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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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Beiträge von Leerhuhn

  • Endstation Alicante / Spanien

    • Leerhuhn
    • 15. September 2014 um 19:44

    Antw:Endstation Alicante / Spanien

    Meine lieben EZS-Schwestern,

    es ist an der Zeit ein Schlussstrich zu ziehen. Ich danke hier allen Dich mir in diesen schweren Jahren mit Trost und gutem Rat zur Seite gestanden haben. Viele von Euch habe ich sehr tief in mein Herz geschlossen. Das Leben muss weitergehen. Es ist an der Zeit dieses Kapitel zu beenden um neue Ziele und neue Ufer anzusteuern.

    Vielleicht schaue ich noch ab und zu mal rein. Vor allem bei Abschied vom Kinderwunsch.

    Für alle momentan verzweifelten Frauen möchte ich noch etwas sagen: Habt keine Angst vor dem Ausgang dieses Weges! Egal ob Ihr mit Kind oder ohne Kind aus dieser Geschichte rauskommt: Das Ende der Ungewissheit ist für mich eine unglaubliche Befreiung. Es ist mir jetzt egal ob ich zu lange oder zu kurz blute und ich steige in die 8-Bahn auf dem Rummelplatz, gehe Tauchen und Reiten ohne dabei Angst zu haben, dass sich vielleicht ein Embryo von selbst eingeschlichen haben könnte. Ich weiß jetzt, dass es nie passieren wird und diese Endgültigkeit ist eine Befreiung.
    Nie wieder Hibbel-Phasen - Gott wie ich diese Tage gelitten hatte! Nie wieder! Juhu!
    Ab jetzt ist Party angesagt. Sonntags ausschlafen, lange frühstücken, Abentteuerreisen zu zweit und ab jetzt wird nur noch für Spaß und keine Behandlungen mehr Geld ausgegeben. Ja, ab jetzt lebe ich nur noch für mich und meinen Mann und das mit so viel Spaß wie möglich. Also, keine Angst falls es bei Euch irgendwann doch nicht klappen sollte!

    Es liegt in Euren Händen und nicht in Eurer Gebärmutter glücklich zu werden!

    Umarmung an alle!
    Eure Leerhuhn

    Ich möchte Euch an meinem Abschiedsbrief an Dr.Aizpurua teilhaben lassen.:


    Lieber Doktor Aizpurua!

    Diesen Brief hätte ich wohl schon viel früher schreiben müssen aber ich konnte mich zu diesem Schritt nicht überwinden. Diesen Brief zu schreiben, bedeutet endgültig einen Schlussstrich unter die Eizellspende zu ziehen.

    Es kostet mich unglaublich viel Überwindung einzusehen, dass dieser Weg einfach nicht klappen wird. Ich habe einfach zu 90% die Hoffnung verloren, dass die EZS bei mir klappen kann. Zu viele Parameter sprechen dagegen. Es liegt nicht an IVF-Spain sondern an meiner müden Gebärmutter.

    Ich möchte mich an dieser Stelle auch im Namen meines Mannes bei Ihnen für alles bedanken. Sie haben mich durch den schwersten Abschnitt meines bisherigen Lebens begleitet und Sie blieben selbst dann verständnisvoll und geduldig wenn ich vor Wut auf alles um mich herum kochte und auch Sie anzickte.

    Obwohl ich mit meinen vielen Negativ-Ergebnissen Ihre Statistik immer nach unten drückte und meine Situation wirklich schlecht aussah, haben Sie mich als Patientin nicht im Stich gelassen. So etwas erlebt man heutzutage kaum noch. Ganz besonders in der Fertilitätsmedizin. Umso mehr möchte ich Ihnen danken, Dr. Aizpurua.

    Es hat zwar nicht geklappt aber alleine das Gefühl, dass wir, Dank Ihrer Kompetenzen alles medizinisch Mögliche versucht haben, gibt mir ein ausgeglichenes Gefühl für die Zukunft. Ohne Ihre Unterstützung wäre dies nicht möglich gewesen.
    Schade, dass es nicht mehr Ärzte wie Sie gibt.

    Mein Mann und ich versuchen jetzt unsere Zweisamkeit zu genießen und eigentlich macht es ziemlich Spaß sonntags erst um 10:00 aufzustehen und lange zu frühstücken oder spontan abends auszugehen oder abenteuerliche Reisen zu zweit zu machen. Trotzdem zwickt uns natürlich noch immer diese kleine Leere. Wir werden lernen damit zu leben.

    Es bleibt nun nichts weiter übrig als Ihnen und der ganzen Klinik adieu zu sagen.
    Bitte bleiben sie ein so menschlicher Arzt wie Sie es bei uns waren und bitte passen Sie auf sich gut auf
    und überarbeiten Sie sich nicht!

    Grüßen Sie mir das schöne Alicante,
    die kleine, schöne Stadt am Meer,
    an die ich immer mit einem bitter-süßen Lächeln zurückdenken werde.

    Liebe Grüße,
    ....

  • Endstation Alicante / Spanien

    • Leerhuhn
    • 30. Juni 2014 um 10:38

    Antw:Endstation Alicante / Spanien

    Liebe Alle,

    Kurze Info zu mir: Es ist alles okay mit der Brust. Sie ist zwar knotig und muss jedes halbe Jahr beobachtet werden, aber es ist nichts Böses zu erkennen. Das ist eine große Erleichterung besonders nachdem ich im Wartezimmer eine Frau auffangen musste, die gerade eine schlechte Diagnose erhalten hatte. Sie tat mir so leid.

    Ich warte jetzt auf eine Abklärung mit Alicante und dann müssen wohl mein Mann und ich in uns gehen. Da sind noch diese zwei Embryonen. Ich weiß aber nicht mehr so recht wieviel Sinn das ganze macht. Da sind so viele Stöhrfaktoren für eine erfolgreiche Schwangerschaft: Miom an der Gebärmutter, Killerzellen, dünne GMS, und noch ein paar Sachen. Ich weiß nicht so recht.

    Zu den zwei vorigen Postings hier: Es ist in der Tat etwas merkwürdig wenn sich Leute ausgerechnet in einem Selbshilfe-Forum gegenseitig verletzen und verurteilen. Die eine wird verurteilt weil sie zu viele negative Dinge schreibt und die andere weil sie zu viel über ihr Glück schreibt. Wie man es macht, ist es wohl nicht richtig.

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • Endstation Alicante / Spanien

    • Leerhuhn
    • 9. Juni 2014 um 22:34

    Antw:Endstation Alicante / Spanien

    Die dritte Sonographie hat ergeben, dass ich nun doch am kommenden Freitag zur Mammographie muss.
    Ich habe plötzlich ein so schlechtes Gewissen meinem Körper gegenüber. Was habe ich diesem armen Körper nur alles zugemutet.
    Naja, es bringt jetzt nichts weiter etwas zu sagen. Abwarten und Tee trinken!
    Liebe Grüße, Leerhuhn

  • Endstation Alicante / Spanien

    • Leerhuhn
    • 26. Mai 2014 um 22:20

    Antw:Endstation Alicante / Spanien

    Liebe min, liebe Vision ....

    Das schlimme an dieser ganzen Geschichte ist ja dass man eigentlich nie weiß wie es ausgehen könnte. Ich könnte euch jetzt von einer Frau erzählen die hier im Forum war und mir etliche verzweifelte PNs darüber schrieb wie aussichtslos ihre Situation ist. Ihre GMS wurde nie dicker als 4,5 und hinzu kamen noch mehrere andere Probleme. Sie hangelte sich von einem Versuch zum anderen. Ich hatte solches Mitleid mit dieser Frau und ich dachte innerlich das eher ich als sie schwanger werden würde. Ich überlegte wie ich ihr auf diplomatische Art und Weise sagen kann, dass sie einfach mit dieser ganzen Folter aufhören sollte und dann.... dann hörte ich lange Zeit nichts mehr von ihr und dann erfuhr ich fast durch einen Zufall, dass sie eine gesunde Tochter bekommen hat. Ich habe mich sehr für sie gefreut. Sie war für mich ein Beweis dafür, dass es eben doch kleine Wunder geben kann.

    Aber dann gibt es eben noch diese anderen Frauen... Die Frauen die es endlos versuchen und nie ein Erfolgserlebnis haben. Die meisten leiden schweigend und schreiben hier nicht öffentlich. Sie schreiben über ihr Leiden eher über die PNs, denn selbst in einem solchen Forum scheint es manchen Menschen peinlich zu sein, dass es ihnen nicht gut geht. Ich bin wohl eine Stimme von vielen Frauen die hier schweigen. So wird es mir jedenfalls in vielen PNs mitgeteilt.

    Fazit: Wir sind der Situation machtlos ausgeliefert! Selbst der beste Arzt und die beste Klinik haben nicht die Allmacht über Leben und Tod. Keiner von uns weiß tatsächlich wann der richtige Zeitpunkt zum aufhören ist. Vielleicht sollte man einfach nur auf seine weibliche Intuition hören. Die ist nach meiner Erfahrung verlässlicher als so manche ärztlichen Prognosen.

    Eure Leerhuhn

  • Endstation Alicante / Spanien

    • Leerhuhn
    • 24. Mai 2014 um 11:56

    Antw:Endstation Alicante / Spanien

    Liebe Alle,

    Bevor ich jetzt jede PN einzeln beantworte, dachte ich mir, ich schreibe hier offen rein:
    Ich habe am 2.6. ein Termin im Brustzentrum da beide Sonografien eine Auffälligkeit zeigten.
    Aus diesem Grund liegt das Projekt EZS bei mir jetzt auf Eis.

    Natürlich macht mich dieser Verdacht auch sehr nachdenklich. Ist es ein Warnzeichen von meinem Körper? Vielleicht sagt er 'Bis hierhin und nicht weiter!" Ich habe jetzt insgesamt ca. 12 künstliche Befruchtungsversuche hinter mir. Ich habe aufgehört genau zu zählen.

    Da sind noch diese zwei Embryonen in Alicante aber ich glaube die waren auch nicht so vielversprechend.
    Momentan bin ich völlig fertig und hin und hergerissen. Auf der einen Seite will ich weitermachen und wünsche mir so sehr ein Baby und auf der anderen Seite bin ich so erschöpft. Sowohl körperlich wie auch psychisch.

    Manchmal frage ich mich ob unser aller Schicksal vielleicht schon vorprogrammiert ist und wir daran nichts ändern können. Vielleicht ist es mein Schicksal kinderlos zu bleiben. Bei,diesem Gedanken empfinde ich tiefe Trauer aber zugleich denke ich dann auch, dass mein Leben doch irgendwie weiter gehen muss. Ich darf keine verbitterte alte Frau werden.

    Neulich sagte mir aber eine Freundin dazu etwas was mich in Staunen versetzt hat. "Ach weißt Du, ich bin stolz, dass ich durch meine Kinder nicht zu einer verbitterten Frau geworden bin! Alles hat seine Kehrseite nur die meisten sprechen nicht darüber."

    Die Vorstellung allerdings ein Leben ohne Kinderwunsch zu beginnen, kommt mir vor wie der Beginn meines letzten Lebensabschnitts. Was hat man noch zu erwarten? Worauf kann man sich noch freuen? Es gibt keine Zukunft sondern nur noch die nächsten 20 bis 40 Jahre. Ein paar nette Urlaube, ein paar weniger verregnete Sommer hoffentlich, hier und da ein netter Einkauf und dann ... Licht aus.

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • kennt ihr wut und wie geht ihr damit um?

    • Leerhuhn
    • 22. Februar 2014 um 11:55

    Antw:kennt ihr wut und wie geht ihr damit um?

    Ich war nie so wirklich auf Personen die Kinder erwarten, wütend sondern eher auf die Natur, das Universum, Gott... Irgendwann kam ich zu der Erkenntnis, das es eben keine Gerechtigkeit auf dieser Welt gibt und, dass das Schicksal eines Paaeres, das Kinder bekommt nichts mit meinem Schicksal zu tun hat. Danach ging es mir besser.

    Wobei ich auch jetzt noch merke, dass ich mich bei Leuten, die ich gerne habe, über ihren Nachwuchs sehr freue und bei Leuten die ich nicht mag, freue ich mich ganz bestimmt nicht, dass ausgerechnet die sich jetzt noch vermehren müssen :-} Wahrscheinlich hätte es Dich gar nicht so mitgenommen, wenn Du Deinen Schwager etwas mehr mögen würdest.

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • Endstation Alicante / Spanien

    • Leerhuhn
    • 14. Februar 2014 um 13:22

    Antw:Endstation Alicante / Spanien

    Liebe Alle,

    ich war gerade bei meinem Frauenarzt und er hat eine Auffälligkeit in meiner linken Brust am Ultraschall gesehen.
    Es sieht erstmal wie eine Zyste aus. Er meint, dass Aufgrund der Hormonbehandlung auch solche Auffälligkeiten zu sehen sein könnten. Deshalb möchte er Anfang April eine weitere Sonografie machen.
    Wir müssen unseren Kryo-Versuch erstmal auf jeden Fall aufschieben. Bin ziemlich fertig.

    Ich bin jetzt an dem Punkt wo ich wirklich denke: Wenn das hier nichts ernstes ist und ich gesund aus der Sache rauskomme, dann ist das ein Geschenk. Das Geschenk sind dann ca.40 Jahre mehr Leben über die ich auch ohne Kind dankbar und glücklich sein sollte!

    Liebe Grüße,
    Leehuhn

  • Alicante, Dr. Aizpurua - Wer noch?

    • Leerhuhn
    • 10. Februar 2014 um 19:33

    Antw:Alicante, Dr. Aizpurua - Wer noch?

    Liebe Kretschus,

    warum hast Du denn die Hysterskopie nicht bei Dr.A gemacht anstatt in eine fremde Klinik nach Griechenland zu fahren? Ich habe es bei Dr.A. auch life ansehen können. Sieht schon komisch aus da drinne.

    Ja, diese Wünsche ins Universum... Ich weiß auch nicht! :017:

    Wir überlegen ob wir noch eine Partnerlymphozyten-Therapie in Jena, bei Prof.Barz machen sollen. Das ist das einzige was wir bisher nicht ausprobiert haben und viele Ärzte zweifeln diese Methode an. Andere Ärzte schwören aber wiederum darauf. Auch so eine Sache wo man nicht weiß was man glauben soll und was nicht.

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • Bestellung ins Universum?

    • Leerhuhn
    • 10. Februar 2014 um 19:25

    Antw:Bestellung ins Universum?

    Liebe Vision,

    vielen Dank für Deine Antwort. Meine Freundin hätte jetzt wahrscheinlich zu Deinem Beitrag gesagt: "Es hat bei ihr nicht geklappt weil sie nicht richtig daran geglaubt hat!" oder so etwas in der Art. Das ist eben das fatale an der ganzen Sache. Irgendwie setzen einen solche Theorien doch auch unter Druck und man bekommt sogar Gewissensbisse, dass man eben die falsche Einstellung hat und deshalb nicht schwanger wird.

    Ein Arzt hat zu einer Frau, die hier auch im Forum ist, mal gesgat, dass sie vielleicht nicht schwanger wird, weil sie es im Unterbewusstsein vielleicht gar nicht wirklich will. Das hat sie ziemlich stutzig gemacht.

    Hast Du denn die Übungen mit der Einstellung 'Ich probiere es einfach mal aus!' oder
    'Das wird jetzt ganz sicher funktionieren!' gemacht?

    Wie sagen doch die Katholiken "Nur wer glaubt, wird seelig!" !?! :engel016:

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn
    P.S: Ich drücke Dir die Daumen, dass Deine Mens bald kommen. Habe sie gerade hinter mir.
    P.S.S.: Eine Kriminalbeamtin die EZS macht... Wow!!! Ich bin beeindruckt!

  • Bestellung ins Universum?

    • Leerhuhn
    • 9. Februar 2014 um 18:41

    Lieber Alle,

    Eine Freundin hat mir neulich ans Herz gelegt, mir den Film "The Secret" anzusehen und danach meine gesamte Einstellung zur Kinderwunsch-Behandlung zu überdenken. Den Film kann man sich über folgenden Link anschauen:

    http://www.thesecret.de/

    Ich bin von diesem Film etwas irritiert. Einerseits reizt es mich es auszuprobieren und andererseits frage ich mich ob das nicht wieder so ein esoterischer Quatsch ist.

    Meine Fragen an euch:
    Hat jemand schon mal diese Sache ausprobiert?
    Und
    Was denkt ihr über diesen Film? (jetzt mal abgesehen von dem amerikanischen Kitschfaktor)

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • Alicante, Dr. Aizpurua - Wer noch?

    • Leerhuhn
    • 8. Februar 2014 um 13:50

    Antw:Alicante, Dr. Aizpurua - Wer noch?

    Liebe Min,
    oh, das tut mir so leid. Ich weiß was Du gerade durchmachst. Meistens ist es so, dass man die ersten zwei Tage nach dem Negativ sich wundert, wie stark man ist und wie gut man mit allem klar kommt und ein paar Tage später bricht man dann erst wirklich zusammen weil es dann erst richtig im Kopf ankommt.
    Ich habe letzte Woche auch sehr viel geweint. Das geht aber vorbei und dann sammelt man Kräfte für den neuen Versuch.
    Wie Kretschus schon schreibt, es klappt nur bei den wenigsten beim ersten Versuch. Bei den meisten klappt es aber bei den ersten drei Versuchen. Das ist natürlich alles nur Statistik.

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    • Leerhuhn
    • 6. Februar 2014 um 00:13

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    Ein aufmunterndes Video für eine kinderlosen:
    http://www.huffingtonpost.com/2014/01/31/not…_n_4703338.html
    LG Leerhuhn

  • Alicante, Dr. Aizpurua - Wer noch?

    • Leerhuhn
    • 31. Januar 2014 um 19:17

    Antw:Alicante, Dr. Aizpurua - Wer noch?

    Liebe Mitstreiterinnen,

    mein HCG ist nun von 28 auf 9 gesunken. Das war dann wohl nichts. Zumindest weiß ich, dass Dr.Aizpurua alles in seiner Macht stehende getan hat und wir wissen ja auch warum es bei mir so schwierig ist.

    So Min, und deshalb musst Du das jetzt statistisch bitte ausgleichen! :72:

    Liebe Grüße,
    Euer Leerhuhn

  • Endstation Alicante / Spanien

    • Leerhuhn
    • 31. Januar 2014 um 19:13

    Antw:Endstation Alicante / Spanien

    Liebe Alle,

    Der HCG-Wert ist nun von 28 auf 9 gefallen. Das hatte ich auch schon in den letzten Tagen gespürt.

    Ich hatte schon weiter oben davon geschrieben: In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hatte ich ein sehr furchtbares Erlebnis. Mitten in der Nacht wachte ich von einem Orgasmus-Traum auf. Dieses schöne Gefühl ging auf einmal in einen furchtbaren Krampf über. Der Krampf wurde immer stärker und schlimmer. Am Ende räkelte ich mich im Bett nur noch hin und her und habe geschrien als würde ich ein Baby zur Welt bringen.
    Mein Mann wachte aus seinem Schlaf von meinem Geschrei auf und war völlig schockiert. Er wollte schon den Not-Arzt anrufen als der Schmerz langsam anfing nachzulassen. Das ganze ging ungefähr 1 Stunde. Danach lag ich mit kaltem Schweiß und fix und fertig einfach nur noch da. Keine Ahnung wie ich es danach geschafft habe, ein paar Stunden später zur Arbeit zu gehen.

    Seit zwei Tagen fühle ich mich wie ein ausgewrungener Lappen. Fix und fertig, keinerlei Energie, aber auch entspannt. Meine Muskeln sind alle komplett aufgeweicht. Wenn ich aber an den Schmerz denke den ich in dieser einen Stunde erlebt habe, bekomme ich Angst das ich das noch mal erleben muss. Ich habe in meinem ganzen Leben nicht solche Schmerzen gehabt.

    Ich denke, dass in dieser einen Stunde die Embryonen gestorben sind.

    In der jüdischen Mythologie gibt es einen interessanten Aberglauben: es gibt die weibliche Dämonin, namens Lillit. Man sagt ihr nach, dass sie nachts Menschen im Schlaf aufsucht und mit ihnen Sex hat. Man sagt Lillit aber auch nach, dass sie nachts kleine Baby- Jungs aufsucht und ihre Seelen mitnimmt. So erklärte man sich früher den nächtlichen Kindstod. Es hört sich jetzt absurd an, aber in dieser Nacht kam es mir wirklich so vor als ob mich Lillit besucht hat und meine zwei Embryonen mitgenommen hat. Jedenfalls verstehe ich jetzt wie solche Aberglauben entstehen können. Es war wirklich gespenstisch, wie ich in der Dunkelheit, eine Stunde lang, vor Schmerzen geschrien habe. Mein armer Mann ist noch jetzt völlig traumatisiert. :o

    Wie auch immer, jetzt wissen wir es ganz sicher. Ich glaube nicht, dass ich in der Wartezeit irgendetwas falsch gemacht habe. Ich habe mich sehr viel abgelenkt und möglichst wenig darüber nachgedacht. Das war meiner Ansicht nach auch genau das richtige.

    Manche Sachen kann man leider nicht beeinflussen. Irgendwo sind die Grenzen von uns Menschen erreicht und ab da regiert eine Macht, die wir mit unserem Verstand noch nicht erklären können. Ich glaube, dass es meine Aufgabe ist, dies zu akzeptieren. Ich werde die beiden letzten Kryo-Embryonen natürlich abholen. Aber ich sehe es mehr wie ein Abschlussakt dieser ganzen Geschichte.

    Kann sein, dass ich in ein paar Monaten wieder anders denke aber jetzt im Moment spüre ich nur, dass ich absolut fix und fertig bin. Ich habe das Gefühl, dass ich sowohl psychisch wie auch körperlich an meine Grenzen gekommen bin. In diesem Zustand der absoluten Resignation sehe ich in diese liebevollen Augen meines Mannes und ich denke "Für ihn muss ich noch lange leben und nicht für etwas das überhaupt nicht existiert."

    Gerade haben ich und mein Mann beschlossen im Oktober ein paar Wochen Urlaub in Indien zu machen.

    So, und jetzt gehe ich mit ihm raus und wir kaufen uns unseren Lieblings-Wein und dann nehmen wir ein heißes Schaumbad. Wahrscheinlich werde ich in den nächsten Tagen wegen des abfallenden HCG-Werts eine leichte Depressionen bekommen aber auch das werde ich wohl überleben.

    Ich habe mir fest vorgenommen mich nicht von meiner Traurigkeit besiegen zu lassen.

    So wie es in den Texten des großartigen Rabbi Nachmann heißt: "Es ist Gottes Gebot immer fröhlich zu sein."
    :1rij:

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
    Eure Leerhuhn

    Von meinem iPad gesendet

  • Endstation Alicante / Spanien

    • Leerhuhn
    • 30. Januar 2014 um 12:23

    Antw:Endstation Alicante / Spanien

    Tag 13 nach dem Transfer:

    ich hatte letzte Nacht einen schlimmen Schmerz-Anfall. Es ist etwas peinlich aber: Ich hatte erst einen Orgasmustraum und davon wachte ich auf und gleich darauf folgten dann ca. eine halbe Stunde wehen-ähnliche Kräpfe. Mein Mann war kurz davor den Notwagen zu bestellen als der Schmerz langsam abflaute. Solche Schmerzen habe ich in meinem Leben nicht gehabt. Ich habe geschrien und gestöhnt. Woran kann das liegen? Kennt jemand von Euch so etwas?

    Heute fühle ich mich wie ein druchgeboxtes Kissen. Fix und fertig zur Arbeit.

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • Endstation Alicante / Spanien

    • Leerhuhn
    • 29. Januar 2014 um 16:20

    Antw:Endstation Alicante / Spanien

    Tag 12 nach dem Transfer:

    Das beste Gespräch was ich jemals in meiner KiWu-Geschichte hatte war heute morgen am Telefon:

    Ich: "Ich würde lieber gerne am Freitag den Bluttest machen und nicht bis Montag auf den Ultraschall warten. Das ist ja dann auch Tag14 nach Transfer."

    Schwester: "Was nehmen sie denn für Medikamente?"

    Ich: ".... und Otrivelle."

    Schwester: "Ortrivelle ist pures HCG. Das bedeutet Ihr Bluttest hat keine Aussage über Ihre Schwangerschaft. So lange Sie sich Otrivelle spritzen, sagt der Bluttest nichts aus."

    Ich: "Ich denke schon, dass er etwas aussagt, wenn sich bis dahin der HCG-Wert sichtbar gesteigert hat. Ich spritze mir ja nicht jeden Tag mehr HCG sondern immer nur 5 Einheiten."

    - Kurzes nachdenkliches Schweigen -

    Schwester: "Okay, dann kommen sie bitte am Freitag zum Bluttest."
    :57:

    So viel nur dazu!
    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • Endstation Alicante / Spanien

    • Leerhuhn
    • 29. Januar 2014 um 00:26

    Antw:Endstation Alicante / Spanien

    Tag 11 nach dem Transfer:
    Ich fühlte mich heute den ganzen Tag nicht besonders gut. Es ist diese ständige Befürchtung dass es eben doch nicht geklappt haben. Jeder kleine Schmerz im Unterleib löst in mir Ängste aus, dass es schon die Menstruationsblutung sein könnte.

    Ich dachte dieses Mal wirklich das ich cool bin. Aber Pustekuchen. Am Abend las ich noch die Antwort von Frau Sanchez. Sie schreibt auch dass es ein niedriger Wert ist aber dass ich die Medikamente weiter bis Freitag nehmen sollte und dann einen weiteren Schwangerschaftstest machen sollte.

    Irgendwie verließ mich mein ganzer Optimismus heute Abend. Ich versuche entspannt zu sein und ich versuche positiv zu denken aber trotzdem verunsichert einen diese Situation schon sehr stark.

    Plötzlich überkam mich eine tiefe Traurigkeit. Eigentlich hatte ich meinen Mann versprochen nicht mehr traurig zu sein. Heute musste ich dann leider doch mein Versprechen brechen. Genau genommen musste ich mich ins Bett werfen um dort einen langen Heulkrampf auszubaden. Mich macht das ganze doch wieder mehr fertig als ich dachte. In solchen Situationen vermisse ich immer ganz furchtbar meine Mama.

    Ich musste plötzlich an die Straße denken auf der wir während meiner Kindheit gewohnt hatten. Das Kino, der Obstladen, der Schreibwarenladen und mitten drin sah ich meine Mutter mit den Einkaufstaschen und ihrem stetigen Lächeln auf dem Gesicht. Plötzlich musste ich ganz furchtbar weinen. Keine Ahnung warum.

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    • Leerhuhn
    • 28. Januar 2014 um 22:31

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    Liebe Xenia,

    Ehrlich gesagt verstehe ich solche Menschen nicht. Wie kann man einen Menschen, der gerade auf einen Organ wartet, ins Gesicht sagen, dass man davon nichts hält? Wie musst du dich dabei gefühlt haben? Selbst wenn ich so denken würde (was nicht der Fall ist) würde ich dir so etwas, in deiner Situation nicht sagen. Nun ja, Gott sei Dank ist ja alles gut gegangen und du bist immer noch unter uns.

    Es ist immer einfach, Menschen zu beurteilen wenn man selber nicht in ihrer Situation ist. Ich kann mich noch daran erinnern wie mir eine Bekannte erzählte wie unmoralisch sie die Eizellspende findet. Später bekam sie selber Probleme. Jetzt hat sie durch eine Leihmutterschaft ein Kind bekommen. Die Moral kann ein sehr dehnbarer Begriff werden wenn es einen selber trifft.

    Nichtsdestotrotz, finde ich es auch gut, dass man diese alternativen Fortpflanzungs-Methoden kritisch betrachtet. Ich bin bei dem Thema Leihmutterschaft hin und hergerissen. Es gibt viele Pro's und es gibt viele Contras.

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • Endstation Alicante / Spanien

    • Leerhuhn
    • 28. Januar 2014 um 01:47

    Antw:Endstation Alicante / Spanien

    So, nachdem ich euere Kommentare hier gelesen habe bin ich gerade aus meiner Schockstarre aufgetaut und konnte endlich anfangen zu weinen.

    Heute Morgen saß ich in einem vollen Warteraum. Voll mit Frauen die voller Hoffnung waren. Als ich dort saß, fragte ich mich 'Welche von ihnen ist wohl schwanger und welche nicht?'. Ich hatte das Gefühl, dass so ziemlich jede von ihnen schwanger war außer mir. Sie waren alle so hübsch, so jung, blond und blauäugig: lauter frische Elfen.

    Ich bat meinen Mann heute Abend dort anzurufen. Ich konnte einfach nicht mehr die Stimme der Assistentin am Telefon hören wenn sie wieder sagen würde "leider negativ".
    Am Abend saß ich immer noch im Büro und arbeitete meine angestaute Arbeit ab. Heute war ja auch mein erster Arbeitstag nach der langen Krankschreibung. Dann klingelte das Telefon und ich sah auf dem Display unsere Nummer. Ich wusste sofort dass mein Mann nicht einfach so bei der Arbeit anruft. Eigentlich hatte ich erwartet, dass ich nach Hause komme, und er schon die Flasche Rotwein aufgemacht hat und ein heißes Schaumbad eingelassen hat. Warum sollte er also vorher anrufen?

    Ich nahm zitternd den Hörer ab und sagte "Hallo?" und er antwortete mit zitternder Stimme
    " Ähm, ja....Wie soll ich Dir das jetzt sagen... ich hab da angerufen und die sagen es sei ein schwaches positiv. In dieser Woche wird sich wohl alles entscheiden. Du sollst nächstem Montag zum Ultraschall... Und du sollst dich nicht aufregen!." Aaaaaaaaaah!!!

    Danach war ich nur noch wie gelähmt. Ich war mir so etwas von 100 % sicher dass ich nicht schwanger bin. Es gab keinerlei Symptome. Das zeigt wieder mal das man in der Hibbelphase wirklich absolut auf keine Zeichen des Körpers hören sollte.

    Ich hatte mich schon damit abgefunden dass es ein negativ sein wird. Ich hatte mir eine Schutzschale übergezogen. Gerade war ich dabei mich mit dem kinderlosen Leben anzufreunden. Wir dachten schon darüber nach so einen kleinen, weißen Malteser zu kaufen. So ein kleiner Tussi-Schoß-Hund. Ich überlegte mir sogar schon aus welchem Stoff ich seine Trage-Tasche nähen sollte und ob ich ihm dann auch so einen lächerlichen Hundepullover überziehen sollte.

    Jetzt wurde mir diese Schutzschale weggerissen. Ich fühle mich so als ob ich ganz hoch fliege, aber wer hoch fliegt kann auch tief fallen. Ich entschied mich zu Fuß von der Arbeit nach Hause zu laufen. Also lief ich mit kleinen Schritten durch das verschneite Berlin. Und ich redete zum ersten Mal nach langer Zeit wieder zu G-tt. Ich sagte zu ihm:

    "Lieber G-tt, nur für den Fall dass es Dich vielleicht doch geben sollte: Ich weiß ganz genau dass dieses Gebet überhaupt gar keinen Einfluss auf meine Situation hat. Du hast doch schon längst für dich entschieden wie die Sache ausgehen wird. Warum soll ich überhaupt zu dir beten? Die Masche zieht bei dir nicht. Sollte es dich wirklich geben, bist du der einzige, der über Leben und Tod entscheiden kann. Niemand und auch nicht ich können dich in dieser Entscheidung beeinflussen. Also weißt du was? Mach doch was du willst! Du wirst schon deine Gründe dafür haben. Ist mir doch egal! Amen!"

    Dann watschelte ich weiter eine halbe Stunde durch den Schnee und es kam ein neuer Gedanke:
    "Lieber G-tt, vielleicht ist es aber so dass du eben gerade möchtest, dass ich dich darum bitte?! Nun gut. Dann bitte ich dich jetzt darum. Ich bitte dich untertänigst darum mir dieses eine Kind zu schenken. Es muss kein Genie sein. Es muss auch keine außerordentliche Schönheit sein. Es müssen auch nicht unbedingt Zwillinge sein. Nein, ich bitte dich einfach nur um ein ganz normales und gesundes Kind....
    ... Ist es das was du von mir hören möchtest? Bist du überhaupt irgendwo da und hörst mir zu oder bin ich einfach nur eine verrückte Frau die bei Dunkelheit durch das verschneiten Berlin-Kreuzberg läuft und verwirrtes Zeug vor sich hin murmelt?!"

    Nachdem ich zu Hause angekommen war, durfte ich mit meinem Mann gleich meinen Spaziergang fortsetzen. Wir mussten eine Not-Apotheke finden um neue Heparinspritzen zu kaufen. Ich ging einfach nicht davon aus dass ich heute weiteres Heparin spritzen werden muss und gestern hatte ich die letzte Spritze aufgebraucht.

    Also ab zur Not-Apotheke am Mehringdamm und danach eine unserer Lieblingsbeschäftigungen: indisch essen. Ich versuche einfach mal locker zu bleiben und mich zu entspannen. Irgendwie bin ich mir sicher, dass sich auf diese Sache keinerlei Einfluss habe. Ich kann es nur mit den Medikamenten unterstützen aber eigentlich ist schon längst entschieden ob es sein soll oder nicht und egal wie diese Entscheidung ausfällt, sie hat seinen Grund.

    "... und diesen Grund werde ich wohl erst verstehen, nachdem ich selber ins Gras gebissen habe." murmelte ich kurz bevor ich von der Arbeit nach Hause kam, in meinen Schal hinein.

    Jute Nacht und liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • Endstation Alicante / Spanien

    • Leerhuhn
    • 27. Januar 2014 um 19:01

    Antw:Endstation Alicante / Spanien

    Liebe Alle,

    keine Ahnung ob das jetzt gut ist: HCG28 am 10.Tag nach Transfer. Ich soll in einer Woche zum Ultraschall.
    Ich bin momentan wie gelehmt und ... habe keine Worte.

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

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