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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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Fluch oder Segen?

  • nadja
  • 10. Oktober 2008 um 13:55
  • nadja
    4-Zeller
    Beiträge
    55
    • 13. Oktober 2008 um 22:45
    • #21

    Re: Fluch oder Segen?

    Hallo,
    da bin ich ja beruhigt, dass ich nicht die Einzige bin, die vorhat ihr Kind aufzuklären.
    Ich denke unsere Kinder werden da immer ein wenig anders sein als andere, wie beispielsweise auch adoptierte Kinder oder ausländische oder behinderte oder Kindern, die mit zwei Frauen oder zwei Männdern aufwachsen etc. Das ist vielleicht nicht immer leicht. Aber es ist unsere Aufgabe sie stark fürs Leben zu machen und zu sich zu stehen. Wie soll das gehen, wenn um ihre Herkunft so ein Geheimnis gemacht wird?
    Klar erfährt das dann auch die Gesellschaft. Und klar wirds endloses Gerede geben. Aber wenn es Euer Weg ist, dann ist er auch richtig, oder?
    Nadja

  • Claudia33
    Morula
    Beiträge
    225
    • 13. Oktober 2008 um 23:03
    • #22

    Re: Fluch oder Segen?

    Hallo Narzisse,

    danke erst mal für den Link. Werde ich mal versuchen, mich da trotz schlechtem Englisch da reinzulesen...

    Es wäre schön, wenn Du trotz Deiner Mega- Belastung mit drei Kindern, bereit wärst, immer mal wieder über die Aufklärung zu berichten.
    Nachdem Deine Älteste ja meinem Ältesten zwei Jahren voraus ist, würde ich nämlich gerne von Deinen Erfahrungen wissen wollen. Falls wir auch aufklären(Ja;Nein?), wäre es nämlich sehr interessant.

    LG Claudia

  • Honey
    Morula
    Beiträge
    311
    • 22. Oktober 2008 um 16:02
    • #23

    Re: Fluch oder Segen?

    Hallo,

    ich verstehe sehr gut beide Seiten - Pro und Contra. Und ich kann auch nicht sagen, welches nun wirklich der richtige Weg ist.

    Ich möchte nur eines vermeiden: Dass mein Kind dafür kämpfen soll, dass die EZSP doch bitteschön in Deutschland anerkannt werden sollte! Dies möchte ich meinem Kind nicht (!) zumuten!

    Ich habe letzte Woche meiner Frauenärztin von unserer geplanten EZSP erzählt.
    Sie sagte dazu Folgendes:
    "EZSP ist in D illegal ! Aber nicht meldepflichtig, sonst müsste ich dies melden!" :o

    So, Ihr Lieben, so weit ist unsere Gesellschaft in Deutschland, dass noch nicht einmal Frauenärzte wissen, dass es nicht (!) illegal ist, wenn man dies als Deutsche im Ausland macht. Einige Frauenärzte in D verurteilen die EZSP. Wie sollten da die Nachbarn, Lehrer, entfernte Bekannte, Kollegen, Mitschüler, usw. den besseren Weitblick haben, um vernünftig mit dem Thema umzugehen.... ???

    Ich würde es sehr gerne jedem erzählen. Ich könnte damit umgehen, so stark wäre ich dafür. Habe schon andere Dinge in meinem Leben durchgestanden. Aber mein Kind nicht. Soll mein Kind jedem erklären müssen, auf welche "exotische" Weise es entstanden ist? Nein, danke. Ich möchte nicht, dass das Kind zum Gesprächsthema wird. Wenn es einmal gesagt ist, müsste das Kind im Kindergarten, in der Schule, in der Ausbildung, immer und immer wieder dies erklären. Wozu???

    Noch etwas:
    Ich habe mehrere Geschwister. Ich schlage in meiner Familie völlig aus der "Art". Ich habe mich mein Leben lang gefragt, ob ich "dazu" gehöre, oder vielleicht doch im Krankenhaus vertauscht wurde, oder so. Vor einem Jahr habe ich meine Eltern direkt gefragt, ob mein Vater mein Vater ist. Da ich meinen Vater sehr liebe, hätte es nichts an meiner Bindung zu ihm geändert! Ich bin die leibliche Tochter meiner Eltern. Wenn es nicht so gewesen wäre, wären sie trotzdem meine Eltern gewesen. Sie haben für mich gesorgt, sie haben mich erzogen, sie lieben mich, usw.

    Mein Kind soll im Kleinkindalter nicht das Gefühl haben, dass ich irgendwie doch nicht seine Mutter bin, weil ich meinem Kind von der Eizelle einer anderen "unbekannten" Frau erzähle. Ich bin seine Mutter, liebe es, sorge für mein Kind, das Kind soll sich vollkommen geborgen fühlen. Und es soll vor allem nicht von anderen hören, dass es ja auf "illegalem" Wege entstanden ist. Die Menschen sind eben manchmal hart und gemein, wenn sie über andere tratschen können ...

    Ich möchte jetzt erstmal eine entspannte Schwangerschaft haben, ohne Diskussionen mit anderen Leuten. Ich möchte es dem Kind eines Tages sagen, aber nicht als Kleinkind, und wenn es sich vermeiden lässt, auch nicht als Jungendliche(r).

    In Spanien ist die EZSP übrigens auch anonym und schon seit über 10 Jahren praktiziert. Vielleicht kann man in Amerika heute mit dem Thema schon entspannter umgehen ( da es hierzu ja schon Bücher gibt). Aber in Deutschland, und hier muss unser Kind nun mal leben, werden im TV noch heisse Diskussionen hierüber geführt, und die EZSP wird von einigen Seiten verurteilt...

    Dies ist nur meine Meinung hierzu, und jeder darf eine andere haben :wink:

    Liebe Grüße, Honey

    1. EZSP 2008: Fehlgeburt 9. SSW
    2. EZSP 2009: Versuch abgebrochen
    3. EZSP 2010: schwanger ... und Geburt eines süßen Töchterns :)

  • romy
    Blastozyste
    Beiträge
    995
    • 22. Oktober 2008 um 16:25
    • #24

    Re: Fluch oder Segen?

    Gutes posting, Honey!

    Für mich bleiben zwei zentrale Fragen.

    Bei anonymer Spende: Welchen Nutzen hat ein Kind davon, zu erfahren, dass es NICHT das genetische Kind seiner Mutter/seiner Eltern ist? Ohne Weiteres in Erfahrung bringen zu können?

    Meiner Meinung nach überhaupt keinen.


    Bei offener Spende: Wie will man sich gegen all die Eventualitäten absichern, die aus dieser delikaten Beziehung entstehen könnten? Stichworte: eigene Kinderlosigkeit oder Kinderdramen der Spenderin, Unfähigkeit, mit der Situation umzugehen und eine adäquate Distanz zu halten, andere Einstellung zu Mutterschaft und Erziehung, kulturelle Unterschiede samt den dazugehörigen Problemen, späteres Bereuen der Spende, Erbrecht, Erpressung, psychische Krankheiten... das alles nicht nur die Spenderin, sondern auch deren Partner/Umfeld betreffend... Wir sind doch alle keine 2o mehr und haben schon das ein oder andere mit unseren Mitmenschen erlebt. (Eher würde ich ein gemeinsames Girokonto mit einem mir völlig unbekannten Menschen eröffnen)
    Das mit der "Patentante mit der kleinen Eizelle", ja, das ist ein schönes Idyll. Wenn es denn so klappt.

    Gruß Romy

  • Duplicate3
    Morula
    Beiträge
    316
    • 22. Oktober 2008 um 20:43
    • #25

    Re: Fluch oder Segen?

    @ Romy und Honey

    Danke sehr gute postings.

    Ich kann nur noch was anfügen:

    Irgendwann einmal lange vor EZS sprach ich mit einer Psychologin über die Repromedizin. Irgendwann kam das Thema Fremdspenden. Sie fand es "hochinteressant" Kinder zu beobachten die aus Fremdspenden entstanden waren ob sie sich von "leiblichen" entscheiden. Ich würde nicht wollen, dass mein Kind ein "Beobachtungsobjekt" wäre.

    Elißabeth

  • Nina T.
    4-Zeller
    Beiträge
    66
    • 23. Oktober 2008 um 00:00
    • #26

    Re: Fluch oder Segen?

    Auch von mir ein Dankeschoen an honey und romy fuer die tollen Beitraege zu diesem Thema.

    Es gibt mir nochmals die Gewissheit diese Frage richtig entschieden zu haben.

    Nina

    Zwillinge 4 / 06 von Novum / Warschau

  • nadja
    4-Zeller
    Beiträge
    55
    • 23. Oktober 2008 um 19:07
    • #27

    Re: Fluch oder Segen?

    Hallo,
    mich erinnert diese Diskussion hier ein bisschen an das was man so aus den 60er Jahren lesen kann zum Theme adoptierte Kinder. Wirklich ganz ähnliche Argumente.
    Heute würde niemand mehr dazu raten adoptierte Kinder nicht aufzuklären.
    Und, Romy, natürlich wird das sicher nicht immer einfach sein, die andere Mutter irgendwo ins eigene Weltbild und die des Kindes zu integrieren. Aber es gibt sie nun mal! Das lässt sich nicht einfach weg verschweigen.
    Aber das sieht wohl jeder anders.
    Nur eine Sache steht felsenfest: sollte eines eurer Kinder irgendwann mal viel später von jemand anderem erfahren, dass ihr nicht die genetische Mutter seid, dann ist das so ziemlich die allergrößte Katastrophe, die einem Menschen passieren kann, mit irreparablem Vertrauensverlust. Und überhaupt nicht zu verantworten, wenn man dann nicht mal weiß wie die genetische Mutter heisst.
    Nadja

  • Honey
    Morula
    Beiträge
    311
    • 23. Oktober 2008 um 20:15
    • #28

    Re: Fluch oder Segen?

    Hallo, liebe nadja,

    wir leben heute in den 60er Jahren - was die EZSP betrifft, leider !

    Heute, nach 30 oder 40 Jahren, kann man leicht darüber den Kopf schütteln, dass Adoptierte nicht aufgeklärt wurden. Damals schien dies aber in der damaligen Gesellschaft ein riesiges Problem zu sein. So wie heute eben bei EZSP.

    Familiengeheimnisse können manchmal auch schützen. Z.B.: das adoptierte Kind ist das Kind einer vergewaltigten Mutter, oder aus Inzest enstanden, oder oder ... Wie will man dies einem kleinen Kind erklären, ohne dass es problematisch wird für das Kind?
    Soll man das kleine Kind wirklich mit seiner drogensüchtigen, oder suizidgefährdeten Mutter konfrontrieren? Mütter geben ihre Kinder nur ab, aus trifftigen persönlichen Gründen. Für diese Mütter ist diese Entscheidung sicher sehr schwer. Aber wichtig ist immer(!): Was ist wirklich für das Kind gut? Hier ist auch immer das Jugendamt mit im Spiel.
    Das heisst, wenn das Kind die leibliche Mutter trifft, dann nur in Begleitung des Jugendamtes. Man kann Adoption nicht mit EZSP vergleichen. Adoption ist im realen Leben sehr viel komplizierter.
    Was meinst du, weshalb es Baby-Klappen gibt? Damit die verzweifelten Mütter anonym bleiben können, weil sie selbst anonym bleiben wollen.

    Nur wenige Adoptionen laufen von Anfang an offen ab. Das heisst, die leibliche Mutter bekommt z.B. jährlich Briefe mit Photos vom Kind, und zwar von der Mutter zugeschickt (über das Jugendamt), die das Kind adoptiert hat. Und das nennt man dann "offene Adoption".

    Das war jetzt mal ein kleiner Schwenker zum Thema Adoption ...

    Und was heute Psychiater, Pädagogen usw betrifft: Frage 2 Psychiater und du bekommst 2 Antworten ... und in 10 Jahren hast du schon 20 Meinungen zu dem Thema gelesen... Sie reden meistens über Dinge, die sie selbst nicht erlebt haben, nicht in der jeweiligen Situation und Zeit.

    Nun zu EZSP:

    Ich fände es sehr gut, wenn das Kind die Möglichkeit hätte, die genetische Mutter eines Tages kennenzulernen.

    Nur wie soll dies praktisch funktionieren?
    Die Spenderin hat vielleicht, 3 mal oder noch öfter gespendet. Meinst du, sie hat wirklich (!) ein echtes Interesse daran, diese Kinder kennenzulernen?
    Sie hatte keine Schwangerschaft (wie bei Adoption) mit dem Kind erlebt. Sie hat keinerlei Bindung zu dem Kind aufgebaut.
    Ihr wurden Eizellen entnommen. Aber sie hat kein Kind geboren. DAS ist ein sehr großer Unterschied.

    Ich musste eines lernen: Manchmal muss man sich zwischen "Falsch" und "Falsch" entscheiden. Manchmal gibt es kein "Richtig".... da das Leben sehr viel komplizierter ist.

    Nadja, ich finde es trotzdem gut, dass du deine Meinung schreibst. Und vielleicht liege ich auch völlig daneben mit meiner Meinung. Nur jeder muss dies für sich selbst entscheiden. Dies nimmt einen keiner ab!

    Liebe Grüße, Honey

    1. EZSP 2008: Fehlgeburt 9. SSW
    2. EZSP 2009: Versuch abgebrochen
    3. EZSP 2010: schwanger ... und Geburt eines süßen Töchterns :)

  • Malo
    Morula
    Beiträge
    215
    • 23. Oktober 2008 um 21:38
    • #29

    Re: Fluch oder Segen?

    Hallo,
    kennt Ihr schon diese Seiten? Die fand ich auch neben der englischen http://www.dcnetwork.org wirklich sehr interessant.
    Da sprechen erwachsen gewordene Kinder, die dank Samenspende gezeugt wurden.

    http://www.di-kind.de/ , http://www.kindaussamenspende.ch/Spenderkinder/Home.html

    Viele Grüsse, Maria.

    Zech-Institut Pilsen,EZS 10/2008 negativ,
    KET 02/2009 negativ.
    Unica, Brünn:EZS 09/09 negativ,KET 26.11.09 positiv, 15.SSW missed abortion, Ausschabung

  • romy
    Blastozyste
    Beiträge
    995
    • 24. Oktober 2008 um 10:26
    • #30

    Re: Fluch oder Segen?

    Hallo,

    das Problem bei sowas ist immer: die Vergleichsgruppen fehlen, a) diejenigen, die es nicht wissen und b) auch diejenigen, die es wissen und die kein Problem damit haben und für die es daher kein Thema ist.

    Mal andersrum gefragt: Würdet ihr es wissen wollen, wenn ihr selber EZS-Kind wäret? Und würdet ihr als Spenderinnen wissen wollen, ob eurer Spende ein Kind entsprungen ist? Und wenn ja, würdet ihr Kontakt zu diesem Kind wollen?

    Ich würde alle Fragen mit "Nein" beantworten.

    Übrigens meine ich: der thread sollte, der späteren Auffindbarkeit wegen, in den Ordner "Psychisches" verschoben werden.

    Viele Grüße
    Romy

  • glueckskind0705
    2-Zeller
    Beiträge
    39
    • 24. Oktober 2008 um 11:06
    • #31

    Re: Fluch oder Segen?

    Hallo,
    ich kann Romy nur Recht geben. Auch ich kann nur alle drei Fragen mit nein beantworten.Durch undendlich vielGlück habe ich mittlerweile drei Kinder durch EZP, eine jetzt dreijährige und 1 jährige Zwillinge. Ich werde es meinen Kindern nicht erzählen,obwohl ich in der Zeit vor den Kindern schon über das "Sagen" nachgedacht habe.
    Heute sehe ich das anders. Sie sind meine Kinder, mit Hilfe moderner Medizin und einer einzigen winzigen Zelle plus der Samenzelle meines Mannes entstanden. Diese Zelle ist zwar der Zündfunke, aber das "Feuer" ist entfacht worden, dadurch, dass die dann sich entwickelnden Embryos sich in meine Gebärmutterschleimhaut implantiert haben, zu mir eine "Blutsverbindung" aufgebaut haben und neun Monate in mir gewachsen sind, ohne das alles wäre diese eine Zelle zugrundegegangen und es wäre niemals daraus Leben entstanden, das ist für mich persönlich ein ganz wichtiger Faktor.
    Zusätzlich haben sie alle meine Wünsche, Gefühle und Sehnsüchte nach diesen so heiss ersehnten Kindern gespürt, von mir wurden sie geboren und jeden Tag merke ich mehr, dass es meine Kinder sind. Deshalb halte ich das "Sagen" für mich persönlich für unwichtig, die gespendete Eizelle war der Zündfunke, sonst nichts....Aber das ist nur meine Mein ung und wir weden es so halten.
    Die schönste Erklärung aber hat meine große Maus selbst geliefert. Wir haben über das Kinder kriegen gesprochen , weil eine Freundin von mir schwanger ist, und wir ihr erklätrt haben, dass es sehr schwierig war, bis sie(Unsere Kinder) zu uns kommen konnten, daraufhin stellt meine große Maus fest: Weisst du Mama, das war so, ich erinnere mich ganz genau: Ihr habt gerufen und gerufen wo ist nur meine kleine XXXX, und ich habe gerufen MAMA; PAPA, wo seit ihr und dann haben wir uns endlich gefunden und so bin ich zu euch gekommen, das war toll..... und das alles ohne jemals über EZP gesprochen zu haben...
    es grüßt euch euer
    Glückskind

  • nadja
    4-Zeller
    Beiträge
    55
    • 24. Oktober 2008 um 12:40
    • #32

    Re: Fluch oder Segen?

    Hallo,
    natürlich würde ich das wissen wollen woher ich stamme.
    Und wenn ich Spenderin sein würde (was ich mir allerdings sehr schwer vorstellen könnte, es sei denn für eine Freundin oder Verwandte), dann würde ich natürlich auch wissen wollen, wo genetische Kinder von mir leben.
    Eine Eizelle eine kleine winzige Zelle zu bezeichnen, finde ich doch erschütternd. Da ist ALLES abgespeichert, das Aussehen, das Temperament, die Intelligenz, Lebenserwartung, Anlagen für Krankheiten.
    Und eine einzige Biologiestunde kann alles aufdecken, ich habs erlebt schon in den 80ern.
    Oder aber einfach ein Verdacht eurer Kinder später mal, weil die Ohrläppchen eine andere Form haben, weil in der Familie sonst alle Brille tragen, weil der Haaransatz anders aussieht, weil die Geschwister anders aussehen (es gibt ja Frauen, die haben Kinder von verschiedenen Spenderinnen) und und und.
    Jemand der sich ein bisschen auskennt, kann doch sofort sehen, welches Kind zu welchen Eltern gehört und welches nicht. Einfach nur durchs Hinschauen. Sprecht einfach mal mit einem Morphologen oder einem Biologen.
    Sehr euch doch nur mal ganz genau die Tochter von Salma Hayek und ihre Eltern genau an. Das sieht man doch sogar schon auf einem Foto.
    Nadja

  • dtift
    Morula
    Beiträge
    347
    • 24. Oktober 2008 um 13:08
    • #33

    Re: Fluch oder Segen?

    Also ich möchte dazu mal folgendes anmerken.

    Noch vor vielen Jahren gab es nicht die Möglichkeit so genannte Kuckuckskinder zu enttarnen. Viele wußten nicht, ob das wirklich der Vater ist. Heute wird beim leisesten Verdacht ein Test gemacht. Jeden Tag kann man das sogar im Fernsehen machen lassen.

    Im Moment ist gerade in Deutschland die EZS ein Tabuthema und viele wissen gar nicht, was das überhaupt ist. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass sich dies ändern wird und die EZS in den nächsten Jahren rasant zunehmen wird. Und genau deshalb wird es in 10 oder 15 Jahren nicht nur den Vaterschaftstest geben, sondern werden viele einen Mutterschaftstest machen lassen.

    Ich werde mein Kind daher aufklären.

    Bin nur hin und wieder hier.

    Habe eine Tochter Ende 2008 dank Eizellspende bekommen.

  • Lissy
    Morula
    Beiträge
    278
    • 25. Oktober 2008 um 03:20
    • #34

    Re: Fluch oder Segen?

    Es stimmt mich hoffnungsvoll für die Zukunft, dass die Jüngeren hier -
    und ich nehme mal die Zahlenzusätze an den nicks als Indizien -
    eine so erfrischend realistische Einschätzung der Situation beweisen!

    Die älteren Mütter tun sich sichtbar schwerer mit der Wahrheit offen und vorurteilsfrei umzugehen.

    Kopf in den Sand - das hat noch keinem Vogel Strauß wirklich geholfen...
    Wer selbst seine Abstammung zweifelsfrei kennt, kann locker sagen,
    es WÜRDE mich nicht interessieren!
    Würde, könnte - Mutmaßungen ohne jede Aussagekraft!

    Lissy

  • dtift
    Morula
    Beiträge
    347
    • 25. Oktober 2008 um 11:03
    • #35

    Re: Fluch oder Segen?

    Hallo Lissy,

    zähle mich zu älteren. Bin 41. :D

    Bin nur hin und wieder hier.

    Habe eine Tochter Ende 2008 dank Eizellspende bekommen.

  • Purzel44
    8-Zeller
    Beiträge
    154
    • 25. Oktober 2008 um 12:33
    • #36

    Re: Fluch oder Segen?

    [quote author=Lissy link=topic=5089.msg60789#msg60789 date=1224897621]
    Die älteren Mütter tun sich sichtbar schwerer mit der Wahrheit offen und vorurteilsfrei umzugehen.

    Kopf in den Sand - das hat noch keinem Vogel Strauß wirklich geholfen...
    Wer selbst seine Abstammung zweifelsfrei kennt, kann locker sagen,
    es WÜRDE mich nicht interessieren!
    Würde, könnte - Mutmaßungen ohne jede Aussagekraft!

    Lissy
    [/quote]

    Hallo Lissy,
    auch ich gehöre hier zu den "Älteren" und befinde mich im Moment in der Warteschleife für den nächsten EZS-Versuch. Wir haben entschieden, daß wir es dem Kind nicht sagen werden, daß es aus einer EZS stammt. Ich selbst kenne meinen genetischen Vater nicht und ich wollte ihn auch nie kennenlernen. Ich habe zwar Namen und Anschrift von ihm und trotzdem hat mich dieser Mensch nie interessiert. Für mich gibt es nur einen Vater und zwar der Mensch, der mich geliebt, großgezogen und sich zeitlebens um mich gekümmert hat.

    Was bitte sollte ich auch mit meinem "genetischen Vater" besprechen wollen??? Da gibt es nichts!

    Ich finde, jeder sollte das Recht haben dürfen, für sich selbst zu entscheiden, ob er seinem Kind die "Herkunft" erklären möchte oder nicht. Ohne für seine Meinung gleich an den Pranger gestellt zu werden!

    Gruß,
    Purzel44

    04/08 - IB Alicante: 1. EZS (negativ)
    11/08 - IB Alicante: 2. EZS (negativ)
    06/09 - IB Alicante: 3. EZS (Kryo - negativ)

  • Malo
    Morula
    Beiträge
    215
    • 25. Oktober 2008 um 12:43
    • #37

    Re: Fluch oder Segen?

    Hallo Lissy,
    da muss ich mich doch auch gleich outen. Ich bin ganze 47 Jahre jung :razz:

    Und nochmal kurz wie ich die Dinge für mich sehe:
    Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass ich mich als Mutter meiner Kinder erleben werde, und dass die das auch so sehen und fühlen werden. Ich denke, wie andere schon sagten, dass die neune Monate der Schwangerschaft und die Geburt unendlich wichtig sind und uns ein enges, ganz besonderes Band mit unseren Kindern geben. Und das ist ja erst der Anfang...
    Für einen Mann, dessen Kind dank des Spermas eines anderen Mannes gezeugt wurde, stell ich mir das viel schwieriger vor. Und auch da entstehen ja immer wieder ganz enge, wunderschöne Beziehungen nach der Geburt .
    Übrigens ganz herzlichen DAnk bijou für Dein posting !!!

    Und, zusätzlich zu alle dem, bin ich mir der Tatsache sehr bewusst, dass ich ohne Eizellenspenderin kein Kind haben könnte!! Daher bin ich ihr (unbekannterweise) dankbar und werde ich ihr immer einen Platz in unserem Familiensystem geben. Und das bedeutet auch, dass mein Kind darum wissen wird, von Anfang an, ganz selbstverständlich.

    So seh ich das ...

    Viele Grüsse, Maria :hallo:

    Zech-Institut Pilsen,EZS 10/2008 negativ,
    KET 02/2009 negativ.
    Unica, Brünn:EZS 09/09 negativ,KET 26.11.09 positiv, 15.SSW missed abortion, Ausschabung

  • romy
    Blastozyste
    Beiträge
    995
    • 25. Oktober 2008 um 15:58
    • #38

    Re: Fluch oder Segen?

    ...also Lissy, das am Alter festzumachen finde ich wirklich haarsträubend...
    Gruß Romy

  • Duplicate3
    Morula
    Beiträge
    316
    • 25. Oktober 2008 um 19:11
    • #39

    Re: Fluch oder Segen?

    Lizzy bitte warum bist Du so negativ und so voller Vorurteile?

  • Veronica
    8-Zeller
    Beiträge
    96
    • 25. Oktober 2008 um 21:35
    • #40

    Re: Fluch oder Segen?

    Purzel,

    genau das ist es ja, was ich denke: man weiß, das der soziale Vater bzw. Mutter nicht der/die genetische ist. Man hat keinen Kontakt und hat sich nichts zu sagen. Und deshalb bleibt selbstverständlich, in unserem Fall die soziale Mutter, auch immer DIE Mutter.
    Das Entscheidende ist aber, dass Du weißt, dass bei Dir genetischer und sozialer Vater 2 Personen sind. Und es scheint Dir egal.

    Wie kannst Du dann diese wichtige Information Deinem Kind vorenthalten wollen?

    Lieben Gruß, Veronica

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