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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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Entstehungsgeschichte unseres Babies und Grübeleien

  • hortensia
  • 30. November 2009 um 05:11
  • hortensia
    Morula
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    162
    • 30. November 2009 um 05:11
    • #1

    Liebe Mädels,

    wir sind vor zwei Monaten durch Embryonenspende Eltern eines zuckersüssen kleinen Jungen geworden. Endlich wurde unser grösster Traum wahr.

    Vorher haben wir uns -wie alle hier - intensiv mit dem Thema EZS/ EMS auseinandergesetzt und öfters gelesen, wie für andere Eltern das Gefühl ist,
    nicht die "leiblichen" Eltern zu sein. Ihr wisst wie das gemeint ist.
    Oft habe ich gelesen, dass es mit jedem Tag unwichtiger wird, wie der Zwerg zu einem gekommen ist.

    Jetzt stelle ich fest, dass dies bei uns (noch) nicht der Fall ist. Ich denke oft an die Entstehungsgeschichte und manchmal macht es mich auch sehr traurig,
    dass ich nicht seine "biologische Mama" bin. Wobei ich weiss, dass er ohne mich nicht da wäre ..

    Da wir unseren Sohn nicht aufklären möchten über seine Entstehungsgeschichte, weil wir ihm keine Eltern präsentieren können, habe ich manchmal das
    Gefühl es sei ein "geliehenes Glück" und irgendwann kommt alles raus. Das macht mich sehr traurig.

    Wie war das bei Euch ? Insbesondere diejenigen von Euch, die nicht aufklären wollen ? Wurde es besser mit der Zeit ?

    Ich würde mich sehr freuen zu erfahren, wie Ihr damit klarkommt bzw klargekommen seid und ob es besser wurde mit der Zeit.

    Herzlichen Dank !

    Alles Liebe

    <a href="http://lilypie.com"><img src="http://bd.lilypie.com/POaXp2.png" alt="Lilypie Ich erwarte ein Baby Ticker" border="0" /></a>

  • Claudia33
    Morula
    Beiträge
    225
    • 30. November 2009 um 12:31
    • #2

    Re: Entstehungsgeschichte unseres Babies und Grübeleien

    Hallo Hortensia,

    klar kannst Du Eurem Kleinen "Eltern" präsentieren. Ihr (Dein Mann und Du) seid die Eltern. Ihr gebt dem Kleinen Liebe, Geborgenheit und seid für Ihn da, wenn er Euch braucht.

    Ihr könnt dem Kleinen "nur" nicht die genetischen Eltern präsentieren. Das kann, (muß aber auch nicht) ein Problem sein/werden. Aber wenn Du Angst hast, das die Entstehung irgendwann ehr raus kommt, warum klärst Du dann nicht lieber auf?

    Ich denke auch immer wieder an die Entstehungsgeschichte, bin auch manchmal traurig, aber ich bekomme von meinen beiden Kindern so viel positives zurück, sodaß es im Laufe der Jahre einfach immer weniger schmerzvoll ist. Meine beiden sind 3 1/2 und fast 2. Äußerlich sehen die beiden schon ganz anders aus, wie ich, auch zu meinem Mann gibt es kaum Ähnlichkeiten (wir hatten EZSP), aber im Verhalten sind mir beide sehr ähnlich, Wahrsinn, wie mein eigenes Verhalten im Alltag Vorbildfunktion hat....

    LG Claudia

  • Narzisse2
    8-Zeller
    Beiträge
    151
    • 30. November 2009 um 13:53
    • #3

    Re: Entstehungsgeschichte unseres Babies und Grübeleien

    Hallo Hortensia,

    erst einmal herzlichen Glückwunsch zum Baby!

    Mir ging es mit unserer Ältesten genauso. Die erste Zeit war ich sehr sensibel und dachte oft an die "richtige" Mutter. Ich fühlte mich irgendwie minderwertig und war sogar irrationalerweise eifersüchtig auf die genetische Mutter. Ich war auch immer ganz empfindlich, wenn es um Ähnlichkeit oder Unähnlichkeit im Aussehen ging. Nach einiger Zeit habe ich mich dann aber daran gewöhnt.

    Richtig gut geht es mir seit dem Zeitpunkt, an dem mein Mann und ich uns endgültig für das "Sagen" ntschieden haben. Da ist irgendwie noch einmal eine richtige Last von mir gefallen, dass ich nichts leugnen muss.

    Was die Eltern angeht, so sehe ich das wie Claudia: Wir sind die Eltern und damit die Hauptpersonen für unsere Kinder! Durch uns werden sie geprägt und wir lieben sie heiß und innig.

    Ich sehe jetzt bei unseren dreien, die ja bis auf die Zwillinge, überhaupt nicht genetisch verwandt sind, große Übereinstimmungen im Verhalten (alle 3 sind aufgeschlossen, besonders lebhaft und machen besonders viel Quatsch - wobei man darauf auch manchmal verzichten kann und viele Verhaltensweisen mehr.)

    Vielleicht spielen bei dir auch noch etwas die Hormone mit eine Rolle, die zusätzlich noch empfindsam machen. Das war bei mir insbesondere nach der ersten Geburt auch so. An die Mutterrolle muss sich im übrigen jede Frau erst gewöhnen. Das ist sowieso eine Riesenumstellung - nicht nur für uns "besondere" Mütter.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und eine schöne Anfangszeit mit deinem Baby - es sollte zu dir kommen und nur durch dich ist es zur Welt gekommen. Du und dein Mann seid im Moment die Welt für ihn!

    Narzisse

    3 Kinder durch Embryospende (1 Tochter, geb. 10/04 und Zwillingspärchen, geb. 9/07)

  • Liane
    8-Zeller
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    114
    • 3. Dezember 2009 um 22:43
    • #4

    Re: Entstehungsgeschichte unseres Babies und Grübeleien

    Hallo Narzisse, wieviele Leute aus Eurer Umgebung kennen bereits die Wahrheit? Hat Euer Kinderarzt erstmal komisch geguckt, als Ihr es ihm mitgeteilt habt? Wir wollen die ersten sein, die es unserem Sohn sagen und dann müssen wir sehen wie es läuft, wem er es mitteilen möchte oder nicht, wird seine Entscheidung sein. Ich denke aber, dass wir bis dahin noch ein oder zwei Jahre Zeit haben, je nachdem wenn wir meinen, dass er reif für die Wahrheit ist. LG Liane

  • Narzisse2
    8-Zeller
    Beiträge
    151
    • 4. Dezember 2009 um 10:23
    • #5

    Re: Entstehungsgeschichte unseres Babies und Grübeleien

    Hallo Liane,

    ja - unser Kinderarzt hat komisch geguckt!!!

    Er war bei der Geburt unserer Zwillinge im Nebenraum und kennt auch unsere Älteste von Anfang an. Er wäre nie im Leben darauf gekommen, dass wir nicht die genetischen Eltern sind. Ansonsten hat er uns gesagt, dass wir ganz klar die "wirklichen" Eltern sind. Er würde um das Ganze gar kein großes "Bohei" machen (weil die Kinder auch selbst entscheiden sollen, wieviel sie wissen und reden möchten), aber es den Kindern auf jeden Fall sagen, da er glaubt, dass sonst immer die Möglichkeit besteht, dass sie es einmal so heraus bekommen. Ansonsten fand er die Sache an sich gut. Zufälligerweise war seine Schwägerin auch bereits in Prag zur Behandlung - aber es hatte wohl nicht geklappt. Er war auf jeden Fall der Auffassung, dass unsere Kinder damit gut zurecht kommen werden und wir insbesondere vor der Reaktion Außenstehender gegenüber unseren Kindern keine Angst haben müssten.

    Unser Kinderarzt fand es aber auch wichtig, dass wir es ihm gesagt haben, da es ja bei einigen Krankheiten schon relevant ist, ob eine genetische Verbindung zu den Eltern und Geschwistern besteht.

    Ansonsten weiß es noch unsere nähere Verwandtschaft. Es ist aber eigentlich gar kein Thema mehr, seit die Kinder auf der Welt sind. Hier fanden und finden es alle gut.

    Ansonsten weiß es mein Frauen- und mein Hausarzt (der es aber glaube ich irgendwie gar nicht richtig verstanden hat :lol:) und natürlich mein früherer Reprodoc. Diese Ärzte musste ich einweihen, weil ich aufgrund der vorzeitigen Wechseljahre schon jahrelang Medikamente einnehme, was sich z. B. auch auf bestimmte Blutwerte auswirkt. Und 3 Kinder trotz Wechseljahren zu bekommen, grenzt an ein Wunder, dass mir kein Arzt so abgenommen hätte.

    Insbesondere die Meinung unseres Kinderarztes war uns in Bezug auf das Aufklären wichtig, da wir ihn auch in Zukunft mit zu Rate ziehen können. Es gibt einfach ein gutes Gefühl, wenn man sozusagen einen Fachmann zur Seite stehen hat (der nicht nur ein super Kinderarzt ist, sondern selbst mehrere Kinder hat).

    Freunde und Paten wissen es noch nicht. Hierzu sehe ich im Moment auch gar keinen Anlass. Das Verhältnis zu unseren Kindern wird sich durch dieses Wissen sicher nicht ändern. Unseren Kindern steht es dann aber natürlich frei, darüber zu reden.

    Liebe Grüße

    Narzisse

    3 Kinder durch Embryospende (1 Tochter, geb. 10/04 und Zwillingspärchen, geb. 9/07)

  • frowlein
    Blastozyste
    Reaktionen
    3
    Beiträge
    714
    • 4. Dezember 2009 um 16:14
    • #6

    Re: Entstehungsgeschichte unseres Babies und Grübeleien

    Das mit den Arztbesuchen und den Fragen nach den gesundheitlichen Vorgeschichten der Eltern geschieht wirklich häufiger, als man sich das so vorstellt.
    Aktuelles Beispiel: Kinderzahnarzt. Der Anamnesebogen umfasst auch Fragen zur Zahngesundheit der Eltern. Und zwar explizit aufgeteilt in Fragebereiche für je Mutter und Vater...

    frowlein

    Bj.62, POF dx 1999,
    EZS IVI
    Ostern 2000: neg.
    Okt. 2000 --> Zwillinge 06/01 (Ende 36.SSW, 1x spontan, 1x Notsectio)

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