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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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Endometriose und Einnistungsstörungen!

  • Andrea M.
  • 2. April 2007 um 11:38
  • Andrea M.
    4-Zeller
    Beiträge
    46
    • 2. April 2007 um 11:38
    • #1

    Da es hier mittlerweile immer mehr Endometriose-Frauen gibt, ist es an der Zeit einen eigenen Ordner für uns anzulegen! Leider kann es bei Endometriose, trotz EZS häufig zu Einnistungsstörungen kommen. Es muss nicht unbedingt so sein, aber nach mehreren erfolglosen Versuchen, kann es sein, dass auch ein immunlogisches Problem vorliegt.

    Ich habe mal ein paar Informationen aus dem Netz hier zusammen getragen, die vielleicht für einige Interessant sein könnten:

    Man unterscheidet die Endometriose in drei Arten:

    Innere genitale Endometriose: Endometriosis genitalis interna = Adenomyose = primäre Endometriose:
    Die Endometrioseherde befinden sich in der Gebärmuttermuskulatur oder im Eileiter. Es besteht eine direkte Verbindung zur Gebärmutterschleimhaut. Das ist die häufigste Form.

    Äussere genitale Endometriose: Endometriosis genitalis externa:
    Die Endometriose-Inseln befinden sich im Genitalbereich aber ausserhalb der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) oder der Gebärmuttermuskulatur (Myometrium). Die häufigsten Lokalisationen sind hier die Eierstöcke oder der Douglas-Raum, der sich zwischen Mastdarm (Rektum) und Gebärmutter befindet. Daneben können auch die Gebärmutteroberfläche, der Bandapparat der Gebärmutter, die Scheide oder das äussere Genitale (Vulva) befallen sein

    Extragenitale Endometriose: Endometriosis extragenitalis:
    Diese seltenste Form dieser Erkrankung kann überall auftreten. Hierbei findet sich Endometriosegewebe ausserhalb des Genitalbereichs. Dickdarm, Dünndarm oder Blase können betroffen sein. Selten kommen Herde zum Beispiel an der Bauchhaut oder in der Lunge vor. Als Rarität wird sogar ein Auftreten im Gehirn beschrieben

    [size=9pt](Informationen zu dieser Zusammenstellung unter: http://www.gesundheitsprechstunde.ch/index.cfm?rub=563)[/size]


    Zu ersten Form möchte ich noch etwas ausführlicher schreiben, da diese Form der Endometriose sehr häufig zu Einnistungsstörungen führen kann! Bei mir war es der Fall.

    Die Adenomyose ist die Bezeichnung für eine nicht entzündliche Erkrankung des Muskulatur in der Gebärmutter, bei der man mikroskopisch kleine Drüsenschläuchen aus der Gebärmutterschleimhaut wirr zwischen die Muskelfasern eingestreut findet. Wie kann das zustande kommen? Ganz genau geklärt ist der Mechanismus nicht. Tatsache ist, die Gebärmutterschleimhaut eine sehr unangenehme Tendenz hat, über ihre basale Grenzlinie, die sog. Basalmembran, hinaus in ihre Umgebung hineinzuwachsen und die Muskelschicht der Gebärmutter zu infiltrieren. Dort bildet sie entweder umschriebene Knoten oder ganz unscharf begrenzte grosse derbe Gebilde

    Häufigkeit: ca. jede 4. Frau !

    Diagnostik:
    Meist ist entweder die Vorder- oder die Hinterwand deutlich verdickt, was im Ultraschallbild auffällt. Eine Wand ist dann typischerweise mindestens doppelt so dick wie die Gegenseite.
    Meist ist die ganze Gebärmutter vergrößert. Im Kernspin-Bild (Magnetresonanz-Technik, NMR) bilden sich die Herde als relativ dunkle Areale ab, die etwas die gleiche Farbe haben wie die innere Wandschicht der Gebärmutter, welche der Gebärmutterhöhle zugewendet ist. Da der Prozess immer innen seinen Anfang nimmt, kann man die Diagnose durch eine Gewebeprobe beweisen, wenn man per Gebärmutterspiegelung aus der kranken Seite der Gebärmutter einen Gewebestreifen entnimmt. Das ist in der Regel ein kleiner Routineeingriff, der am besten in einer kurzen Narkose durchgeführt wird.

    [size=9pt](Informationen zu dieser Zusammenstellung unter: http://www.opz-huerth.de/index.php?menue=m2_&sm=20)[/size]


    Würde mich über weitere Infos, Meinungen und Erfahrungen zu diesem Thema freuen!

    Viele Grüße

    Sieben

  • Andrea M.
    4-Zeller
    Beiträge
    46
    • 2. April 2007 um 11:48
    • #2

    Re: Endometriose und Einnistungsstörungen!

    Dann möchte ich noch Auszüge von einem Artikel aus dem Wunschkinder-Forum kopieren:

    Endometriose und Einnistungsstörungen:

    Endometriose und immunologisch bedingtes Einnistungsversagen: eine rationale Basis für die Behandlung bei IVF und begleitender immunmodulierender Therapie

    …… Die reduzierte Empfängnisrate bei Frauen mit Endometriose kann größtenteils erklärt werden durch:

    2. immunologisch bedingte Einnistungsfehler:

    Wir haben früher schon berichtet, daß 66% aller Frauen mit Endometriose (egal welchen Schweregrades) Antiphospholipid-Antikörper (im weiteren kurz: APA) in ihrem Blut haben. Ebenfalls, was vielleicht noch bedeutsamer ist, haben wir herausgefunden, dass etwa 30% der Frauen mit Endometriose (egal welchen Schweregrades) Hinweise auf eine erhöhte Aktivität der Killerzellen zeigen (im weiteren kurz: NKa = natural killercell activity) gemessen in ihrem peripheren Blut oder in der Endometriumschleimhaut. In diesen Fällen gibt es eine Wahrscheinlichkeit früher oder späterer immunologisch bedingter Einnistungsfehler. Im Falle der frühen immunologisch bedingten Einnistungsfehler, erfolgt die Abstoßung bevor der Embryo an die Gebärmutterwand andockt, gewöhnlich sogar bevor HCG im Blut nachweisbar ist. Streng genommen leiden diese Frauen nicht an wirklicher Unfruchtbarkeit, sondern haben „Mini-Fehlgeburten“ die so früh erfolgen, dass sie meist nicht einmal wahrgenommen werden, weil eine Schwangerschaft nicht bemerkt wurde. Im Falle eines späteren Einnistungsfehlers mag sich schlechte/fehlerhafte Einnistung in einer Fehlgeburt manifestieren. Es ist nicht gesichert ob die APAs selbst den Einnistungsfehler bewirken. Wir nehmen an, dass es „Marker“ geben könnte, die auf Frauen hinweisen, die diese immunologischen Einnistungsfehler haben könnten.

    Selektive Immunmodulation mit Heparin und/oder Immunglobulin G (IVIG) kann oftmals effektiv gegen immunologischbedingte Einnistungsfehler wirken und zu einer erfolgreichen, durch die Anwendung von Techniken der assistieren Reproduktion, herbei gegführten Schwangerschaft führen bei Frauen, die erhöhte zelltoxische APAs und/oder erhöhte Killerzellen haben.
    Weniger als ein Dutzend Labore in den USA sind in der Lage die Blutwerte von IgA, IgG und IgM-bedingten APAs zu messen, die sich gegen 6 oder 7 spezifische Phospholipide richten oder sind in der Lage die Killerzellaktivität in Bezug auf die Auswirkung auf K-562 Ziel-/Referenz-Zellen mit der nötigen Sensitivität zu messen. Daraus ergibt sich, dass alle immunologischen Tests in einem der besagten Labore gemacht werden sollten.

    Hier ist der ganze Artikel zu lesen: http://www.wunschkinder.net/infosammlung/I…BeiEndometriose


    Immuntherapien bei Einnistungsstörungen:
    Hier ist noch ein weiterer interessanter Artikel: http://www.wunschkinder.net/infosammlung/I…tungsstoerungen

  • sugar
    Morula
    Beiträge
    644
    • 2. April 2007 um 21:03
    • #3

    Re: Endometriose und Einnistungsstörungen!

    Hallo Andrea :flower:

    erst einmal herzlichen Glückwunsch zu deiner Schwangerschaft :musik: :tanz:

    Deine Berichte sind sehr interessant und ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit der Frage
    ,, warum keine Einnistung ?,,

    Mir haben die Ärzte gesagt ich habe mit Sicherheit keine erhöhten KZ da ich schon zwei Kinder habe .

    Ich nehme aber beim nächsten Transfer vorsorglich , mit Absprache meine Ärzte , zuzätzlich Prednisolon, ASS , Heparin
    und Kolostrum .

    Wie ich gelesen habe werden bei erhöhten KZ auch diese Medis verordnet .

    Also kann ich ja eigentlich nichts falsch machen .

    Ach und Utrogest werde ich diesmal 4 Tage vor Transfer nehmen denn wir haben noch 2 Kryos (Morula)


    Ich wünsche dir eine schöne und unbeschwerte Kugelzeit :gut: :gut:


    Allesl liebe Vera

    Unsere Prinzessin ist geboren

  • romy
    Blastozyste
    Beiträge
    995
    • 5. Mai 2007 um 11:12
    • #4

    Re: Endometriose und Einnistungsstörungen!

    ...dieser thread sollte nicht wieder verschwinden, ist wichtig...

    Ines und Chris, könnte man den nach "Sonstige Ursachen" verschieben, da ist wenig drin, da bleibt er besser auffindbar... oder vielleicht dort einen Endo-Ordner eröffnen? Ist ja nicht ganz so selten.

    Gruß, danke
    Romy

  • Sannibalo
    Morula
    Beiträge
    267
    • 31. Mai 2007 um 17:38
    • #5

    Re: Endometriose und Einnistungsstörungen!

    Hallo Ihr Lieben,
    ich habe Eure BEiträge zum Thema Endometriose gelesen. Ich weiß auch seit kurzem und unserer missglückten ICSI dass ich einen ENdoherd von 15 mm im linken Eierstock habe. Wie schlimm das ist, konnte mir der doc nicht richtig sagen. Er hat auch nicht gesagt, dass ich mehr Anläufe brauchen würde für ne erfolgreiche ICSI. Wie auch immer, wir wollen jetzt EZS machen in Teplice. Muss ich also davon ausgehn, dass ich auch dafür mehrere Versuche brauche oder sollte ich im Vorfeld mit dem Arzt dort abstimmen, dass ich gleich vorsichtshalber mehr Medikamente nehme?
    Sanni

    1. + 2. EZSP negativ, Reprofit Brünn
    3. EZSP positiv, M.A. 8. SSW

  • voghey
    Blastozyste
    Beiträge
    828
    • 15. Juli 2007 um 21:23
    • #6

    Re: Endometriose und Einnistungsstörungen!

    Hallo!

    Habe auch Endo Grad IV und eine erfolglose IVF hinter mir. Es konnten keine Eizellen gewonnen werden. Na ja, dann haben wir uns halt entschlossen jetzt auch eine EZS zu versuchen. Wir wollten eigentlich nach Teplice, jetzt durch dieses Forum bin ich aber auch auf Warschau Novum gekommen und wir überlegen noch. Weiss noch nicht, wie teuer das bei Novum ist. Mal sehen. :)

    Dieses Posting finde ich sehr interessant und ich werde das mit der Einnistungsstörung auf jeden Fall im Hinterkopf behalten. Mal sehen, was die Ärzte in der Klinik sagen. Hoffentlich kennen die sich mit Endo aus. Danke, für den Tipp!

    Gruss
    Melanie

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