Lieber Herr Dr. K,
da ich nach vielen negativen Eizellspenden momentan ratlos bin, bitte ich Sie sehr herzlich um Ihre Einschätzung meiner Lage. Die Grundfrage ist, ob es Sinn macht, mit EZS weiter zu machen, oder aber sich mit der Kinderlosigkeit abzufinden. Der bisherige Verlauf:
7 x ICSI in Deutschland (zwischen 35. und 39. Lebensjahr). Davon 1 x positiv mit Abort in 5. Woche nach Infektion durch PU.
2 x ICSI in Tschechien. Beide negativ
Wechsel zu EZS bei Reprofit in Tschechien. Auf meinen Wunsch hin immer ein 3-Tage-Transfer.
1. EZS positiv. Eileiterschwangerschaft
Kryoversuch negativ
2. EZS negativ.
Kryoversuch negativ
3. EZS negativ
4. EZS negativ
5. EZS positiv. Problemlose Schwangerschaft. Leider Totgeburt in der 38. Woche durch Nabelschnurproblematik.
6. EZS - 9. EZS negativ
Kryoversuch aus 9. EZS steht demnächst an.
Also 9 EZS und 2 Kryoversuche, davon nur 2 x positiv. Untersucht wurde bei meinem Mann und mir alles, was man untersuchen kann: Sogar alle "grenzwissenschaftlichen Untersuchungen" wie Immunologie, Killerzellen usw. Die DNA meines Mannes wurde zwei mal untersucht. Ich habe zwei mal eine Gebärmutterspiegelung vornehmen lassen. Alle Untersuchungen ergaben keinen Hinderungsgrund, schwanger zu werden. Die Embryonen waren jedes mal A-Qualität, oft hatten wir sogar Morulas oder 12-Zeller an Tag 3. Die Spenderinnen waren geprüft und hatten bereits erfolgreich gespendet. Meine Schleimhaut ist jedes mal bestens und bei Transfer zwischen 9 mm und 11 mm. Das Einzige, das noch nicht versucht wurde, ist Behandlung mit IVIG oder Intralipiden, wobei Reprofit hierzu Ihre Meinung teilt, dass dies nichts bringt. Die Klinik sieht auch keine Veranlassung für einen Versuch mit Fremdsperma, da wir immer eine hohe Befruchtungsrate haben und drei mal sogar A-Blastozysten für Kryoversuche.
Diese vielen negativen Versuche müssen aber doch einen Grund haben, denn ich falle damit weit aus der üblichen Erfolgsquote der Klinik.
Gibt es Frauen, die einfach ohne medizinisch nachweisbare Gründe schlecht schwanger werden?
Oder fällt Ihnen etwas ein, das bisher einfach noch nicht berücksichtigt wurde?
Bitte entschuldigen Sie den langen Text, aber kürzer ließ sich meine Kinderwunschkarriere nicht darstellen.
Ich wäre Ihnen für eine Antwort von Herzen dankbar.
Beste Grüße von
Carmen