Liebe Forumsteilnehmerinnen!
Im Grunde ist es egal, warum wir alle hier den Weg EZS oder Embryonen-Spende gehen (wollen).
Aber es beschäftigt mich, ob die Frauen, die diesen Weg gehen, ein bestimmtes Muster aufweisen.
Keine Angst: bin keine Journalistin under cover ;-), sondern gebeutelte Kiwu-Frau mit 5 ISCIs, schlechten Eizellen, Sperma meines Mannes ist auch nicht berauschend.
Ich selbst bin ein ungewolltes, uneheliches Kind. Mein Vater wollte meiner Mutter damals Geld für die Abtreibung geben, was Sie zwar sofort abgelehnt hat, aber Sie hat einen halbherzigen Versuch mit der heißen Badewanne gestartet.
Meine Mutter und ich lieben uns, aber unsere Beziehung ist bis heute problematisch. Meinen Vater habe ich auf eigenen Wunsch einmal getroffen, aber er interessiert sich in keinster Weise für mich.
Ich habe den Verdacht, dass gerade Frauen aus solchen Konstellationen bzw. Pflege- oder Adoptionskinder den weiten Weg der EZS gehen, um das zu bekommen, was sie früher nicht haben konnten: eine eigene Familie. Nur das wir diesmal die Rolle der Mutter und nicht die des Kindes übernehmen.
Ich glaube daran, dass ich/wir den richtigen Weg für mich/uns finde(n) und will mich auch nicht länger damit belasten bzw. dafür schämen müssen, dass ich keinen Schlussstrich unters Kinder-Kriegen ziehen kann. Mein Mann meinte neulich zu mir, dass er gefragt wurde, wie er es aushält mit mir bzw. diesem Thema. Er hat mir aber nicht gesagt, wer ihn das gefragt hat. Keiner weiß von der EZS, aber einige unserer Verwandten, Freunde weiß von den Kiwu-Behandlungen. Diese Aussage hat mich tief getroffen.
Ich habe weder ernsthafte Depressionen noch bin ich verzweifelt. Allerdings manchmal etwas gefrustet und entmutigt, da das ganze Thema schon meine Ehe belastet und ich mir schon etwas exotisch vorkomme.
Was meint ihr: sind die EZS-Frauen so individuell wie die Menschheit oder weisen wir bestimmte Korrelationsmerkmale auf ![]()