Hallo in die Runde,
Erfolg oder Mißerfolg bei EZS. Oft scheint es wenig erklärbar. Ich habe nicht nur meine eigenen Erfahrungen (2 x Polen Mißerfolg, 2 x USA Erfolg) angesehen, sondern auch wissentschaftliche Ergebnisse durchgesehen.
Folgende Aspekte spielen eine Rolle:
- Qualität der Eizellen und Embroys. Die neuesten Studien belegen eindeutig, dass die Qualität der Embryos (bei guter Vorbereitung der Empfängerin) die beste Vorhersage für die Einnistung ist.
- Hierzu wurden die Genetik der Embryos von jungen gesunden Spenderinnen am Tag 3 untersucht. Erstaunlich: selbst bei jungen Spenderinnen (20 - 25) sind bis zu 60% der Eizellen und dann Embryos genetisch nicht einwandfrei. Das ist ganz normal und entspricht letztendlich auch der "Natur": die Chance schwanger zu werden in bester Voraussetzung bei gesunden Paaren ist statistisch pro Zyklus 25 - 30%. Rechnerisch völlig erklärlich. Es gibt eben keine 100% Sicherheit.
- Auch die Auswahl nach Optik - sprich Blastozyste - ist nicht zuverlässig. Es gibt wunderschöne Blastozysten am Tag 5, die Trisomien enthalten und sich entweder nicht einnisten oder FG ergeben.
- Gesetzt den Fall, man nimmt - wie oft in Ostkliniken - 2 Eizellen von Spenderinnnen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie wirklich gut sind? Kann gut gehen, kann auch nicht gut gehen. Schade ist nur, dass man zum Schluss an sich zweifelt und Geld in den Sand setzt, ohne dass es hätte sein müssen.
- Zudem gibt es Frauen, deren Eizellen einfach nicht so gut sind wie die von anderen. Ist quasi so wie sonstige medizinische Aspekte. Die eine so, die andere so.
- Geht man davon aus, dass Erfolgsmaximierung erwünscht ist - wenn man schon so weit gegangen ist - gibt es gemeinhin folgende Kriterien, die man für Spenderinnen anwenden sollte:
* nachweislich erfolgreich gespendet. Mindestens einmal. Optimal 2 oder 3 mal, nicht besser als 4 mal. NACHWEISLICH. Da sollte es Unterlagen geben. Aussagen von Ärzten sind nicht immer zuverlässig.
* nachweislich mindestens 15, besser 20 Eizellen pro Stimulierung, und zwar möglichst verwertbare.
* nachweislich eingetretene Schwangerschaft bei dem Paar
* optimal ist die Aussage der Klinik, dass die Qualität der Eizellen gut war.
* Kenntnis und Aussagen zu Krankheiten der direkten Verwandten (z.B. möglichst keinen Lungenkrebs oder Darmkrebs unter 50 bei Verwanden 1.Grades).
Bei all der Verzweiflung von deutschen Frauen aufgrund der hiesigen Gesetzeslage wäre wünschenswert, wenn hier mehr Selbstbewußtsein gegenüber den Kliniken und Ärzten besteht. Selbst wenn man um jeden Preis schwanger werden möchte, muss man NICHT ALLES akzeptieren. Bargeld über den Tisch und einfach das Versprechen "ich mach Sie schwanger" sind nicht genug. 2 Eizellen sind .... ein schönes Lotteriespiel und klappt auch. Aber will man dabei Lotterie spielen?
Aus eigener Erfahrung denke ich, dass z.B. EZS in USA teurer ist. Aber was bringen mir 3 oder 4 erfolglose Frustansätze im Osten, wenn ich in USA realistisch bei guter Beratung eine Chance von 75-80% hätte?
Gerne mehr Infos.
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