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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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Warum geht niemand in die USA?

  • nadja
  • 4. August 2009 um 12:02
  • nadja
    4-Zeller
    Beiträge
    55
    • 4. August 2009 um 12:02
    • #1

    Hallo allerseits,
    wir sind bei unseren Recherchen (wir suchen eine nicht-anonyme Spenderin) auf die USA gestoßen und ich frage mich wieso die USA in diesem Forum kaum eine Rolle spielt.
    Was für mich für die USA spricht:
    - Eizellspenden gibt es dort schon seit langer Zeit,
    - hoher medizinischer Standard
    - alle Möglichkeiten der PID
    - Viele Amerikanerinnen sehen sehr mitteleuropäisch aus
    Dagegen spricht wohl der hohe Preis, oder noch was anderes? Würde mich interessieren, weil wir eine Klinik an der Ostküste in Erwägung ziehen.
    Viele Grüße
    Nadja

  • Wannabe
    Gast
    • 4. August 2009 um 12:15
    • #2

    Re: Warum geht niemand in die USA?

    Liebe Nadja,

    kann nur für mich sprechen (bin durch ISIDA in Kiew Mutter geworden.)
    Aber für mich war die USA von vornherein wegen des Preises tabu.
    Die sind dort aber sicherlich gut ....

    Gruß

    Wanna

  • tiniS.
    2-Zeller
    Beiträge
    33
    • 4. August 2009 um 12:21
    • #3

    Re: Warum geht niemand in die USA?

    Liebe Nadja,

    wir haben uns wegen der Preise eher in Europa umgeschaut.
    Außerdem wäre uns das "logistische Drumherum" (Urlaub nehmen, Flüge buchen etc) zu aufwendig bzw. es wäre auch nicht machbar. Für uns war wichtig, die Klinik auch relativ unkompliziert erreichen zu können.

    Liebe Grüße
    Tini

    KB seit 2004, homologe und heterologe Behandlungen in D
    6 Fehlgeburten
    2009 EZSP (2 Frischversuche + 2 Kryos)
    2011 EMS (2 Kryos)

  • dtift
    Morula
    Beiträge
    347
    • 4. August 2009 um 13:42
    • #4

    Re: Warum geht niemand in die USA?

    Für uns kam die USA nie in Frage. Alleine die Preise sind nicht machbar. Dazu die hohen Flugkosten, Urlaub nehmen und wir können kein Englisch. Von daher hätte es auch noch wahnsinnige Sprachprobleme gegeben.
    Auch in Europa ist ein hoher Standart, PID möglich.

    Bin nur hin und wieder hier.

    Habe eine Tochter Ende 2008 dank Eizellspende bekommen.

  • juschi
    Morula
    Beiträge
    242
    • 4. August 2009 um 13:45
    • #5

    Re: Warum geht niemand in die USA?

    Hallo Nadja,

    also für uns wäre ebenfalls, wie so schön gesagt das "logistische Drumherum" das Problem Nummer 1. Wir haben uns für eine Klinik in Tschechien entschieden, weil wir diese bequem mit dem Auto erreichen können. Stell dir vor dein Frischversuch klappt nicht und du willst deine eventuell übrig gebliebenen Kyros abholen. Das wäre mir echt zuviel Aufwand. Ich bin auch überzeugt, dass die Qualitäten und Erfolgsraten der Kliniken in Osteuropa sehr gut sind.

    Wie hoch sind eigentlich die Erfolgsraten in den USA ? Habe davon noch nie etwas gehört.

    Liebe Grüße juschi :snake:

    09.04.09 EZS RF- Abbruch wegen niedriger SH
    07/09 KET RF- HCG 0 - negativ
    10/09 KET RF- HCG 1,7 - negativ
    01/10 KET RF- HCG 0 - negativ
    07/10 EZS RF- HCG 0,5- negativ

  • nadja
    4-Zeller
    Beiträge
    55
    • 4. August 2009 um 14:21
    • #6

    Re: Warum geht niemand in die USA?

    Die Erfolgsraten liegen meines Wissens je nachdem wie viel Pränataldiagnostik gemacht wird bei bis zu 85 Prozent. Was eigentlich nicht verwunderlich ist, wenn wirklich nur genetisch (und nicht nur optisch) perfekte Blastozysten eingesetzt werden.
    Was in den USA vollkommen anders läuft ist die Auswahl der Spenderin. Es ist absolut üblich, sich in einer Kartei eine Spenderin auszusuchen. Das hat seinen Preis und ich weiß auch noch nicht ob ich das moralisch so toll finde, aber es ist auf jeden Fall konsequent.
    Nadja

  • tiniS.
    2-Zeller
    Beiträge
    33
    • 4. August 2009 um 17:25
    • #7

    Re: Warum geht niemand in die USA?

    Das Aussuchen einer Spenderin durch uns selbst käme für uns gar nicht in Frage. Uns war sehr wichtig, außer dem Alter der Spenderin (wegen Schwangerschaftsvorsorge) gar keine Infos über sie zu bekommen. Wir wollten vermeiden, daß wir unwillkürlich beim Anschauen unseres Kindes ein Bild der Spenderin vor Augen haben und dies mit dem Kind vergleichen. Einen optischen Zwilling wird man (auch in den USA nicht) kaum bekommen -sind wir nicht alle einzigartig? 8)

    Hinzu kommt, daß wir einen leiblichen Sohn haben, schon allein deshalb wollen wir dem "Ähnlichkeiten suchen" keine Nahrung bieten.

    Wir beweisen allein durch die Aufnahme einer Behandlung in einer Klinik, welcher auch immer, ein sehr großes Vertrauen in die Arbeit dort, und das kann sich dann auch darauf erstrecken, davon auszugehen, daß die Ärzte die richtige Spenderin aussuchen.

    LG Tini

    KB seit 2004, homologe und heterologe Behandlungen in D
    6 Fehlgeburten
    2009 EZSP (2 Frischversuche + 2 Kryos)
    2011 EMS (2 Kryos)

  • Kathilu
    Morula
    Beiträge
    197
    • 4. August 2009 um 18:22
    • #8

    Re: Warum geht niemand in die USA?

    Hallöchen,

    muss auchmal wieder meinen Senf dazu geben.
    Ich hatte auch zu Anfang an die USA gedacht, da mein Vater Ami ist und er zu dem noch in Atlanta wohnt, wo eine sehr gute Klinik ist.
    Allerdings hat mich zu einem der Preis und zum anderen die Vorgehensweise abgeschreckt.
    Ich kann mich tiniS in Bezug auf das Aussuchen einer Spenderin nur anschließen. Hinzu kommt, dass dort ein richtiger Handel getrieben wird. Wenn du mehr bezahlst, bekommst du zB. eine Spenderin die einen sehr guten Notendurchschnitt in Harvard hat. Oder du kannst dir eine sehr gute Sportlerin aussuchen etc. Meine Schwester studiert und hat wirklich oft Post von Kliniken die ihr anbieten Eizellen zu spenden. Nur zu dumm, dass sie genauso wie ich keine eigenen Eizellen hat ;)
    Mittlerweile sind die USA so weit, dass du sogar die Möglichkeit hast festzulegen welche Haar-und Augenfarbe dein Kind haben soll. Das finde ich richtig übel.

    Die meisten Kliniken kommen auf eine Erfolgsrate von 85% da sie kein Limit beim Transfer der Embryos haben. Hier ist üblicher Weise 3 die Obergrenze. In den USA werden oft alle transferiert. Nun ja, das Ergebnis konnte man unlängst im Fernsehen bewundern. Drillinge und Vierlinge sind dort keine Seltenheit.

    LG Kathilu

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  • nadja
    4-Zeller
    Beiträge
    55
    • 5. August 2009 um 11:04
    • #9

    Re: Warum geht niemand in die USA?

    Hallo Kathilu,
    das mit den vielen transferierten Eizellen stimmt nicht. Ganz im Gegenteil, da diese vorher genetisch untersucht werden, werden lediglich ein bis zwei Eizellen übertragen. Und das mit einer Erfolgsquote von über 80 Prozent finde ich schon überzeugend. Hat aber natürlich alles seinen Preis. Aber man erspart sich sicher viele Misserfolge und Fehlgeburten.
    Was die Eizellenagenturen angeht? Glaubst du wirklich, dass das in Spanien oder der Tschechei anders abläuft? Ganz genauso mit dem einen Unterschied, dass der Arzt die Spenderin aussucht und nicht die zukünftigen Eltern. Dass es in Russland keine aufgemotzten Internetseiten mit Spenderinnen gibt heisst nicht, dass es dort genau den gleichen Kommerz gibt wie in den USA. Also mir ist es lieber ich weiß den Namen der Spenderin und kann meinem Kind später mal sagen wer seine genetische Mutter ist. Aber das ist natürlich eine sehr persönliche Einstellujng.
    Nadja

  • Kathilu
    Morula
    Beiträge
    197
    • 5. August 2009 um 19:29
    • #10

    Re: Warum geht niemand in die USA?

    Hallo Nadja,

    ich stimme dir vollkommen zu. In Spanien, Tchechien, Griechenland, etc. ist es genauso ein Geschäft. Aber wenn man sich selber Bildungstand, Aussehen, usw aussuchen kann hat das für mich einen komischen Beigeschmack.

    Wie gesagt, ich habe die Info, dass es in den USA kein Limit gibt bei dem Transfer der EZ. Man kann sich natürlich zwei transferieren lassen, aber eben auch 8!

    Fazit: Wir kommen auf keinen grünen Zweig. Geht bei so einem Thema auch gar nicht ;)


    Kommt England für dich nicht in Frage? Die machen doch auch offen Spenden!

    LG Kathilu

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  • Marana
    Morula
    Beiträge
    370
    • 24. August 2009 um 20:23
    • #11

    Re: Warum geht niemand in die USA?

    Liebe Nadja,

    aus dem gleichen Grund wie du, bin ich jetzt am Recherchieren nach einer Klinik in den USA. Auch mir macht es Sorgen, dass sich das Kind später vielleicht fragen wird, wie seine genetische Mutter ist. Mir gefällt außerdem, dass die Spenderin dafür richtig bezahlt wird, denn es ist ja wohl klar, dass die Bezahlung der Grund für die Spende ist. Aber, ganz sicher bin ich noch nicht - denn ich war mit der Behandlung bei AVA-Peter in St. Petersburg sehr zufrieden - auch wenn es jetzt beim ersten Mal nicht geklappt hat.

    Wollen wir uns bei der Kliniksuche und Infos darüber unterstützen?

    Viele Grüße
    Marana

    [Blockierte Grafik: http://lb1m.lilypie.com/Po9Kp2.png]
    4 x IVF in Deutschl. neg.
    4 x EZS AVA-Peter 2009 - 2010: 3x neg. u. 1x pos. (Kryos) - FG 4. Wo.
    1x EMS frisch Sep. 2014 ivf-spain neg.
    1x EMS Kryos Nov. 2014 ivf-spain positiv

  • cat
    Eizelle
    Beiträge
    3
    • 17. Februar 2010 um 17:57
    • #12

    Re: Warum geht niemand in die USA?

    Ich interessiere mich auch für die EZP in den USA (Kalifornien).
    Kann hier jemand von seinen Erfahrungen berichten?

  • nadja
    4-Zeller
    Beiträge
    55
    • 17. Februar 2010 um 21:46
    • #13

    Re: Warum geht niemand in die USA?

    Ich habe eine Bekannte, die in den USA lebt und gleich beim ersten Mal schwanger war.
    Dort wird PID standardmäßig gemacht und deswegen hat man dort diese enorm hohen Erfolgsraten. Allerdings mit dem Risiko auch mal eine genetische intakte Eizelle zu verwerfen.
    Übertragen werden ein oder zwei Eizellen, wobei die Erfolgsrate bei einem bei 65 und bei zweien bei über 80 Prozent liegt.
    Die Kosten sind allerdings nicht mit denen in Europa zu vergleichen.
    Was mir gefällt, ist dass die Spenderinnen richtig bezahlt werden (so in etwa 10.000 $)
    Nadja

  • Wannabe
    Gast
    • 18. Februar 2010 um 09:54
    • #14

    Re: Warum geht niemand in die USA?

    Liebe Cholita,

    ich finde, da hast Du einen sehr guten Beitrag geliefert.
    Vor allem das mit der Elitespenderin in den USA, blond, blauäugig, Harvard, die nun mal nicht so hoch gehandelt (!) wird wie eine Latina, ist ein Gedanke, den ich hier noch nicht so gefunden habe, der aber absolut seine Berechtigung hat.

    Ich bin übrigens in Kiew schwanger geworden. Mein Sohn wird 4 Jahre alt und ist mein ganzes Glück.

    Gruß

    Wanna

  • cat
    Eizelle
    Beiträge
    3
    • 18. Februar 2010 um 16:39
    • #15

    Re: Warum geht niemand in die USA?

    Liebe Nadja,
    vielen Dank für Deinen Beitrag. Die Erfolgschancen in den USA sind schon beeindruckend. Ich hatte davon auch schon gelesen und kann das auch nachvollziehen, da die USA einfach Vorreiter ist (waren wohl die Ersten, die mit EZP begannen).
    cholita In den Medien wird viel über diese Auswahlkriterien in den USA geschrieben (möglichst Model, mit Harvad-Abschluss etc mit Prämien von über 50.000 Dollar für die Spenderin). Das mag ja für Promis zutreffen, aber doch nicht für verzweifelte deutsche Frauen, die ihren Kindern einfach einmal den Namen und die Herkunft der Mutter mitteilen möchten. Ich kapiere nicht, dass das bei einer Samenspende möglich ist, aber nicht bei einer EZP. Gern bezahle ich hier einiges mehr.

    Ich werde nun meinen 9. ICSI Versuch starten (einer davon in D, zwei Kryo-Versuche und acht davon waren in Ö, also mit den besten Voraussetzungen), aber irgendwann ist man auch mal am Ende.

    Im übrigen finde ich auch, dass die Spenderin genau informiert sein sollte und dafür auch ordentlich bezahlt. Es ist doch blauäugig zu glauben, dass diese Spenden Frauen machen, weil sie anderen helfen wollen ... letztendlich werden sie alle entschädigt.

  • nadja
    4-Zeller
    Beiträge
    55
    • 18. Februar 2010 um 17:28
    • #16

    Re: Warum geht niemand in die USA?

    Ein ganz entscheidender Vorteil in den USA ist, dass man erfährt, wie und ob die Spenderin schon erfolgreich gespendet hat. Das ist doch ganz entscheidend für die Erfolgsquote. Viele der Spenderinnen in Spanien und Tschechien haben ja noch gar keine Kinder, oder?
    Außerdem schafft das amerikanische System mehr Offenheit.
    In Ländern in denen man sich voll und ganz auf den Arzt verlassen muss, ist ja letztendlich nicht mal nach zu prüfen, ob man wirklich alle Eizellen einer Spenderin bekommt. Man weiß nicht, ob die Spenderin 600 oder 6000 Euro als Entschädigung bekommt (in Tschechien wohl eher ersteres), man weiß nicht wie sie stimuliert wurde etc.
    Mir sind die USA auch in vielem sehr fremd und ich wünschte, es gäbe ein Land hier in der Nähe für mich. Aber allein die Tatsache, dass sowohl in Tschechien als auch in Spanien und Polen EZS immer anonym ablaufen, stehen einem offenem Umgang mit dem Thema schon im Weg finde ich.
    Nadja

  • cat
    Eizelle
    Beiträge
    3
    • 19. Februar 2010 um 09:50
    • #17

    Re: Warum geht niemand in die USA?

    Liebe Choli,
    Du hast schon Recht, die Frage war "Warum geht niemand in die USA" und die Antwort ist wohl, weil es für einige einfach zu teuer und zu weit ist.
    Der günstige Preis in Europa ist aber nur darstellbar, weil die Spenderin anonym spendet.

    Denn natürlich ist es klar, dass es für eine Spenderin komfortabler ist, anonym zu spenden, da so nie heraus kommt, das die Spende von ihr ist. Absolut nachvollziehbar. Daher ist auch nur eine geringe Entschädigung schon verlockend. Nur wenn ich lese, dass die EZ von einer Frau auf mehrere Empfängerin aufgeteilt werden können, dann finde ich das schon mehr als fragwürdig.

    Vielleicht bin ich etwas naiv, aber ich denke, dass das Thema in den USA einfach lockerer gehandhabt wird und die offenen Spenderinnen ein anderes Verhältnis dazu haben. Und wie Nadja schon schrieb, in europäischen Ländern sind die Spenderinnen oft Studentinnen, die noch keine Kinder hatten, dann weiß doch keiner, ob das funktioniert. Außerdem stört es mich imens, dass ein Arzt darüber entscheidet, wie die mütterlichen Gene meines Kindes später sein werden.

    Ich glaube, wenn ich nach Osteuropa gehen würde und eine 'große Spende' zahle, erfahre ich auch die Daten der Spenderin, vielleicht ohne ihr Wissen oder nur weil sie nicht aufgeklärt ist oder weil ihre Not so groß ist etc. Horrorvorstellung.

    Ein anderes Thema ist jedoch wie erkenne ich in den USA eine gute Klinik, sicher gibt es dort auch schwarze Schafe - schwierig schwierig.

  • glueck07
    Morula
    Beiträge
    570
    • 19. Februar 2010 um 18:47
    • #18

    Re: Warum geht niemand in die USA?

    Liebe Choli, cat, nadja , wanabe und alle lieben Frauen,
    Ich hatte auch überlegt, ob USA oder Ukraine, denn Kliniken dieser Länder bieten eine 85%ige Chance, und mit meinem Rheumaleiden, war alles sehr schwer. Ob die in den USA flunkern, keine Ahnung. Aber es gibt Statistiken, zu denen die Kliniken gezwungen werden, die wohl sehr streng kontrolliert sind. Die "Fertilitätsindustrie" der USA setzt jährlich mehrere Milliarden $ um, es gibt den Satz eines NY-Doktors:" Ich kriege jede Frau mit intakter GM schwanger". Die Frage ist jetzt: was ist eine intakte GM ? Fakt ist, in den USA ist alles möglich. Ich kenne ein homosexuelles Pärchen, dass sich in den USA den Traum vom eigenen Kind mittels Leihmutter erfüllt hat, völlig legal, ohne Trickserei, für 45 T$.
    Sowohl die Leihmutter, als auch die Spenderin sind bekannt und m.M. wird dieses Thema recht pragmatisch gehandhabt: Ihr wollt Kinder, der Staat will Kinder: Go !
    Es gibt hier im Forum auch eine Frau, die in einer kalifornischen Klinik s wurde, einfach mal die Suchfunktion nutzen. Die Ukrainischen Kliniken sind auch sehr erfolgreich, leider kann ich nicht sagen, wie dort die Spenderinnen behandelt werden.
    Fakt ist, wenn eine Spenderin 12-18 Ez hat, ist es eine harte Stimu gewesen, die nicht optimal für die Spenderin gelaufen ist.
    Ideal sind 5-6 EZ, da ist die Qualität erstklassig und das Spendenprozedere geht human zu.
    Das ist aber wieder ein anderes Thema, dazu äußere ich mich separat, denn ich möchte mehr Klarheit über die
    Behandlung der Spenderinnen haben.
    Fakt ist, dass Kliniken in den USA mit Erfolgsstatistiken von 17 % bei IVF/ ICSI-Behandlung 35-jähriger Frauen belächelt werden. Dort gibt es keine Krankenkassen, die irgendetwas bezahlen und der Selbstzahler geht zu den Profis mit hoher Erfolgsrate.
    Euer Glück 07,

    Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.
    Demokrit, griech. Philosoph

  • michaeline
    8-Zeller
    Beiträge
    120
    • 24. Februar 2010 um 09:22
    • #19

    Re: Warum geht niemand in die USA?

    Hallo,
    mich beschäftigt auch sehr, dass meinem Kind mal nichts über seine genetische Mutter erzählen kann, weil ich glaube, dass das für das Kind wichtig sein kann. Nicht für alle, aber manche Kinder wird es sicher beschäftigen, wo sie herkommen. Ich habe mich noch nicht ernsthaft mit den USA beschäftigt, weil es so teuer ist. Und weil ich nicht weiß wo ich anfangen soll, da gibt es dermaßen viele Kliniken. Wo kriegt man raus, welche gut ist? nadja und Marana: ich würde mich Euch bei der Suche gerne anschließen.@Glück07: heißt das in der Ukraine ist auch offene Spende? Wie hoch sind denn da die Kosten?
    Liebe Grüße
    Micha

    [Blockierte Grafik: http://www.wunschkinder.net/forum/ticker/tick/26/07/2011/38/25/Unsrere%20Maus/0/102/0/255.png]

  • dtift
    Morula
    Beiträge
    347
    • 24. Februar 2010 um 14:30
    • #20

    Re: Warum geht niemand in die USA?

    [quote author=nadja link=topic=5780.msg85694#msg85694 date=1266510529]
    Ein ganz entscheidender Vorteil in den USA ist, dass man erfährt, wie und ob die Spenderin schon erfolgreich gespendet hat. Das ist doch ganz entscheidend für die Erfolgsquote. Viele der Spenderinnen in Spanien und Tschechien haben ja noch gar keine Kinder, oder?
    Außerdem schafft das amerikanische System mehr Offenheit.
    In Ländern in denen man sich voll und ganz auf den Arzt verlassen muss, ist ja letztendlich nicht mal nach zu prüfen, ob man wirklich alle Eizellen einer Spenderin bekommt. Man weiß nicht, ob die Spenderin 600 oder 6000 Euro als Entschädigung bekommt (in Tschechien wohl eher ersteres), man weiß nicht wie sie stimuliert wurde etc.
    Mir sind die USA auch in vielem sehr fremd und ich wünschte, es gäbe ein Land hier in der Nähe für mich. Aber allein die Tatsache, dass sowohl in Tschechien als auch in Spanien und Polen EZS immer anonym ablaufen, stehen einem offenem Umgang mit dem Thema schon im Weg finde ich.
    Nadja

    [/quote]


    Hallo an Alle,

    dazu möchte ich nun auch kurz meinen Senf hinzugeben.
    Einen offenen Umgang mit EZS stehen wir uns doch selber im Wege. Warum?
    Wer geht selber damit offen um? Wer erzählt offen Bekannten und Verwandten, dass man eine EZP macht? Selbst wenn es in CZ eine offene EZS gäbe, was würde sich ändern? Der allermeiste Teil würde trotzdem nichts erzählen. Selbst eine IVF ist für viele schon ein Makel und man sagt nichts. Ich denke, hier liegt der Hund begraben.

    Ich war in CZ und mir wurde in meiner Klinik gesagt, dass alle Spenderinen bereits mind. ein Kind haben und alle einen Probezyklus machen mußten. Ob das stimmt, kann ich nicht wissen. Wegen dem Triple-Test haben wir in der Klinik nach dem Alter unser Spenderin gefragt. Sie war 31, also keine blutjunge Studentin. Richtig ist auch, dass man die Spenderin entsprechend entlohnen sollte. 600 Euro sind wenig aber wer kann sich 10000 Euro leisten? Ich nicht, nie im Leben und sehr viele andere auch nicht und das ist dann auch nur die Entlohnung der Spenderin. Die Behandlung kommt noch obendrauf. Ich bin wie gesagt dafür, die Spenderin zu entlohnen, es darf aber nicht dazu kommen, dass Frauen es als Einkommen dann verstehen. Im übrigen sind auch in CZ 600 Euro nicht viel, wer für das Geld spendet hat entweder wirklich zumindest den Ansatz etwas gutes zu tun oder ist so Pleite, dass er mit 600 Euro aber auch nicht weit kommt.

    LG

    Bin nur hin und wieder hier.

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