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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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Gefühle für das EZS-Kind

  • Leerhuhn
  • 28. Dezember 2010 um 11:36
  • Leerhuhn
    Morula
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    549
    • 28. Dezember 2010 um 11:36
    • #1

    Liebe Alle,

    ich stehe vor der Entscheidung mit eigenen Eiern weiterprobieren oder EZS. Meine Chancen mit den eigenen Eiern sind sehr schlecht. AMH: 0,49 / 40 Jahre alt / 3,5 erfolglose IVF's hinter mir. Für mich stellt sich nun die Frage ob ich es noch ein letztes Mal mit einer IVF im Ausland, wo mehr als drei Embryonen zurückgegeben werden (erhöht die Chancen), zu versuchen oder mein Geld und vor allem meine Nerven zu schonen und direkt zum nächsten Schritt überzugehen.

    Ich bin mit meiner Geduld ziemlich am Ende. Wir haben jetzt 5 erfolglose Jahre hinter uns. Mit 35 und 37 hatte ich Fehlgeburten und danach lief gar nichts mehr von selbst.

    Der Grund warum ich nun hier im "glückliche Eltern" Forum schreibe sind meine Fragen an Euch und bitte verzeiht mir wenn diese Fragen lächerlich klingen:

    Wie empfindet ihr für Eure Kinder?
    Habt ihr manchmal doch das Gefühl, dass es nicht Eure Kinder sind?
    Wie ist es mit dem "nicht sagen" für Euch?
    Wie reagiert das Umfeld?
    Sehen die Kinder Euch ähnlich? Die Kliniken versprechen einem doch immer, dass sie eine ähnliche Frau finden würden.
    Denkt Ihr oft an die Spenderin?
    Was würdet Ihr mir empfehlen anonyme Spende oder Spende von einer Freundin?

    Fragen über Fragen. Eure Erfahrungswerte sind mir Gold wert.
    Ich muss einfach eine der wichtigsten Entscheidungen in Meinem Leben fällen.
    Ich weiß nur eins ganz sicher:
    Wenn ich kinderlos bleibe, werde ich eingehen. Ich werde immer trauriger und antriebsloser.

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

    2005-07: 2 Fehlgeburten nach Spontan-SSW
    2010-11: 4 IVF-Versuche in Deutschland ohne Erfolg
    2011-2014: 7 EZS-Versuche in Spanien ohne Erfolg

  • noemi10
    Blastozyste
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    • 28. Dezember 2010 um 20:13
    • #2

    Re: Gefühle für das EZS-Kind

    Hallo Leerhuhn
    Mein Sohn ist zwar noch nicht auf der Welt aber ich liebe ihn jetzt schon. Für mich war klar wie bei Dir konnte ich mir ein Leben ohne Kind nicht vorstellen.
    Ich hatte mich auch über Adoption erkundigt. allerdings wäre für mich nur eine Auslandadoption in Frage gekommen. Das hätte lange gedauert,das Kind wäre vielleicht schon älter und traumatisiert. ich bin sehr glücklich,dass ich durch die Eizellspende schwanger sein kann und alles miterleben darf und von der ersten Sekunde an die Mutter bin. Meine Freunde und familie wissen von der EZS .Für meine Eltern war es schwer diesen Weg zu akzeptieren. Jetzt wo es geklappt hat stehen sie hinter mir. meine Freundinnen haben mich immer sehr unterstützt auch finanziell.
    Vom Typ wird mein Sohn mir ähnlich sein.Ob nicht informierte Ähnlichkeiten finden kann ich erst später berichten.
    Ich würde diesen Weg immer wieder gehen.
    Alles gute für Dich Noemi

    Sep.2009 EZS BCN negativ Nov. Kyro negativ
    Juni 2010 EMS Novum positiv
    März 2011 Geburt meines Sohnes
    Nov. 2013 EMS Dr. Kult negativ
    Nov. 2014 EZS Dr. Kult positiv Zwillinge

  • bille47
    Morula
    Beiträge
    631
    • 28. Dezember 2010 um 21:19
    • #3

    Re: Gefühle für das EZS-Kind

    Hallo Leerhuhn,

    ich liebe meine beiden kleine Mäuse über alles und es macht keinen Unterschied zu genetisch eigene Kinder habe zwei Erwachsene Kinder. Ab und zu denke ich an die Spenderin aber voller Dankbarkeit das ich durch eine fremde Frau das Glück hatte 2 so tolle Mädchen zu bekommen zu haben. Beide sind 100% Geschwister und sehen sehr ihrem Papa ähnlich, nur die große hat meine Augenfarbe grün , obwohl die Spenderin braune Augen hat und mein man blaue.
    Wir werden es den beiden nicht sagen und von unsere Umwelt weis es keiner geht auch niemanden was an wie sie entstanden sind ich war schwanger mit ihnen und habe sie geboren und das zählt.


    Lg Bille

    [Blockierte Grafik: http://www.hebamme4u.net/babyTicker/bT_pics/9931.gif][Blockierte Grafik: http://www.hebamme4u.net/babyTicker/bT_pics/9930.gif]

  • dtift
    Morula
    Beiträge
    347
    • 28. Dezember 2010 um 22:45
    • #4

    Re: Gefühle für das EZS-Kind

    Vorweg, ich würde meine Nerven schonen und direkt zur EZP gehen. Wie Du selber schreibst, Deine Chancen sind mit eigenen Eizellen schlecht und sie werden mit jedem Tag schlechter.

    Zu Deinen Fragen:


    Wie empfindet ihr für Eure Kinder?

    Habe 2. Einen 22 Jahre alten Sohn, eine 2 Jahre alte Tochter (EZP). Ich liebe beide, die Kleine wird aber aufgrund des Alters bevorzugt -)).


    Habt ihr manchmal doch das Gefühl, dass es nicht Eure Kinder sind?

    Hatte ich nach der Geburt, war die ersten Monate auch noch da, es lies aber nach und nach nach. Heute habe ich dieses Gefühl nicht mehr. Man muß hier aber sagen, dass mir das alles so unwirklich vorkam. Über 10 Jahre Kampf um dieses Kind und man glaubt nicht mehr dran. Dann die chaotische Schwangerschaft, 3 Umzüge, Arbeitsplatzwechsel und ich hab alle Gefühle verdrängt. Irgendwie hatte ich Angst, dieses Kind zu verlieren und da sollten keine Gefühle aufkommen. Dann eine Geburt in 50 Minuten und dann war sie da. So unwirklich und da kam immer wieder das Gefühl: Ja ist das wirklich meins?

    Wie ist es mit dem "nicht sagen" für Euch?

    Wir haben es gesagt. Kam für uns nicht ins Betracht.


    Wie reagiert das Umfeld?

    Überwiegend positiv.


    Sehen die Kinder Euch ähnlich? Die Kliniken versprechen einem doch immer, dass sie eine ähnliche Frau finden würden.

    Ja, ich bin Blond, mein Mann auch. Mein Großer hat schwarze Haare und braune Augen, meine Kleine blonde und blaue Augen. Mein Großer ist echt von mir, aber vom Typ her, sieht mir die Kleine viel änlicher. Diese Frage nach Ähnlichkeiten spuckt nur im Kopf. Ähnlich sind einem die Kinder vorallm dadurch, was sie von uns lernen. Minik, Gestik, Worte...


    Denkt Ihr oft an die Spenderin?

    Nicht mehr. Anfangs ja, jetzt nicht mehr. Es verblast immer mehr mit der Zeit.


    Was würdet Ihr mir empfehlen anonyme Spende oder Spende von einer Freundin?

    Anonym!!!!!!!!!!!!!!!!!Auch wenn es die allerallerbeste Freundin ist. NIEMALS! Es kann so viel im Leben passieren, würde ich nie machen, nicht raten.

    Viel Glück!!

    Bin nur hin und wieder hier.

    Habe eine Tochter Ende 2008 dank Eizellspende bekommen.

  • Leerhuhn
    Morula
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    549
    • 29. Dezember 2010 um 14:31
    • #5

    Re: Gefühle für das EZS-Kind

    Super Antworten bis jetzt!
    Vielen Dank! Ich glaube ich fange mich an mit dem Gedanken anzufreunden :)

    Ich habe jetzt nach dem Lesen richtig gute Laune bekommen. Die hatte ich schon lange nicht mehr.
    Ich werde hier weiter reinschauen!

    Liebe Grüße,
    das leere Huhn.

    2005-07: 2 Fehlgeburten nach Spontan-SSW
    2010-11: 4 IVF-Versuche in Deutschland ohne Erfolg
    2011-2014: 7 EZS-Versuche in Spanien ohne Erfolg

  • cholita
    Morula
    Beiträge
    345
    • 29. Dezember 2010 um 16:29
    • #6

    Re: Gefühle für das EZS-Kind

    [quote author=Leerhuhn link=topic=6990.msg101942#msg101942 date=1293532601]
    Ich würde bei der Behandlungsgeschichte nicht mehr weiter probieren. Dafür wäre mir das Geld und meine Nerven zu schade.


    Wie empfindet ihr für Eure Kinder?

    Ich denke ganz normal wie jede Mutter auch. Bedingungslose Liebe

    Habt ihr manchmal doch das Gefühl, dass es nicht Eure Kinder sind?

    Hatte ich am Anfang nach der Geburt. Jetzt ist es wie wegeblasen. Man kennt ja sein Kind.
    Wie ist es mit dem "nicht sagen" für Euch?
    Wem nicht sagen? Dem Kind oder dem Umfeld? In der Familie ist es teilweise bekannt. Ich habe kein Problem das dem Umfeld zu verschweigen. Man muß nicht alles wissen.
    Wie reagiert das Umfeld?
    Die engen Familienmitglieder normal. Es gibt keinen Unterschied.
    Sehen die Kinder Euch ähnlich? Die Kliniken versprechen einem doch immer, dass sie eine ähnliche Frau finden würden.
    Sieht meinem Mann ähnlich. Mir sieht sie nicht ähnlich. Kann aber auch bei genetischen Kindern passieren. Sehe meiner Mutter auch nicht ähnlich.
    Denkt Ihr oft an die Spenderin?
    Nein, nie.
    Was würdet Ihr mir empfehlen anonyme Spende oder Spende von einer Freundin?
    Auf alle Fälle anonym. Nie von einer Freundin. Je weniger man weiß, desto besser. Desto weniger präsent ist das ganze.

    Fragen über Fragen. Eure Erfahrungswerte sind mir Gold wert.
    Ich muss einfach eine der wichtigsten Entscheidungen in Meinem Leben fällen.
    Ich weiß nur eins ganz sicher:
    Wenn ich kinderlos bleibe, werde ich eingehen. Ich werde immer trauriger und antriebsloser.

    Man muß Dinge nicht überbewerten. Es ist eine Zelle. 50% kommen von Deinem Mann. Du bist schwanger, Du trägst aus, Du gebärs, Du stillst usw. Es ist nur eine Zelle mehr nicht. Je weniger man reininterpretiert, desto besser kommt man damit zurecht.
    Liebe Grüße,
    Leerhuhn
    [/quote]

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  • Claudia33
    Morula
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    • 30. Dezember 2010 um 20:18
    • #7

    Re: Gefühle für das EZS-Kind

    Hallo,

    ich würde an Deiner Stelle auch sofort an die EZSP gehen, ist besser für die Nerven und den Geldbeutel.

    Ich habe zwei Kinder aus EZSP, es waren zwei unterschiedliche Spenderinnen. Beide Kinder sehen unterschiedlich aus, sie sehen meinem Mann nicht ähnlich, und mir ja eh nicht. Unsere Umgebung fragt sich oft, warum es so keine Ähnlichkeiten gibt. Es wissen nur wenige Freundinnen von mir, wie die Kinder entstanden sind, die Verwandten nicht. Wir wollen aber die Kinder aufklären. Ich denke oft an die Spenderinnen, bin Ihnen sehr dankbar, aber ich könnte mir nicht vorstellen, das eine Freundin von mir Spenderin sein sollte, hätte Angst, das die später das Kind doch haben will und Muttergefühle entwickelt.
    Ich würde diesen KIWU- Weg wohl immer wieder gehen, wenn es keine Alternative gibt, und für mich ist es besser als Adotion.
    ABER: Nicht alles ist toll und positiv. Mein Sohn hat ADHS, und es wird genetisch vererbt. Und da in der Familie meines Mannes niemand sowas hat, stammt es wohl von der Spenderin. Und solche Sachen werden im Vorfeld von den Kliniken nicht abgefragt! .......und da diese Verhaltensaufälligkeit unseren Alltag schon sehr negativ prägt, frage ich mich manchmal schon, ob "ein Kind um jeden Preis", wirklich immer der richtige Weg ist. Aber dann sehe ich meine Tochter an, da läuft alles super, und dann vergesse ich solche Gedanken wieder, und vor Krankheiten ist man ja eh nie gefreit.

    Ich wünsche Dir viel Kraft, für Dich/Euch die richtige Entscheidung zu treffen!

    LG Claudia

  • cara09
    Morula
    Beiträge
    540
    • 2. Januar 2011 um 20:04
    • #8

    Re: Gefühle für das EZS-Kind

    Hallo, Leerhuhn, ich kann mich den Vor-Schreiberinnen nur anschließen. Ich habe mich nach einigen erfolglosen ICSI-Versuchen lange mit EZS auseinandergesetzt. Nach unserem Erstgespräch in Spanien wollte ich unbedingt noch einen eigenen Versuch, der auch negativ endete. Ich konnte so besser abschließen. Im Nachhinein muss ich sagen, hätten wir die EZS früher gemacht, hätten wir das Geld für die negativen Versuche gespart und wären schon länger Eltern...

    Wie empfindet ihr für Eure Kinder? => Es sind meine Kinder und das Thema EZS taucht für mich nur ganz entfernt nochmal auf.

    Habt ihr manchmal doch das Gefühl, dass es nicht Eure Kinder sind? => Nein. Es sind meine Kinder.

    Wie ist es mit dem "nicht sagen" für Euch? / Wie reagiert das Umfeld? => Unsere engste Familie und enge Freunde sind eingeweiht. Für alle war das Thema EZS zuvor fremd, doch alle haben sich von Anfang an mit uns gefreut. Und ich glaube, auch ihnen ist oft gar nicht mehr so bewusst, dass ich nicht die genetische Mutter bin.
    Allen Ärzten habe ich es bisher auch gesagt, und von allen wurde es lediglich zur Kenntnis genommen.
    Wir werden es auch definitv unseren Kindern sagen, denn anders könnte ich Ihnen nicht in die Augen blicken.

    Sehen die Kinder Euch ähnlich? Die Kliniken versprechen einem doch immer, dass sie eine ähnliche Frau finden würden. => Wir sind sehr zufrieden mit der Auswahl der Spenderin.

    Denkt Ihr oft an die Spenderin? => Manchmal frage ich mich, wer diese tolle Frau wohl war, die uns unseren Lebenswunsch erfüllt hat, wie sie aussieht etc.

    Was würdet Ihr mir empfehlen anonyme Spende oder Spende von einer Freundin? => Spende einer Freundin wäre mir zu kompliziert gewesen. Wer weiß, wie sich die Gefühle aller Beteiligten dabei über die Jahre entwickeln...

    Alles Gute für Deinen Weg. cara

    2007 - 2009: mehrere IVF / ICSI in D
    Sommer 2010: Geburt unserer Zwillingsmädchen (nach EZS bei IVI BCN)

  • Leerhuhn
    Morula
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    549
    • 9. Januar 2011 um 14:10
    • #9

    Re: Gefühle für das EZS-Kind

    Vielen Dank für die Antworten.

    @ Claudia33: Dein Beitrag hat mich nachdenklich gemacht. Das verstärkt meinen Gedanken doch eher die nicht anonyme Eizellspende meiner Freundin in Betracht zu ziehen. Bei ihr kenne ich einfach die Familie. Alles sind sehr intelligente Leute, Akademiker, sie ist eine ganz hübsche ...naja das einzige Makel ist ihre Sehschwäche. Aber ein Kind mit Brille ist wohl das kleinste Problem :)

    Man weiß nie wie eine Freundschaft verläuft. Ich denke, wir werden erst eine Sitzung zu dritt bei einer Psychologin machen. Gewiss würde sie eine besondere Beziehung zu dem Kind haben. Aber die Mutter bin doch letztendlich noch immer ich und das hat sie mir jetzt auch mehrere male zugesichert.

    Vielleicht wird sie auch Muttergefühle haben aber was soll's? Es kann doch nur gut für ein Kind sein wenn es von so vielen Menschen so sehr geliebt wird. Klingt das jetzt naiv? Wahrscheinlich. Aber ich glaube irgendwie an das gute im Menschen und selbst wenn meine Freundin und ich uns tierisch verkrachen würden, würden wir betreffend des Kindes schon wie erwachsene Menschen einen Weg finden. Vielleicht ist ein solches Kind auch ein Bund der einen zwingt sich mit seiner Freundin wie mit einem Familienmitglied auseinanderzusetzen und nicht gleich auf den Abstellgleis der gescheiterten Freundschaften zu verfrachten.

    Noch mal zurück zu Claudia33: ADHS kann erblich über Generationen vererbt werden ohne das es ausbricht. Mein Mann ist Psychologe und hat mit dem Thema viel zu tun. Es kann auch in der Schwangerschaft ausgelöst werden. So sicher solltest Du Dir nicht sein, dass es von der Spenderin kommt! Mein Mann kennt auch ADHS-Fälle in denen niemand in der ganzen Familie davon betroffen war und keiner weiß woher es kommt. Er erzählte mir aber auch von Fällen in denen solche Kinder sich noch super entwickelt haben, Abitur und Studium gemacht haben und tolle Leute wurden. Also, auch ein ADHS-Kind kann sich später noch sehr positiv entwickeln. Es ist nur mit sehr schwerer Arbeit verbunden und da hast Du mein vollstes Mitgefühl.

    Im Endeffekt kann jeder von ADHS-Kids überrascht werden. Ob mit oder ohne EZSP. Ich drücke Dir die Daumen, dass Dein Sohn Dich noch sehr positiv in seiner Entwicklung überraschen wird.

    Aber ich glaube in dem "Sagen oder nicht sagen" bin ich auch ein Schritt weiter. Ich werde es dem Kind einfach so nebenbei hier und da ganz unspektakulär von Anfang an sagen aber ich werde mich mit meinem Umkreis darüber nicht unterhalten. Das wird wohl die beste Lösung sein, oder?

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

    2005-07: 2 Fehlgeburten nach Spontan-SSW
    2010-11: 4 IVF-Versuche in Deutschland ohne Erfolg
    2011-2014: 7 EZS-Versuche in Spanien ohne Erfolg

  • PaulPaula
    2-Zeller
    Beiträge
    20
    • 14. Januar 2011 um 22:13
    • #10

    Re: Gefühle für das EZS-Kind

    Hallo Leerhuhn,

    gerne möchte ich Dir von meinen Erfahrungen berichten. Durch meine Vorgeschichte blieben mir nur die Alternativen EZP oder Adoption ...und bei dieser Wahl war die Entscheidung für den Versuch EZP nicht schwer. Rückblickend muss ich sagen, dass auch die EZP ein schwerer, nervernaufreibender Weg ist. Entspannen konnte ich mich erst, als ich mit den Zwillingen die 30. SSW erreicht hatte. .... Aber ich würde es wieder tun, denn die beiden Mädchen sind -neben meinem Mann- das Beste in meinem Leben.

    Zu deinen Fragen:
    Was empfindet ihr für Eure Kinder?
    Liebe, Respekt und Zuneigung …und natürlich etwas Stolz

    Habt ihr manchmal doch das Gefühl, dass es nicht Eure Kinder sind?
    Nein, obwohl ich mir bewusst bin, dass ich nicht die biologische Mutter bin, "fühlen" sich die beiden wie meine Kinder an. Ein Zugehörigkeitsgefühl hat sich noch vor der Geburt entwickelt und vertieft sich mit jedem Tag.
    Und die Befürchtung, dass Sie mir „fremd“ vorkommen könnten, ist nicht eingetroffen.

    Wie ist es mit dem "nicht sagen" für Euch?
    Unsere nächsten Verwandten und besten Freunde wussten über unseren Weg Bescheid.
    Die Kinder werden wir altersentprechend, von Anfang an, über die Spende informieren.


    Wie reagiert das Umfeld?
    Positiv

    Sehen die Kinder Euch ähnlich? Die Kliniken versprechen einem doch immer, dass sie eine ähnliche Frau finden würden
    Mädchen A kommt ganz nach meinem Mann; Mädchen B sieht A überhaupt nicht ähnlich und viele Uneingeweihte meinen dann gleich, dass B nach mir kommt.
    Im Zweifelsfall würde ich das Aussehen immer auf die Großeltern schieben.

    Denkt Ihr oft an die Spenderin?
    Ja, mit Dankbarkeit, Respekt vor Ihrer Entscheidung und den besten Wünschen für ihr Leben


    Was würdet Ihr mir empfehlen anonyme Spende oder Spende von einer Freundin?

    Prinzipiell finde ich, dass eine Spenderin Ihre Familienplanung abgeschlossen haben sollte. Da immer mal Probleme auftreten können, würde ich nicht wollen, dass ich dank der Spenderin glückliche Mutter bin, sie selbst sich diesen Wunsch aber nicht erfüllen kann.

    Eine „halboffene Spende“ halte ich für den Idealfall. Ich denke es wäre wichtig für die Kinder, Kontakt zur Spenderin aufnehme zu können, wenn sie es wollen.

    Der Spende einer Freundin würde ich, vor allem Rückblickend, eine anonyme Spende vorziehen.
    Folgende Punkte würden mir bei der Spende von einer eng Vertrauten Schwierigkeiten bereiten:
    - Wie würden wir damit umgehen, wenn es Probleme bei der Stimulation gibt?
    - Damit zu leben, einer nahestehenden Person ein so tiefes Dankbarkeitsgefühl zu haben.
    - Angst, dass die Familiäre Situation der Spenderin irgendwann eine solche Wendung nehmen könnte, dass sie sich de Kind verbundener fühlt, als es mir recht ist.
    - leise Zweifel, ob das Kind nicht vielleicht doch die Spenderin irgendwann vorzieht, die es, da es Freundin x ist, häufig trifft
    - ich glaube, dass auch das Kind in einem Interessen Konflikt geraten könnte (nach dem Motto: übrigens, meine Freundin x ist deine biologische Mutter)

    Für mich war darüber hinaus auch wichtig, einen Plan B, falls sie EZP nicht klappen sollte zu haben.

    Alles Gute für Deine Entscheidung und Deinen Weg

    Paula

    1. EZS 08/08 10. SSW FG
    2. EZS 12/08 neg.

    1. EZS AVA Peter 06/09 pos. Zwillinge !

    02/10 Geburt unserer beiden Töchter

  • svenny1978
    Blastozyste
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    1.958
    • 15. Januar 2011 um 15:23
    • #11

    Re: Gefühle für das EZS-Kind

    Ich würde dir gerne von mir berichten. Ich habe es nie bereut den Weg gegangen zu sein, ich liebe meinen Sohn abgöttisch, ganz egal welche Gene er hat. Er ist dem Papa aus dem Gesicht geschnitten, vom Verhalten her ist er auch so. Die Schadenfreude hat er aber von mir :D
    Für meinen Mann kam eine Adoption oder eine Embryonenspende nicht in Frage. Deshalb die Eizellspende. Es hat dann auch im 2. Versuch geklappt.
    Bei uns weiß es niemand aus dem Verwandten und Bekanntenkreis und das möchten wir auch so beihalten. Es würde bei einigen nicht auf Verständnis treffen und das möchten wir dem Kleinen und uns nicht antun.
    Außerdem ist er mein Kind, er ist in mir gewachsen, ich habe ihn geboren, gestillt und gebe ihm die Liebe die er braucht.
    Anfangs habe ich oft an die Spenderin gedacht, aber mittlerweile nicht mehr so oft, ab und an mal. Ich würde den Schritt wieder tun um ein Geschwisterchen für den Kleinen zu bekommen.
    Ich bin überaus dankbar, das ich diese Möglichkeit hatte ein Kind zu bekommen ( und dann noch ein so tolles Kind )

    Ich kann dir nur raten, geh den Weg er lohnt sich auf alle Fälle. Wenn du dieses Wunschkind das erste mal in deinen Armen hälst, bist du verwünscht, du liebst dieses Wesen so abgöttisch, alles um dich herum ist egal. Für deinen Weg wünsche ich dir alles Gute

    LG Wintertraum

    positiv RF 2008
    Mama eines wundervollen Kindes
    April 2012 RF TF

  • fiskan
    Morula
    Reaktionen
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    Beiträge
    463
    • 31. Januar 2011 um 22:33
    • #12

    Re: Gefühle für das EZS-Kind

    hallo leerhuhn
    gerne schreibe ich dir auch noch von unseren erfahrungen.

    zu deinen fragen:

    was empfindet ihr für eure kinder?
    absolute liebe gepaart mit etwas stolz...

    habt ihr manchmal doch das gefühl, dass es nicht eure kinder sind?
    nein! die zwei wuchsen in meinem bauch heran, ich habe sie in meinem bauch gespürt wie sie mich getreten haben, wie sie herangewachsen sind, habe sie geboren und gestillt!

    wie ist es mit dem "nicht sagen" für euch?
    gar nicht, wir werden es sagen. ich finde es absolut unabdingbar ihnen zu sagen, wie sie entstanden sind. es wäre für mich sonst, mit einer lüge zu leben zu müssen, und auf einem solchen fundament kann keine gesunde beziehung wachsen. ich könnte ihnen nicht in die augen sehen. und ich finde es nicht schlimm, wenn sie erfahren, wie sehr sie gewünscht waren, dass wir einen solch steinigen weg auf uns nehmen mussten.

    wie reagiert das umfeld?
    nur positiv. ich hatte krebs und wurde durch die chemo unfruchtbar. wir wurden von den verwandten sowie von den freunden auf unserem weg unterstützt. interessant finde ich, dass mittlerweile immer mehr offenbar vergessen haben, wie die beiden entstanden sind. können wir immer wieder anhand von kommentaren erleben. heute ist es absolut kein thema mehr von unserem umfeld. es scheint nicht wichtig zu sein für sie.

    sehen die kinder euch ähnlich?
    wir haben zwillinge, ein päärchen. der junge ist ganz sein papa. das mädel sieht mir, ausser haar- und augenfarbe (die sind dieselben wie bei papa) extrem ähnlich. ich werde immer wieder darauf angesprochen, auch von vielen die von der ezsp wissen und sich dessen noch bewusst sind.

    denkt ihr oft an die spenderin?
    ab und an mal. es wird allerdings immer weniger. ich bin ihr dankbar, hat sie ez gespendet und uns so ermöglicht, dass unsere sonnenscheine entstehen konnten und wir eltern werden durften.

    würdet ihr eine anonyme spende vorziehen, oder eine offene z.b. von einer freundin?
    unbedingt eine anonyme. gerade wenn ich daran denke, was alles geschehen kann. wie schon vorschreiberinnen geschrieben haben: wie würdet ihr umgehen, wenn die freundin überstimuliert würde, komplikationen hätte, selber den kiwu nicht erfüllen kann, etc.?! oder wie wäre es, wenn das kind krank wäre, wie könnte sie damit umgehen und diese gefühle, wenn auch unbewusst in die freundschaftsbeziehung mit einbringen würde? oder im gleichen fall als mutter: wenn du deine gefühle, enttäuschung, wut, in diese beziehung reintragen würdest? gefühle lassen sich leider nicht rational und mit dem kopf steuern... oder wie wäre es wenn die freundschaft in die brüche ginge, oder eine krise erfahren würde? ich wäre mir auch nicht sicher, ob nicht unterschwellig immer belastende emotionen von dankbarkeit oder erwaltungshaltungen seitens der mutter/der freundin mitschwingen würden und so die freundschaft mit den jahren auch belasten könnten.

    ich wünsche dir auf deinem weg alles gute, und dass sich dein herzenswusch bald erfüllt! alles liebe und liebe grüsse
    fiskan

    vorzeitige WJ nach Chemo
    EZS 7.09 IVI Madrid - POSITIV!!!

    [Blockierte Grafik: http://www.ticker.7910.org/as1cHji0g410012MjQyZHw1NTY4OGR8dW5zZXJlIHp3ZWkgU29ubmVuc2NoZWluZSBzaW5kIA.gif]

  • Baerine
    4-Zeller
    Beiträge
    50
    • 14. Februar 2011 um 10:29
    • #13

    Re: Gefühle für die EZS-Kinder

    hallo,
    wir haben Zwillingsmädchen, jetzt 4 Monate alt, wir sind sehr glücklich, dass aus beiden eingesetzten Eizellen was geworden ist ;)

    Meine Gefühle, ja, ich denke viel darüber nach.

    Wie empfindet ihr für Eure Kinder? ich liebe sie über alles, wenn auch alles gerade recht stressig ist, liegt aber wohl daran, dass es zwei sind.
    Habt ihr manchmal doch das Gefühl, dass es nicht Eure Kinder sind? nein, nicht wirklich, obwohl es natürlich schon schade ist, dass sie keine Gene von mir haben
    Wie ist es mit dem "nicht sagen" für Euch? ich möchte nicht, dass das in der ganzen Kleinstadt diskutiert wird, also sagen wir bis auf Weiteres nichts, ob und wann wir es den Kindern sagen möchten, haben wir noch nicht entschieden
    Wie reagiert das Umfeld? erstaunt, dass wir im "hohen" Alter (bin 45) noch Zwillinge gekriegt haben, ich sage bei Nachfragen nur, dass wir medizinische Hilfe in Anspruch genommen haben, aber sonst nicht mehr, denn das muss ich ja nicht anderen genau erzählen.
    Sehen die Kinder Euch ähnlich? Die Kliniken versprechen einem doch immer, dass sie eine ähnliche Frau finden würden. - ist noch nicht wirklich zur beurteilen, werden wir sehen.
    Denkt Ihr oft an die Spenderin? selten, bin dankbar
    Was würdet Ihr mir empfehlen anonyme Spende oder Spende von einer Freundin? anonym, wobei ich schon gerne die Spenderin kennengelernt hätte.

    Ich war vohrin kurz davor, hier Fotos der Kinder einzustellen, dann ist mir aber eingefallen, dass dieses Forum ja öffentlich ist und ich nicht möchte, dass es hier in der Kleinstadt rumgeht, also bleibe ich auch weitgehend anonym hier ;)

    Grüeß
    Baerine

    *15.2.10 EZS Pronatal/Prag * Zwillingsmädchen geb. 8.10.10 35+4 * <br />[Blockierte Grafik: http://www.wunschkinder.net/forum/ticker/tick/08/10/2010/55/19/J%20und%20I/1/0/0/0.png]

  • hanka
    Eizelle
    Beiträge
    8
    • 16. Februar 2011 um 21:54
    • #14

    Re: Gefühle für das EZS-Kind

    Ich frage mich immer, ob es wirklich so sinnvoll ist, einem EZS- Kind seine Herkunft zu sagen. Ich denke mir auch,, daß man das Kind in schwere Konflikte bringt, da es automatisch versuchen wird, Informationen über die genetische Mutter zu bekommen. Spätestens wenn das Kind in der Pubertät ist wird es solche Phasen geben. Wenn es eine völlig anonyme Spende war, dann ist das sicher sehr bitter für das Kind, nie etwas über die Frau zu erfahren. Man kann ja ständig Berichte im Fernsehen über adoptierte Kinder sehen, die verzweifelt nach ihren leiblichen Eltern suchen. Was hat man dann mit seiner Wahrheitsliebe gewonnen? Löst es nicht nur Probleme aus?
    Also ich bin da verdammt hin- und hergerissen.
    Auf der anderen Seite: wenn es irgendwann einmal zufällig herauskommt ist natürlich ein riesiger Vertrauensverlust da.

    Wäre schön, wenn sich Eltern äußern, deren Kinder mindestens schon 10 J. alt sind.
    Gruß
    hanka

  • meg19
    Morula
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    • 16. Februar 2011 um 22:17
    • #15

    Re: Gefühle für das EZS-Kind

    Ich erwarte, dass in der Zukunft -z. B. so ab 2030- öfter Untesuchungen durchgeführt werden, die meinem Kind zeigen werden, dass er aus einer fremden genetischen Eizelle entstanden ist.

    Auch erwarte ich, dass sich Gesetze ändern und mein Sohn die heute annonyme EZ-Spenderin mal kennenlernen kann. Früher waren ja auch alle Adoptionen annonym.

    Daher werden wir unseren Sohn aufklären, sobald er fragt wo die Kinder herkommen und ob er auch in Mamis Bauch war.

    LG, Meg

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  • Claudia33
    Morula
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    225
    • 18. Februar 2011 um 11:53
    • #16

    Re: Gefühle für das EZS-Kind

    Hallo Meg,

    ich bin der gleichen Meinung wie Du- allerdings befürchte ich, das die Kliniken einfach die Unterlagen gar nicht so lange aufheben werden und es deshalb zu Problemen führen wird, weil keiner mehr was hat.
    So wars ja auch mal bei den Nachkriegsspendersamenkindern, wo einfach nach 10 bis 20 Jahren die Unterlagen weggeworfen wurden und da nützt dann der Rechtsanspruch auch nichts mehr.

    LG Claudia

  • Morgentau
    4-Zeller
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    61
    • 24. Mai 2011 um 18:15
    • #17

    Re: Gefühle für das EZS-Kind

    Liebes Leer- bzw. Vollhuhn,

    wir kennen uns ja bereits aus dem Aizpurua-Ordner.

    Hier mein Senf dazu:

    Wie empfindet ihr für Eure Kinder?
    Wie Du weißt, war das Muttergefühl für meinen Sohn (EZS 3/10) bei mir nicht sofort nach der Entbindung voll da. Es ist langsam entstanden und gewachsen und wächst weiterhin. Es ist überwältigend. Manchmal beobachte ich ihn im Schlaf oder beim Brabbeln und werde übermannt von Zuneigung und tiefster, fast schon schmerzhafter Liebe. Ich mußte ihn erst kennenlernen. Direkt nach der Geburt war er mir fremd. Je mehr ich ihn kennenlerne, desto mehr liebe ich ihn. Jeden Tag noch etwas mehr. Ich frage mich immer wieder, ob das anders wäre, wenn er auch genetisch mein Sohn wäre. Doch die Antwort darauf werde ich nie kennen.

    Habt ihr manchmal doch das Gefühl, dass es nicht Eure Kinder sind?
    Nein, das Gefühl hatte ich noch nicht. Allerdings habe ich mich anfangs dabei ertappt, dass ich dachte, mein Sohn hat das Gefühl, dass ich nicht seine Mutter bin! Als es mit dem Stillen erst nicht so klappte und er ungeduldig wurde und brüllte, hab ich das persönlich genommen und als Ablehnung seinerseits empfunden. Das war natürlich Quatsch. Heute lächele ich darüber.

    Wie ist es mit dem "nicht sagen" für Euch?
    Unser Umfeld weiß von nix – bis auf meine Eltern. Wir wollen unseren Sohn spielerisch aufklären, sobald er so weit ist, so dass er ganz natürlich mit der Wahrheit aufwächst. Erst dann kommt das Umfeld dran. Könnte ich sicher sein, dass die Wahrheit 1000%ig nie ans Licht käme, so würde ich sie für mich behalten. Doch diese Garantie habe ich nicht. Durch einen dummen Zufall kann es immer irgendwie rauskommen. Und wenn es die Untersuchungen sind, die Meg19 anspricht. Den Schock möchte ich meinem Sohn auf jeden Fall ersparen. Und mein Mann will dieses junge Leben auch nicht gleich mit einer so großen Lüge belasten, sagt er.

    Sehen die Kinder Euch ähnlich?
    Unser Sohn sieht meinem Mann ähnlich (Form der Augen, Stirn, Kinn- und Mundpartie, Hände, Mimik …), und ich hoffe, das bleibt auch so. Mein Mann ist Süditaliener und ziemlich dunkel, ich selbst habe etwas israelisches Blut. Wir haben Spanien gewählt, weil es uns phänotypisch am besten zu passen schien. Unser Sohn hat jedoch eine sehr helle Haut, blonde Haare und blaue Augen. Bisher nicht sehr spanisch. Zudem hat er Schlappöhrchen, die in unseren Familien nicht vorkommen. Naja, vielleicht werden die ja noch etwas stabiler ;)

    Denkt Ihr oft an die Spenderin?
    Oft wäre übertrieben, aber ich denke durchaus an sie. Natürlich sind wir ihr maßlos dankbar für dieses geschenkte Wunder. Aber ich erforsche auch das Gesicht meines Sohnes, seine Füßchen etc. und versuche daraus eine erwachsene Frau zu basteln …
    Am Ende des Tages bin ich aber froh, dass ich sie nicht kenne. Die Anonymität macht es mir leichter. Die Spende einer bekannten Frau könnte ich mir absolut nicht vorstellen. Der ständige Vergleich mit der genetischen Mutter würde mich zu sehr belasten.

    @Sommertraum: Woher weißt Du, dass Eure Spenderin braune Augen hat?? Solche Informationen haben wir gar nicht bekommen. Man wollte uns gerade mal das Alter verraten …

    dtift: Ich wünsche mir auch, dass sich zumindest meine Mimik etwas Platz verschaffen wird ;) Wobei ich auch gelesen haben, dass sich selbst Mimik und Gestik vererben. Das paßt dazu, dass unser Sohn jetzt schon grinst wie mein Mann ;)

    paula: Paula, DU BIST DIE BIOLOGISCHE MUTTER!!! Niemand anders!! Die Spenderin ist „nur“ die genetische Mutter. Du hast Deine Zwillinge ausgetragen und zur Welt gebracht!

    Abschließend kann ich sagen, dass ich die Entscheidung immer wieder so treffen würde. Bisher habe ich sie nicht eine Sekunde bereut. Und ich glaube, die ganzen Zweifel und Grüblereien verschwinden immer mehr.

    @Vollhuhn: Mach Dich bitte nicht verrückt wegen fehlender Anzeichen vor Deinem BT. Ich hatte auch null Anzeichen, kein Brustspannen und nix, und war doch schwanger!!!

    Grüße und Glück an alle
    Morgentau

    [Blockierte Grafik: http://www.hebamme4u.net/babyTicker/bT_pics/59602.gif]

  • dtift
    Morula
    Beiträge
    347
    • 24. Mai 2011 um 20:36
    • #18

    Re: Gefühle für das EZS-Kind

    Ich denke, egal was die Wissenschaft sagt, dass sich Mimik und Gestik erlernt und nicht vererbt. Und lernen tun die Kinder u.a. von den Eltern. Von daher meine ich, dass dies dann durchaus von mir und meinem Mann kommt.

    Bin nur hin und wieder hier.

    Habe eine Tochter Ende 2008 dank Eizellspende bekommen.

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