi hatte ich eine biochemische SS und nach der 5.Icsi eine EileiterSS , dann kam lange nichts , jeder Versuch war negativ und nach 13. Versuchen war mit eigenen EZ nichts meh zu machen , da ich offensichtlich auch auf hohe Dosen Gonal / Menogon nicht mehr reagierte . Daraufhin bin ich nach Valencia zur ersten EZS , bekam eine Blastocyste übertragen und nach 2 Tagen , warscheinlich gerade dann ,als die Blastocyste sich gefestigt hätte bzw hat , hatte ich regelrechte Hitzewallungen (es war Winter und auch in Spanien eiskalt und ich selbst schwitze im wärmsten Sommer nur wenig , sondern bin eigentlich eher immer am frieren ) ...Nun ab dem Moment war mir dann 1-2 Tage wirklich gut warm und dann war das aber wieder vorbei und ich begann wieder zu frieren und der Test war negativ . Der nächste Versuch in Valencia war wieder neg. Im Anschluß daran fand ich endlich zur Reichel , die bei mir einiges gefunden hat . Clamydien hatte ich zwar keine , dafür eine Autoimmunerkrankung (Schildrüsenüberfunktion) , die wohl auch durch eine Infektion zu stande kam .Extrem hohe Anzahl Killerzellen und Antikörper , dazu noch eine schlechte Durchblutung (daher auch das ständige frieren )...
    Ich habe dann meinen ersten Versuch mit Prednisolon und Heparin in einer anderen Klinik gestartet , wo einfach auch mehrere EZ zu Verfügung gestellt werden . Der SST hatte zwar ein positiven HCG Wert , allerdings war dieser sehr niedrig und das Ganze endete wieder in einer EileiterSS . Der folgende Versuch war dann negativ , auch wieder mit Prednisolon und Heparin . Im März habe ich dann den allerersten Versuch mit Octagam , Prednisolon und Heparin gestartet und das allererste Mal hatte ich eine intakte SS mit einem guten HCG Wert . Ab morgen bin ich in der 30.Woche und hoffe , dass meine 2 es noch eine Weile im Bauch aushalten .
    Octagam hatte bei mir keinerlei Nebenwirkungen , dies hängt aber auch davon ab , wie schnell der Arzt Dir die Infusion in die Ader fliessen läßt . Anfangs sollen es wohl nur etwa 7-8 Tropfen / min sein , d.h. Du liegst für eine Flasche etwa 2 Std beim Arzt .
    Prednisolon durfte ich bis zu 8.Woche komplett ausschleichen lassen , da sich bis dorthin die SS wohl im Körper weit genug gefestigt hat .
    Viele Grüße
    Kathy

  • Wunschkind
    Morula
    Beiträge
    223
    • 7. September 2004 um 17:39
    • #16

    Immunreaktion nach Transfer

    Hi Kathy,

    da hast Du ja einiges hinter Dir :nein:

    Welche Antikörper waren denn auch erhöht???

    Octagam habe ich mal den Beipack gelesen. Das ist ja so verdammt hart. lMein Mann rät mir davon ab, das ginge ja denn zu weit. Das kann massive Schocks auslösen und außerdem ist es aus menschl Blut hergestellt :o

    Aber bei Dir hat sich der Einsatz wohl gelohnt...auch noch doppelt :lol:

    Gruß
    Wunschkind

  • Kathy
    8-Zeller
    Beiträge
    160
    • 7. September 2004 um 19:42
    • #17

    Octagam

    Hallo Wunschkind ,
    sicher , das Octagam kann einen Schock auslösen , aber das hängt wohl auch mit der Schnelligkeit des Duchflusses der infusion zusammen . Bei mir kam halt alle paar Minuten mein Doc und fragte , ob alles OK wäre .
    Deswegen war mir auch wichtig , das ganze noch in Deutschland zu erhalten . Und eine Garantie , dass Du wirklich schwanger wirst , ist das halt leider auch nicht , Ines hat es bei ihrem letzten Versuch ja auch bekommen und ihr Test war negativ .
    Mich hat letztlich nur geärgert , dass "Frau" nicht viel früher zur Reichel geschickt wird , denn dann wäre uns viel Zeit , Geld und Nerven erspart geblieben . So wäre ich nie schwanger geworden , hat mir Dr.Reichel , aber auch Prof. Jakober in Tübingen (der meine Schildrüse noch behandelte ) schwanger geworden .
    Viele Grüße
    Kathy

  • Rom.y
    8-Zeller
    Beiträge
    113
    • 20. September 2004 um 20:51
    • #18

    Immunreaktion nach Transfer

    Hallo, ihr alle,

    Octagam also... Kathy, ich muss noch mal genau nachfragen: Wie oft hast du das denn bekommen? Und die Infusion hier, hast du die bei einem normalen Gyn machen lassen? Oder wie war das genau, weißt du es noch? Ich soll es ab Tag 6 der Stimulation bekommen, aber ich würde das natürlich auch lieber hier absolvieren als alleine...im Hotel... in Warschau. Kathy, bei welchem Arzt bist du denn gewesen?

    Ines, hattest du Nebenwirkungen von dem Octagam?

    Übrigens wurde bei Marion und mir noch was anderes festgegestellt. Es hat wohl nicht so direkt mit der Immunproblematik zu tun, ist aber trotzdem interessant: Der Homocystein-Spiegel bzw. VitaminB - und Folsäure-Mangel. Trotz Vollwert-Ernährung und viel Obst/Gemüse hatte ich schweren Mangel an beidem. Und so ein Mangel bewirkt u.a. die Ablagerung eines fiesen Eiweißes, nämlich besagtem Homocysteins, in den Adern. Was ungefähr so wirkt wie Cholesterin, also das Risiko von herzinfarkten, Schlaganfällen und dergleichen dramatisch erhöht. Mein Spiegel lag bei 38, wo er höchstens 1o hätte betragen dürfen. Ich las: DAS Mangelproblem überhaupt; kaum durch Ernährung zu lösen, es sei denn, man isst täglich 2kg Blattgemüse (mampf, spinat-nachstopf...). Fast jeder Erwachsene hat Homocystein-Probleme und müsste Vit. B + Folsäure einnehmen. (Anders als beim Cholesterin kann man wenig mit Lebensführung machen) Nach 4 Wochen VitaminB und Folsäure ist der Spiegel jetzt bei 21, also es bringt was. Folsäuremangel soll ja auch empfängnisverhindernd wirken. Also Leute, lasst diesen Spiegel mal kontrollieren - oder nehmt gleich Vitamin B + Folsäure...

    Grüße Romy bzw. seit ich meinen neuen Computer habe: Rom.y , sonst lässt er mich nicht rein...

  • Ines + Chris
    Blastozyste
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.339
    • 20. September 2004 um 21:29
    • #19

    Immunreaktion nach Transfer

    Hallo Romy,

    Ines hatte keinerlei Nebenwirkungen vom Octagam. Allerdings raten wir Dir dringend davon ab, es ohne ärztliche Aufsicht verabreicht zu bekommen. Wir möchten jetzt hier nicht schwarzmalen, allerdings können schon ziemlich heftige Nebenwirkungen, daher sollte zumindest ein Arzt greifbar sein.
    Trotz all dieser Warnungen, muss es nicht zu Reaktionen kommen, es kann auch alles glatt gehen und das wird es bei Dir.

    Alles Gute

    Ines & Chris

  • Kathy
    8-Zeller
    Beiträge
    160
    • 21. September 2004 um 10:29
    • #20

    Octagam

    Hallo Romy ,
    ich habe die Infusion 2 Tage vor dem Transfer bekommen und dies einmalig bis zum positiven SST .Anschließend war ich eine Woche später zur Kontrolle der Blutwerte wieder bei Dr.Reichel. Da ich zu diesem Zeitpunkt Drillinge im Bauch hatte , empfand sie es als besser , vorsichtshalber nochmal Octaam zu nehmen . Ab positivem SST zahlt die Kasse :D .Die erste Infusion habe ich mir bei meinem Internisten geben lassen , das 2.Mal war ich dann bei Fr. Dr. Reichel .
    Ich würde das Octagam auch nur unter ärztl. Kontrolle nehmen , da es wohl zu allerg. Schock führen kann und auch andere Nebenwirkungen auftreten können (was ja aber bei allen Medis wohl der Fall ist ). Durch langsames dosieren am Anfang , werden aber die Nebenwirkungen wóhl auch seltener .
    Viele Grüße
    Kathy

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