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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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  3. Allgemeine Fragen

Krebs nach eizellspende

  • lilly65
  • 5. Oktober 2012 um 15:49
  • lilly65
    4-Zeller
    Beiträge
    73
    • 5. Oktober 2012 um 15:49
    • #1

    Ihr Lieben,

    vielleicht erinnert sich die Eine oder Andere an mich .Ich war sehr aktiv im letzten Jahr,denn auch wir haben eine Eizellspende durchgeführt.
    Der erste Transfer im Mai hat leider nichts gebracht,dann aber mit einer der "aufgetauten" Zellen bin ich tatsächlich schwanger geworden.
    Unsere Tochter ist im Februar zur Welt gekommen.
    Schon im neunten Monat ging es mir nicht so gut.VieL Fieber und Müdigkeit.
    Nach der Geburt verlief es dann weiter mit viel Fieber und starker Schwäche.Ich musste das Stillen aufgeben und einen Monat nach der Geburt kam ich ins Krankenhaus ,Notaufnahme und eine Woche später fiel dann das Urteil :Krebs.
    Ich habe eine sehr seltene Form von Krebs mit Metastasen in der Leber und den Knochen.Ich werde nie wieder gesund werden und meine Lebenserwartung ist nicht besonder hoch.Den genauen Auslöser für den Krebs kennen die Ärzte nicht ,aber sie gehen ganz stark davon aus ,dass die Down Reglierung und die spätere Hormonbehandlung eine sehr starke Rolle spielen.
    Ich will niemanden Angst machen,aber ich denke doch ,dass es wichtig ist auch solche Erfahrungen mitzuteilen.Wir haben nun entschlossen der Kleinen nie ihren Ursprung zu erklären um eventuelle spätere Selbstvorwürfe zu vermeiden.

    liebe Grüsse

    3/05 FT in PFC neg.
    6/06 geschmolzene Eisbärchen einschmelzen !
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  • luzihope
    8-Zeller
    Beiträge
    145
    • 5. Oktober 2012 um 17:58
    • #2

    Re: Krebs nach eizellspende

    Um gottes willen, dass ist ja furchtbar! Wie kommt ihr denn jetzt zurecht? Kannst du bewhandelt werden in irgendeiner form? Ich sende dir liebe gruesse+viel viel kraft, luzi

    1.Ezsp Sanatorium Pronatal Prag Febr.2012 pos. - mit Zwillingen ss
    21.ssw verlust unserer zwillinge durch vorz. wehen, Zervixinsuffizienz
    KET 12/2012 negativ
    Warten auf neue Spenderin oder Klinikwechsel ?

  • miamia
    Morula
    Beiträge
    328
    • 5. Oktober 2012 um 18:20
    • #3

    Re: Krebs nach eizellspende

    Hallo Lilly65,
    es ist schrecklich was du und deine Familie jetzt durch machen müssen.Ich bin richtig geschockt.Es tut mir sehr leid, und ich weiss nicht was ich dir schreiben soll.
    Mich würde interesieren welches Medikament hast du damals zu Downregulierung genommen?
    Ich wünsche dir, und deiner Familie alles Gute,dass ihr viele schöne Tage zusammen habt.
    LG miamia

  • kretschus
    Blastozyste
    Beiträge
    695
    • 5. Oktober 2012 um 19:48
    • #4

    Re: Krebs nach eizellspende

    hallo lilly65,

    ich finde irgendwie nicht die richtigen Worte, ich kann nicht glauben was du und deine Familie durchmachst.
    Ich hoffe, dass es dir trotzdem so halbwegs gut geht und du nicht so viele Schmerzen hast und vor allem, dass du dich an deiner kleinen Maus erfreuen kannst. Deine Familie gibt dir sicherlich viel Kraft und Unterstützung, die man in einer solchen Situation braucht.

    Ich finde es gut dass du uns darüber informierst. Manchmal denke ich auch es ist nicht gut was wir alles so in uns hineinstopfen an Medis, um unseren Traum vom Kind zu erfüllen.

    Ich wünsch dir ganz viel Mut, Kraft und Zuversicht, trotz deiner situation

    liebe grüsse von krokuss

    seit2011 viele Versuche in CZ und Gr.2xpos.,leiderFG
    ivf spain-2013 -2015
    6 versuche negativ
    jetzt erstmal pause
    Juli 15 Zypern leider FG
    Oktober 16 Biotex Kiew bringt mir glück, 2 Jungs

  • Hedi
    Blastozyste
    Beiträge
    734
    • 5. Oktober 2012 um 21:20
    • #5

    Re: Krebs nach eizellspende

    Hallo liebe Lilly65!

    Wir haben uns letztes Jahr öfters im Schwangernordner ausgetauscht da wir ja gleichzeitig schwanger waren. Bin gerade sehr geschockt und weiß gar nicht was ich schreiben soll. Finde gar keine Worte und hoffe das du genug Kraft hast dich an deiner Kleinen zu erfreuen.

    Finde es auch gut das du uns darüber informierst. Hatte nur einmal bei meiner ersten Eizellspende eine Downregulierung, bei den vier dauffolgenden Versuchen nicht. Werde ja Anfang nächstes Jahr meine Kyros abholen und falls Pronatal Plus inzwischen Downregulierung empfehlen werde ich es auf jeden Fall ablehnen. Bin ja beim letzten Versuch auch ohne DR schwanger geworden.

    Ich wünsche dir alles alles Gute, ganz viel Kraft und Zuversicht.

    Ganz viele liebe Grüße von Hedi

    2009 1. EZS Eugin/Barcelona neg.
    2010 2.-4. EZS PP+/Prag neg. davon 1 Kyro
    2011 5. EZS PP+/Prag pos.
    14.12.2011 Geburt unserer süßen Maus

  • Ellis
    Morula
    Beiträge
    345
    • 5. Oktober 2012 um 22:53
    • #6

    Re: Krebs nach eizellspende

    Liebe Lilly!

    Mir fehlen die Worte über die Ungerechtigkeit wie Nah Freud und Leid beieinanderliegen können! Ich wünsche dir und deiner kleinen, kostbaren Familie viel Kraft und- trotz allem- unbeschreibliche Glücksmomente. Wie kommen die Ärzte denn dazu die EZS für deinen Zustand verantwortlich zu machen?

    Fühl dich umarmt,

    Ellis

    [Blockierte Grafik: http://by.lilypie.com/NhOHp1/.png]

  • Goldstueck
    8-Zeller
    Beiträge
    172
    • 6. Oktober 2012 um 09:43
    • #7

    Re: Krebs nach eizellspende

    Liebe Lilly65 ,

    bin geschockt das so was passiert . Wünsche Dir sehr viel Kraft und zuversicht . Es tut mir so sehr leid .

    Goldstueck

    EMS Gennet/ Liberec negativ
    EMS Januar 2012 negativ
    EMS Oktober 2012 Positiv / Windei
    EMS 2013 März negativ
    EMS 2014 Oktober

  • heiker
    4-Zeller
    Beiträge
    51
    • 6. Oktober 2012 um 11:25
    • #8

    Re: Krebs nach eizellspende

    Liebe Lilly65

    es tut mir sehr leid, das zu erfahren. Es ist unfassbar.

    Auch ich habe mit schwerwiegenden Nebenwirkungen eines GnrH Agonisten zu tun, kann zur Zeit nur eingeschränkt arbeiten. Aber die Schwere der Nebenwirkung ist mit Deiner (noch?) nicht vergleichbar.

    Wichtig ist, dass die Risiken der GnrH Agonisten bekannt werden durch Erfahrungsberichte von Patienten/Ärzten. Dies passiert nur durch Meldung an die Pharmaaufsicht Bfram oder das Paul-Ehrlich Institut.
    Wichtig zu wissen ist, dass GnrH agonisten ursprünglich nur für Krebs (prostata, Mammakarzinom) zugelassen war. Erst vor wenigen Jahren (bin nicht genau sicher wie lange das her ist - 2 Jahre?) wurde eine Zulassung in Europa für Fertilitätsbehandlungen gegeben. In den USA gab es auch bis heute KEINE Zulassung für Fertilitätsbehandlungen (GnrH wirkt fetotoxisch). Off-label wird es allerdings auch dort verwendet.
    Nur dann werden Behörden aktiv und verlangen Studien von den Herstellern, um die Risiken zu untersuchen. Dann kann ein Schicksal wie Deines und vieler anderer vermieden werden. Weil eine Downregulierung mit GnrH nicht erforderlich ist. Schon gar nicht bei einer EZS.

    Leider haben die Behörden bisher die Hersteller nicht zu Langzeitstudien aufgefordert. Es fehlen eben noch Nebenwirkungsmeldungen bevor sie aktiv werden. Hier der Link zum Paul-Ehrlich-Institut: http://www.pei.de/DE/infos/patie…her-inhalt.html. Dort könnt ihr alles (z.B. Erbrechen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, elektrisierende und stechende Schmerzen in Händen und Füssen bzw. anderen Körperteilen, Muskelzuckungen, Tremor, epilepsieartike Anfälle, Leber- und Nierenschäden, anaphylaktischer Schock, Abnahme der Knochendichte, keine Mens/Ovulation mehr) einstellen.

    miamia: Es ist egal welchen GnrH Agonisten Du verwendest zur Downregulierung. Sie wirken alle in etwa gleich toxisch. Es gibt auch keine vergleichenden Untersuchungen.

    Ich würde hier gern einen Screenshot von zwei Nebenwirkungsmeldungen von GnrH Agonisten posten, allerdings geht das technisch irgendwie nicht. Eine betrifft einen Leberschaden und die andere neurologische Dauerschäden. Ist aus dem Arzneimitteltelegramm, bei Interesse kann ich gern ein Kopie der Meldungen (per PN) zuschicken.

    In den USA gibt es allein für ein GnrH Medikament - Lupron - bereits per 2009 22.000 Nebenwirkungsmeldungen. Details findet ihr hier: http://www.lupronvictimshub.com/ .


    Gruss
    heiker

  • glueck07
    Morula
    Beiträge
    570
    • 6. Oktober 2012 um 23:15
    • #9

    Re: Krebs nach eizellspende

    Liebe Lilly, es ist schockierend und wachrüttelnd und meine Gedanken sind ganz bei Dir und Deiner Familie. Wie mir gesagt wurde, passiert bei 1 - 2 Downregulierungen nicht viel, der Körper regelt sich wieder ein. Ich hatte auch sehr starke Nebenwirkungen der Downregulierung. Mein Körper ha das Medikament abgelehnt, dass konnte ich spüren.
    Wie und wo muss man sich untersuchen lassen ?
    Welche Risiken bestehen auch nach Jahren durch die Downregulierung zu erkranken ?
    Wie ich sehe ist Deine Kleine gerade ein halbes Jahr alt, wie stehen die Chancen. dass sich die Situation mit der Krankheit entspannt, denn die Hormonbelastung sinkt ja jetzt ständig.
    Ich sende Dir viel Lebensenergie, erfreu`Dich an Deinem Töchterchen, bitte denk nicht hätte, wäre, wenn. Bitte schreibe weiter, auch per PN, Herzliche Genesungsgrüsse von der Bourgon

    Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.
    Demokrit, griech. Philosoph

  • heiker
    4-Zeller
    Beiträge
    51
    • 6. Oktober 2012 um 23:36
    • #10

    Re: Krebs nach eizellspende

    Hallo Glück 07,

    wenn Du keine Nebenwirkungen mehr hast, sei froh. Niemand, auch kein Arzt, wird Dir sagen können, nach wievielen Jahren noch Probleme auftreten können.

    Die unerwünschten Nebenwirkungen haben leider nichts mit "Menopauseneffekten" und hormonellen Effekten zu tun. Dieses Medikament ist ein Mittel gegen KREBSarten, welche hormonell reagieren (also z.B. Prostatakarzinom, Mammakarzinom). Die erwünschte Wirkung ist die hormonelle Kastration, d.h. FHS, LH quasi auf Null. In den Wechseljahren - nur mal am Rande bemerkt, steigt der FSH - Wert. Schon daran, was das Medikament an Deinen Blutwerten ändert, zeigt sich, dass das nichts mit Menopause zu tun hat. Die Hersteller haben den Ärzten das so erklärt oder suggeriert und die geben das an uns so weiter. Eigentlich müssten sie es inzwischen auch besser wissen, durch die ganzen Probleme, die einige in schwerster Weise erfahren müssen.

    Die GnrH Agonisten verändern das Immunsystem und modelieren das autonome Nervensystem (deshalb müssen so viele Erbrechen, haben Schwindel, Paresthesien, Neuropathien, Schmerzen in Knochen, Muskeln, Migraine, Schilddrüsenproblem, schwere Depressionen mit Suiziden, Bluthochdruck, generell kardiovaskuläre Probleme, so starke und schnelle Osteoporose, Probleme beim Atmen und in der Lunge, Schlaganfälle, etc.). Hypophysenadenome wachsen und so weiter und so weiter... Man weiss eigentlich nur aus den Nebenwirkungsmeldungen, was es noch so alles anrichtet, da der genaue Wirkmechanismus welcher unerwünschte Nebenwirkungen betrifft, NICHT bekannt ist. Mal ehrlich, Erbrechen oder Krebs ist ja auch nicht ein typisches Menopausenmerkmal, oder? Also nochmal, wenn das Medikament aus dem Körper raus ist, also nach mehreren Wochen, dann KANN das Dein Immunsystem oder autonome Nervensystem verändert haben. Wenn Du also irgendeine Veränderung bemerkst, welche fortbesteht aber vor dem Medikament nicht da war, dann hat es was bei Dir angerichtet. Und wenn nicht (also keine Veränderung), dann weisst Du es eben nicht.

    Ausserdem bleiben Reste vom Medikament weitaus längere Zeit im Blut als von den Herstellern behauptet, es gibt Studien, in welchen nach 11 Wochen noch Reste gefunden worden sind.
    Für den Fötus kann das dann eben auch noch toxisch sein, was zu Fehlgeburten oder Schädigungen führen kann.

    In den USA gibt es eine Webseite, dort haben schon sehr viele unterzeichnet. Schade, dass es bei uns so etwas nicht gibt. Dafür unterzeichnet, dass Studien gemacht werden, die zeigen könne, was die Risikofaktoren für div. Krankheiten nach GnrHs sind. Langzeitstudien gibt es derzeit nicht!!! D.h. wir sind Versuchskaninchen. Das klingt krass, ist aber leider so. Viele von uns, die betroffen sind, haben die Erfahrung gemacht, dass ihnen gesagt wird, dass die Beschwerden die sie im Anschluss an die Behandlung haben, nichts mit dem Medikament zu tun haben können. Das ist Unsinn, gibt es doch tausende und abertausende Nebenwirkungsmeldungen weltweit. Und leider eben keine Studien, die das mal untersucht hätten, warum so viele nach der Gabe von GnrH Agonisten krank werden. Es gibt aber Ärzte - ich habe selbst mit einem solche gesprochen - der meint, dass er selbst für Endometriose diese Medis nicht spritzen würde, ausdrücklich eben wegen der teilweise verheerenden Nebenwirkungen.

    Dann könnte man viele Schicksale mit diesen Medikamenten ersparen .... es ist so unnötig und die Menschen waren ja vorher gesund, zumindest die, die es wegen einer Fertilitätsbehandlung bekommen. ...
    http://www.petition2congress.com/1902/investiga…-acetate/view/1
    Hier noch ein anderer link:
    http://www.geneticsandsociety.org/article.php?id=124
    Seit ca. 20 Jahren gibt es eine wachsende Anzahl von betroffenen Patienten, insbesondere in den USA, die bei der Regierung und der FDA nach Langzeit-Studien fragen. Dort haben sich aber auch schon viele Frauen ihre Nebenwirkungen bei der FDA gemeldet. Das können wir auch!

    Gruss
    heiker

  • Chaosforscherin
    Morula
    Beiträge
    634
    • 7. Oktober 2012 um 23:11
    • #11

    Re: Krebs nach eizellspende

    liebe lilly65,
    es ist unfassbar. Ich wünsche dir, dass du sehr lange die Kraft hast, dem Krebs Einhalt zu gebieten, dass du noch lange Freude mit und über deine Familie empfinden kannst und deine Tochter dich fest in den Arm nehmen kann.
    Und vielen Dank für deinen wichigen Beitrag.
    chaos

  • heiker
    4-Zeller
    Beiträge
    51
    • 8. Oktober 2012 um 09:10
    • #12

    Re: Krebs nach eizellspende

    Liebe Lilly,

    wenn Du oder Deine Familie Interesse haben, kann ich gern alle Informationen, welche mir zur Zeit über GnrH vorliegen, Dir zur Verfügung stellen.

    Ich denke an Dich!

    Lieben Gruss
    heiker

  • glueck07
    Morula
    Beiträge
    570
    • 8. Oktober 2012 um 11:16
    • #13

    Re: Krebs nach eizellspende

    Liebe Lilly, Heiker, Chaos,

    gibt es irgendwelche Grenzwerte an GnrH, bzw wann das Zeug aus dem Körper raus sein muss ?
    Kann man dann das Risiko einschränken, indem man sagt: maximal 2 x Downregulierungen im Jahr ?
    Was können wir Betroffene tun, damit wir die nächste Generation schützen ? Geht das Risiko an die Kinder über ?
    Nachdenklich, bourgon

    Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.
    Demokrit, griech. Philosoph

  • elina
    8-Zeller
    Beiträge
    107
    • 8. Oktober 2012 um 11:28
    • #14

    Re: Krebs nach eizellspende

    Liebe Lily, ich kenne dich nicht, aber dies zu lesen ist furchtbar. Es ist einfach für die Ärzte die EZP dafür verantwortlich zu machen, wissen tun sie es nicht. Ich kann dir nur mein Mitgefühl schicken und dir den Rat geben, noch andere Ärzte aufzusuchen. Vielleicht kann dir jemand helfen. Ich wünsche dir einen großen Stern, der dir jetzt hilft.
    Elina

  • jolanda69
    2-Zeller
    Beiträge
    19
    • 8. Oktober 2012 um 13:21
    • #15

    Re: Krebs nach eizellspende

    Liebe Lilly,
    es tut mir sehr sehr leid. Ich finde es gut, dass Du Deine so traurige Geschichte hier öffentlich machst. Wie sollte man sonst von den Risiken erfahren? Fragt man die Ärzte, wird man teilweise nur herablassend belächelt, wieso man denn sölche Angst hat. So ging es mir jedenfalls.

    Ich habe eine EZS Ende November geplant. Auf Befragen verschiedener Ärzte Gyn, Arzt der Kiwu-klinik kommt nur, dass die Stimmulation das schlimmste sei. Und man solle so etwas nicht zu oft machen. Bei EZS fällt die Stimmulation ja sogar weg. Die anderen Hormone seien ja alle so dosiert, wie der Körper sie bei einer Schwangerschaft sonst auch produzieren würde.

    Eigentlich zufällig bin ich bei einer Klinik, wo auf eine Downregulierung normalerweise verzichtet wird und, wenn ich es richtig verstanden habe auch kein Prednisolon verordnet wird.
    Ich gebe zu, es ging mir schon etwas an mein Gewissen, dass jetzt eine andere Frau die Stimmulation "für mich" durchmacht - auch wenn sie sich selbst dazu entscheidet und Geld bekommt. Der Kiwu war grösser, so dass ich einer EZS zugesagt habe.

    Wenn ich Deine so schlimme Geschichte höre, liebe Lilly, dann überkommt mich wieder die Angst. Auch wenn bei mir keine Downregulierung gemacht wird und diese im Hauptverdacht stehen, was ist denn mit den anderen Hormonen?

    Liebe Heiker,
    hast Du dazu auch Informationen? Können Estrofem, Utro und was man sonst noch bekommt auch solche Nebenwirkungen hinterlassen?

    Liebe Lilly, ich wüsche Dir ganz viel Kraft... Ach Lilly, was soll ich Dir hilfreiches sagen? Sprachlosigkeit, Machtlosigkeit, Hilfslosigkeit....
    Ich denke an Dich!!!

    Jolanda

  • heiker
    4-Zeller
    Beiträge
    51
    • 8. Oktober 2012 um 17:25
    • #16

    Re: Krebs nach eizellspende

    Hallo an alle,
    ich gebe gern über das was ich weiss Auskunft, aber bitte habt Verständnis, dass das besser über PN geht.
    Ihr könnt mich also gern anschreiben.

    Gruss
    heiker

  • jolanda69
    2-Zeller
    Beiträge
    19
    • 9. Oktober 2012 um 19:39
    • #17

    Re: Krebs nach eizellspende

    Hallo Heiker,

    habe Dir eine PN geschrieben. Würde mich gerne mit Dir näher über dieses Thema untehalten...

    Viele Grüsse
    Jolanda :kleeblatt:

  • heiker
    4-Zeller
    Beiträge
    51
    • 10. Oktober 2012 um 08:29
    • #18

    Re: Krebs nach eizellspende

    Hallo,

    das gemeine an den GnrHs ist, dass die Symptome oft (also nicht immer) nach dem Absetzen kommen. D.h. der Wirkstoff wird weniger, aber dennoch werden die Probleme erst dann so richtig schlimm, wenn man auch noch das schützende Östrogen abgesetzt hat.
    Ich selbst hatte Symptome unter den Spritzen, welche sich nach dem Absetzen der Östrogene später noch sehr verstärkt haben.

    Manche Ärzte streiten einen Zusammenhang mit dem Medikament ab. Entweder aus Unwissenheit oder aus Gründen von Interessenskonflikten. Man muss wissen dass mit dieser Medikamentengruppe mehrere Milliarden EUR weltweit verdient werden (natürlich vor allen Dingen mit anderen Indikationen wie Prostatakarzinom oder Mammakarzinom, auch Endometriose).

    Gruss
    heiker

  • lilly65
    4-Zeller
    Beiträge
    73
    • 10. Oktober 2012 um 10:25
    • #19

    Re: Krebs nach eizellspende

    liebe Mädels,

    vielen Dank für eure lieben Mitteilungen.
    Ich kann zur Zeit Trost und Zuspruch gebrauchen.Seit der Geburt haben wir wirklich alles durchgemacht.Mein Mann musste sich Tag und Nacht allein um die Kleine kümmern und das den ganzen Monat wo ich im KH war.Ich habe die Kleine in der Zeit immer nur für ein paar Stunden gesehen.Normalerweise dürfen gesunde Neugeborene nicht in die Krankenzimmer.Aber da ich damals schon so stark auf Kante stand haben die ärzte es erlaubt.

    Durch die Chemotherapie habe ich natürlich meine ganzen Haare verloren.Selbst wenn ich weiss,dass das eigentlich nur eine Nebensache ist,so ist es doch eine Identitätskrise und es tut weh.Wir haben viel geweint,aber es gab auch trotz allem schöne Momente.Die Kleine ist ein echter Sonnenschein.

    Krebskranke werden nicht von einem einzigen Arzt betreut.Es gibt ein Ärztekomitee, das über jedes Protokoll beratschlagt.So wird auch der Ursprung der Krebskrankheit von mehreren Ärzten bestimmt.Im März stand fest ,dass ich den Krebs seit spätestens einem Jahr und frühstens seit 3 Monaten hatte.Ein Jahr, das ging genau mit der Downreglierung einher.Alle Ärzte waren sich dessen einig ,dass die Schwangerschaft einen Einfluss auf die Krankheit hatte.Ich habe durch meine ganzen Untersuchungen auch spitz bekommen,dass das Immunsystem und Krebskrankheit eine starke Rolle spielen.Ist das Immunsystem geschwächt,kann es eher zu einer Krebskrankheit kommen.Ein Onkologe kann das sicher besser erklären,aber so habe ich es verstanden.Ich kann euch nur einen Ratschlag geben.Nehmt alle Krebsvoruntersuchungen vor der Eizellspende wahr.Wenn möglich fragt auch nach ëinem Röntgenbild der Lunge.Während der Schwangerschaft sind solche Untersuchungen nicht mehr möglich.Wenn ein Krebs früh genug entdeckt wird ,so gibt es heute sehr gute Heilungschancen.

    Wir versuchen das Beste aus unserer Situation zu machen.Am Anfang habe ich viel über den Tod nachgedacht.Das ging sogar soweit,dass ich mir keine neuen Strümpfe mehr kaufen wollte ,weil ich mir sagte,das lohnt sich eh nicht mehr.Jetzt denke ich nur noch ans Leben.Egal wie lange ich noch leben werde.Letztendlich weiss keiner wann er gehen muss.Ich weiss halt nur warum...

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  • heiker
    4-Zeller
    Beiträge
    51
    • 11. Oktober 2012 um 14:27
    • #20

    Re: Krebs nach eizellspende

    Hallo Lilly65

    nochmal danke dass Du uns informierst.

    Bei mir haben sich mittlerweile auch einige aus dem Forum mit anhaltenden Symptomen gemeldet, welche schon sehr oft nach GnrHs berichtet worden sind (z.B. sehr starke Migräne, stechende Schmerzen in Körperteilen, Lungenproblemen, sogar Zungenbrennen, erhöhte Prolaktinwerte war dabei).

    Was ich allerdings auch gefunden habe, war auf der australischen Pharmaaufsichtseite eine vielzahl von anderen Symptomen (z.B. Nierenversagen, Herzinfarkt, Sehstörungen und und und). Hier der Link dahin: http://www.tga.gov.au/daen/daen-entry.aspx. Da könnt ihr euch bei Interesse selbst informieren. Ihr müsst dann die einzelnen GnrHs eintragen mit Namen (also z.B. Zoladex etc.). Was mir aufgefallen war, das auch einige Fälle von Knochenmetastasen berichtet worden sind. Allerdings meist bei ältereren Männern...

    Interessant wäre mal zu wissen, wieviele Fälle in deutschen Datenbanken sind.... Da müsste man mal die Bfarm fragen.


    Gruss
    heiker

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