Re: The same procedure like everytime....
...ruhig Blut, ihr beiden! Schon der Respekt vor Ines' und Chris' persönlicher Tragödie gebietet es, sachlich zu bleiben und nicht persönlich zu werden. Ich denke, wir dürfen uns auch getrost gegenseitig zugute halten, dass wir alle das Beste für Ines und Chris im Sinn haben; jede hier wird sich den beiden irgendwie verpflichtet fühlen. Und das wir unterschiedliche Auffassungen darüber haben, was dieses "Beste" jetzt wäre, das ist legitim.
Elisabeth, zu deinen Fragen:
Warum nicht per PN? Weil ich der Meinung bin, es braucht eine laute Gegenstimme zu all den "Weiter so"-Rufen.
Warum jetzt? Weil ein Negativ immer Anlass zum Innehalten sein sollte, zur Standortbestimmung und zur Orientierung. Hat ein neuer Versuch Sinn? Kann ich ihn mir/uns noch zumuten? Kann ich mir gestatten, aufzuhören? Was ist, wenn sich mein Kinderwunsch nicht erfüllt? Diese Fragen sollte man sich meiner Meinung nach bei jedem Negativ stellen. Mir sind die sofortigen "Blick nach vorne"-postings oft ein Dorn im Auge, das kommt einfach zu schnell, zu mechanisch; zu sehr dem ausweichend, dem man sich meiner Meinung nach bei einem Negativ stellen muss.
Zudem ist der Gesichtspunkt des "Aussteigens" einfach unterrepräsentiert hier im Forum.
Warum ich: du hast Recht, es hätte einer Frau, die selbst hat aufgeben müssen, besser angestanden, diese Worte zu äußern, als mir. Nur kann ich das leider nicht bewirken. Ich nehme mir das Recht heraus, weil ich selber zumindest an dem Punkt des Aufgebens und Loslassens war, und zwar intensiv - bevor ich von einem positiven Test überrascht wurde. Und auch dieser Versuch ist ein letzter, auch im schlimmsten Fall. Auch bei mir ist in jeder Hinsicht das Ende der Fahnenstange erreicht.
Die Immunproblematik bei zwei der drei EZS-Todesfälle ist mir bekannt; ich habe auch in beiden Fällen die behandelnden Ärzte und auch die Angehörigen kontaktiert, um zu versuchen, das Risiko einzuschätzen. Das geschah jeweils unmittelbar vor meinen beiden Schwangerschaften, und du kannst mir glauben, dass ich das nicht auf die leichte Schulter genommen habe. In beiden Fällen schien jedoch eine andere Todesursache vorzuliegen. Auf Heparin, das auch beide genommen haben, habe ich aufgrund der beiden Todesfälle dann verzichtet.
Und wieso: ob ich meine, schreiben zu müssen, was ICH denke? Ja was denn sonst?
fragt baff
Romy