1. Forum
    1. Unerledigte Themen
  2. Dashboard
  3. Mitglieder
    1. Letzte Aktivitäten
    2. Benutzer online
    3. Team
    4. Mitgliedersuche
  4. Kalender
    1. Termine
  5. Lexikon
  6. News-System
  • Anmelden oder registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Termine
  • Lexikon
  • News
  • News Update
  • Erweiterte Suche
  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
  2. Allgemein
  3. Eure Behandlungsgeschichte

Wer sind wir?

  • brandenburg
  • 14. März 2007 um 18:43
  • brandenburg
    2-Zeller
    Beiträge
    41
    • 14. März 2007 um 18:43
    • #1

    Liebe Forumsteilnehmerinnen!

    Im Grunde ist es egal, warum wir alle hier den Weg EZS oder Embryonen-Spende gehen (wollen).
    Aber es beschäftigt mich, ob die Frauen, die diesen Weg gehen, ein bestimmtes Muster aufweisen.

    Keine Angst: bin keine Journalistin under cover ;-), sondern gebeutelte Kiwu-Frau mit 5 ISCIs, schlechten Eizellen, Sperma meines Mannes ist auch nicht berauschend.

    Ich selbst bin ein ungewolltes, uneheliches Kind. Mein Vater wollte meiner Mutter damals Geld für die Abtreibung geben, was Sie zwar sofort abgelehnt hat, aber Sie hat einen halbherzigen Versuch mit der heißen Badewanne gestartet.
    Meine Mutter und ich lieben uns, aber unsere Beziehung ist bis heute problematisch. Meinen Vater habe ich auf eigenen Wunsch einmal getroffen, aber er interessiert sich in keinster Weise für mich.

    Ich habe den Verdacht, dass gerade Frauen aus solchen Konstellationen bzw. Pflege- oder Adoptionskinder den weiten Weg der EZS gehen, um das zu bekommen, was sie früher nicht haben konnten: eine eigene Familie. Nur das wir diesmal die Rolle der Mutter und nicht die des Kindes übernehmen.

    Ich glaube daran, dass ich/wir den richtigen Weg für mich/uns finde(n) und will mich auch nicht länger damit belasten bzw. dafür schämen müssen, dass ich keinen Schlussstrich unters Kinder-Kriegen ziehen kann. Mein Mann meinte neulich zu mir, dass er gefragt wurde, wie er es aushält mit mir bzw. diesem Thema. Er hat mir aber nicht gesagt, wer ihn das gefragt hat. Keiner weiß von der EZS, aber einige unserer Verwandten, Freunde weiß von den Kiwu-Behandlungen. Diese Aussage hat mich tief getroffen.

    Ich habe weder ernsthafte Depressionen noch bin ich verzweifelt. Allerdings manchmal etwas gefrustet und entmutigt, da das ganze Thema schon meine Ehe belastet und ich mir schon etwas exotisch vorkomme.

    Was meint ihr: sind die EZS-Frauen so individuell wie die Menschheit oder weisen wir bestimmte Korrelationsmerkmale auf ;)

  • romy
    Blastozyste
    Beiträge
    995
    • 14. März 2007 um 19:50
    • #2

    Re: Wer sind wir?

    Hallo Brandenburg,

    ich denke, das Merkmal, das uns in erster Linie gemeinsam ist, ist ein besonders starker Kinderwunsch. Der uns über Grenzen gehen lässt, geographisch wie moralisch. Das macht man nicht, wenn man "eigentlich ganz gerne" ein Kind hätte, sich aber evtl. auch mit einem Pferd trösten könnte.

    Ansonsten verbindet uns alle hier, dass wir schwer gelitten haben. Jede Frau hier hat ihre Geschichte, und viele davon sind sehr anrührend.

    Und wir haben uns alle hier bereits von etwas verabschieden und einen neuen Weg finden müssen, also eine Art positive Resignation durchlebt.

    Das sind schon große Gemeinsamkeiten.

    Das, was du mutmaßt, also bestimmte Familien- oder Typkonstellationen, habe ich bislang noch nicht beobachtet. Mir scheint hier ziemlich alles vertreten, was ansonsten auch so kreucht und fleucht.

    Gruß Romy

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 15. März 2007 um 21:09
    • #3

    Re: Wer sind wir?

    Hallo,


    ich möcht mal bei romy unterschreiben. Ich denke auch, die primäre Gemeinsamkeit ist ein durch nichts anderes zu "befriedigender" starker Kinderwunsch, der uns auch andere Wege abseits vom "Normalen " einschlagen läßt.

    Und bestimmte Frauentypen ? Kann ich eigentlich auch nicht finden. Ich selber komme aus einer ganz normalen bürgerlichen Familie, mit Geschwistern und allem Drumherum. Und denke auch, daß hier im Forum so ziemlich alles wie aus dem richtigen Leben versammelt ist.

    Kann man auch, finde ich , an den verschiedenen Mutterrollen beobachten. Hier im Forum gibt es Karrierefrauen genauso wie Mutterglucken - da ist auch die ganze Bandbreite vertreten ;-).

    Früher hab ich mich auch gefragt, ob , wann oder wie ich es fertigbringen würde, einen Schlußstrich zu ziehen - ich konnte es nicht beantworten.

    Und unsensible Zeitgenossen , scheint mir, sind leider eine der unvermeidlichen Begleiterscheinungen auf dem Kiwu-Weg. Ich denke da mal nur an den eine-Million-mal-erteilten " ihr müßt nur mal richtig in Urlaub fahren und euch entspannen dann klappt das schon"- Ratschlag ;-).


    Lieber Gruß

    von Josi

  • maria
    8-Zeller
    Beiträge
    108
    • 16. März 2007 um 13:14
    • #4

    Re: Wer sind wir?

    ich glaube auch, wie romy und josi, daß es nicht einen bestimmten typus frau hier vorhanden ist. manche haben tatsächlich eine ungewöhnlich traurige kindheit hinter sich, die meisten aber nicht.
    ich wollte bestimmt auch meine abtreibung in jungen jahren, die wahrscheinlich die ursache meiner "unfruchtbarkeit" war (zumindest war ich davon überzeugt) irgendwie "wiedergutmachen" und unbedingt eine form der liebe kennenkernen, die bedingungslos ist und nicht von den oft unangenehmen nebenerscheinungen der "leidenschaftlichen" liebe geprägt ist.
    wenn ich versuche, aus der perspektive der außenstehenden die frauen hier im forum zu beobachten, dann fallen mir doch ein paar positiven gemeinsamkeiten auf, wie toleranz, freiheit von etnischen vorurteilen und sonstigem "eugenetischen" gedankengut.
    und noch etwas scheint die frauen hier im forum auszuzeichnen (leider mit ausnahme meiner wenigkeit): schöne, solide, solidarische partnerschaften.
    seitdem ich dieses forum kenne, bin ich davon überzeugt, daß die familie nicht - wie ich früher dachte - "der tod der gefühle" (zit. nach Friedrich Engels) ist, sondern auch glück und geborgenheit beinhaltet.

    liebe grüße
    maria (die seit heute uneingeschränkt online sein kann und deshalb demnächst "die pest" des forums werden wird.

  • roulezrouge
    4-Zeller
    Beiträge
    66
    • 16. März 2007 um 13:50
    • #5

    Re: Wer sind wir?

    liebe brandenburg,

    deine familienkonstellation ähnelt meiner etwas, und zwar meine mutterbeziehung war und ist bis heute problematisch. ich war kein erwünschtes kind und meine mutter musste da ganz schön was an vorwürfen aushalten. ob sie irgendwelche "versuche" angestellt hat, mich nicht zu bekommen weiß ich nicht. sie stand kindern eher negativ gegenüber und beschwerte sich dauernd über andere mütter, deren gespräche nur aus kochrezepten und ähnlichem bestanden. am besten verstand und versteht sie sich mit männern. die ehe meiner eltern war schlecht, mein vater war zwar physisch vorhanden, aber eine wirkliche beziehung zu ihm hatte ich nicht.

    ich kann zwar manchmal gemeinsamkeiten entdecken, aber mit anderen frauen, mit denen ich kontakt habe oft überhaupt nicht. ein ganz lieber e-mail-kontakt aus wien hat z.B. eine über alles geliebte mutti, ohne die sie sich ein leben nicht vorstellen kann ( im gegensatz zu mir!) - aber ist auch unermüdlich monat für monat im einsatz in sachen kiwu. einen schlusstrich zu ziehen hat sie nicht einmal in erwägung gezogen. sie ist über 40.

    romy hat es mal wieder treffsicher auf den punkt gebracht. loslassen, einen schlussstrich ziehen, sich eingestehen, dass der kiwu obsessiv ist - für andere menschen, die nicht so viel durchgemacht haben, klingt das natürlich alles etwas beunruhigend, wenn man ihnen das zu erklären versucht. vor allem, weil worte meist nicht ausreichen, um die tiefe der emotionen zu vermitteln. das sind "orte", wo sich die meisten menschen noch nie hingedacht haben. und es auch nicht mussten.

    nicht verzagen. :schaf:

    roulezrouge

  • romy
    Blastozyste
    Beiträge
    995
    • 16. März 2007 um 15:52
    • #6

    Re: Wer sind wir?

    Nee, liebe Roulez-Rouge, das habe ich oben nicht gesagt. Ich sprach von einem besonders intensiven Kinderwunsch, also vom Regelfall, der in Ordnung ist. Obsession ist einfach ein anderes Kaliber, das ist ganz klar übersteigert - wenn der Wunsch sich verselbständigt hat. Aber wo du's ansprichst: Ich denke, das ist zwar nicht die Regel hier, aber das gibt es hier auch. Das ist eine Gefahr, die für meine Begriffe hier auch zuwenig thematisiert wird. (Es stört mich z.B. bei den automatischen "Los, weitermachen, sofort an den nächsten Versuch denken"-postings nach einem Negativ. Nie wird die Frage aufgeworfen - wann ist Schluss, wann muss, wann darf man aufhören?

    Das ist für mich ganz klar auch eine Schattenseite des Forums.
    Sei mal gesagt, wo du's gerade ansprichst.

    Viele Grüße
    Romy

  • gaensebomber
    Morula
    Beiträge
    562
    • 16. März 2007 um 16:34
    • #7

    Re: Wer sind wir?

    Hi Romy,
    das sehe ich ähnlich und ich frage mich auch,mal abgesehen von dem was wir unseren Körpern zumuten,wie machen diese Frauen das finanziell???? Ich lese von einem Versuch in Afrika ,danach einer in der CZ,danach Spanien ....... Haben hier alle Geld wie Heu? Ich muß mir sehr genau überlegen wo ich einen Versuch mache und ob danach ein zweiter je drin ist. Ist mir hier manchmal sehr suspekt.
    LG,
    Silvia

  • arusha
    8-Zeller
    Beiträge
    176
    • 16. März 2007 um 20:09
    • #8

    Re: Wer sind wir?

    Hallo,

    ich glaube auch, daß es keinen bestimmten EZS Frauentypos gibt. Hier sind Frauen aus allen Familien-, Typ und Berufskreisen vertreten.

    Ich selber komme aus gut bürgerlicherm Verhältnis, hatte vor ca. 2,5 Jahre eine FG und seit dieser Zeit und unendlichen Arztbesuchen, ICSI Versuchen mit eigenen Eizellen, bin ich nun hier gelandet. Es stellte sich nun zu guter letzt heraus, daß meine EZ genetisch nicht mehr OK sind und wir deshalb in Richtung Eizellspende gehen müssen, um den Traum von einem eignenen Kind zu verwirklichen.

    Seit der Fehlgeburt vor 2,5 Jahren laufe ich nun unserem Traum von einem Kind hinterher und fühle mich noch nicht am Ende angekommen. Ich habe mir sogar in letzter Zeit vom engsten Freundeskreis anhören müssen, ob es da nicht doch ethische Bedenken bzgl der EZS gibt und ich doch mit 40 endlich mal loslassen sollte. Wie kann denn ein Ausstenstehender darüber urteilen, ob jemand am Ende angekommen ist? Manchmal bin ich wirklich am Boden zerstört und frage mich selber, ist das alles so OK und fange auch an zu zweifeln?

    ...und trotzdem, ich gehe weiter meinen Weg und hoffe auf meinen Traum. :hallo: :hallo:


    Viele Grüße

    Arusha

    ICSI in D 09/06;12/06 *NEGATIV*
    Kryo TF Teplice 07/07; 10/07 *NEGATIV*
    PU 5.5.08, TF 10.5.08, SST 23.05 *NEGATIV*
    PU 9.4.09, TF 12.4.09

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 16. März 2007 um 22:08
    • #9

    Re: Wer sind wir?

    Da hier der finanzielle Aspekt angesprochen wurde - das kann man glaube ich für unser Forum hier gut begründen.


    Ich denke mal, viele Frauen hier leben in einer ( mehr oder weniger ;) ) stabilen Partnerschaft, sind wenn ich das mal so salopp sagen darf, nicht mehr die Allerjüngsten , und die meisten haben einen gutdotierten Beruf und eben noch keines oder erst spät ein Kind bekommen.

    Das sind eine Menge an Jahren, in denen man sich ein finanzielles Polster beiseite legen kann. Ich will jetzt mal lieber nicht zusammenzählen, was wir in den 5 Jahren für den Kinderwunsch in den verschiedenen Kliniken hingeblättert haben, aber bei DINKies ist das zu stemmen.

    Eine Reserve für den dritten und vierten Versuch EZS hätten wir auch noch übriggehabt. Ich muß wohl nicht sagen, daß ich das "Gesparte" jetzt gerne anderweitig verplane ;) . Aber das wär für mich mit das Schlimmste gewesen, wenn mein sehnlichster Wunsch an profanen finanziellen Dingen gescheitert wäre.


    Grüße

    von Josi

  • mimim
    2-Zeller
    Beiträge
    27
    • 16. März 2007 um 22:10
    • #10

    Re: Wer sind wir?

    Hallo, Ihr Lieben,
    über die Frage "wer sind wir" habe ich mir auch schon Gedanken gemacht und ich bin froh, dass sie hier diskutiert wird. Ich vermute, für die meisten von uns, ist es nicht ausschlaggebend, woher wir kommen, sondern was wir in unserem Leben wollen.

    Ich persönlich konnte und kann mir ein Leben ohne Kinder nicht vorstellen. Es ist mir dabei nicht wichtig, ob das Kind mit mir genetisch verwandt ist oder ob ich es selbst geboren habe oder nicht. Es ist einfach ein unglaubliches Glück, einem Kind ein Zuhause geben zu können, es lieb zu haben, es ein Stück seines Weges begleiten und etwas von seinen Ansichten und Vorstellungen mitgeben zu können.

    Vielleicht ist uns allen eine gewisse Beharrlichkeit gemeinsam, uns diesen Wunsch mit einer EZS doch erfüllen zu können.

    Mein Mann und ich sind in ganz "normalen" Familien aufgewachsen: Mutter, Vater, Wunschkind und bei mir noch eine Schwester dazu. Mein Mann und ich hatten das riesengroße Glück, dass wir ein Kind adoptieren konnten. Jetzt wünschen wir uns nicht sehnlicher als ein Geschwisterchen. Wir würden auch gern wieder ein Kind adoptieren. Da wir jetzt aber beide über 40 sind, stehen die Chancen dafür allerdings nicht gut. Daher haben wir uns für den Weg der EZS entschieden. Moralische Bedenken habe ich auch manchmal (z.B. jetzt), andererseits denke ich, dass es eine gute Sache ist, einem Menschen das Leben zu schenken oder schenken zu wollen.

    In diesem Sinne liebe Grüße von Mimim [Blockierte Grafik: http://www.cosgan.de/images/smilie/froehlich/a010.gif]

  • Meteor
    4-Zeller
    Beiträge
    79
    • 16. März 2007 um 23:00
    • #11

    Re: Wer sind wir?

    Hallo Ihr :flower:
    auch ich denke, dass hier die Schicksale so unterschiedlich sind wie draußen in der realen Welt. Und das gleiche gilt für die Motivation diesen Weg zu gehen und auch die Länge des Weges. Aber es ist spannend zu lesen wie es bei Euch so ist.
    Auch ich komme aus ziemlich normalen Verhältnissen, mit toller Mutter, bin nie unter äußeren Druck geraten (Eltern oder Partner), bin tragischerweise einfach ein Kiwu-Spätzünder gewesen und habe einfach zu lange gewartet (bin jetzt 41 und seit 4 Jahren in der Kiwu-Mühle). Die Bereitschaft jedoch so weit für diese Sehnsucht zu gehen, hätte ich wohl vor ein paar Jahren nicht für möglich gehalten. Nach 2 negativen EZS-Versuchen (frisch und Kryo) bin ich noch weiter voll überzeugt, dass dies die der einzig richtige Weg für mich ist, den ich in diesem Jahr auch noch weiter verfolgen werde.
    Aber ich halte auch die Debatte über ein mögliches Ende für wichtig und sinnvoll. Nach den regulären Kiw-Behandlungen in Deutschland vor gut einem Jahr war ich schon fast so weit, da mein Arzt mich als "austherapiert" einstufte. Ich mußte mich damit auseinandersetzen: Das war es also, das ist das Ende!!!
    Und dann... stolpere ich beim Internetstöbern über EZS und dieses Forum und schöpfe wieder Hoffnung. So werde ich wohl noch ein oder zwei weitere Versuche machen und dankbar sein, dass ich diese Möglichkeit wahrnehmen konnte, somit wirklich alles getan habe um diesen Wunsch zu erfüllen. So hoffe ich auch dann irgendwann in Frieden mit diesem Wunsch abzuschliessen - egal wie es ausgeht!
    Dennoch: die Hoffnung stirbt natürlich zuletzt :D
    Somit drücke ich uns allen unverzagt weiter die Daumen, denn ich kenne keine Frauen, die es mehr verdient hätten diesen Wunsch erfüllt zu bekommen!!
    Liebe Grüße von Meteor :biggthumpup:

  • Wolke
    Morula
    Beiträge
    223
    • 17. März 2007 um 11:44
    • #12

    Re: Wer sind wir?

    Hallo in die Runde,

    seit ich gestern hier den Anfang gelesen habe, mache ich mir Gedanken, ob es Gemeinsamkeiten bei uns EZS-Frauen gibt. Ich glaube bei den unterschiedlichsten Lebensgeschichten und -erfahrungen der Frauen hier, gibt es für jede Einzelne von uns gewisse Lebensthemen, die sich durch die Länge der KIWU-Zeit an den KIWU gekoppelt haben könnten. Ich will das keiner von euch unterstellen, bei mir war das so und ich vermute, dass es bei anderen auch so sein könnte.

    Diese Erwartungshaltung oder positiver ausgedrückt die Hoffnung an die Erfüllung des KIWU und letztendlich an das gewünschte Kind birgt die Gefahr das Kind als "Erfüllungsgehilfe" eigener Sehnsüchte zu sehen. Das sind Erwartungen, die ein Kind nicht erfüllen und leisten kann.
    Das sind alles unbewußte Vorgänge, die wir uns aber durch Selbstüberprüfung oder auch psychologische Hilfe bewußt machen können.

    Ob der KIWU in "normalem" Rahmen bleibt oder obsessiv wird, ist glaube ich eine Charakterfrage.

    Bei mir hat sich der KIWU mit den Jahren und zunehmendem Alter gemildert und mein Energievorrat für KIWU-Behandlungen hat sich langsam aufgebraucht, das hätte ich vor 2-3 Jahren nicht gedacht. Das vielleicht als Hoffnung für Frauen, die noch miitendrin stecken.

    zur finanziellen Frage von Silvia kann ich anmerken, dass wir unsere Versuche in D durch Medis von kleinputz und Sonderverinbarungen mit der KIWU-Praxis und druch Streichung von Urlauben finanziert haben. Aber auch hier gibt es sicher soviele Varianten, wie Frauen.

    Ich hoffe der Beitrag war einigermaßen passend zum Thema, ich zweifle noch ein bischen, ob es richtig war, ihn so zu schreiben. Ich finde es ist ein wichtiges Thema.

    Liebe Grüße Susanne

  • Meteor
    4-Zeller
    Beiträge
    79
    • 17. März 2007 um 13:38
    • #13

    Re: Wer sind wir?

    Hallo Susanne,
    da muß ich nochmal nachhaken, denn hier zeigt sich die Relativität eines KIWU im "normalen" Rahmen. Mit unserem Behandlungsweg EZS per se beschreiten wir sicherlich nach der Mehrheit der Bevölkerung (ja wahrscheinlich sogar die Mehrheit der Kiwu-behandelten Frauen) einen Weg ausserhalb des "normalen" Rahmens. Hier findet bereits eine Grenzüberschreitung statt, die wohl einige bereits als obsessiv bezeichnen würden.

    Andere wiederum - und hierzu zähle ich mich selbst - würden eher eine erfolglose unmäßige Anzahl (ich weiß, wieder relativ) an Versuchen als obsessiv bezeichnen. Dies dann noch verknüpft mit einer absoluten Negierung eines Lebens ohne Kinder ("unvorstellbar und nicht lebenswert") ist auch meines Erachtens sehr gefährlich wie du sagst und birgt die Gefahr von verqueren Projektionen auf ein Leben mit Kind.

    Bei der Kiwu-Behandlung in D war für mich nach 3 ICSIs Schluß und wenn es nicht die EZS-Möglichkeit geben würde, wäre hier für mich auch Feierabend gewesen.
    Wenn man sich generell in Kiwu-Behandlung begibt ist es überaus ratsam sich von vornherein mit dem Gedanken auseinanderzusetzen, dass es nicht erfolgreich verlaufen kann bzw. muß. Ich versuche dies in dem ich mir Grenzen setze an Anzahl und mich gedanklich mit dem Loslassen beschäftige. Es gibt einfach Dinge, die man nicht beeinflussen kann, auch wenn man bereit ist alles dafür zu tun damit es klappt.

    Ich hoffe diese Gedanken sprengen jetzt nicht das Ursprungsthema, aber auch ich finde dies ist ein überaus wichtiges Thema.
    Lieben Gruß von Meteor

  • Duplicate16
    Eizelle
    Beiträge
    6
    • 17. März 2007 um 19:37
    • #14

    Re: Wer sind wir?

    Hallo zusammen,nach lesen der Beiträge möchte ich auch was dazu sagen.Mein Mann und ich haben von Anfang an beschlossen,nicht mehr als 2 Versuche zu wagen,einmal,weil wir dann zu "alt" für ein Kind sind und 2. weil es auch unseren finanziellen Rahmen sprengen würde.Grenzen sollte sich jeder selbst setzen,immer aber unter Berücksichtigung der eigenen Gesundheit/Psyche.Ich persönlich habe mir gesagt,daß ich nach evtl. erfolgloser EZS professionelle Hilfe annehmen möchte,um mit dem KIWU abschliessen zu können.Wenn man das anfangs für sich ausmachen kann,ist es schon ein guter Ansatz,egal,wie traurig die "Nichterfüllung" dann wird. :( Alles Gute für uns alle,ich hoffe,ihr findet den richtigen Weg :knuddel: glg Cornel

  • roulezrouge
    4-Zeller
    Beiträge
    66
    • 17. März 2007 um 22:28
    • #15

    Re: Wer sind wir?

    liebe forumsteilnehmerInnen,

    romy hats aufgedeckt, schon war ich einen gedankensprung weiter. ich meinte natürlich nicht, dass WIR das als obsessiv betrachten, sondern die, die uns betrachten. von aussen sozusagen.
    mich erinnernd an die großen, fragenden augen, betretenen mienen, hilflosen ablenkungsmanöver oder guten ratschläge, wie ich mein leben anderweitig erfüllen könnte. und ich selber war vor 10 jahren auch noch keine anhängerin von repromedizin. völlig widernatürlich erschien mir sowas.
    ich hielt sogar ein referat, der zugang war ein feministischer u. globaler, verkürzt in etwa: reiche (weiße) frauen können sich solche behandlungen leisten, aber will die gesellschaft repromedizinische behandlungen auch für arme (farbige) frauen zugänglich machen? (womit wir beim thema geld wären)

    dasss wir innere entwicklungsschritte gemacht haben, die uns den kinderwunsch als etwas intensiver als bei anderen erleben lassen heißt nicht, dass es für "unbeleckte" personen nicht völlig anders aussieht. folgendes posting habe ich in einem weblog gelesen, den ich zufällig gestern entdeckt habe. in den paar zeilen steckt viel drin. ich möchte es euch nicht vorenthalten:
    "Hallo, ich bin zufällig in Deinen Blog gestolpert ... und bin erstaunt:
    warum willst Du unbedingt ein Kind bekommen? Was ich hier lese klingt so medizinisch, fast schon lieblos. Das Ganze kostet Dich eine Menge Geld und Streß, mir scheint es, als sei das deine Art Freizeitbeschäftigung für Dich einem Traum nachzujagen, für den Du, finde ich zumindest, einfach schon zu alt bist. Auf mich wirkt das alles sehr egoistisch und seelenlos. Du versuchst quasi, mit Gewalt an ein Kind zu kommen - nur Gewalt lockt keine Kinderseele an. Nimm mir das nicht übel, aber das ist einfach meine Meinung und meine Gedanken zu dem, was ich hier lese.
    AUS:
    http://singlemomtobe.wordpress.com/2007/02/22/anz…izellenembryos/

    singlemomtobe schreibt als tricia, ihre situation ist die einer alleinstehenden frau, die schon mehrere versuche gemacht hat. vielleicht schreibt sie auch hier oder liest mit, denn sie war in kapstadt. und sie schreibt teilweise sehr humorig, bzw. ich musste fast lachen als ich ihre versuche mit akupunktur u. richtiger ernährung und allem las - und ich steck da auch schon wieder mitten drin. aufgedeckt!

    was wir alles gemeinsam so durchmachen, es tut manchmal gut sich selbst in den schreiben anderer wiederzuentdecken und über sich lachen zu können.

    in diesem sinne :) grüße
    roulezrouge

  • roulezrouge
    4-Zeller
    Beiträge
    66
    • 17. März 2007 um 22:51
    • #16

    Re: Wer sind wir?

    nachschlag:

    das thema AUFHÖREN und WIEVIEL KOSTET ES beschäftigt mich auch - vor allem, weil für mich die beiden dinge irgendwie zusammengehören.

    allerdings fällt mir auf, dass manche ost-kliniken ja teilweise mit richtigen dumpingpreisen reinfahren. ist das jetzt eine '"normale" preisentwicklung, weil mehr wettbewerb stattfindet, oder werden wir frauen bloß wieder mal ausgenommen, weil man mit so einer klinik heutzutage, egal wo man sie eröffnet, viel geld machen kann? die fehlende kostentransparenz verunsichert mich. habe ich bisher zu viel bezahlt? hatte ich das richtige preis-leistungs-verhältnis? ist es wichtig, wie die klinik von aussen/innen aussieht? senkt eine schlichte ausstattung nur den preis - oder auch die qualität? ist eine ezs für € 10.000,- oder € 6.000,- besser als eine für € 3.200,-?

    ich glaube nicht, dass der preis das ausschlaggebende kriterium aufzuhören ist - ich finde es ganz schön stark von manchen, dass sie sich z.B. 2 versuche als ziel gesetzt haben, und dann ende - aber finanziell frissts halt permanent an allen ecken und enden.
    liest hier jemand mit oder schreibt, die wirklich nach x versuchen gesagt hat "jetzt ist schluss" - und die KEIN kind hat? so ein weg würde mich auch mal interessieren.
    aber so jemand schreibt hier wahrscheinlich nicht mehr.

    liebe grüße
    roulezrouge

  • Wolke
    Morula
    Beiträge
    223
    • 18. März 2007 um 12:15
    • #17

    Re: Wer sind wir?

    Hallo Roulezrouge,

    ich glaube die Anzahl der Frauen, die "aufgehört" haben und in "aktiven" Foren lesen oder gar mitschreiben ist gering. Ich bin in den ganzen KIWU Jahren in verschiedenen Foren, meist passiv gewesen. Die Unterforen "Abschied vom KIWU" waren immer unterbevölkert und ein echter Austausch über den Abschied und mit gar keiner Hoffnung mehr, gabs da einfach nicht.

    Wahrscheinlich will man sich dann komplett anderen Themen zuwenden, weils einfach zu weh tut. Ich kenne ein paar ehemalige KIWU-Frauen und ich glaube mir würde es auch so gehen, die von Zeit zu Zeit immer mal wieder von der Trauer überrollt werden. Für manche ist es dann unerträglich von "erfolsmeldungen" anderer zu lesen.

    Liebe Grüße
    Susanne

  • Yarillis
    Eizelle
    Beiträge
    13
    • 18. März 2007 um 21:45
    • #18

    Re: Wer sind wir?

    Hallo ihr,
    ich wollte mich nur kurz mal zum Thema "Aufhören" melden, weil ein Link in diesem Thread auf mein Blog verweist (hier bin ich allerdings Yarillis und nicht Tricia).

    Ich hatte vor einem Jahr auch aufgehört und versucht mich mit anderen Dingen (Urlaub, Studium, Ehrenamt usw.) abzulenken. Ich habe in keinen KiWu-Foren mehr gestöbert oder was einen sonst noch so wieder an den Kinderwunsch erinnern konnte. Leider hat die Ablenkung nicht geklappt, da Kinderwunsch anscheinend zu groß und ich will demnächst meinen 3. IVF Versuch starten.

    Ich mache mir viele Gedanken darüber, wann es "wirklich" Zeit ist aufzuhören. Wieviele IVF's will ich noch durchstehen, soll ich es mit EZS probieren??? Bin ich nicht zu alt für dafür und dann alles auch noch als Single? Dabei sind noch nicht einmal die Millionen Gedanken mitgezählt, die ich mir überhaupt zum Thema Single + Kinderwunsch gemacht habe.

    Und dann kommt jemand daher, der noch keinen Millimeter in meinen Schuhen gelaufen ist und meint mir sagen zu müssen, dass ich aufhören soll??? Dieser Kommentar hat mich nicht wenig geärgert.

    Aber was ich eigentlich sagen wollte: Aufhören ist ein sehr schwieriges Thema und ich bewundere alle, die das - dauerhaft - können. Vielleicht kann mir mal jemand einen Tip geben, wie das geht. Eventuell brauche ich das ja in ein paar Monaten ;)

    Ansonsten wünsche ich allen noch einen schönen Sonntag,
    Yarillis (aka Tricia)
    und sorry, dass ich hier einfach so reingeplatzt bin...

  • Wolke
    Morula
    Beiträge
    223
    • 19. März 2007 um 09:16
    • #19

    Re: Wer sind wir?

    Liebe Yarillis,

    zum Aufhören habe ich leider nur eine theoretische "Lösung" für dich parat, denn ich stecke gerade mitten in meinem ersten EZS Versuch. Auch galube ich, dass das Aufhören genau, wie unsere Motivation zu KIWU- Behandlungen ganz individuell je nach Charakter sein wird.

    TRotzdem schreibe ich mal auf, wie ich es für mich sehe, vielleicht hilft es ja jemandem. Als ich vor 7 Jahren nach meinen beiden Kindern und abgeschlossenem KIWU (mit Sterilisation) nochmal einen KIWU bekam, war ich zunächte geschockt und habs für mich behalten. Irgendwann war der wunsch so stark, dass ich mit meinem Mann und später mit dem Frauenarzt sprach. Der Arzt riet mir ab (wg. 2x Kaiserschnitt und Alter), ich dachte die Welt bricht zusammen. Nach einem weiteren qualvollen Jahr, mit GRübeleien usw. hab ich meinen ersten von insgesamt 10 Reproversuchen gemacht.

    Heute sehe ich das so: am Anfang hat man ein "Faß" voller Energie ond Hoffnung für diesen WEg. Mit jedem Versuch, wird ein Stück dieser Energie verbraucht, irgendwann ist das Faß leer. Bis vor einiger Zeit dachte ich, ich schaff den Ausstieg nie oder nur ganz schwer, mittlerweile kommt es mir einfacher vor, ich spüre meine Kraft, die ich aufbringen muß und möchte ist nicht mehr da, mein "Ausstiegsalter", das ich mir selber gesetzt und immer wieder verlängert habe ist für mich jetzt erreicht und ich sehe, dass ein Leben mit schon größeren Kindern auch sehr schön ist. Das sind fats alles Sachen, die ich auch vorher gewußt habe, aber jetzt spüre ich das und hoffe, dass ich nach diesem Versuch, die Kurve kriege.

    Was ich sagen wollte ist, du spürst, wenns genug ist. Davon bin ich jetzt überzeugt.

    Liebe Grüße
    Susanne

  • brandenburg
    2-Zeller
    Beiträge
    41
    • 23. März 2007 um 19:36
    • #20

    Re: Wer sind wir?


    Hallo Zusammen,

    war länger nicht mehr hier im Forum und freue mich jetzt, dass meine Frage "wer sind wir" zu so interessanten Beiträgen geführt hat. Zu mehr Text reichts gerade nicht, aber ich melde mich nochmal ;)

    Nur ganz kurz: Ich glaube daran, dass es wichtig ist, sich vor der Behandlung einen Schlusstrich zu setzen. Nicht 1x (denn 1x ist keinmal), und ich kann mir auch vorstellen, dass man Schlussstriche wieder verschieben darf, aber nicht die Medizin soll bestimmen, wann wir aufhören, sondern ausschließlich wir Frauen selbst. Dass wir fühlen können, wann es soweit ist, da bin ich mir nicht so sicher. Die Psychologin bei der ich begleitend zu meinem Kiwu bin, meinte, Sie hätte schon Frauen gesehen, die in der Psychatrie gelandet sind. Sie hat über 20 Jahre Erfahrung mit Kiwu-Patienten. Sich psychologisch begleiten zu lassen, bei Kiwu-Versuchen und beim Aufhören ist auf jeden Fall ein Thema. Bin mir nur noch nicht ganz klar, wieviel die Männer mitbestimmen dürfen ;) Ich fühle im Moment, es ist noch nicht Schluss, mein Mann möchte aber gerne aufhören, da es ihm einfach zu viel wird.

    Ein schönes Wochenende!

  • Vida Fertility Institute

    mehr erfahren
    Vida Fertility Institute
  • Klinik Eugin

    mehr erfahren
    Klinik Eugin
  • CRA Barcelona

    mehr erfahren
    CRA Barcelona
  • IVI Valencia

    mehr erfahren
    IVI Valencia
  • Clinica Tambre

    mehr erfahren
    Clinica Tambre
  • Institut Marques

    mehr erfahren
    Institut Marques

Registriere Dich jetzt für unseren kostenlosen Newsletter.

Die Eingabe des Namen ist optional.
Verteilerlisten
Bitte bestätigen Sie die Datenschutzerklärung
Jetzt anmelden

Vielen Dank für Deine Anmeldung!

Du bekommst in wenigen Minuten eine E-Mail mit einem Bestätigungslink.

  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum
Community-Software: WoltLab Suite™
💛 Du bist mit deinem Kinderwunsch nicht allein.
Der Weg zum Wunschkind ist oft voller Fragen – und Entscheidungen, die gut überlegt sein wollen.

Welche Klinik ist die richtige? Was, wenn es unterschiedliche ärztliche Meinungen gibt?


Auf www.deine-kinderwunschmanager.de findest du:

✅ Persönliche Begleitung durch erfahrene Kinderwunschberater*innen

✅ Hilfe bei der Auswahl der passenden Klinik – im In- oder Ausland

✅ Vertrauensvolle ärztliche Zweitmeinungen

✅ Ein offenes Ohr für all deine Sorgen


🎯 Buche jetzt dein kostenloses Kennenlerngespräch – und finde heraus, was dir wirklich weiterhilft.

👉 Jetzt entdecken

Jetzt entdecken
Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺 in der WSC-Connect App bei Google Play
Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺 in der WSC-Connect App im App Store
Download