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Gesamtbeschreibung Valencia und Ablauf - überarbeitet

  • Sarah
  • 6. Januar 2003 um 18:05
  • Sarah
    Morula
    Beiträge
    141
    • 6. Januar 2003 um 18:05
    • #1

    Hallo Ihr Lieben,

    nchdem viele Informationen Valencia betreffend, auf so viele Postings hier verstreut sind, fasse ich mal alle meine Infos hier zusammen. Leider ist es schon recht lang geworden, aber noch nicht vollständig. Ich werde es in den nächsten Tagen vervollständigen. Es umfasst, wenn es fertig ist, sowohl Eizellspende wie auch Kryotransfer. Wenn Ihr weitere Infos oder Anregungen habt, werde ich sie gerne mit Hinweis auf die Urheber(in) einfügen.
    Liebe Ggrüße und sagt mir doch bitte, wie Ihr das Posting findet (zu lang, zu uninteressant, zu ???)

    Sarah

    Klinikbeschreibung Valencia

    Allgemeines

    Die Internet-Adresse der Klinik ist http://www.ivi.es und die allgemeine Rufnummer der Klinik lautet 0034 96 305 0900. An der Klinik ist in den verschiedenen Abteilungen deutschsprachiges Personal angestellt. Dabei handelt es sich um einen Teil um Ärzte, um Krankenschwestern wie auch um Betreuungspersonal, das sich um die Abwicklung, die Terminvereinbarungen wie auch die notwendigen Rückfragen kümmert.

    In Valencia sind dies Marianne (Durchwahl 0034 96 305 09 66, Email: marianne@ivi.es ) und Carmen (Durchwahl 0034 96 305 67). Marianne ist in der Regel eher nachmittags da, während Carmen vormittags arbeitet. Je nach Urlaubs- oder Feiertagslage kann sich das allerdings auch ändern.

    Das allgemeine Vorgehen ist wie folgt:

    Erstgespräch

    Erstkontaktaufnahme mit Valencia – sinnigerweise am Besten wohl telefonisch mit Marianne oder Carmen.
    An Unterlagen dafür ist es empfehlenswert bis zum ersten Gespräch in Valencia folgendes zusammenzusuchen:
    1. Blutgruppe der Frau und des Mannes
    2. Kurze Zusammenfassung der bisherigen Untersuchungsergebnisse des behandelnden Arztes (falls dies nicht möglich ist, denke ich, dass auch Kopien der Untersuchungsergebnisse genügen)
    3. es müssen weiterhin aktualisierte (nicht älter als 6 Monate) Tests von Mann und Frau auf
    HIV, Hepatitis B und C vorgelegt werden. In der Internet-Seite steht auch noch Syphilis – aber diese Tests wurden von uns nicht verlangt. Anita gab mir den Tipp, diese Tests am Besten nachzureichen bis zum Beginn der Behandlung (Progynova Einnahme), damit die Tests wirklich frisch und neu sind.

    Wir haben Ende September angerufen und einen knappen Monat später montagsmorgens schon das Erstgespräch gehabt. Allerdings muß ich hier hinzufügen, dass es schneller ging, weil ich bereit war einen englischsprachigen Doktor zu akzeptieren.

    Flug

    Wir haben einen Flug nach Barcelona gebucht und dort dann einen Mietwagen (per Internet bestellt, ca. 100 Euro ) für drei Tage genommen. Über die Autobahn kann man gemütlich fahren, es dauert allerdings drei Stunden und man muß auch noch die Mautgebühren (ca. 50 Eur) bezahlen. Besser ist es daher, direkt nach Valencia zu fliegen und ein Taxi (ca. 10 Euro) vom Flughafen zum Hotel zu nehmen.
    Man kann nach Valencia auch per Miles & More fliegen (30.000 Meilen) Zwischenstop München. Von daher lohnt es sich die Visa Miles & more Kreditkarte zu bestellen, denn man kann die Kosten in Valencia auch per Kreditkarte bezahlen und dass gibt dann auch schon wieder Meilen (pro Euro glaube ich eine Meile).

    Weitere günstige Flugmöglichkeiten kann man gut unter Opodo.de suchen. Außerdem natürlich direkt auf den Spanair und Iberia- Internetseiten. Wer mag, kann auch Germanwings fliegen nach (ich glaube) Alicante und von dort aus auch einen Mietwagen nehmen. Ist kürzer als von Barcelona. Im Forum hieß es auch mal, das es günstig sei, direkt Kontakt mit den Fluglinien aufzunehmen, weil man u.U. beim Kauf gleich mehrerer Tickets eine Menge Rabatt bekommen kann. Das „ordinäre“ Lufthansa Ticket kostet ca. 1300 Euro, nur so zur Info, aber über Opodo habe ich das gleiche Ticket dieser Tage für nur 230 Eur gesehen, unglaublich aber wahr!! Nur wer sucht, spart Geld J

    Hotel

    Zu empfehlen ist auf jeden Fall das Hotel Expo. Es ist ein Konferenzhotel und hat auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel, aber ist blitzeblank und vor allem im Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbar. Es gibt dort Spezial Raten, wenn man sagt, dass man für eine Behandlung im IVI kommt. Beim Erstgespräch zahlten wir für ein Doppelzimmer ohne Frühstück brutto ca. 63 Euro pro Nacht zusammen! Beim Transfer zahlte ich den gleichen Preis für ein Einzelzimmer mit Frühstück (das ein Frühstück dabei war, erführ ich allerdings erst am Morgen danach – nachdem ich nicht gefrühstückt hatte ;-(( ) Laßt Euch am Besten mit der Reservierungszentrale verbinden und ein Bestätigungsfax schicken. Sie bieten auch Bestätigungsemail an, aber leider hat das bei mir nicht geklappt.

    Im Zimmer sind u.a. Fernsehen (Sat1, Sportfernsehen, Viva..), eine Minibar, ein Badewanne. Laßt Euch am Besten ein ruhiges Zimmer nach hinten auf das Einkaufszentrum geben. Nach vorne raus liegt eine große Einfallsstraße nach Valencia, auf der Nachts viel los ist. Das Einkaufszentrum lässt keine Wünsche offen: ZARA, großes spanisches Kaufhaus (El Corte Ingles), C&A, Parfümerien, Schuhgeschäfte, Metro-Station, McDonalds, Burger King .......

    Zu Fuß ist das IVI von dort in nur 10 Minuten zu erreichen.

    Selbstverständlich könnt Ihr auch noch andere Hotels über Reservierungssysteme wie http://www.hrs.de suchen.

    Erstgespräch

    Wir sind morgens hinübergetrappst, nachdem wir bereits am Abend unserer Ankunft vorsichtshalber den Weg erkundet hatten. Da es Anitas letzter Tag war, war es leider ziemlich hektisch und sie hatte wenig Zeit und Kopf für uns (Anita Thiems ist nicht mehr im Team des IVI). Zuerst bespricht man mit ihr die Unterlagen, die man dabei hat und gibt sie ihr. Sie tippt das meiste dann schnell in den PC ein und stellt noch einige Zusatzfragen (kann mich leider nicht mehr daran erinnern, war aber nichts weltbewegendes). Dann kann man seine Fragen stellen und im Anschluß daran trifft man dann den Arzt in einem anderen Untersuchungszimmer. Dort ebenfalls eine kurze Besprechung, während der Arzt im Computer die Unterlagen checkt (sie liegen aber auch noch neben ihm in einer Aktenmappe).

    Da wir keine großen Fragen hatten, bat er mich noch kurz auf den Stuhl und führt probeweise einen Transferkatheter ein, um herauszufinden, ob dies problemlos möglich sei. War es zum Glück auch.

    Danach waren wir fürs Erste entlassen. Anita händigte uns einen Vertrag aus, den wir durchlesen sollten. Wenn wir wollten, könnten wir ihn auch gleich unterschreiben und den Vertragsbestandteil (besondere Kennzeichen der Frau und des Mannes) ausfüllen, aber es wäre genauso okay, wenn wir erst zurück nach Hause fliegen würden und ihn später oder eben auch gar nicht abgeben würden. Da ich Juristin bin :wink: las ich ihn gleich durch, befand ihn für okay und unterschrieb. Dito mein Mann. Dann riefen wir wieder Anita, die uns daraufhin eine Kopie des Vertrages gab und ihn bat in das kleine Räumchen zur Spermiengewinnung zu gehen. Ich dürfe mitgehen. Der Raum ist mit Stuhl, Video mit ähem, na ja anregenden Filmen und Heftchen ausgestattet. Das diese auf spanisch sind, stört wohl in dem Moment nicht.... Ach ja, Waschbecken ist natürlich auch da. Die kostbaren kleinen werden gleich im Raum nebenan abgegeben, aufbereitet und in mehreren Portionen eingefroren. Ach ja, vor der Spermienabgabe waren wir selbstverständlich etwa 3-5 Tage enthaltsam :wink:...

    Mein Mann musste eine Erklärung unterzeichnen, dass dieses Material von ihm stammt. Weiterhin war auch noch eine Erklärung zu unterzeichnen, dass wir wissen, das alles auch dem spanischen Datenschutzgesetz unterliegt.
    Dann händigte Anita uns noch die Unterlagen aus, welche Medikamente wir brauchen würden und wie das weitere Vorgehen aussehen wird.

    Medikamente und Medikation

    Es gibt zwei unterschiedliche Medikationen: Man soll sich entweder eine Spritze Decapeptyl Depot 3,75 und 5 Päcken Progynova 21 sowie 5 Päckchen Utrogest besorgen oder nur die letztere beiden. Außerdem natürlich täglich Folsäure nehmen. Mit dem Arzt wird besprochen, ob er eine Downregulierung für erforderlich hält (dann das Deca) oder nicht. Die DR findet am 22. ZT intramuskulär statt. Dann wartet man bis die Periode einsetzt und lässt zwischen dem 1 und 3 ZT einen Ultraschall machen. Wenn die behandelnden Ärzte das okay geben, ruft man das IVI an. Dann fängt man abends mit dem Progynova an. Die ersten 8 Tage nimmt man morgens eine, die nächsten drei Tage morgens und abends und dann dreimal täglich eine. Zwischen dem 14. und 18. Zyklustag lässt man noch mal einen Ultraschall machen und den E2 Wert bestimmen. (Bei mir waren 8,4 mm Schleimhaut und E2 von ca. 250 okay,um in die Warteliste aufgenommen zu werden. Ich habe übrigens sicherheitshalber auch FSH und LH bestimmen lassen, um zu wissen ob das Deca gewirkt hat!)

    Dann erneutes Telefonat IVI und jetzt ist man in der Warteliste drin!! Bei diesem Telefonat sagte mir Carmen, dass diese zwei Untersuchungen alle 14 Tage zu wiederholen seien, es sei denn das IVI meldet sich für einen Transfer früher.
    Bei mir hat der Transfer so um den 30. Tag stattgefunden, bei anderen etwas später. Wenn vor dem Transfer eine Blutung stattfindet, sofort das IVI anrufen.


    Kasse und Kosten überhaupt

    Okay, dann ging es zur Kasse.
    Am Erstgesprächstag sind die Kosten für das Erstgespräch (Eur 258, wie auch die Kryokosten) zu bezahlen. Weiterhin werden bis zum Behandlungsbeginn 2.000 Euro fällig, die man entweder überweisen kann (man bekommt die internationale Bankverbindung des IVI) wie auch per Kreditkarte und natürlich auch bar zahlen kann. Wir haben gleich per KK bezahlt – hatten uns vorher zu Hause vergewissert, dass wir auch ein so hohes Limit haben. Das kann man problemlos entweder bei der Bank erfahren oder man ruft das Servicecenter seiner Kreditkarte an und läßt das Limit temporär heraufsetzen. (Vorsicht vor Taschendieben, mir haben sie in Valencia am Strand meine neue Digitalkamera geklaut, sonst aber nichts).


    Preisliste
    Eizellenspende
    (Preis pro Zyklus der Behandlung)

    Normale Techniken
    Labor Vorbereitung und weitere Behandlung 3.447 EUR
    Spermien Mikroinjektion 511 EUR
    Embryonenübertragung 823 EUR

    Andere Techniken
    Kryokonservierung der Embryonen
    Jährliche Konservierung von eingefrorenen Embryonen 333,00
    Berechnet ab zweites jahr der Konservierung 601 EUR

    Verlängerte Embryonen Kultur (co-Kultur) 150 - 478 EUR
    Ich nehme an Blasto-Kultur?

    Beistand Hatching / Fragmenten Aspiration 319 – 542 EUR
    Kryokonservierung des Samens 72,12 EUR
    Samenspende 219,97 EUR

    Für jeden Zyklus wird eine Anzahlung von EUR 2.000 Bezahlt. Wenn man die Behandlung beendet vor Anfang der Eizellenspende ist diese Zurückbezahlung möglich, abgesehen von den bisher angefallenen Kosten.
    Preise gültig bis Ende 2002


    Uh, der Rest und Vertrag folgt noch!!!


    Transfer

    Donnerstags wurde ich angerufen, dass man eine passende Spenderin gefunden hätte. Die Punktion würde Freitag stattfinden, und Samstag würde man mich wieder kontaktieren, wie viel Eizellen befruchtet wären. Der Transfer würde voraussichtlich am Montag Nachmittag stattfinden. (Im allgemeinen wären Transfers eher nachmittags.) Ich war gespannt wie ein Flitzebogen und tatsächlich kam Samstag Mittag der erlösende Anruf 9 Embryos wären gefunden und viertel vor fünf sei am Montag der Transferzeitpunkt (Ich hatte keine Blastos bestellt – wer sich darin auskennt, möge sich bitte hier melden!!).

    Ich sollte ein Nachthemd, Hausschuhe, Bademantel mitbringen. Außerdem sollte ich mit einer vollen Blase dort auflaufen, also nicht auf Toilette gehen, sondern gut zwei Glas Wasser vorher getrunken haben. Hier mein Tipp, trinkt nicht zu viel – ich habe eine solch volle Blase gehabt, dass sogar der Arzt beeindruckt war und die tut ganz schön weh, wenn über gut 5 Minuten ein Ultraschallgerät darauf gerichtet ist..... Außerdem könnte man heulen, wenn man soo lange nicht auf Klo darf. Das Leitungswasser in Valencia ist stark gechlort und von daher auch nicht zu empfehlen.

    Ich solle im Übrigen auch eine Viertelstunde vor Transfer dort auflaufen.

    Ab dem Anruf nahm ich zu den 3 Progynova täglich auch noch abends und morgens 4 Utrogest vaginal ein. Wenn alles klappt, muß man diese Medis übrigens die nächsten 100 Tage lang so nehmen, sagte Marianne mir..J


    Transfer


    Man bekommt dort im zweiten Stock ein eigenes Zimmer mit Dusche und WC (aber man soll ja nicht aufs Töpfchen). Man legt dort die Nachtwäsche an und die Hausschuhe – keine Unterwäsche. Nach einiger Zeit wird man gebeten im Bademantel Marianne oder Carmen zu folgen und es geht einen Stock höher. Dort bekommt man eine „Duschhaube“ für die Haare und Plastikfolienüberzieher für die Hausschuhe ausgehändigt. Dort gelangt man in eine sterile Wartezone. Anschließend geht es dann in die Transferarena :wink: einem kleinen Raum. Ein Assistent oder Arzt führt den Ultraschall von oben (Bauch) durch und der andere bereitet den Transfer vor. Eine Assistentin sitzt derweil am PC. Im Nebenraum werden die Kleinen in einen Katheter aufgezogen. Mir hat man die zwei Krümel gezeigt als US-Bilder und ich habe angefangen mit dem Arzt zu diskutieren, warum nicht drei? Er hat sich viel Zeit genommen, mich zu überzeugen, dass meine Chancen nur um 5 % besser würden, aber gleichzeitig die Fehlentwicklungsmöglichkeiten für die Kleinen so groß werden würden. Ich hätte aber auch darauf bestehen können, drei transferiert zu bekommen, gab mich für meinen ersten Transfer überhaupt aber mit zwei zufrieden. Nach dem Transfer wurde geschaut, ob der Katheter leer ist. Ich konnte auch das Alter meiner Spenderin erfahren. 21 Jahre. Von meinen 9 Embryos waren bis zum Transfertag nur noch etwa 6 übriggeblieben. (ICSI). Diese wurden eingefroren.
    Der Arzt händigte mir einen Brief mit einem US von meiner Gebärmutter aus, auf dem der Ort des Transfers deutlich gemacht worden war, wie auch einen Brief mit allgemeinen Verhaltensregeln (Leben sie ihr übliches Leben weiter, Kein heftiger Sport, Kein schweres Tragen, Kein Sex und auf dem das Datum des SS-Tests vermerkt war.

    Dann wurde ich auf eine daneben bereitgestellte Liege verfrachtet und zu meinem Zimmer einen Stock tiefer gerollt (Zugedeckt natürlich). Hier sollte ich eine Viertelstunde liegen bleiben und dann mich anziehen. Anschließend habe ich dann den Rest der Kosten in der Kasse beglichen und mich auf den Weg ins Hotel gemacht.

    Der Test war leider negativ. ( 14 Tage nach PU).


    Kryotransfer

    Die Vorbereitung auf einen Kryotransfer findet genauso statt wie auf einen normalen Transfer. Die Ärzte verlangen in der Regel einen Monat Wartezeit.

    Und wenn man im normalen Zyklus downreguliert wurde, dann ist das auch als Vorbereitung auf den Kryotransfer notwendig.

    Also ergibt sich zwischen dem Frischtransfer und dem Kryotransfer fast automatisch eine Wartezeit von einem Zyklus, da ja die Downregulierung erst am Ende eines Zyklusses erfolgen kann.

    Man kann zwar darauf bestehen, den Transfer gleich im folgenden Zyklus durchzuführen, aber das wird wohl nicht so gerne gesehen und führt zu größeren Diskussionen zwischen Arzt, Carmen/Marianne und dem patienten. Also etwas für Nervenstarke...

    Der Aufbau für den Kryotransfer folgt den gleichen Regeln wie beim Frischtransfer.

    Aufgetaut wird immer zwei Tage vor dem Transfer, um die Entwicklung der Embryos überwachen zu können. Es soll auch täglich Kontakt seitens der Klinik zur Patientin erfolgen mit Meldung des Zustands der Eisbären :smile:. Ob das allerdings funktionieren wird, kann ich bisher noch nicht sagen.

    Carmen sagte, daß das Labor etwa eine Woche bis 10 Tage vorab die Info braucht, daß die Schleimhaut für einen Transfer genügend aufgebaut ist - also nach Tag 14 - 18 des Zyklus noch einmal gut eine Woche dazurechnen bis zum Transfertermin. Außerdem beschäftigen sie dort das Labor ungern am Wochenende (versteht sich) und von daher bevorzugen sie Transfertermine ab Mittwoch nachmittags, aber in Ausnahmefällen halt auch anders (auch am Wochenende).


    [size=18px]So, jetzt kommt noch mein Nachtrag zur ARt der Entbindung: [/size]


    Wenn man eine normale, vaginale Geburt hatte, kann man bereits ein halbes Jahr später wieder einen Transfer durchführen lassen. (In meinem Fall wären dies Kryos.) Wenn man dagegen einen Kaiserschnitt hatte, heißt es wohl 1,5 Jahre warten... lt. Auskunft Dr. Aizpurua/IV.

    Tja, also was man alles vorher wissen muss.....


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Sarah am 2003-02-12 16:55 ]</font>

  • Dorothe
    8-Zeller
    Beiträge
    92
    • 6. Januar 2003 um 20:38
    • #2

    Gesamtbeschreibung Valencia und Ablauf - überarbeitet

    Hallo Sarah,
    ich finde Deine Zusammenfassung über Valencia Klasse. Da ich im Februar zum ersten Mal dort sein werde, beruhigt mich Deine Beschreibung sehr. Ich habe leider nicht ganz verstanden, wann man nach dem ersten Gespräch mit Progynova beginnt beziehungsweise wann dann der Transfer erfolgt. Es wäre nett, wenn Du mir dies nochmals genauer erklären würdest.

    Liebe Grüße, Dorothe

  • Sarah
    Morula
    Beiträge
    141
    • 6. Januar 2003 um 20:52
    • #3

    Gesamtbeschreibung Valencia und Ablauf - überarbeitet

    hallo Dorothe,

    danke für Deine Mail.

    Also der Beginn mit Progynova hängt davon ab, ob man noch eigene Zyklen hat, oder nicht. Da Du in einer anderen Mail geschrieben hast, daß Du zwar noch eigene Eizellen hast, aber die Qualität wohl nicht mehr so toll zu sein scheint, gehe ich mal davon aus, daß Du noch regelmäßige Zyklen hast. Von daher wird während Deines ganz normalen Zyklus am 22. Zyklustag vermutlich eine Spritze Decapeptyl Depot fällig sein. Dies ist ein Medikament, das die körpereigenen Speicher an GnRh ausschüttet. Wenn man kein GnRH hat, kann man auch kein FSH und LH ausschütten. Ohne diese zwei Hormone werden aber die Eierstöcke stillgelegt und es reifen keine neuen Follikel heran. Es wird also quasi der Zyklus stillgelegt und man wird in künstliche Wechseljahre versetzt. Dies wird notwendig, weil man ja nicht mit dem Zyklus der Spenderin zeitgleich ist.

    Somit wird verhindert, daß Du z.Bsp. am 30. Tag einen Transfer bekommst und aber Dein Körper sich zu diesem Zeitpunkt innerlich auf Abbruchblutung eingestellt hat.

    Also am 22. ZT diese Spritze und dann kommt innerhalb der nächsten drei bis 8 Tage Deine Periode. Innerhalb der ersten drei Tage dieser Periode kommt der erste Ultraschall bei Deiner betreuenden Gyn ob alles okay ist - also alles abblutet, keine Zysten oder so ähnliches da sind. Wenn das okay ist, kommt Dein erster Anruf in Valencia und sie geben Dir das Okay mit dem Progynova anzufangen. Und dann läuft's los!!

    Wenn Du noch Fragen hast, stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung :smile:

    Liebe Grüße und einen schönen Abend

    Sarah

  • Dorothe
    8-Zeller
    Beiträge
    92
    • 6. Januar 2003 um 21:09
    • #4

    Gesamtbeschreibung Valencia und Ablauf - überarbeitet

    Liebe Sarah, herzlichen Dank für Deine ausführliche Erklärung. Da Du Dich so freundlich bereit erklärt hast, auch weitere Frage zu beantworten, bin ich so frei und stelle noch eine Frage. Sehe ich das richtig, dass bereits ca. 30- 40 Tage nach Beginn der Progynova-Einnahme der Transfer erfolgt oder handelt es sich hierbei um eine Art Zyklus, den man über mehrere Monate bis zum Transfer über sich ergehen lassen muss?

    Nochmals herzlichen Dank für Deine Hilfsbereitschaft. Wünsche Dir auch noch einen schönen Abend, Dorothe.

  • Sarah
    Morula
    Beiträge
    141
    • 6. Januar 2003 um 22:23
    • #5

    Gesamtbeschreibung Valencia und Ablauf - überarbeitet

    Hi,

    also das siehst Du absolut richtig!! Es kann allerdings im Einzelfall auch mal bis zum 55 Zyklustag dauern. Dies war aber der späteste Termin, von dem ich hier im Forum gelesen habe. Rein theoretisch kann man die Einnahme der Medikamente bis zu 100 Tage fortsetzen.

    Liebe Grüße

    Sarah

  • Chiara
    Gast
    • 7. Januar 2003 um 17:49
    • #6

    Gesamtbeschreibung Valencia und Ablauf - überarbeitet

    Hallo Sarah

    Habe gerade deinen Bericht über Valencia gelesen. Große Klasse. vielen Dank. War auch noch nicht da, wir wollen aber auf jeden Fall hin, falls wir uns für eine anonyme Spenderin entscheiden.

    Liebe Grüße Chiara

  • Liane
    8-Zeller
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    1
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    114
    • 7. Januar 2003 um 19:57
    • #7

    Gesamtbeschreibung Valencia und Ablauf - überarbeitet

    Hallo Sarah, vielen, vielen Dank für den tollen Bericht. Da habe ich dann schonmal eine ganz gute Vorstellung bekommen. Ich habe auch noch eine Frage zu dem Decapeptyl. Ich hatte bisher 2 mal einen Kryozyklus (mit meinen eigenen EZ). Das erste mal hatte ich die Spritze, beim zweiten Mal (ein halbes Jahr später) nicht mehr, weil mein Arzt meinte, daß es jetzt generell ohne gemacht wird. Da war ich auch ganz froh drüber, weil es anschließend (nach Blutung nach fehlgeschlagenem Versuch) bestimmt 3 Monate gedauert hat, bis ich meine Regel wieder bekommen habe. Außerdem ging es mir 2 oder 3 Tage nach der Spritze nicht so gut, wobei ich mir natürlich nicht sicher bin, ob es tatsächlich von der Spritze gekommen ist. Hat Dir der behandelnde Arzt gesagt, daß die Spritze generell gegeben wird, wenn man noch einen Zyklus hat? Nochmals vielen Dank für die Mühe, die Du Dir mit Deinem Bericht gemacht hast. Viele Grüße Liane

  • Sarah
    Morula
    Beiträge
    141
    • 27. Juni 2003 um 22:09
    • #8

    Gesamtbeschreibung Valencia und Ablauf - überarbeitet

    schwupps nach oben

  • Kathinka
    4-Zeller
    Beiträge
    73
    • 30. Juni 2003 um 10:30
    • #9

    Gesamtbeschreibung Valencia und Ablauf - überarbeitet

    Hallo Ihr Lieben,
    ich komme gerade aus Valencia zurück und kann Sarahs ausführlichen und hilfreichen Berich insgesamt bestätigen. Hier noch ein paar Details, die vielleicht ganz nützlich sein könnten:
    Für diejenigen, die viel Zeit, wenig Geld und Interesse an Valencia außerhalb des Zentrums haben: Vom Flughafen (1. Stock) fährt für 90 Cent ein Bus bis zum Busbahnhof (= Hotel Expo/Turia), der allerdings um 35 Minuten braucht.
    Wer mit dem Taxti zum IVI fährt, sollte deren Visitenkarte mit Anfahrtsskizze dabei haben oder sich zu der gr. Strasse davor (Valle de la Ballestra) bringen lassen. Ich hatte grösste Mühe meinen Taxifahrer zu diesem neuen Platz zu lotzen, so dass er am Ende meinte, dass würde er sein Leben nicht mehr vergessen :oops:
    Man bekommt im IVI sowohl Wasser als auch einen Bademantel, es muss also beides nicht geschleppt werden.
    Das IVI ist von Juli bis September nur von 8 - 15 Uhr geöffnet.
    In Spanien sollen bis September die Tankwarte der Flughäfen alle 2 Tage für alle 2 Stunden streiken. Dadurch kann es immer wieder zu Verzögerungen kommen.
    Gute Reise, Kathinka

  • Anonymous
    Gast
    • 30. Juni 2003 um 18:35
    • #10

    Gesamtbeschreibung Valencia und Ablauf - überarbeitet

    Ja hallo Kathinka,

    schön, daß Du wieder zurück bist! Wie geht es Dir? Hat der Transfer gut geklappt? Wie viele Blastos hast Du bekommen? Rückflug ohne Unterbrechungen?

    Ich habe das ganze Wochenende mit Dir gezittert und drücke Dir ab sofort ganz, ganz fest die Daumen bis zum SST!
    Denn ich stehe total neben mir, denn DER Anruf aus Valencia kam immer noch nicht....
    obwohl der Doc heute meinte, daß alle Werte weiterhin in Ordnung seien und es losgehen könnte!
    Ganz liebe Grüße aus dem Schwabenland
    Schnörri

  • frowlein
    Blastozyste
    Reaktionen
    3
    Beiträge
    714
    • 30. Juni 2003 um 21:04
    • #11

    Gesamtbeschreibung Valencia und Ablauf - überarbeitet

    @ SCHNÖRRI:

    Nicht auf den Anruf warten, besser ist: Selber mal anrufen und nachfragen! Am besten "Euren" Arzt direkt kontaktieren!!

    Bei meinem 2. (und erfolgreichen) Versuch hing ich schon fast 65 Tage in der Warteschleife (war der ganze spanische Urlaubsmonat August dazwischen; da gibt´s dann weniger Spenderinnen!!) und ich hatte den Eindruck, nur mein Anruf bei Dr. Navarro (jetzt IVI Sevilla) hat das Ganze raant beschleunigt: 2 Tage später kam der Anruf!

    Also: Keine Zurückhaltung. RUF AN!!

    Daumendrückende frowlein

    Bj.62, POF dx 1999,
    EZS IVI
    Ostern 2000: neg.
    Okt. 2000 --> Zwillinge 06/01 (Ende 36.SSW, 1x spontan, 1x Notsectio)

  • Anonymous
    Gast
    • 4. August 2003 um 18:06
    • #12

    Gesamtbeschreibung Valencia und Ablauf - überarbeitet

    Hallo,

    vor wenigen Tagen aus Valencia zurück-gekehrt, habe ich noch ein paar Ergänzungen zu Sarahs wirklich unglaublich ausführlichem und tollem Bericht, der auch mir sehr geholfen hatte! Vielen Dank nochmals!

    Die Bezahlung:
    wir haben die Anzahlung in Höhe von 4.000 Euro nicht gleich beim Erstgespräch getätigt, sondern erst ein paar Wochen später. Denn seit 1. Juli dürfen die Banken für die Auslandsüberweisungen nichts mehr verlangen.

    Der Empfänger, hier also das IVI muß lediglich folgende Angaben machen:
    * die internationale Bankleitzahl (BIC) und
    * die internationale Kontonummer (IBAN)

    Das IVI nannte uns daraufhin
    * BIC: entspräche dem SWIFTCODE CVALESVVXXX (steht auch auf dem Merkblatt, das man nach dem Erstgepräch bekommt). Unsere Bank meinte jedoch, daß die 3 XXXen falsch seien, hier müßte eine Zahl stehen.
    * IBAN: ES88

    Insgesamt haben wir 6.429 Euro für die EZ-Spende mit 2 Blastos gezahlt.
    Eine Krykokonservierung von Embryonen fand nicht statt.

    Zur Rechnungsstellung:
    ich habe Marianne gebeten, der Dame an der Kasse mitzuteilen, daß das IVI mir eine Rechnung über ICSI ausstellt. Ohne Hinweise auf eine Spenderin oder Blastos, versteht sich. Diese "offizielle" Rechnung wird mir zugeschickt und ich habe somit nur einen Papierausdruck über die tatsächlich bezahlten Posten bekommen.

    Ablauf/Qualitätund Vertrauen:
    insgesamt war ich sehr zufrieden mit dem Ablauf. Marianne (Belgierin) übersetzt für alle, die kein englisch oder spanisch können. Sie empfängt und begleitet die Patientin auf das Zimmer und ist auch bei dem Arztgespräch vor dem Transfer dabei.
    Carmen ist mehr für das Telefon zuständig.
    Soraya habe ich auch nur am Telefon erlebt.
    Ich war eine kritische Patientin (besser: Kundin) und stellt einige Fragen bezüglich "Masse und Qualität", interne Kommunikation etc. Hier die Zusammenfassung der Antworten:

    Zur Zeit werden jeden Tag ca. 20 Transfers!!
    von insgesamt 15 erfahrenen Ärzten durch-geführt. Diese Ärzte setzen sich jeden Tag für 1 Stunde zusammen und vergleichen die Anforderungen der Kundinnen mit den Spenderinnen, die anstehenden Transfers usw.
    Es sei egal, wer den Transfer macht, alle seien gleich gut.
    Bei mir war es Frau Dr. Castellon. Sie schien noch jung und arbeitete sehr ruhig und präzise.
    Habe sie fast ein bißchen verärgert, weil ich so kritisch beim Transfer zuschaute und somit total verkrampft war. Beinahe hätten die mir den Kopf festgeschnallt, damit ich nicht immer hochsehe und "kontrolliere".

    Die Moral von der Geschicht: es nützt wirklich nichts, sich vorher verrückt zu machen. Vertraut darauf, daß man sich in den Händen von Experten befindet, die über eine große Erfahrung und Routine verfügen.

    Ärztliche Betreuung zu Hause:
    optimal ist es natürlich, wenn man in der Heimat einen Arzt hat, der sich in Sachen EZ-Spende auskennt und einen die ganze Zeit begleiten kann. Ich kann hier nur meinen Arzt empfehlen (bei Stuttgart), der eng mit IVI zusammenarbeitet. Auf Wunsch maile ich Euch gerne dessen Namen und die Telefon-Nummer.

    Ich weiß zwar nicht, ob ich schwanger bin, da muß ich noch ein paar Tage durchhalten. Aber egal, wie es ausgeht: ich werde dem IVI nicht die Schuld geben, denn dort wurde alles Menschenmögliche getan. Jetzt muß die Natur entscheiden.

    Euch allen sonnige Grüße und ganz, ganz viel Erfolg!!!!!
    Schnörri

  • Vida Fertility Institute

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  • IVI Valencia

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  • Clinica Tambre

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