Re: Fluch oder Segen?
Hi Zusammen
hab nach langer Zeit mal wieder hier ein bischen rumgeschnüffelt. Meine beiden sind jetzt 3 und 5 Jahre alt bei aus EZS aber von 2 verschiedenen Spenderinnen.
Der Witz ist, das mein Sohn meinem Vater und seinem Grossvater sehr ähnlich sieht, wenn man Kinderbilder im gleichen Alter vergleicht. Meine Tochter kommt ganz nach ihrem Vater und seiner Schwester. Aber wieviele Kinder sehen ihr Eltern nicht ähnlich oder irgenwer sagt "Du siehst aus wie deine Tante XXX". Wieviele schauen in einen Kinderwagen und sagen "ganz der Vater". Also Ähnlichkeit ist für mich gar kein Argument.
Ich schwanke immer noch zwischen sagen und nicht-sagen. In unserem engsten Umfeld wissen nur mein Vater und die Taufpaten von der "Entstehungsgeschichte". Meiner "besten" Freundin habe ich es nach dem positiven Schwangerschaftstest erzählt, das war's dann. Sie redet seit dem nicht mehr mit mir.
Unsere Umwelt kann in den meisten Fällen nicht damit umgehen. Mittlerweile bin ich aber soweit, dass ich die Entscheidung hinausschieben will. Ich werde sehen, was sich zum Thema Genetik in den Schulen tut; ob man da immer noch bei der Vererbungslehre via Blumen bleibt oder dort dann weiter ist. Mit Sicherheit werde ich meine Kinder erst aufklären, wenn sie in der Lage sind, dass mit ihrem Verstand nachzuvollziehen. Für mich ist eine EZS auch nicht verwerflicher als eine Samenspende. Der Einfluss der Genetik ist da nicht mehr/weniger als 50%.
Ich habe damals nach der Geburt mal mit Dr.Netzband (Meran/Pilsen) darüber gesprochen. Er als Genetiker gab mir damals ein klares NEIN. Er ist der Meinung dass das ausser in einem schwerwiegenden Krankheitsfall niemanden interessiert.
Warum sollte ein Kind einen Mutterschaftstest machen lassen??? Gebt ihr Euren Kindern irgendeinen Anlass dazu?? Vermittelt ihr Unsicherheit oder steht auf eurer Stirn "ich bin nicht deine Mutter"?
Ich werde einfach warten und entscheiden wenn es soweit ist. Ich hatte immer ein gutes Bauchgefühl und wenn ich finde meine Kids sind soweit und können damit umgehen, dann sage ich es. Wenn nicht, warum soll ich sie dann unnötig in einen Konflikt stürzen. Da es bei uns eine anonyme Spende war, fände ich das dann viel schlimmer. Es wird nie zu erfahren sein woher sie stammen, deshalb dann doch lieber in dem "Irrglauben" ich bin die Mutter. Es gibt wie gesagt ein paar Leute die den Hintergrund kennen und falls mir etwas passiert die Kinder im Notfall aufklären (Krankheit). Vielleicht ist ja einer von beiden mal in einer ähnlichen Situation und erwägt eine Samenspende, EZS, Adoption ..... Es gibt so viele wenn und aber und JEDER SOLL FÜR SICH ENTSCHEIDEN UND FÜR DEN ENTSCHEID KEINEN ANDEREN VERURTEILEN.
So das waren ein paar durcheinandergewürfelte Gedanken am frühen Morgen.
Liebe Grüsse an alle
Elke