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Beiträge von My_Account_82

  • Erfolgskriterien: was ist wichtig? Tips und Erkenntnisse

    • My_Account_82
    • 19. März 2009 um 21:45

    Re: Erfolgskriterien: was ist wichtig? Tips und Erkenntnisse

    Hallo,

    Anzahl EZ.
    Jede Frau reagiert natürlich unterschiedlich auf Stimulation. Bei jungen Spenderinnen hat/hätte man ja die Wahl, d.h. es ist durchaus kein ungewöhnliches Ergebnis, dass Frauen zwischen 20 und 26 auf normal Stimulierung so reagieren. Ohne Hyperstimulation. Kann man durch Lesen der Protokolle der Spenderin ja nachprüfen. Das wird auf Anforderung offen gelegt!

    Bei EZS geht es um Selektion der Besten. Und dazu müßte man ja erst mal ALLE EZ einer Spenderin nehmen können (und nicht willkürlich aufteilen). Bei gilt sehr oft: MEHR ist auch besser.
    Natürlich gibt es auch Fälle, wo Spenderinnen nicht mehr als 9 oder 10 EZ hatten und jedesmal bei den Paaren eine SS eingetreten ist. Da ist eben Klasse vorhanden.

    Nur - die Kliniken/Ärzte sagen ganz offen, dass die von mir genannte Zahl einfach bessere Chancen bietet.

    Mal ein Zahlenbeispiel (aus der Praxis): eine Spenderin (Alter 25) hat 27 EZ, nach Befruchtung ergeben sich 21 Embryos, man wendet PGD an und hat am 5.Tag noch 9 oder 10 genetisch intakte. Davon haben am Tag des Transfers vielleicht schon 2 gehatcht, d.h. sind auch von der Entwicklung schon sehr weit. Natürlicht nimmt man die. Das Paar wird schwanger mit Zwillingen.

    Wie sähe das wohl aus, wenn man die 27 EZ willkürlich auf 27 oder 13 Paare aufteilt? Auf welche Erfolgsquote käme man dann? Nur will das keiner sagen. Die gängigen Kliniken hier sind genauso kommerziell interessiert wie in USA (siehe sehr dominante Werbung). Nur möchte man dann doch wenigsten auch die beste Lösung für sein Geld, und keinen Teppichbasarhandel......

    Oben genannter Fall ist kein Ausnahmefall, sondern eher - bei guter Auswahl erfahrener Spenderinnen - eine durchaus mögliche Standardlösung.

    Grüsse
    My_Account

  • Erfolgskriterien: was ist wichtig? Tips und Erkenntnisse

    • My_Account_82
    • 18. März 2009 um 22:45

    Hallo in die Runde,

    Erfolg oder Mißerfolg bei EZS. Oft scheint es wenig erklärbar. Ich habe nicht nur meine eigenen Erfahrungen (2 x Polen Mißerfolg, 2 x USA Erfolg) angesehen, sondern auch wissentschaftliche Ergebnisse durchgesehen.

    Folgende Aspekte spielen eine Rolle:
    - Qualität der Eizellen und Embroys. Die neuesten Studien belegen eindeutig, dass die Qualität der Embryos (bei guter Vorbereitung der Empfängerin) die beste Vorhersage für die Einnistung ist.

    - Hierzu wurden die Genetik der Embryos von jungen gesunden Spenderinnen am Tag 3 untersucht. Erstaunlich: selbst bei jungen Spenderinnen (20 - 25) sind bis zu 60% der Eizellen und dann Embryos genetisch nicht einwandfrei. Das ist ganz normal und entspricht letztendlich auch der "Natur": die Chance schwanger zu werden in bester Voraussetzung bei gesunden Paaren ist statistisch pro Zyklus 25 - 30%. Rechnerisch völlig erklärlich. Es gibt eben keine 100% Sicherheit.

    - Auch die Auswahl nach Optik - sprich Blastozyste - ist nicht zuverlässig. Es gibt wunderschöne Blastozysten am Tag 5, die Trisomien enthalten und sich entweder nicht einnisten oder FG ergeben.

    - Gesetzt den Fall, man nimmt - wie oft in Ostkliniken - 2 Eizellen von Spenderinnnen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie wirklich gut sind? Kann gut gehen, kann auch nicht gut gehen. Schade ist nur, dass man zum Schluss an sich zweifelt und Geld in den Sand setzt, ohne dass es hätte sein müssen.

    - Zudem gibt es Frauen, deren Eizellen einfach nicht so gut sind wie die von anderen. Ist quasi so wie sonstige medizinische Aspekte. Die eine so, die andere so.

    - Geht man davon aus, dass Erfolgsmaximierung erwünscht ist - wenn man schon so weit gegangen ist - gibt es gemeinhin folgende Kriterien, die man für Spenderinnen anwenden sollte:

    * nachweislich erfolgreich gespendet. Mindestens einmal. Optimal 2 oder 3 mal, nicht besser als 4 mal. NACHWEISLICH. Da sollte es Unterlagen geben. Aussagen von Ärzten sind nicht immer zuverlässig.
    * nachweislich mindestens 15, besser 20 Eizellen pro Stimulierung, und zwar möglichst verwertbare.
    * nachweislich eingetretene Schwangerschaft bei dem Paar
    * optimal ist die Aussage der Klinik, dass die Qualität der Eizellen gut war.
    * Kenntnis und Aussagen zu Krankheiten der direkten Verwandten (z.B. möglichst keinen Lungenkrebs oder Darmkrebs unter 50 bei Verwanden 1.Grades).

    Bei all der Verzweiflung von deutschen Frauen aufgrund der hiesigen Gesetzeslage wäre wünschenswert, wenn hier mehr Selbstbewußtsein gegenüber den Kliniken und Ärzten besteht. Selbst wenn man um jeden Preis schwanger werden möchte, muss man NICHT ALLES akzeptieren. Bargeld über den Tisch und einfach das Versprechen "ich mach Sie schwanger" sind nicht genug. 2 Eizellen sind .... ein schönes Lotteriespiel und klappt auch. Aber will man dabei Lotterie spielen?

    Aus eigener Erfahrung denke ich, dass z.B. EZS in USA teurer ist. Aber was bringen mir 3 oder 4 erfolglose Frustansätze im Osten, wenn ich in USA realistisch bei guter Beratung eine Chance von 75-80% hätte?

    Gerne mehr Infos.

    My_Account_82

  • USA: Erfahrung mit Behandlungsmodellen

    • My_Account_82
    • 18. März 2009 um 19:20

      Nach eigener Erfahrung ist die EZS in USA sehr gut organisiert, hat je nach Klinik Erfolgsraten zwischen 40% und 70/80% und bietet Service, der in fast sonst keinem der sonstigen Länder angeboten wird.

      Es ist verwunderlich, das in Europa fast alle Hinweise Richtung Süden, Osten oder Norden gehen. Dabei wird das Thema in USA nicht nur länger, professioneller sondern einfach auch erfolgreicher angegangen.

      Wir sind 2 mal auf Anhieb mit EZS schwanger geworden. Die Klinik in CA ist professionell, dabei klein, mit sehr intensiver Betreuung und wirklich persönlicher Ansprache.
      Zugegeben, ggü. einem 6000,- EURO Pauschal-Angebot in Polen ist USA sicherlich teurer, vor allem wenn man sich für eine gezielte Spenderin entscheidet.
      Wir haben Erfahrung mit beiden Varianten und sind froh, dass die Ostvariante nicht geklappt hat. Dafür dann in USA auf Anhieb.

      Vorteil in USA:

    Mögliche Auswahl einer selbst gewählten Spenderin, bei der Vorerfahrung und Spenderinnenerfolg, Aussehen, Alter, Familiengesundheit etc. bekannt ist.

    Diagnose der Embroys (PGD), um nicht nur genetische Schäden auszuschliessen, sondern auch die Implantationsrate zu optimieren!! Nach neuesten Studien ist die Chance einer Einnistung bei genetisch intakten Embryos über 90%.
    Umgekehrt sind nach PGD-Studien selbst bei jungen Frauen zwischen 50% und 60% der Eizellen genetisch nicht einwandfrei. Wen wundert es da, wenn bei Glückslotterie von 2 Eizellen in Polen selbst von relativ jungen Frauen wundersamerweise keine SS eintritt.
    Vor dem Hintergrund eigentlich kein Wunder.
    Auch wenn schöne Vorzeigetafeln an der Wand hängen. Die kann sicher jede Klinik anbieten. Zuletzt ist es aber nur fair, wenn man die Anzahl der eingetretenen SSen pro EZS-Zyklus (nicht vermischt mit IVF) oder sogar implantierten Embryos für die Patientinnen angibt.

    Leider wird oft mit der Verzweiflung deutscher Frauen angesichts der Gesetzeslage in Deutschland gearbeitet. Und der Bereitschaft von uns, einfach ALLES zu akzeptieren, nur um schwanger zu werden.


    Schade ist, dass USA zu schnell mit Kommerz in Verbindung gebracht wird, obwohl ich persönlich dort sehr gute Erfahrung gemacht habe und die meisten Kliniken öffentlich Statistiken bekannt geben (nachzulesen im Internet) (wer macht das schon im Osten??).

    Gebe gerne mehr bekannt, da ich wünschen würde, dass mehr objektive Information zu dem Thema verfügbar wäre.

    My_Account_82

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