Hallo zusammen,
habe gerade in der Fernsehzeitschrift folgende Sendung auf VOX am 15.03.03 um 22.05 Uhr entdeckt:
Zwischen Wunsch und Wahn - Kinder um jeden Preis
Eine Reportage über den Menschen im Zeitalter seiner technischen Reprodozierbarkeit.
Die Reportage geht über 2 Stunden, hoffe nicht nur negative Berichterstattung!
Also, schauen wir sie uns mal an.
liebe Grüße
Petra
Spiegel TV Special 15.03.03
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Spiegel TV Special 15.03.03
Hallo Petra,
danke für den Tip. Wir haben mal den Text dazu von der Vox-Website kopiert.
dctp SPECIAL
Zwischen Wunsch und Wahn - Kinder um jeden PreisDie Nachricht schockierte die Welt: Eine amerikanische Ufo-Sekte behauptet, das erste menschliche Baby geklont zu haben. Auch wenn es berechtigte Zweifel an der Geburt dieses Babys gibt, so stellt sich doch die Frage: Wie weit darf der Mensch gehen, die Entstehung menschlichen Lebens zu beeinflussen? Künstliche Befruchtung, Eizellenhandel, Operation im Mutterleib - mit Siebenmeilenstiefeln haben die Mediziner den Weg zum designten Kind eingeschlagen. Jedes 80. Kind in Deutschland kommt heute aus der Petrischale. Die einst verteufelte künstliche Fortpflanzung ist zum globalen Geschäft geworden. Und die "Retortenkinder" gedeihen prächtig. Darf man Menschen nach Maßproduzieren? Eine britische Familie will im Reagenzglas genau das Kind zeugen, das mit seinen Stammzellen einen kranken Sohn retten kann. Fortpflanzungsmediziner entwickeln eine neue spektakuläre Technik: die künstliche Schaffung menschlicher Keimzellen. Nach diesem Durchbruch wäre der Mann für die Fortpflanzung überflüssig.
SPIEGEL TV Special zeigt Beispiele aus den Grenzbereichen der Medizin:
Operationen am ungeborenen Baby im Mutterleib, tote Väter als Samenspender, Adoption von Embryonen und das Wunschkind aus dem Labor.Lassen wir uns mal überraschen, wie die Reportage wird.
Ines & Chris
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Spiegel TV Special 15.03.03
Klingt ja sehr "aufbauend" was auf der Homepage steht.
Das jemand in den frühzeitigen Wechseljahren oder aufgrund von Krankheiten - soetwas durchleben muss - steht natürlich wieder mal nicht dabei.
Ich finde sowieso solche "Berichterstattungen" unter jeder Kritik. Weil sie meist von Menschen gemacht sind - die keine Ahnung von der Materie haben, und zweitens würde das keine Einschaltquoten bringen.
Wird ähnlichst "Frontal" sein - seufz.
Susanne
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Spiegel TV Special 15.03.03
....ja, da hast Du wohl recht, Susanne!
Der Kern des Problems ist doch der:
1.) Es handelt sich eigentlich um ein Tabuthema (wie das Meiste, was Sexualität und Fortpflanzung betrifft). In primitiven Kulturen gilt und galt Unfruchtbarkeit als "gottgewollte Schande", als Zeichen bereits irdischer Verdammnis, als Ausschließungsgrund aus sozialen Netzwerken, .... und genaugenommen ist es heute immer noch so, deswegen spricht und diskutiert man nicht gerne darüber sondern verschweigt es lieber, es sei denn: es bringt Zuschauer (sicher nur weil es medizinisch betrachtet spektakulär ist.
2.) Mit diesem Leiden gehört man einer Minderheit an und immer dann, wenn Minderheiten etwas von der Öffentlichkeit wollten, war und ist das unpopulär: Der Grund dafür liegt wohl darin, daß die breite Öffentlichkeit nichts davon wissen (sie brauchts ja nicht) und schon gar nichts dafür zahlen möchte (sie betriffts ja auch nicht). Genau dadurch wird Demokratie zur Diktatur einer nicht direkt betroffenen Mehrheit.
Wenn man nach Gegenbeispielen sucht, die das deutlich machen, so fällt mir sofort ein: Drogensucht, HIV, Hepatitis, ....
Im Regelfall setzen diese Krankheiten voraus, daß man durch eigenständiges Handeln "hineinschlittert". Der Punkt ist: Hier weiß jeder, daß er auch selbst betroffen sein könnte - deshalb gibt es hier mehr Mitgefühl und Verständnis als bei Kinderlosigkeit (obgleich natürlich auch hier manche von "Strafe Gottes" sprechen).Zum Trost: Ich bin sicher, die Zeit wird es ändern, denn Unfruchtbarkeit ist bedingt durch die Umwelteinflüsse bereits seit 25 Jahren (nach WHO-Statistiken) stetig auf dem Vormarsch. Tragisch nur, daß erst die größere Verbreitung einer Erkrankung dafür sorgen wird, daß man sich auch über deren Behandlung und die Betroffenen mehr "auf gelebter Nächstenliebe" fußende Gedanken machen wird.
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Spiegel TV Special 15.03.03
Hallo BUssibär,
Das denke ich mir auch.
Spannend wird es erst - wenn ein hochrangiger Politiker oder seine Nachkommen Probleme haben - Kinder zu bekommen - so boshaft wie es klingt - ich würde es ihnen vergönnen, dann sehen sie was wir für Probleme haben (obwohl - naja - die werden sich wahrscheinlich eins "erkaufen")-> macht nicht so viel Arbeit wie eins selber zu kriegen - und die Parteifreunde werden sichs schon richten. -> so einen Fall kenne ich selber, jahrelang auf Adoptionsliste - mit keiner Chance auf adoption (weil körperliche gebrechen) plötzlich ein adoptiertes Kind bekommen, zwei wochen Später kam raus - das er in die Politik gegangen ist (supertolles österreichisches Rechtssystem). Und sowas kotzt mich echt an, da versklavt man sich selbst - um sich Behandlungen leisten zu können, und dann gibt es die "Oberliga" die es sich schon richten wird - und auf das "gemeine Fussvolk" herunterschaut- sobald sie nur einen funken von etwas reden - was illegal und somit verteufelt ist.
Aber mir geht die ganze Herumdiskutiererei schon ziemlich auf den Nerv, 12 x Jährlich das gleiche Teater im Fernsehen - warum machens nicht gleich eine Soap-oper draus - "susanne und der Kinderwunsch" - obwohl nach dem 8 Fehlgeschlagenen Versuch würds den Zuschauern auch "fad" werden.
Dazwischen das Volk aufhetzen mit Horrormeldungen, Klonbabies (würde es in irgendeiner Zeitung berichte geben - über tatsachen - die nicht 100% sicher sind - wenn es nicht um dieses "absolut verpönte" Thema geben würde, die Leute zerreissen sich den Mund über Leute - die zwar berühmt sind, aber mit 40 und durch künstliche befruchtung endlich schwanger geworden sind (irgendeine schauspielerin aus Hollywood) - die Medien treiben hier eine Art - Volksverhetzung der Sonderklasse - genauso wie früher mit AIDS - doch das ist nun alltäglich - also wird etwas neues gesucht wogegen man sich streuben kann.
Hauptsache dagegen sein -und wenn man keine Ahnung davon hat - es ist egal - hauptsache es ist "pfui Teufel" was die anderen machen - und mit Gewalt das Publikum dagegen aufscheuchen (seht her - wie doof die alle sind - die versuchen ein Kind zuretten, indem sie ein anderes bekommen, seht nur her - das ist Teufelszeug).
Die Medien zerstören hier einiges - anstatt zu unterstützen - nur nicht vor der eigenen Haustüre kehren - wo es doch so viele beschmutzte andere gibt. Aufklärung - darf nicht betrieben werden - und falls doch endet das meist darin - das eine Klinik bis ins Detail auseinandergenommen wird - denn das ist ja "ungeheuerlich illegal".
Ich glaube uns würde es allen besser gehen - wenn wir drogenabhängige Junkies wären, das sieht man einem zumindestens schon an - aber Kinderwunsch sieht man niemanden an - und fehlgeschlagene Versuche auch nicht - es ist eben ein Kreuz.
Susanne
<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Susanne am 2003-03-10 15:10 ]</font>
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Spiegel TV Special 15.03.03
Hallo an alle,
auch ich bin gespannt auf den neuen Fernsehbericht.
Dennoch möchte ich noch einmal schreiben, dass mir der Frontalbericht überwiegend gut gefallen hat. Niemand ist perfekt und so machen andere halt auch Fehler, auch wenn sie es gut gemeint haben. Wenn Ihr dauernd auf der Presse rumhackt, dann bekommen wir nie eine Unterstützung.
Laßt uns erst einmal abwarten und dann beurteilen; ............... !
Gruß, AJ