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Erfolgskriterien: was ist wichtig? Tips und Erkenntnisse

  • My_Account_82
  • 18. März 2009 um 22:45
  • My_Account_82
    Eizelle
    Beiträge
    3
    • 18. März 2009 um 22:45
    • #1

    Hallo in die Runde,

    Erfolg oder Mißerfolg bei EZS. Oft scheint es wenig erklärbar. Ich habe nicht nur meine eigenen Erfahrungen (2 x Polen Mißerfolg, 2 x USA Erfolg) angesehen, sondern auch wissentschaftliche Ergebnisse durchgesehen.

    Folgende Aspekte spielen eine Rolle:
    - Qualität der Eizellen und Embroys. Die neuesten Studien belegen eindeutig, dass die Qualität der Embryos (bei guter Vorbereitung der Empfängerin) die beste Vorhersage für die Einnistung ist.

    - Hierzu wurden die Genetik der Embryos von jungen gesunden Spenderinnen am Tag 3 untersucht. Erstaunlich: selbst bei jungen Spenderinnen (20 - 25) sind bis zu 60% der Eizellen und dann Embryos genetisch nicht einwandfrei. Das ist ganz normal und entspricht letztendlich auch der "Natur": die Chance schwanger zu werden in bester Voraussetzung bei gesunden Paaren ist statistisch pro Zyklus 25 - 30%. Rechnerisch völlig erklärlich. Es gibt eben keine 100% Sicherheit.

    - Auch die Auswahl nach Optik - sprich Blastozyste - ist nicht zuverlässig. Es gibt wunderschöne Blastozysten am Tag 5, die Trisomien enthalten und sich entweder nicht einnisten oder FG ergeben.

    - Gesetzt den Fall, man nimmt - wie oft in Ostkliniken - 2 Eizellen von Spenderinnnen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie wirklich gut sind? Kann gut gehen, kann auch nicht gut gehen. Schade ist nur, dass man zum Schluss an sich zweifelt und Geld in den Sand setzt, ohne dass es hätte sein müssen.

    - Zudem gibt es Frauen, deren Eizellen einfach nicht so gut sind wie die von anderen. Ist quasi so wie sonstige medizinische Aspekte. Die eine so, die andere so.

    - Geht man davon aus, dass Erfolgsmaximierung erwünscht ist - wenn man schon so weit gegangen ist - gibt es gemeinhin folgende Kriterien, die man für Spenderinnen anwenden sollte:

    * nachweislich erfolgreich gespendet. Mindestens einmal. Optimal 2 oder 3 mal, nicht besser als 4 mal. NACHWEISLICH. Da sollte es Unterlagen geben. Aussagen von Ärzten sind nicht immer zuverlässig.
    * nachweislich mindestens 15, besser 20 Eizellen pro Stimulierung, und zwar möglichst verwertbare.
    * nachweislich eingetretene Schwangerschaft bei dem Paar
    * optimal ist die Aussage der Klinik, dass die Qualität der Eizellen gut war.
    * Kenntnis und Aussagen zu Krankheiten der direkten Verwandten (z.B. möglichst keinen Lungenkrebs oder Darmkrebs unter 50 bei Verwanden 1.Grades).

    Bei all der Verzweiflung von deutschen Frauen aufgrund der hiesigen Gesetzeslage wäre wünschenswert, wenn hier mehr Selbstbewußtsein gegenüber den Kliniken und Ärzten besteht. Selbst wenn man um jeden Preis schwanger werden möchte, muss man NICHT ALLES akzeptieren. Bargeld über den Tisch und einfach das Versprechen "ich mach Sie schwanger" sind nicht genug. 2 Eizellen sind .... ein schönes Lotteriespiel und klappt auch. Aber will man dabei Lotterie spielen?

    Aus eigener Erfahrung denke ich, dass z.B. EZS in USA teurer ist. Aber was bringen mir 3 oder 4 erfolglose Frustansätze im Osten, wenn ich in USA realistisch bei guter Beratung eine Chance von 75-80% hätte?

    Gerne mehr Infos.

    My_Account_82

  • Tapabo06
    8-Zeller
    Beiträge
    121
    • 19. März 2009 um 20:30
    • #2

    Re: Erfolgskriterien: was ist wichtig? Tips und Erkenntnisse

    Hallo,

    was mich bei der Liste der Erfolgskriterien wundert, ist die Aussage, dass die Spenderin mindestens 15 Eizellen, besser 20 entwickelt haben sollte. Ich hätte immer gedacht, dass eine Zahl zwischen 6 und 10 optimal wäre. Bei eigenen IVF-Versuchen hätten mehr als 12 Eizellen als Hyperstimulation gegolten (auch unangenehm für die Frauen, oder?). Ich dachte auch immer, dass bei einer so hohen Anzahl etliche nicht richtig ausgereifte Eizellen dabei wären.

    Wie gesagt, ich dieses Kriterium überrascht mich einfach.

    Viele Grüße,
    Tapabo

    ------------------------------------------------------------
    2 Kinder durch EZS - Tochter 01/05, Sohn 05/07

  • My_Account_82
    Eizelle
    Beiträge
    3
    • 19. März 2009 um 21:45
    • #3

    Re: Erfolgskriterien: was ist wichtig? Tips und Erkenntnisse

    Hallo,

    Anzahl EZ.
    Jede Frau reagiert natürlich unterschiedlich auf Stimulation. Bei jungen Spenderinnen hat/hätte man ja die Wahl, d.h. es ist durchaus kein ungewöhnliches Ergebnis, dass Frauen zwischen 20 und 26 auf normal Stimulierung so reagieren. Ohne Hyperstimulation. Kann man durch Lesen der Protokolle der Spenderin ja nachprüfen. Das wird auf Anforderung offen gelegt!

    Bei EZS geht es um Selektion der Besten. Und dazu müßte man ja erst mal ALLE EZ einer Spenderin nehmen können (und nicht willkürlich aufteilen). Bei gilt sehr oft: MEHR ist auch besser.
    Natürlich gibt es auch Fälle, wo Spenderinnen nicht mehr als 9 oder 10 EZ hatten und jedesmal bei den Paaren eine SS eingetreten ist. Da ist eben Klasse vorhanden.

    Nur - die Kliniken/Ärzte sagen ganz offen, dass die von mir genannte Zahl einfach bessere Chancen bietet.

    Mal ein Zahlenbeispiel (aus der Praxis): eine Spenderin (Alter 25) hat 27 EZ, nach Befruchtung ergeben sich 21 Embryos, man wendet PGD an und hat am 5.Tag noch 9 oder 10 genetisch intakte. Davon haben am Tag des Transfers vielleicht schon 2 gehatcht, d.h. sind auch von der Entwicklung schon sehr weit. Natürlicht nimmt man die. Das Paar wird schwanger mit Zwillingen.

    Wie sähe das wohl aus, wenn man die 27 EZ willkürlich auf 27 oder 13 Paare aufteilt? Auf welche Erfolgsquote käme man dann? Nur will das keiner sagen. Die gängigen Kliniken hier sind genauso kommerziell interessiert wie in USA (siehe sehr dominante Werbung). Nur möchte man dann doch wenigsten auch die beste Lösung für sein Geld, und keinen Teppichbasarhandel......

    Oben genannter Fall ist kein Ausnahmefall, sondern eher - bei guter Auswahl erfahrener Spenderinnen - eine durchaus mögliche Standardlösung.

    Grüsse
    My_Account

  • Abendrot
    2-Zeller
    Beiträge
    32
    • 20. März 2009 um 00:14
    • #4

    Re: Erfolgskriterien: was ist wichtig? Tips und Erkenntnisse

    Hallo,

    die Diskussion wundert mich ein bißchen. Bisher habe ich von allen Repromedizinern gehört, dass bei einer starken Stimulation mit vielen Eizellen immer die Gefahr der Überstimulation gegeben ist und auch die Qualität der Eizellen nicht so gut ist wie bei wenigen. Eine solche Stimulation würde ich nicht für seriös halten und einer Spenderin auf keinen Fall zumuten wollen. In der Klinik, die wir ausgewählt haben, ist eines der Kriterien für die Spenderinnen, dass sie eigene Kinder haben. das finde ich sinnvoll.

    Liebe Grüße

  • Astrid
    Morula
    Beiträge
    316
    • 20. März 2009 um 09:38
    • #5

    Re: Erfolgskriterien: was ist wichtig? Tips und Erkenntnisse

    Liebe Abendrot.

    Da stimme ich Dir voll zu. Vielleicht gehört das auch zu den Themen, die uns vor einer Behandlung in USA abschreckt?

    Gruß Astrid

    [Blockierte Grafik: http://lbdf.lilypie.com/dPzSp1.png]

  • voghey
    Blastozyste
    Beiträge
    828
    • 20. März 2009 um 10:35
    • #6

    Re: Erfolgskriterien: was ist wichtig? Tips und Erkenntnisse

    Hallo,

    ich finde auch, dass ein mehr an Eizellen nicht unbedingt auch ein Mehr an Qualität bedeutet. Habe ich hier schon oft gelesen, dass nach Stimulation und ca. 20 EZ, dann später kaum noch "brauchbare" (was für ein Wort in Verbindung mit neuem Leben...) Embryonen übrig waren und Kryos dann schon oftmals gar nicht. Also und von den Risiken für die Spenderin mal abgesehen. Aber ok, ich habe mich mit den Zahlen aus den USA nicht beschäftigt. Für uns zu weit und auch zu teuer, daher gar nicht groß beachtet.

    Klar, es ist irgendwie auch ein wenig wie in einer Lotterie, aber ist es das im Leben nicht oft? Es kommt immer auch ein wenig auf Glück an. Man sollte natürlich die bestmöglichen Infos einholen und dann entscheiden, welche Klinik mit welcher Vorgehensweise für einen selber in Frage kommt. Ich glaube bei den meisten ist eben auch das Geld eine Frage und daher kommen die USA eben nicht in Frage. Und es gibt hier eben doch auch viele Frauen, die beim ersten Versuch schwanger werden, auch außerhalb der USA...

    Ich bin einfach froh, dass es die Möglichkeit der EZS überhaupt gibt. Ansonsten wäre ich heute nicht schwanger und meinen Traum von einer Familie mit Kind hätte ich begraben müssen. Sicher, die bestmögliche Dienstleistung zum bestmöglichen Preis ist immer das Optimalste. Aber kann man das bei der Entstehung von neuem Leben überhaupt so klar abgrenzen? Es ist eben einfach so, dass nicht alles vorher bestimmt werden kann.

    Lieben Gruß
    voghey

  • Nnina
    4-Zeller
    Beiträge
    42
    • 20. März 2009 um 22:44
    • #7

    Re: Erfolgskriterien: was ist wichtig? Tips und Erkenntnisse

    Ja kommt mir auch sehr seltsam vor diese Aussage. Wichtig ist Qualitaet und nicht Quantitaet!
    ...und wozu denn so viele Eizellen. Ein serioeser Arzt setzt so und so nur hoechstens 2 (im Ausnahemefall 3 Embys ein ...und nicht 6 wie bei der unlaengst 8-linge gebaerenden Amerikanerin).

    Ich stimme auch Vogehy zu dass die Stimulation unbedingt verantwortungsbewusst unternommen werden MUSS, denn wenn das nicht der Fall ist muesste zurecht diese Moeglichkeit wieder unterbunden werden und das ist ja keinesfalls im Interesse der Empfaengerin.

    Gruss von Nnina

  • voghey
    Blastozyste
    Beiträge
    828
    • 22. März 2009 um 16:17
    • #8

    Re: Erfolgskriterien: was ist wichtig? Tips und Erkenntnisse

    Hey,

    ja, evtl. bezieht sich das wirklich nur auf Polen? In CZ gibt es ja wirklich einige Kliniken die augenscheinlich gute Erfolgsstaistiken aufzuweisen haben. Wenn man mal hier die verschiedenen Ordner beobachet, kommen dort doch einige SS zustande. Für mich kam Eggsharing auch nicht in Frage und daher war Polen schon außen vor. Ansonsten hätten wir Kliniken von dort auch in Betracht gezogen.

    Als wir zu unserem ersten Frischversuch bei RF waren, war dort auch gerade ein amerikanisches Paar zur Behandlung. Also geht das wohl in beide Richtungen... ;) Ich denke auch nicht alle Amerikaner sind bereit, so viel Geld auszugeben und verbinden einen Versuch evtl. mit einem Europaurlaub? Mhm, es gibt eben kaum was, was es nicht gibt.

    Schön finde ich auch, dass du dein Babyglück in den USA gefunden hast. Aber wie gesagt, ich bin der Meinung, dass sich die Osteuropäischen Kliniken nicht verstecken müssen und qualitativ gute Arbeit leisten. Ich zumindest kann für mich sprechen, wenn ich sage ich war in CZ sehr zufrieden und würde für ein Geschwisterkind jederzeit wieder dorthin gehen.

    Lieben Gruß
    voghey

  • mamalina
    Eizelle
    Beiträge
    9
    • 30. April 2009 um 11:44
    • #9

    Re: Erfolgskriterien: was ist wichtig? Tips und Erkenntnisse

    Hallo My account 82

    bitte sag mir doch wieviele Eizellen dir in den USA eingesetzt worden sind?
    Wie viele Kinder hast du jetzt und wie alt sind sie?

    Mamalina mit Tochter (4)

    04 1. IVF durch Überstimulation fast gestorben, ein Ovar entfernt
    05 Baby überlebt, Geburt meiner Tochter
    7 weitere IVFs immer negativ
    08 1.EZSP Reprofit neg., keine Kryos
    09 März 2.EZSP Reprofit neg., noch 2 Kryos übrig

  • voghey
    Blastozyste
    Beiträge
    828
    • 3. Mai 2009 um 18:23
    • #10

    Re: Erfolgskriterien: was ist wichtig? Tips und Erkenntnisse

    Hey,

    ich hatte mich auch schon gewundert. Aber vielleicht sollte es auch wieder mal so ein Werbebeitrag sein, um bei Leuten eben Interesse zu wecken? Keine Ahnung. Finde es auch komisch, wenn man erst so einen Beitrag anstößt und dann einfach wieder verschwindet. Aber na ja, so ist es eben im www oft...

    Lieben Gruß
    voghey

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