Hallo,
letzte Woche hatten wir mit unseren Zwillingen einen Impftermin. Mein Mann hatte zufällig Urlaub und konnte daher mit zum Kinderarzt (bei dem wir seit fast 5 Jahren mit unseren Kindern sind).
Wir haben uns daher ein Herz gefasst und ihm die "Wahrheit" über unsere Kinder gesagt. Er war verständlicherweise erst einmal etwas baff (da er von Embryospende noch nie etwas gehört hatte und bei unseren Kindern noch nie auf die Idee gekommen war, dass sie nicht unsere genetischen sind), hat sich dann aber - trotz voller Praxis - Zeit für uns genommen. Meinem Mann und mir war wichtig, bevor wir mit dem Aufklären beginnen, noch einmal mit jemandem Außenstehenden zu sprechen. Daher haben wir unseren Ki-Arzt (den wir als Arzt und Mensch - selbst Vater von 3 Kindern - sehr schätzen) direkt gefragt, wie er die Sache sieht.
Nach etwas Überlegen meinte er, dass man auf jeden Fall aufklären sollte. Sein Argument: das Risiko, dass es herauskommt, ist groß. Er hat in seiner Praxis selbst schon einige Fälle (Kuckuckskinder)
gehabt, bei denen es durch Zufall heraus gekommen ist.
Er glaubt aber auf keinen Fall, dass unsere Kinder irgendwelche Nachteile bzw. Hänseleien von anderen erfahren werden. Diese Aussage war Balsam für unsere Seelen! Wenn ich Zeit und ihr Interesse habt, kann ich diesen Punkt auch noch weiter ausführen.
Ansonsten meinte er, dass Kinder frühestens im 3./4. Schuljahr verstehen, was Genetik bedeutet. Er hält es erst einmal für völlig ausreichend, davon zu sprechen, dass ein Arzt uns beim Kinderkriegen geholfen hat. Ansonsten sollten wir warten, was unsere Kinder für Fragen stellen.
Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie erleichtert ich nach diesem Gespräch war - ich musste sogar ein paar Tränen fließen lassen.
Also - ich hoffe, wir halten uns hier weiter auf dem Laufenden. Insbesondere den beiden Schwangeren wünsche ich alles Gute!
Liebe Grüße
Narzisse